Krank und Amtsarzt

Das ist richtig, da hier aber schon der MDK eingeschaltet ist, wird dieser auch die Diagnosen zu lesen bekommen.

Wie meinst du wirkt es auf den Arzt vom MDK, wenn du mit einer infektiösen Gastroenteritis krank bist und gleichzeitig bei einem neuen AG hospitierst?

Seit wann hat Blackcat denn die Diagnose "infektiöse Gastroenteritis"?
Ich habe nur gelesen, dass sie sich wegen mehrfachem Erbrechen krank gemeldet hatte und nicht in den Nachtdienst gegangen ist. Am nächsten Tag war das Vorstellungsgespräch und nachmittags der Arztbesuch und die Krankschreibung bis Anfang Juni. Der Hausarzt hat die Hospitation genehmigt (ich hoffe schriftlich) und alles ist gut. Das Einzige, was man cat vorwerfen könnte ist das Wahrnnehmen des Vorstellungsgesprächs, obwohl sie sich für den Nachtdienst davor krank gemeldet hatte.

@Blackcat: Wie war die Hospitation?
 
Wobei der Arztbesuch angekündigt war und der Vorstellungstermin offensichtlich bekannt. Ich kann den AG verstehen, der bei so einer Konstellation ein amtsärztl. Attest haben will. Und ich würde als AG auch net lange fackeln und nach Kenntnis der Hospitation während der AU sofort kündigen.

Elisabeth

PS Der HA wird sich aus der Bredouille gezogen haben, indem er somatoforme Störung attestiert. aber AU bleibt AU. Und eine Hospitation lässt die Vermutung zu, dass hier dem AG eine geschuldete Arbeistleistung verweigert wird. Und damit kommst in den Bereich, indem der AG fristlos kündigen kann.
 
Bei Z73.0 kann AN net arbeiten, weil zu erschöpft. Aber es reicht noch um anderweitig zu arbeiten?

Krank ist krank. Und wenn man zum Hospitieren gehen kann, dann ist man gesund und hat seine Pflichten gegenüber dem AG zu erfüllen.

Elisabeth
 
DAS WAR ALS BEISPIEL GEDACHT!!!!!!!!!!

Ich will die Diagnose von Blackcat nicht kennen und kenne sie auch nicht.
 
Axo.

Elisabeth
 
Ist es nicht so, daß bei einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit "genesungswidriges Verhalten" und Arbeit gegen Entgelt verboten sind?
Die Hospitation wird nicht bezahlt. Genesungswidrig ist sie nicht unbedingt, da die Arbeitnehmerin versucht, eine Stelle zu finden, die ihre Gesundheit nicht so schädigt, wie ihre jetzige.
Und der behandelnde Arzt ist außerdem einverstanden.
An die große Glocke hängen würde ich das trotzdem nicht.
 
Ist es nicht so, daß bei einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit "genesungswidriges Verhalten" und Arbeit gegen Entgelt verboten sind?

Genesungswidriges Verhalten ja, Arbeit gegen Entgelt nicht.

Es kommt wirklich auf den Grund der AU an. Angenommen, jemand arbeitet hauptberuflich in der Pflege und hat auf 400,-Euro-Basis einen kleinen Schreibtischjob nebenher. Derjenige bricht sich den Knöchel, bekommt Gips und Gehstützen und ist damit für die Arbeit auf Station natürlich nicht geeignet, also arbeitsunfähig. Den Schreibtischjob kann er aber noch machen - und das darf er nicht nur, das muss er sogar, weil er für den Job nicht arbeitsunfähig geschrieben ist.

Falls die PDL denjenigen aber am Schreibtisch sitzen sieht, passiert ihm nichts, solange die ICD passt.
 
Ich finde einige denken hier nicht wirklich die komplexe Problematik durch.
Man sollte einen Psychiater hinzuziehen. Es geht hier meiner Meinung nach um einen klassischen Burnout, egal was da an Diagnosen auftauchen. Jeder weitere negative Einfluß kann erst einmal das berufliche Aus bedeuten mit laaaaaaanger Krankschreibung und schwieriger Rehabilitation.

Wenn TE sich durch eine Hospitation besser fühlt, z.B. weil das nahende Ende des jetzigen Arbeitsplatzes einen positiven Einfluß hat, sollte das tunlichst nicht unterbunden werden.

Ansonsten halte ich es durchaus für angebracht, sich den retlichen Arbeitstagen bei so einem AG durch Krankschreibung zu entziehen, um Kraft für die neue Arbeit zu schöpfen, in der Hoffnung, dass durch einfachen Arbeitsplatzwechsel der Burnout gestoppt werden kann.

Leider ist das oft nicht der Fall, nach kurzer Hochphase gehts weiter bergab, weil die Problematik wesentlich tiefer verwurzelt ist. Man sollte also alles ermöglichen, was das entgültige Abrutschen in einen Burnout verhindern kann.
 
Ich glaube, wir haben hier deutlich gemacht, dass bei der Diagnose Burnout alles hier geschilderte rechtlich gesehen ohne Beanstandung wäre. Nur kennen wir die Diagnose des Arztes nicht. Beim AG krankgemeldet hat sich Blackcat wegen Erbrechens - wenn das auch auf ihrer AU steht, sitzt sie beim Besuch des MDK ganz schön in der Tinte.
 
Ich glaube, alle ausser Claudia wollen mich missverstehen. Ich bin schon seit langer Zeit der Meinung, das Black den Job wechseln soll.

Ich bin in meinem Gedankengang in die Person des Amtsarztes geschlüpft.
Steht nun auf der AU die infektiöse Gastritis, dann frage ich mich, wie unverantwortlich Blackcat ist, dass sie mit etwas Infektiösen noch hospitieren geht und wie das möglich ist.

Schildert mir hingegen Black ihre Probleme mit dem derzeitigen AG und sie ist mit einer anderen X-beliebigen Diagnose krank geschrieben, dann habe ich auch als Amtsarzt volles Verständnis.

Bin ich jetzt Chef der neuen Einrichtung und kenne zufällig den Chef von Black und wir kommen ins Gespräch, dass sich Black bei mir vorgestellt hat und auch hospiterit, dann hat das auch erstmal einen negativen Beigeschmack.
Sage ich jetzt als neuer Chef Black ab, warum auch immer, ihr alter Chef entlässt sie fristlos - dann hat sie beim Arbeitsamt ein Problem, das sich hoffentlich aber lösen lässt.

Eigentlich habe ich nur versucht, das Hospitieren aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Ich unterstelle Black weder ein Burn out noch eine infektiöse Gastroenteritis, auch kein EHEC oder HUS oder was auch immer, auch habe ich Verständnis dafür was sie gemacht hat, sich im krank vorgestellt und hospitiert.

Ein Vorteil hätte es natürlich, wenn ihr Chef sie fristlos kündigt ihre unzähligen Minusstunden wären weg...
 
Btw.- wenn es sich um ein echtes Burnout handelt, dann kommst du dem net mit einem Arbeitsplatzwechsel bei.

Und egal welche Erkrankung- wer innerhalb weniger Tage so fit ist, dass er hospitieren kann, der ist auich fit genug die Arbeiotsleistung beim eigenen AG zu erbringen. Der Arbeitsmarkt ist kein Wunschkonzert. Sonst könnte man ja jedem empfehlen, der mit seinem AG Probs hat, sich krank schreiben zu lassen und die Zeit für Vorstellungsgespräche und Hospitationen zu nutzen.

Elisabeth
 
sooooo........es ist so, dass ich meinem HA meine situation mit /bei meinem AG geschildert habe, er mich aufgrunddessen aus der arbeit herausgenommen hat durch AU, denn sonst hätte er arge bedenken gehabt, dass es mir noch schlechter ginge als es mir so schon geht. ich bräuchte eine auszeit. nicht bezogen auf meine allg. arbeitsfähigkeit, sondern speziell bei dieser tätigkeit, den vorkommnissen mit GF, angehörigen und der endlosen, ND, die ja mal nicht eben 4-5 dienste am stück beinhalteten, sondern mw auf 10-11dienste am stück ausgeweitet wurden.
die AU beinhaltet natürlich keine gastroenteritis, sondern einen erschöpfungszustand durch og gründe.
bislang habe ich auch nichts wegen eines Amtarzt-Termins gehört - ich vermute hier auvch ein druckmittel.
ich denke, da kommt auch nicht dergleichen mehr, denn ich werde morgen meine fristgerechte schriftliche kündigung einreichen, denn ich habe heute meine zusage für die stelle ab dem 1.7. erhalten!!! morgen kommt der vertrag!!! ich könnt heulen vor freude!!! das kömnnt ihr euch gar nicht vorstellen!! ei liebes team, tolle bewohner, viele herausforderungen!!! ein traum!!!
von daher kann mich jetzt hier nichts mehr schocken!! ein neuer abschnitt fängt an und ioch kann es selbst kaum glauben!!!

LG cat ......
 
Ich will Dir jetzt nicht die Laune verderben, aber wie lange bist Du bei Deinem Nocharbeitgeber schon beschäftigt?
Kommst Du da mit einem Monat Kündigungsfrist hin?
 
1,5 jahre .....das passt also.....
 
Herzlichen Glückwunsch zur neuen Stelle! :klatschspring:
Hoffentlich geht es Dir dadurch dauerhaft besser.
 
Dann herzlichen Glückwunsch und ich hoffe, dass beim neuen AG alles so ist wie du dir wünscht.

Wie gingen deine Minusstunden aus?
 
@blackcat : ...und du gehst da hoffentlich nicht mehr hin.....und erholst du bis zum Neubeginn.
LG
joe
 
Liebe Blackcat,

ich freue mich für Dich und wünsche Dir, dass Dein neuer AG wesentlich mitarbeiterfreundlich ist und dass Du Dich bis dahin erholst und mit neuer Kraft starten kannst!
 
lieben dank schon mal an alle, die mir so lang "in den hintern getreten" haben!

was aus den minusstunden wird, weiß ich noch nicht. ....ich rechne ja damit, dass mir im juni kein gehalt gezahlt wird und evtl. im schlechtesten fall das geld der fehlenden stunden eingefordert wird. abwarten - jetzt zählt erstmal nur, dass ich endlich den AG wechseln kann und mich bis dahin erholen kann.

lg cat
 

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