Gehaltsstopp & Freizeit-Raub – Die systematische Ausbeutung von Vollzeitkräften

Der Arbeitgeber hat eine arbeitszeiterfassung eingeführt wenn diese denn mal richtig funktioniert. Irgendwie müssen die Werte händisch übertragen werden in die online-tabellen da passieren häufig Fehler und die Stunden der Mitarbeiter verschwinden in das Nirvana. Ich habe angefangen mir meine Stunden in eine Excel-Tabelle aufzuschreiben und zusammenzurechnen und am Ende des Monats bekomme ich dass Journal der arbeitszeiterfassung und manchmal fehlen einfach bis zu 50 Stunden. Z.b an freien Tagen wo ich eingesprungen bin und nach gestern hätte gar nicht arbeiten sollen trägt mir die arbeitszeiterfassung trotz dass ich gestempelt habe eine Arbeitszeit von -8 Stunden ein. Oder die Stationsleitung hat vergessen dass ich eingesprungen bin und hat die Werte gar nicht übertragen.
Jetzt ist halt wirklich folgendes passiert dir schon alle werden nicht monatlich ausgegeben sondern alle drei Monate und du kannst dir sicher vorstellen was passiert wenn ich Januar Februar und mir jetzt gearbeitet habe und im April erst die Journale von Januar Februar und März bekommen und feststelle und das über 100 Stunden fehlen.
Und dann hatten wir das Problem die zeitbeauftragten Mist mit der arbeitszeiterfassung angestellt haben und arbeitszeiten dokumentiert haben von Mitarbeitern die gar nicht anwesend waren, das ist natürlich rausgekommen.
Anstatt dass er irgendwelche Maßnahmen passieren wurde den Mitarbeitern die Zugriff auf die arbeitszeiterfassung verwehrt. Nun musste der zeitbeauftragte aus einer anderen Region kommen um die Fehler die hier passiert sind auszumerzen für meine hat über Monate dafür verbraucht es hat trotzdem nicht gestimmt.
Eine Arbeitszeiterfassung, die festhält, wer wann und wie viel arbeitet, ist Pflicht. Da hat der Arbeitgeber nur Einfluss drauf, wie er das gestaltet. Auf irgendeine Weise muss sie aber korrekt erfolgen.
 
Ist das nun der aktuelle Arbeitgeber oder der, bei dem Du nach 15 Jahren im Betrieb mit Abfindung gegangen wurdest? Oder gab es noch einen dritten AG? Ich blicke bei Deinen zig Beiträgen nicht mehr durch.
 
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Reaktionen: Nachtbruder2026
Hallo Claudia das ist wie im wahren überleben, ich sehe immer wieder die Fehler im System. Dann meint man woanders ist es besser und dann eben der gleiche Mist.
Wie oft die zeiterfassung sich aufhängt, nicht funktioniert, umkleidezeit nicht berechnet wird, ständig Probleme mit dieser Uhr im letzten Job in diesem Job egal in welchem.
Was bringt es mir wenn ich meinen arbeitsheft-journal vom Januar Februar und mir jetzt erst im April bekomme. Weil die Stationsleitung eben auch nicht die hellste Leuchte ist. Oder anders gesagt die Stationsleitung ist eine normale Krankenschwester ohne fachweiterbildung. In unserer jetzigen Firma ist die ungelernte Stationsleitung für die arbeitszeiterfassung zuständig und da passieren so manch interessante Fehler.
Mitarbeiter die gar nicht arbeiten haben plötzlich Arbeitszeit in der Uhr. Mitarbeiter werden ein oder ausgestempelt die gar nicht anwesend sind. Mitarbeiter gehen früher nach Hause aber wird später ausgestempelt und lauter so Sachen. Wenn du in frei einspringst dann fehlt die Arbeitszeit weil die arbeitserfassung genau weiß dass du an diesem Tag frei hattest. Es muss händisch nachgetragen werden aber keiner fühlt sich dafür zuständig.
Pausen können im nachtdienst nicht genommen werden bist ja eh alleine im Dienst und wozu brauchst du Pause. 45 Minuten Pause sieht der Arbeitgeber die ab für Pause die du nicht gemacht hast. Letztes Jahr habe ich an 84 Diensten keine Pause gehabt weil chronisch unterbesetzt, hoher krankenstand, maximale Auslastung, der Chef interessiert sich nicht hauptsache die Zahlen auf dem Konto stimmen.
Das ist in altenpflege leider nicht anders gewesen da wird auch jeder Cent und jeder Euro dreimal umgedreht.
Es fängt schon mit dem Essen an was die pflegekasse zahlt, es gibt eine pauschale täglich und wenn das Heim täglich 3 € davon spart bei 120 Bewohnern kannst du die ausrechnen was für ein Gewinn die machen oder die infoversorgung es ist genau ausgerechnet wie viel Urin in eine inkontenzunterlage passt es gibt die gelbe es gibt die grüne es gibt die blaue es gibt die lilane jeder hat unterschiedliche paarungsvermögen es wird ausgereizt bis diese kurz vor dem Platz ist um auch jeden Cent wirklich zu sparen, es wird sogar an den arbeitshandschuhen nitril oder Vinyl gespart, ich komme zum Dienst und es sind keine Handschuhe da, ich muss mit dem generalschlüssel nachts mit dem Aufzug fahren dürfen ja gar nicht mit dem Auto fahren aber anders komme ich nicht hin, mir aus dem zentrallager im pflegeheim mir zwei Pakete Handschuhe entnehmen und dann diese auch ordnungsgemäß dokumentieren auf der Liste. Das bringt mir im nachtdienst folgenden Vorteil nicht mal nach 6 Stunden zu Hause beim schlafen werde ich aus meinem Schlaf gerissen weil die pflegekleidung mit mir reden möchte warum ich im nachtdienst im Lager war und mir Handschuhe entnommen habe. Es wäre ja nicht meine Aufgabe gewesen ins Lager zu gehen dort hätte ich ja nichts zu suchen. Daraufhin habe ich ihr gesagt wenn ich keine Handschuhe zur Verfügung gestellt bekomme kann ich keine Pflege übernehmen. Sie antwortet dann darauf ich würde im nachtdienst zu viel verbrauchen. Hallo! Ich habe 49 Zimmer davon 20 Immobilien Patienten die mit Einlagen versorgt werden da brauche ich eben Handschuhe wenn ich dreimal pro Nacht reingehen muss für inkondenz versorgen oder um Lagerung durchzuführen oder ich habe auch Bewohner die Immobilien sind mit Kontrakturen die nirgendwo mehr hinlaufen müssen auch alleine versorgt werden. Ich habe nur darauf gesagt wenn ich keine Handschuhe bekomme dann muss ich die Handschuhe eben desinfizieren und muss die gleichen Handschuhe beim anderen Bewohner verwenden. Glaube dass er dir nicht gefallen seitdem habe ich immer wieder Handschuhe unbegrenzt bekommen. Ich weiß man muss das Mund am aufmachen und muss reden die Einrichtung haben gerne Mitarbeiter die den Mund zu machen und kuschen und da kommt so ein störenfried wegen den handschuhen.
Könnte immer so weitermachen aber das hat jetzt nichts mit der arbeitszeiterfassung zu tun tut mir leid ich bin vom Thema abgewichen.
 
Sorry - ohne Absätze ect. konnte ich diesen beitrag nicht zu Ende lesen!
Ich war 44 Jahre bei meinem AG - Krankenhaus.
Bei uns gab es viele Missstände - wie überall.
Bei uns gab es Mitarbeiter die gute Kollegen waren und es gab Querulantn und Besserwisser.
Es gab gute und weniger gute Vorgesetzte.
Es gab gute und weniger gute Dienstpläne.
Allso alles wie überall.

Aber wir waren immer Tarifgebunden und hatten einen Betriebsrat.
Als ich meinen erten Tag in diesem Haus hatte, hat mich der Betriebsratvorsitzende als ertses begrüßt! Vor der (damals noch so genannten) Schwester Oberin.
Da ich in einem konfessionelem Haus gelernt hatte war ich nicht in einer Gewerkschaft - ich ging aber nach dem ertsen Tag mit einer Mitgliedsanmeldung zur Gewerkschaft nach Hause.
Da bekommt man/frau als Mitglied eine kostenlose juristische Beratung/ Hilfe durch Rechtsanwälte.
Unabhängig vom AG. Juristische Vorgaben gelten für ALLE Arten von AG.

Auch ich habe in den 44 Jahren ein paar Mal diese Beratung in Anspruch genommen.
Dies habe ich immer mit meinen Vorgesetzten kommuniziert - komischerweise reichte dies schon aus und ein AG Fehler wurde korrigiert.
Es gab aber auch Dinge bei denen ICH eine falsche Vorstellung hatte.

Nur Jammern bringt gar nix!
Handeln!
 
@Nachtbruder2026
Tut mir leid, aber Deine ewig langen Ausführungen beantworten Claudias Frage nicht.

Ja, ich habe auch schon chaotische Zustände etc bei der Zeiterfassung erlebt - aber nie in dem Ausmaß wie bei Dir.
Übrigens, die Pause MUSS aus arbeitsrechtlichen Gründen genommen werden - daher zieht Dir die elektronische Zeiterfassung automatisch eine halbe Stunde Pause ab.
Waren es bei Dir eine dreiviertel Stunde, dann hast Du an dem Tag offensichtlich mindestens 9 Stunden gearbeitet (sollte ich mich irren, bitte korrigieren - bin zu faul zum nachschauen).
 
@ Nachtbruder: Bei uns kosten Absätze nichts extra. In der jetzigen Form halte ich Deinen Text für unlesbar.

Fehler bei der Zeiterfassung sind ärgerlich, und selbstverständlich muss man das korrigieren. Allerdings halte ich das eher für einen technischen Fehler denn für die Schuld des bösen Arbeitgebers. (Der sollte sich dann die zuständige Firma zur Brust nehmen, damit diese die Fehler ausmerzt.)
 

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