- Registriert
- 22.10.2018
- Beiträge
- 11
- Akt. Einsatzbereich
- Ambulante Pflege
Hallo zusammen!
Ich bin 29 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder mit eineinhalb und viereinhalb Jahren. Ich arbeite seit bald 6 Jahren mit Elternzeitunterbrechungen von jeweils einem Jahr 40 %im ambulanten Bereich. Nachdem ich nun wieder eingestiegen bin hat sich bei mir bald das Gefühl von Hilflosigkeit und teilweise auch Angst und Aggressionem in Beruf wie Privatleben gezeigt. Irgendwann wurde das in meinen Augen einfach zu viel und ich ging zum Hausarzt. Von dem kam dann die Diagnose Depression mit ein paar Medikamenten, mit denen ich mehr schlecht als recht eingestellt war. Ich fühlte mich teilweise so müde dass ich in meiner Freizeit mitten am Tage 5 Stunden schlief. Ich bekam Gott sei dank recht schnell einen Termin bei einer Psychotherapeutin mit der ich seitdem ein wenig Aufarbeite, was überhaupt los ist. Sie sorgte erst dafür dass ich andere Medikamente bekam mit denen ich mich stabiler fühlte. Ausserdem bescheinigte sie mir eine "Anpassungsstörung", da ihr Depression zu hart erschien, denn ich sei doch durchaus fähig, positives noch zu erkennen und meinen Lebenswandel Trotz dessen zu gestalten. So weit so gut, die Therapie bekomme ich ja dennoch. Ich habe das Bedürfnis euch genauer zu erzählen, wie es mir geht. Nach der Elternzeit kam ich in ein anderes Team, mit dessen Pflegeleitung ich so gar nicht klar komme. Ich bin ein sehr sensibler Mensch der sich schnell an der eigenen Nase packt, und sie ist jemand die extrem akkurat arbeitet und das auch von uns verlangt. Daran ist ja nichts grundsätzlich schlechtes, doch dazu kommt noch ihre völlig distanzierte Gefühlsfremde Art zu kommunizieren, die ja sicher auch von ihren eigenen Erlebnissen geprägt ist. Dennoch macht es mir stets Angst, wenn sie mich um ein Gespräch bittet, was wegen ihrer Forderungen der Perfektion durchaus öfter vorkommt (meist nur wegen Kleinigkeiten in der Dokumentation). Was ich nicht erwartet habe war, dass wir irgendwann ein eineinhalb stündiges Gespräch darüber führten, dass sie meine Gefühle bemerkt hätte und fragte was sie besser machen kann. Auf meine Vorschläge ist sie bis heute nicht eingegangen. Vielleicht habe ich es auch zu undeutlich erklärt. Die Angst ist weiterhin da. Besonders wenn ich etwas dokumentieren soll und nicht genau weiß wie. Dann habe ich schon Panik, weil ich die Situation darauf angesprochen zu werden schon im Kopf durchspiele. Beispiel: zuletzt kam es vor dass ich viel zu spät bei zwei dementen Patienten ankam um zwei kleine Körperpflegen durchzuführen. Sie lehnten dies ab (was sie oft tun) weil sie schon gewaschen seien. Auf meinen versuch hin sie zu überreden lehnten sie weiterhin ab. Natürlich kann ich sie nicht zwingen sich waschen zu lassen. Und in euren Köpfen wäre hier vielleicht klar gewesen, okay dokumentieren und weiter. Ich aber fühlte mich total überfordert und stand erstmal völlig ratlos da. Ich glaube geschlagene zwölf Minuten. Was sollte ich jetzt mit den zwölf Minuten machen? ich dokumentierte sie schließlich nachträglich auf den Ratschlag meines Mannes als pause. Was meine Chefin dazu sagen wird, zeigt sich heute. Meine Therapeutin jedenfalls ist der Meinung, dass ich mit der Gesamtsituation Kinder und Arbeit zu überfordert bin und zu schnell wieder angefangen habe. Dass es aber auch ein passender Beruf für mich sei und dass sie merke, dass ich ihn eigentlich gerne machen, was ich so unterschreiben kann. Das Geld aber brauchen wir, wir haben eben erst ein Haus gekauft und noch einiges zu renovieren. Ich bin jetzt bei meinem 7. Arbeitstag von 12 angekommen , kann heute nicht bei einem Vorsingen meiner Großen Tochter dabei sein weil eine Fortbildung dazukam und fühle mich wie ein Zombie. Ich frage mich momentan wieviel ich an meiner Situation wirklich ändern kann und ob es nicht klüger wäre mit weniger Prozenten bei einer pflegeleasing Firma zu arbeiten bei der ich Kontakte habe oder ob mich das nicht noch mehr in diese überforderung bringt weil komplett neue Situation. Eine Mutter Kind Kur wäre zwar möglich, aber bringt die mich in dem Punkt wirklich dauerhaft weiter? vielleicht wollt ihr mir ein wenig über ähnliche Erfahrungen berichten, Tipps geben oder einfach nur mit mir darüber reden. Ich würde mich freuen.
LG, laikana
Ich bin 29 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder mit eineinhalb und viereinhalb Jahren. Ich arbeite seit bald 6 Jahren mit Elternzeitunterbrechungen von jeweils einem Jahr 40 %im ambulanten Bereich. Nachdem ich nun wieder eingestiegen bin hat sich bei mir bald das Gefühl von Hilflosigkeit und teilweise auch Angst und Aggressionem in Beruf wie Privatleben gezeigt. Irgendwann wurde das in meinen Augen einfach zu viel und ich ging zum Hausarzt. Von dem kam dann die Diagnose Depression mit ein paar Medikamenten, mit denen ich mehr schlecht als recht eingestellt war. Ich fühlte mich teilweise so müde dass ich in meiner Freizeit mitten am Tage 5 Stunden schlief. Ich bekam Gott sei dank recht schnell einen Termin bei einer Psychotherapeutin mit der ich seitdem ein wenig Aufarbeite, was überhaupt los ist. Sie sorgte erst dafür dass ich andere Medikamente bekam mit denen ich mich stabiler fühlte. Ausserdem bescheinigte sie mir eine "Anpassungsstörung", da ihr Depression zu hart erschien, denn ich sei doch durchaus fähig, positives noch zu erkennen und meinen Lebenswandel Trotz dessen zu gestalten. So weit so gut, die Therapie bekomme ich ja dennoch. Ich habe das Bedürfnis euch genauer zu erzählen, wie es mir geht. Nach der Elternzeit kam ich in ein anderes Team, mit dessen Pflegeleitung ich so gar nicht klar komme. Ich bin ein sehr sensibler Mensch der sich schnell an der eigenen Nase packt, und sie ist jemand die extrem akkurat arbeitet und das auch von uns verlangt. Daran ist ja nichts grundsätzlich schlechtes, doch dazu kommt noch ihre völlig distanzierte Gefühlsfremde Art zu kommunizieren, die ja sicher auch von ihren eigenen Erlebnissen geprägt ist. Dennoch macht es mir stets Angst, wenn sie mich um ein Gespräch bittet, was wegen ihrer Forderungen der Perfektion durchaus öfter vorkommt (meist nur wegen Kleinigkeiten in der Dokumentation). Was ich nicht erwartet habe war, dass wir irgendwann ein eineinhalb stündiges Gespräch darüber führten, dass sie meine Gefühle bemerkt hätte und fragte was sie besser machen kann. Auf meine Vorschläge ist sie bis heute nicht eingegangen. Vielleicht habe ich es auch zu undeutlich erklärt. Die Angst ist weiterhin da. Besonders wenn ich etwas dokumentieren soll und nicht genau weiß wie. Dann habe ich schon Panik, weil ich die Situation darauf angesprochen zu werden schon im Kopf durchspiele. Beispiel: zuletzt kam es vor dass ich viel zu spät bei zwei dementen Patienten ankam um zwei kleine Körperpflegen durchzuführen. Sie lehnten dies ab (was sie oft tun) weil sie schon gewaschen seien. Auf meinen versuch hin sie zu überreden lehnten sie weiterhin ab. Natürlich kann ich sie nicht zwingen sich waschen zu lassen. Und in euren Köpfen wäre hier vielleicht klar gewesen, okay dokumentieren und weiter. Ich aber fühlte mich total überfordert und stand erstmal völlig ratlos da. Ich glaube geschlagene zwölf Minuten. Was sollte ich jetzt mit den zwölf Minuten machen? ich dokumentierte sie schließlich nachträglich auf den Ratschlag meines Mannes als pause. Was meine Chefin dazu sagen wird, zeigt sich heute. Meine Therapeutin jedenfalls ist der Meinung, dass ich mit der Gesamtsituation Kinder und Arbeit zu überfordert bin und zu schnell wieder angefangen habe. Dass es aber auch ein passender Beruf für mich sei und dass sie merke, dass ich ihn eigentlich gerne machen, was ich so unterschreiben kann. Das Geld aber brauchen wir, wir haben eben erst ein Haus gekauft und noch einiges zu renovieren. Ich bin jetzt bei meinem 7. Arbeitstag von 12 angekommen , kann heute nicht bei einem Vorsingen meiner Großen Tochter dabei sein weil eine Fortbildung dazukam und fühle mich wie ein Zombie. Ich frage mich momentan wieviel ich an meiner Situation wirklich ändern kann und ob es nicht klüger wäre mit weniger Prozenten bei einer pflegeleasing Firma zu arbeiten bei der ich Kontakte habe oder ob mich das nicht noch mehr in diese überforderung bringt weil komplett neue Situation. Eine Mutter Kind Kur wäre zwar möglich, aber bringt die mich in dem Punkt wirklich dauerhaft weiter? vielleicht wollt ihr mir ein wenig über ähnliche Erfahrungen berichten, Tipps geben oder einfach nur mit mir darüber reden. Ich würde mich freuen.
LG, laikana
). Oder die Ärzte rücksichtslos (obwohl sie diese Zustände genau mitkriegen) meinen, die "Puppen tanzen lassen zu müssen" und grade bei allerdünnster Personaldecke ausgedehnte Visiten oder nicht lebensnotwendige Untersuchungen durchführen zu müssen - und wenn sich die Pflegekräfte erdreisten, dagegen aufzumucken, dann treten ihnen dafür Vorgesetzte noch mit Anlauf ins Kreuz!! 
