Krankenhäuser/Intensivstationen ungewöhnlich hoch ausgelastet?

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Poody

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06.12.2020
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Hallo ihr lieben Pfleger und Schwestern,
ich gehöre nicht zu eurer Zunft (bin Sozialpädagogin), interessiere mich aber. In meinem persönlichen Umfeld habe ich niemanden, den ich fragen könnte. Also dachte ich, ihr könnt mir bestimmt weiterhelfen.

Im Radio hörte ich heute, die Intensivstationen seien (durch Covid) zur Zeit (durchschnittlich) zu 80 % ausgelastet. Kann mir das jemand ins Verhältnis setzten? Wie ist die Auslastung denn üblicherweise im Dezember (auch allgemein in den Krankenhäusern)?

Herzlichen Dank!
 
Diese Zahlen gibt es zwar, aber der Eindruck wird verzerrt. In etlichen Krankenhäusern werden derzeit z.B. planbare Operationen vertagt, weil es nicht mehr genügend freie Intensivbetten gäbe, um die Patienten nach der Operation dort zu überwachen.

Hilft Dir der Anteil der COViD-Patienten weiter? DIVI Intensivregister

Oder anders ausgedrückt: Wir haben in Deutschland ca 1.300 Akutkrankenhäuser mit insgesamt ca. 28.000 Intensivbetten, davon 22.000 mit Beatmungsmöglichkeit. Wenn 80% davon belegt sind, haben wir deutschlandweit noch rund 5.600 freie Intensivbetten, im Durchschnitt also 2 bis 3 freie Betten pro Krankenhaus. Nicht für COVID-19, sondern für alles: Herzinfarkte, Schlaganfälle, Nierenversagen, Unfallopfer.

2 bis 3 solcher Patienten können wir noch aufnehmen. Mehr nicht.
 
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Liebe Claudia!
Vielen Dank für deine Informationen!
Ist die von dir beschriebene Situation denn eher außergewöhnlich, oder eher nichts so Besonderes, weil es das in anderen Jahren (Dezembern) auch schon so gab?
Danke dir!
 
Danke, dass du deine Erfahrung mit mir teilst. Gerne zeige ich dir, woher meine Irritierung kommt:
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Das heißt ja nicht, daß es nicht auch in anderen Jahren schwere Epidemien gegeben hätte - außerdem existiert der Pflegenotstand nicht erst seit 2018 oder seit jetzt, sondern es wurden zwischen ca. 1995 und 2005 etwa 50.000 Klinikstellen im Pflegebereich vernichtet:


Von dem Schlag hat sich unser Berufsstand nie mehr erholt, und es hat auch keine Regierung bisher wirklich umfassende Reformen durchgeführt, um dagegen zu steuern. Da braucht dann nur Corona dazu zu kommen, und das Chaos ist perfekt.

Zwischen Influenza und Corona gibt es davon abgesehen einige sehr deutliche Unterschiede.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist die von dir beschriebene Situation denn eher außergewöhnlich, oder eher nichts so Besonderes, weil es das in anderen Jahren (Dezembern) auch schon so gab?
Siehe DIVI-Register. In manchen Kreisen belegen die COVID-Patienten 50% und mehr der Intensivkapazitäten. Die Hälfte der Betten mit Patienten einer einzigen Infektionskrankheit? Ja. Das ist außergewöhnlich.
 
Hallo Martin H und Kollegen,

du schreibst "Das heißt ja nicht, dass es nicht auch in anderen Jahren schwere Epidemien gegeben hätte".
Interpretiere ich deine Worte richtig, wenn ich übersetze, dass die Corona-Situation zwar durchaus besonders ist, aber nicht unbedingt deutlich "besonderer" als andere schwere Epidemien, die es auch in der Vergangenheit schon gegeben hat? Dass Corona sozusagen auch nichts anderes ist als die anderen schweren Epidemien vorher?

Mein Problem ist einfach, zu verstehen, warum es bei den anderen Epidemien keinerlei Regung in der Politik gegeben hat, sie noch nicht einmal wirklich in die öffentliche Wahrnehmung gebracht wurden (und das, obwohl die Krankenhäuser bereits tatsächlich flächendeckend überlastet waren), nun bei Corona aber politische Entscheidungen getroffen werden, die man sich vorher niemals hätte vorstellen können (bis hin zum Katastrophenfall). Liegt das denn einzig an dem neuen Erreger und der entsprechenden Angst vor dem, was man noch nicht kennt?

Wie fühlt ihr euch diesbezüglich denn mit der Verantwortung für die Corona-Patienten? Du schreibst ja, dass es zwischen Corona und Influenza einige sehr deutliche Unterschiede gibt. Welche Unterschiede genau meinst du? Meinst du die klinische Symptomatik? Die Schwere der Erkrankung...?
Könnt ihr den Erreger am Krankheitsbild erkennen?
Und fühlt ihr euch in der Behandlung sicher und wisst was zu tun ist und was funktioniert oder gibt es eher Hilflosigkeit und "trial and error".

Und verstehe ich das richtig, dass wir das jetzt bestehende gesellschaftliche! Problem nicht hätten, wenn die Politik die Pflege und die Krankenhäuser nicht heruntergewirtschaftet hätte? (Für den Einzelnen ist es natürlich (auch bei besten Pflegebedingungen) immer ein gewaltiges Problem, wenn er lebensbedrohlich erkrankt!) Du schreibst ja selbst: "Da braucht dann nur[!] Corona dazu zu kommen, und das Chaos ist perfekt."

Entschuldigung, das sind jetzt wirklich viele Fragen. Ich bin halt gerade richtig happy über meine Erste-Reihe-Information hier :-). Es ist sehr spannend für mich. Vielen Dank dafür!
 
Und fühlt ihr euch in der Behandlung sicher und wisst was zu tun ist und was funktioniert oder gibt es eher Hilflosigkeit und "trial and error".
Ich bin halt gerade richtig happy über meine Erste-Reihe-Information hier :-). Es ist sehr spannend für mich. Vielen Dank dafür!
Respekt, wie Du die Handlungskompetenzen der Pflege hier anerkennst. ich hoffe nur, Du kriegst nie Corona und bist dann auf die Hilfe der Leute angewiesen, deren Fachkompetenz Du hier anzweifelst.

Und wieso bist Du so happy und was ist so spannend? Lies doch mal die verschiedenen Threads quer, besonders den über Corona. Jede Menge Erfahrungsberichte. Und "spannend" ist das nicht, allenfalls anspannend.
 
Und verstehe ich das richtig, dass wir das jetzt bestehende gesellschaftliche! Problem nicht hätten, wenn die Politik die Pflege und die Krankenhäuser nicht heruntergewirtschaftet hätte? (Für den Einzelnen ist es natürlich (auch bei besten Pflegebedingungen) immer ein gewaltiges Problem, wenn er lebensbedrohlich erkrankt!) Du schreibst ja selbst: "Da braucht dann nur[!] Corona dazu zu kommen, und das Chaos ist perfekt."
Jein. Die Arbeitsbedingungen in der Pflege waren schon vor Corona sehr anstrengend, die Pflegenden fühlten sich schon zuvor überlastet und gerade im Intensivbereich mussten häufig aus Mangel an Personal Betten gesperrt werden. Dafür hat sich vor Corona jedoch kaum jemand interessiert.

Eine Infektionswelle würde wohl auch bei mehr Personal Probleme machen; die Auswirkungen wären jedoch etwas weniger gravierend. In manchen Krankenhäusern in Deutschland arbeitet bereits Personal, das selbst an COVID-19 erkrankt ist, weiterhin am Patienten, weil sonst niemand da ist, der das tun könnte.

Corona ist ansteckender als die Influenza, es führt deutlich häufiger zu schweren Verläufen, Intensivpflichtigkeit und Todesfällen. Auch müssen die Erkrankten länger auf der Intensiv und an der Beatmung bleiben. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/41_20.pdf?__blob=publicationFile
Mehr als 50.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen haben sich hierzulande mit Corona infiziert, 89 davon sind daran gestorben. Dabei handelte es sich um Menschen im arbeitsfähigen Alter, die gesund genug waren, einen körperlich wie seelisch anstrengenden Beruf auszuüben. Diese Todesfälle gab es z.B. bei Influenza bisher nicht in diesem Ausmaß. https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ...2020/2020-12-06-de.pdf?__blob=publicationFile
 
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Hallo Martin H und Kollegen,

du schreibst "Das heißt ja nicht, dass es nicht auch in anderen Jahren schwere Epidemien gegeben hätte".
Interpretiere ich deine Worte richtig, wenn ich übersetze, dass die Corona-Situation zwar durchaus besonders ist, aber nicht unbedingt deutlich "besonderer" als andere schwere Epidemien, die es auch in der Vergangenheit schon gegeben hat? Dass Corona sozusagen auch nichts anderes ist als die anderen schweren Epidemien vorher?
Nein, da verstehst Du mich jetzt falsch.
Zwar hat es auch früher schon Epidemien gegeben, aber Corona ist schon noch mal eine ganz andere Hausnummer als Influenza.
Mein Problem ist einfach, zu verstehen, warum es bei den anderen Epidemien keinerlei Regung in der Politik gegeben hat, sie noch nicht einmal wirklich in die öffentliche Wahrnehmung gebracht wurden (und das, obwohl die Krankenhäuser bereits tatsächlich flächendeckend überlastet waren), nun bei Corona aber politische Entscheidungen getroffen werden, die man sich vorher niemals hätte vorstellen können (bis hin zum Katastrophenfall). Liegt das denn einzig an dem neuen Erreger und der entsprechenden Angst vor dem, was man noch nicht kennt?
Ich nehme an, Du spielst hier auf die Grippewelle 2018 an. Dazu recht erhellend finde ich das:
Wie fühlt ihr euch diesbezüglich denn mit der Verantwortung für die Corona-Patienten? Du schreibst ja, dass es zwischen Corona und Influenza einige sehr deutliche Unterschiede gibt. Welche Unterschiede genau meinst du? Meinst du die klinische Symptomatik? Die Schwere der Erkrankung...?
Könnt ihr den Erreger am Krankheitsbild erkennen?
Zunächst einmal: Ich persönlich bin kein Fachmann für Corona, da ich (zum Glück) in meinem Arbeitsbereich bisher keinen Coronaerkrankten hatte. Wir haben hier im Forum aber Leute, die auf Coronastationen arbeiten, schau evtl. mal in den von @DieFranzösin erwähnten Thread.
Zu den Unterschieden:
Zunächst einmal handelt es sich um zwei komplett unterschiedliche Viren (Corona ist kein "Grippestamm" o. ä., wie von vielen behauptet); Corona gehört zu den Coronaviridae und Influenza zu den Orthomyxoviridae (siehe Allgemeine Virologie ). Beides sind RNA-Viren, das war´s dann aber auch mit den Gemeinsamkeiten.
Was die Symptome betrifft, sind beide Erkrankungen auch für Experten schwer zu unterscheiden; der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns ist aber wohl nur bei Corona vorhanden. Eindeutige Sicherheit bringt nur ein Abstrich (sog. "Goldstandard" ist weiterhin der PCR-Test).
Was eine Grippewelle deutlich von der jetzigen Pandemie unterscheidet ist, daß eine Grippewelle normalerweise jahreszeitlich begrenzt ist und mit den wärmeren Temperaturen verschwindet. Wenn dann im nächsten Winter wieder eine Grippewelle kommt, ist es normalerweise ein anderer Stamm als der, der in der letzten Saison grassierte.
Das ist bei Corona NICHT so!
Zwar gingen die Coronafälle über den Sommer deutlich zurück, sie verschwanden aber nie ganz und sind jetzt wieder sehr stark angestiegen (sog. 2. Welle). Das ist aber immer noch der gleiche Erreger.
Des weiteren konnte man normalerweise gegen Grippe schon seit vielen Jahren impfen, bei Corona hingegen gab es bisher nichts. Aber auch ungeimpfte Menschen tragen gegen Grippeviren einen gewissen Schutz in sich, da sie durch frühere Kontakte mit Grippeviren (auch wenn das andere Stämme waren) eine gewisse Grundimmunität haben.
Das ist bei Corona eindeutig NICHT so! Hier gibt es bisher noch keine Grundimmunität in der Bevölkerung.
Und fühlt ihr euch in der Behandlung sicher und wisst was zu tun ist und was funktioniert oder gibt es eher Hilflosigkeit und "trial and error".
Da gibt es eindeutige Vorgaben des RKI, die zu befolgen sind! :wink1:
Probleme gab es vor allem anfangs mit zu wenig Schutzausrüstung. Lies auch hierzu diverse Beiträge von Kollegen, die z. B. Masken, die für den Einmalgebrauch gedacht waren, tagelang tragen mußten.
Und verstehe ich das richtig, dass wir das jetzt bestehende gesellschaftliche! Problem nicht hätten, wenn die Politik die Pflege und die Krankenhäuser nicht heruntergewirtschaftet hätte? (Für den Einzelnen ist es natürlich (auch bei besten Pflegebedingungen) immer ein gewaltiges Problem, wenn er lebensbedrohlich erkrankt!) Du schreibst ja selbst: "Da braucht dann nur[!] Corona dazu zu kommen, und das Chaos ist perfekt."
Nein, das kann ich so nicht sagen, da ja letztlich viele Dinge bei der Schwere einer Epidemie bzw. Pandemie eine Rolle spielen; z. B. eben auch der Umgang der Gesellschaft mit der Epidemie, also welche Maßnahmen (z. B. Testungen, Abstand halten, Maskenpflicht, Quarantäne etc.) werden durchgeführt oder auch unterlassen? Z. B. sind hier die USA ein sehr gutes Negativbeispiel dafür, wie man es nicht macht: Obwohl dort die Pflege sehr gut aufgestellt ist, gab es viele Erkrankte und Tote, weil lange Zeit keine oder viel zu wenig Maßnahmen durchgeführt wurden. In anderen Ländern wie Italien wurde wohl viel zu spät getestet, und außerdem gibt es dort wie ich las einen eklatanten Mangel an Intensivbetten und Beatmungsgeräten.

Ich glaube aber, daß der seit Jahrzehnten vorhandene Mangel an Pflegekräften die Situation in D noch deutlich verschärft; und nur dadurch, daß vermeidbare OPs aufgeschoben werden u. ä., wir bisher noch halbwegs über die Runden kamen. Außerdem haben sich die Mitarbeiter den "Ar..." aufgerissen und weit über "Normal" geschuftet; nur dadurch konnte bisher ein Kollaps vermieden werden.
Aber, wie @-Claudia- schon schrieb:
Noch ein wenig mehr Patienten, und das System ist überlastet.
 
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Hallo DieFranzösin!

Von selbst wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen, die Handlungskompetenzen der Pflege anzuzweifeln. Da haben die Medien mich hingebracht, die sagten, dass die Medizin ja noch kaum etwas über das Virus, und wie man es behandeln könne, wisse. Deswegen sei es ja so gefährlich. Daher meine Nachfrage.

Ich bin "happy", weil es mir hier gerade das erste mal gelingt, selbst mit Leuten zu kommunizieren, die direkt mit Corona zu tun und mir helfen könnten, die Berichterstattungen besser einzusortieren.

Meinst du den Thread "Corona und alle spielen verrückt"? Ich glaube ich war da bisher auf den falschen Seiten dieses Threads unterwegs, die wenig aufschlussreich waren, aber jetzt hab ich interessante Beiträge gefunden. Danke und alles Gute!

Liebe Grüße!
 
Liebe Claudia,
lieber Martin H.,

ach, ich könnte jetzt wieder so viel zu euren Beiträgen sagen und fragen, das würde ins Unendliche führen. Aber ihr habt sicher noch was anderes zu tun! Und durch den Hinweis von DieFranzösin habe ich mich ja auch noch mal genauer und intensiver mit dem Thread "Corona und alle spielen verrückt" beschäftigt und bin jetzt fündig geworden.
Übrigens informiere ich mich tatsächlich bei den gleichen Quellen wie ihr (Intensivregister, RKI...), aber die richtige Einordnung und Interpretation ist doch oft schwierig.
Vielleicht doch noch die Frage: Was haltet ihr vom "Corona-Ausschuss"?
Ich danke allen für die Mühe, mir die Dinge näher zu bringen und wünschte, ich hätte die Macht, eure Arbeitsbedingungen zu verbessern!

Alles Gute und Gruß!
 
Hier ein Beitrag aus dem gestrigen heute journal: Klinik-Aufruf: Bitte um Hilfe

Nach den Aussagen des Arztes könne sich keiner der Mitarbeitenden - auch nicht die mit zig Jahren Berufserfahrung - an solch eine Situation erinnern.
 
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"Corona-Ausschuss" finde ich gut und auch nicht gut. Die gute Seite ist, dass sie es sind, die alle über dieses Virus und viele andere informieren, aber die schlechte Seite ist, solange das Antivirus nicht da ist, ist es irgendwie nutzlos, sie zu haben. Aber ich denke, jetzt bin ich neugierig, was nach dem Impfen passieren wird.
 
ach, ich könnte jetzt wieder so viel zu euren Beiträgen sagen und fragen, das würde ins Unendliche führen.
Kein Problem, von mir aus kannst Du gern so viel fragen, wie Du willst! :wink1: Wenn wir es Dir beantworten können...
Ich finde es übrigens grundsätzlich gut, daß Du hier direkt bei den Leuten anfragst, die z. T. an vorderster Front stehen und dadurch zumindest in vielen Punkten eindeutig Fachleute sind. Im Gegensatz zu irgendwelchen Politikern, Wirtschaftlern oder auch Juristen, die im Grunde genommen keine Ahnung haben, aber gerne im Netz (soziale Medien) wie die Blinden über die Farbe dozieren. :x Die werden ja grade von den "Querdenkern" u. ä. gerne als Kronzeugen für deren abstrusen Blödsinn vorgebracht, Hauptsache derjenige hat am besten irgendeinen Doktor oder Professor (egal in welchem Fach) vor dem Namen stehen und kann recht saublöd daherlabern.
Aber mit dem Problem hat unser Berufsstand leider sehr sehr oft zu kämpfen, es wird fast immer nur ÜBER die Pflege und nie mit der Pflege geredet. :mad:
Daher finde ich es sehr gut, wenn uns mal ein Außenstehender direkt fragt! :-)
Und durch den Hinweis von DieFranzösin habe ich mich ja auch noch mal genauer und intensiver mit dem Thread "Corona und alle spielen verrückt" beschäftigt und bin jetzt fündig geworden.
Ja genau, zum Beispiel. Wir hatten hier im Forum noch mehr Coronathreads, lies Dich dort gezielt ein und wenn Fragen sind frag einfach.
Vielleicht doch noch die Frage: Was haltet ihr vom "Corona-Ausschuss"?
Da kann ich leider gar nichts dazu sagen. :weissnix:
Ich danke allen für die Mühe, mir die Dinge näher zu bringen und wünschte, ich hätte die Macht, eure Arbeitsbedingungen zu verbessern!

Alles Gute und Gruß!
Danke!
 
Lieber Martin H. (und KollegInnen)!

Ok, du hast mich animiert, weiterzuschreiben :-). Diesen langen Text hast du jetzt davon ;).

Wenn ich mir die Qualifikationen auf Wikipedia ansehe, verstehe ich nicht, warum Herr Wodarg und Herr Bhakdi den Herren Whieler und Drosten bezüglich Corona fachlich so viel nachstehen sollten, und auch nicht, warum sie sich zeitlich vor Corona in deutschen Medien vielfach äußern durften, jetzt aber gemieden werden.
Und warum werden sie nicht zu offenen Diskussionsrunden geladen? Dort könnte man sie dann doch öffentlich widerlegen, wenn sie so viel Mist erzählen, und die Menschen könnten ihnen dann nicht mehr so schnell auf den Leim gehen, als wenn man sie im Internet unwidersprochen alleine reden lässt. Warum tut man das also nicht? Welche Sicht habt ihr darauf?

Bezüglich anderer Coronathreads: Hab keine gefunden, die mir inhaltlich weitergeholfen hätten. Kannst du / Könnt ihr ein paar Namen nennen, damit ich finde, was du meinst?

Bezüglich Correktiv.org, und dass die Zahlen von Influenza und Corona nicht vergleichbar wären: Der Inhalt passt nicht mit der Überschrift überein. Der Text besagt eher noch, dass die Grippe schlimmer war. Denn bei Grippe GAB es laut Text eine Übersterblichkeit, bei Corona finde ich darauf (bis JETZT) noch keine Hinweise:
Schaut euch mal dieses Dokument an!
Was verstehe ich denn hier falsch?

Du beschreibst die Unterschiede zwischen Influenza und Corona:
Unterschiedliche Stämme,
EIN (wohl eher unkritisches) anderes Symptom (Geruchs- und Geschmackssinn - der geht bei mir übrigens schon bei einem Schnupfen zumindest teilweise verloren ;) ),
Coronafälle gehen im Sommer nicht auf 0 und im Winter ists wieder der gleiche Erreger (klingt für mich sogar UNkritischer als bei der Grippe, bei der man sich in jeder Saison neu überraschen lassen muss, welcher Erreger diesmal kommt),
keine Impfung (in manchen Jahren wirkungslos, da man den Erreger vorher der nächsten Saison nicht kennt),
keine Grundimmunität (zählt denn die Grundimmunität gegen die Gruppe der Corona-Erreger medizinisch gar nicht?)

Ok, klar, ein paar Unterschiede gibts natürlich immer. Sie klingen für mich aber nicht unbedingt alle so viel bedeutender oder kritischer als bei der Influenza. Zumindest nicht so viel kritischer, als dass bei einer schweren Grippewelle gar nichts davon mitzubekommen ist, bei Corona aber politische Entscheidungen getroffen werden, die sich anfühlen, als würden draußen auf den Straße die Menschen reihenweise tot umfallen.

Wenn die Grippe rumgeht kriege ich das persönlich mit. Dann kenne ich ganze Familien - einige!- die miteinander zwei Wochen flach liegen. Auf der Arbeit fehlen spürbar Mitarbeiter. Hm, bei Corona kenne ich gerade mal meine Cousine und ihren Mann - in Norwegen. Für mich passt das gefühlt alles nicht zusammen - der Hauptgrund warum ich hier nachfrage.

Heute hat ein Kundin mir erzählt, ihre 8!-jährige Nichte muss für eine Woche in Quarantäne. Das bedeutet: Allein in ihrem Zimmer bleiben, niemand darf zu ihr. Sie kriegt das Essen "unter der Tür durchgeschoben". Sie "darf" den Geschwistern durch die geschlossene Tür beim Spielen zuhören. Und das Mädchen ist komplett symptomfrei! Hätten Eltern VOR Corona wegen der MÖGLICHKEIT, dass die Tochter Grippe haben KÖNNTE, eigenmächtig eine solche Entscheidung getroffen, hätte wohl das Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung vor der Tür gestanden.
Eine Vierjährige schreit und weint, weil ihrer einjährigen Schwester die Nase läuft, und die Ältere nun Panik hat, die Kleine hätte Corona und würde sterben. Was tun wir unseren Kindern an?
Unsere Alten sterben alleingelassen, und Angehörige dürfen sich nicht verabschieden.
Des Weiteren darf man lesen:

"'Ultima Ratio für Quarantäne-Brecher'

Die Regierung setzt damit eine Forderung des baden-württembergischen Innenministers Thomas Strobl (CDU) um, der dies bereits Anfang November gefordert hatte. Er sei froh, dass nun Einigkeit darüber herrsche, "dass uneinsichtige Quarantäne-Brecher abzusondern sind", sagte Strobl in Stuttgart. Dies sei die "Ultima Ratio für Menschen, die nicht bußgeldempfindlich sind"."

Welchen Staat wollen wir?

Manchmal habe ich heute das Gefühl, man darf an allem erkranken und sterben - nur an Corona bitte nicht. Die Gesunden sind doch auch noch da. 83.000.000 Menschen nehmen gerade (vom Staat erzwungene) "Rücksicht" auf die Ältesten und Kränksten.
Ich würde auch nie auf die Idee kommen, mich einem älteren oder kranken Menschen zu nähern, wenn ich irgendwelche Krankheitsanzeichen hätte und zudem noch wüsste, dass gerade eine potentiell tötliche Infektionskrankheit die Runde macht. Das war aber auch VOR Corona schon so! Das sollte selbstverständlich sein. Aber was jetzt hier läuft - es treibt mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken.

Eigentlich hätte ich erwartet, dass großflächig Vitamin D, Zink, Selen... in der Bevölkerung verteilt werden und großangelegte Aufklärungskampagnen über gesunde Lebensführung gestartet werden (und von mir mir aus kann man auch noch gerne eine Weile auf große Partys und sonstige Massenansammlungen verzichten). Und dass man ordentlich Geld in die Hand nimmt, um möglichst viele, die aus eurem Berufsfeld ausgestiegen sind, wieder neu zu motivieren und ordentliche Ausstattungen für die Mitarbeiter zu besorgen (statt das Geld für Restaurants und Theater auszugeben, die man trotz vorbildlicher Hygienemaßnahmen dicht macht). Stattdessen höre ich vor allem viel Angstmache.

Wir scheinen keinen angemessenen Umgang mit und keine Ehrfucht und Demut vor der Natur, vor Krankheit und Tod zu haben. Wir glauben als Menschen, wir könnten mit technokratischen Maßnahmen die Natur in die Knie zwingen und über Krankheit und Tod herrschen. Dabei gehört der Tod zum Leben (das gerade kaum noch stattfindet) hinzu und - so schlimm es in jedem Einzelfall ist - wir sind immer noch nicht die Herren über Leben und Tod. Vielmehr sollten wir uns darum kümmern, dass diejenigen, die dann doch leider sterben müssen, das in Ruhe, Würde und Begleitung ihrer Angehörigen tun können.

Liege ich mit solchen Gedanken denn sooo vollkommen daneben? Und bin ich jetzt ein Verschwörungstheoretiker und ein rücksichtsloser Menschenlebengefährder, der nur an sich selber denkt?
 
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Liebe Claudia,

im Influenza-Beitrag hieß es auch, das sei noch nie dagewesen und die Flure lägen voll mit Patienten...
Das ist ein Bericht über ein Krankenhaus/EINE Region. Und es ist wirklich schlimm!! Ich will das nicht herunterspielen!
Doch schaut man jetzt bei Helios, klingt der allgemeine Zustand im Land wieder anders:
Mir ist dennoch bewusst, dass sich die Lage auch in den Helios-Häusern natürlich jederzeit ändern kann!

Ich sage auch nicht, dass Covid kein Problem ist, ich verstehe nur einfach nicht die Verhältnismäßigkeit zwischen Problem und Maßnahmen, vor allem wenn man in die Vergangenheit schaut. Oder auch in die Gegenwart: Wen interessieren z. B. die Toten durch Krankenhauskeime? Warum sind die für die Politik so uninteressant? Ein altbekanntes, heftiges Problem. Werden also mittlerweile doppelt so viele Reinigungskräfte eingestellt und bekommen sie mindestens 20,00 € die Stunde für ihre überlebenswichtige Aufgabe? Warum nicht? All diese medizinischen, sinnvollen Maßnahmen würden weniger Geld kosten und mehr bringen, als das soziale Leben und unsere finanziellen Überlebensgrundlagen zu zerstören. Ist ja nicht so, als hätte das alles am Ende keine negativen gesundheitlichen Folgen.

Der Beitrag bestätigt, dass das Virus sich kaum für unsere Maßnahmen interessiert. Warum gibt es sie also in dieser Ausprägung? Im Beitrag vorher schrieb ich gerade noch:
"Wir glauben als Menschen, wir könnten mit technokratischen Maßnahmen die Natur in die Knie zwingen und über Krankheit und Tod herrschen. Dabei gehört der Tod zum Leben (das gerade kaum noch stattfindet) hinzu und - so schlimm es in jedem Einzelfall ist - wir sind immer noch nicht die Herren über Leben und Tod. Vielmehr sollten wir uns darum kümmern, dass diejenigen, die dann doch leider sterben müssen, das in Ruhe, Würde und Begleitung ihrer Angehörigen tun können. "

Liebe Grüße!
 
Lieber Martin H. (und KollegInnen)!

Ok, du hast mich animiert, weiterzuschreiben :-). Diesen langen Text hast du jetzt davon ;).

1.) Wenn ich mir die Qualifikationen auf Wikipedia ansehe, verstehe ich nicht, warum Herr Wodarg und Herr Bhakdi den Herren Whieler und Drosten bezüglich Corona fachlich so viel nachstehen sollten, und auch nicht, warum sie sich zeitlich vor Corona in deutschen Medien vielfach äußern durften, jetzt aber gemieden werden.
............

2.) Bezüglich Correktiv.org, und dass die Zahlen von Influenza und Corona nicht vergleichbar wären: Der Inhalt passt nicht mit der Überschrift überein. Der Text besagt eher noch, dass die Grippe schlimmer war. Denn bei Grippe GAB es laut Text eine Übersterblichkeit, bei Corona finde ich darauf (bis JETZT) noch keine Hinweise:
Schaut euch mal dieses Dokument an!
Was verstehe ich denn hier falsch?

3.) Du beschreibst die Unterschiede zwischen Influenza und Corona:
Unterschiedliche Stämme,
EIN (wohl eher unkritisches) anderes Symptom (Geruchs- und Geschmackssinn - der geht bei mir übrigens schon bei einem Schnupfen zumindest teilweise verloren ;) ),
Coronafälle gehen im Sommer nicht auf 0 und im Winter ists wieder der gleiche Erreger (klingt für mich sogar UNkritischer als bei der Grippe, bei der man sich in jeder Saison neu überraschen lassen muss, welcher Erreger diesmal kommt),
keine Impfung (in manchen Jahren wirkungslos, da man den Erreger vorher der nächsten Saison nicht kennt),
keine Grundimmunität (zählt denn die Grundimmunität gegen die Gruppe der Corona-Erreger medizinisch gar nicht?)

Ok, klar, ein paar Unterschiede gibts natürlich immer. Sie klingen für mich aber nicht unbedingt alle so viel bedeutender oder kritischer als bei der Influenza. Zumindest nicht so viel kritischer, als dass bei einer schweren Grippewelle gar nichts davon mitzubekommen ist, bei Corona aber politische Entscheidungen getroffen werden, die sich anfühlen, als würden draußen auf den Straße die Menschen reihenweise tot umfallen.

Wenn die Grippe rumgeht kriege ich das persönlich mit. Dann kenne ich ganze Familien - einige!- die miteinander zwei Wochen flach liegen. Auf der Arbeit fehlen spürbar Mitarbeiter. Hm, bei Corona kenne ich gerade mal meine Cousine und ihren Mann - in Norwegen. Für mich passt das gefühlt alles nicht zusammen - der Hauptgrund warum ich hier nachfrage.

4:-) Heute hat ein Kundin mir erzählt, ihre 8!-jährige Nichte muss für eine Woche in Quarantäne. Das bedeutet: Allein in ihrem Zimmer bleiben, niemand darf zu ihr. Sie kriegt das Essen "unter der Tür durchgeschoben". Sie "darf" den Geschwistern durch die geschlossene Tür beim Spielen zuhören. Und das Mädchen ist komplett symptomfrei! Hätten Eltern VOR Corona wegen der MÖGLICHKEIT, dass die Tochter Grippe haben KÖNNTE, eigenmächtig eine solche Entscheidung getroffen, hätte wohl das Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung vor der Tür gestanden.
5.) Eine Vierjährige schreit und weint, weil ihrer einjährigen Schwester die Nase läuft, und die Ältere nun Panik hat, die Kleine hätte Corona und würde sterben. Was tun wir unseren Kindern an?
6.) Unsere Alten sterben alleingelassen, und Angehörige dürfen sich nicht verabschieden.
7.) Des Weiteren darf man lesen:

"'Ultima Ratio für Quarantäne-Brecher'

Die Regierung setzt damit eine Forderung des baden-württembergischen Innenministers Thomas Strobl (CDU) um, der dies bereits Anfang November gefordert hatte. Er sei froh, dass nun Einigkeit darüber herrsche, "dass uneinsichtige Quarantäne-Brecher abzusondern sind", sagte Strobl in Stuttgart. Dies sei die "Ultima Ratio für Menschen, die nicht bußgeldempfindlich sind"."

Welchen Staat wollen wir?

8.) Manchmal habe ich heute das Gefühl, man darf an allem erkranken und sterben - nur an Corona bitte nicht. Die Gesunden sind doch auch noch da. 83.000.000 Menschen nehmen gerade (vom Staat erzwungene) "Rücksicht" auf die Ältesten und Kränksten.
Ich würde auch nie auf die Idee kommen, mich einem älteren oder kranken Menschen zu nähern, wenn ich irgendwelche Krankheitsanzeichen hätte und zudem noch wüsste, dass gerade eine potentiell tötliche Infektionskrankheit die Runde macht. Das war aber auch VOR Corona schon so! Das sollte selbstverständlich sein. Aber was jetzt hier läuft - es treibt mir einen Schauer nach dem anderen über den Rücken.

9.) Eigentlich hätte ich erwartet, dass großflächig Vitamin D, Zink, Selen... in der Bevölkerung verteilt werden und großangelegte Aufklärungskampagnen über gesunde Lebensführung gestartet werden (und von mir mir aus kann man auch noch gerne eine Weile auf große Partys und sonstige Massenansammlungen verzichten). Und dass man ordentlich Geld in die Hand nimmt, um möglichst viele, die aus eurem Berufsfeld ausgestiegen sind, wieder neu zu motivieren und ordentliche Ausstattungen für die Mitarbeiter zu besorgen (statt das Geld für Restaurants und Theater auszugeben, die man trotz vorbildlicher Hygienemaßnahmen dicht macht). Stattdessen höre ich vor allem viel Angstmache.

Wir scheinen keinen angemessenen Umgang mit und keine Ehrfucht und Demut vor der Natur, vor Krankheit und Tod zu haben. Wir glauben als Menschen, wir könnten mit technokratischen Maßnahmen die Natur in die Knie zwingen und über Krankheit und Tod herrschen. Dabei gehört der Tod zum Leben (das gerade kaum noch stattfindet) hinzu und - so schlimm es in jedem Einzelfall ist - wir sind immer noch nicht die Herren über Leben und Tod. Vielmehr sollten wir uns darum kümmern, dass diejenigen, die dann doch leider sterben müssen, das in Ruhe, Würde und Begleitung ihrer Angehörigen tun können.

Liege ich mit solchen Gedanken denn sooo vollkommen daneben? Und bin ich jetzt ein Verschwörungstheoretiker und ein rücksichtsloser Menschenlebengefährder, der nur an sich selber denkt?
1.) Die Berater werden von der Bundesregierung ausgesucht. Andere werden von den Medien ausgesucht um Einschaltzahlen oder Auflagensteigerung zu erreichen werden gerne differierende Aussagen veröffentlich. Die "streitbaren" Charaktere sind den Medien meist bekannt. Ob man selbst das gut findet, bleibt dahingestellt. Ob es Sinn macht Virologen zu befragen ebenso, - meiner Meinung nach wäre es sinnvoller Epidemiologen zur Beratung zu nutzen. Die bilden den genauen Tätigkeitskatalog zu den Fragestellungen der möglichen Prophylaxemaßnahmen ab!
2.) in den Zahlen spiegeln sich deutlich die Übersterblichkeit der Grippe 2017 ab. Nur dezent wird die der Frühjahrswelle dieses Jahr von Corona sichtbar. Leider sind die Zahlen nur bis Anfang Oktober 2020 dargestellt. Deutlicher sichtbar dürfte die Übersterblichkeit der Coronapandemie aber erst ab Mitte November werden....
3.) nicht unterschiedliche Stämme sondern Arten! Also, außer ähnlichen Symptomen haben die nix miteinander zu tun. Nur dass sie Viren sind führt nicht dazu eine Grundimmunität beim Menschen zu bewirken. Die Coronaviridae sind eine Zoonose was bedeutet, dass sie tierischen Ursprungs sind daher hatte Mensch in seiner Evolution noch keinen Kontakt damit und somit keine Gelegenheit immunologisch darauf zu reagieren. Damit sind die teils sehr schweren Verläufe bis hin zur Lungenersatztherapie zu begründen.
4.) Hier scheint ein grundsätzliche Informationsdefizit zu bestehen: eine 1 wöchige Quarantäne wegen Corona gibt es nicht. Es gibt nur eine 14 tägige. Und die Menschen die abgesondert werden müssen sind eigentlich zum Zeitpunkt der Quarantäne immer
ohne Symptom - sonst sind sie erkrankt und isoliert.
5.) Kinder in diesem Alter haben keine gegen die Schnupfenase der Schwester gerichteten Ängst, sie bringen das zum Ausdruck was ihre Eltern Rational nicht auf die Reihe kriegen"!
6.) das ist fürwahr traurig!
7.) Dabei geht es gegen gewissenlose Idioten die trotz pos. Befunde sich nicht an die vorgeschriebenen Isolierungsauflagen halten (z.B. Mutter besucht Tochter im Krankenhaus trotz pos. Coronatest)
8.) ab wann ist man alt? Ich bin 62 und erwarte (und hoffentlich darf ich darauf hoffen) etwas Rücksicht.
0.) Placebos (Eisen und Zink) helfen aber nicht gegen Corona, Kontaktreduktionen aber schon, da das Virus überwiegend durch respiratorische Tröpfchen und Aerosole weitergegeben werden...
 
@Poody
Also irgendwie hab ich das Gefühl, Du hast nicht verstanden, was ich geschrieben hatte... z. B. daß Corona und Influenza grundsätzlich unterschiedliche Viren und nicht nur zwei verschiedene Stämme sind.
Das meiste hat aber @matras schon richtig gestellt. :daumen:

Hier noch ein Coronathread, den ich ziemlich gut fand:
 
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