Fortbildung Peritoneal-Dialyse

Kätchen

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15.12.2008
Beiträge
61
Ort
Hessen
Beruf
Krankenschwester
Akt. Einsatzbereich
ambulante Pflege
Hallo, arbeite in der ambulanten Pflege und habe jetzt eine Pat. die von uns für die peritoneal Dialyse an und abgeschlossen werden soll. Hatte vorher noch nie mit Heimdialyse zu tun. Wer macht da Fortbildungen für Pflegepersonal, bzw. wie sieht es mit den rechtlichen Grundlagen aus?:weissnix::weissnix: Wäre dankbar für Infos. Versorge die Patientin ab nächste Woche. Grüß und frohe Festtage Kätchen:cheerlead:
 
Also ich finde es schon krass, das man euch ohne Voreinweisung ins kalte Wasser werfen will. Erstmal ist die Gefahr der Infektion des Peritoneums sehr hoch und ohne erfahrung würde ich da net ran gehen.
Schade nur, das dein Arbeitgeber dir nicht sagt, wer für eure Einweisung bzw. Fortbildung verantwortlich ist, so das du hier fragen mußt.

lg Matze
 
Versorge die Patientin ab nächste Woche.

Ohne Einweisung/Schulung ??? Man, man, man... Das geht nicht mal eben so... Das erfordert schon Kenntnisse... Du sprichst von an- und abschliessen ? Macht sie also PD mit Cycler ? Ihr solltet euch mal mit der behandelnden Dialyse in Verbindung setzen wie man das am besten regeln kann.
 
Die Pat. macht APD. Erst mal tagsüber nach der ersten Januarwoche über Nacht. Wir haben eine 2,5 Stündige Einweisung von der Herstellerfirma des Gerätes bekommen und ab morgen fängt die erste Kollegin an. Es geht ums an- und abschließen. Wäre aber außer an der Handhabung des Gerätes auch noch an einer Herstellerunabhängigen Version und wie gesagt der rechtlichen Lage interessiert. LG Kätchen:verwirrt:
 
Was soll an der Einweisung durch den Hersteller ungesetzlich sein? Der wird ja wohl am ehesten wissen, wie seine eigene Maschine bedient wird.

Ich hab mit Einweisungen durch Hersteller bisher recht gute Erfahrungen gemacht. Bis auf einmal, bei einem Badelifter - und hat der Einweiser ohne Aufforderungen einige Stunden später seinen Kollegen beigebracht, der sich mit dem Gerät auskannte und uns nochmals und dieses Mal kompetent einwies.
 
Und wer ist da wenn der Cycler alarmiert ? Bleibt ihr die ganze Zeit dabei ?
 
Hallo!
Ich sehe da kein Problem. Welche rechtlichen Bedenken hast du? Ihr seid eingewiesen durch den Hersteller. Verantwortung mußt du für alle deine Tätigkeiten übernehmen. Es ist ein Verfahren, das die Patienten normalerweise alleine machen.
Alles neue ist erst einmal komisch. Wird schon klappen.
LG Hannerl:cheerlead:
 
Meines Erachtens gibt es da schon offne rechtliche Fragen.

Allerdings hab ich nicht die nötigen Kenntnisse um sie zu beantworten, erst recht nicht was das deutsche Rechtssystem betrifft.

Ich denke was ich an eurer Stelle sicherstellen würde ist die Verfügbarkeit einer Rufbereitschaft durch erfahrenem Pflegepersonal.

Das Problem ist nicht die Bedienung des Gerätes. Sondern die Durchführung der Behandlung und das Alarmmanagment. Auch wenn Zwischenfälle eher selten sind, können diese bei falschem Umgang erheblichen Schaden verursachen. Das Erkennen von Problemen erfordert nun mal Wissen und Erfahrung die in einer Gruppenschulung von 2,5h nicht vermittelt werden können.

Da wir in unserem Zentrum mit ähnlichen Fragen konfrontiert sind hier eine kurze Ausführung zur Rechtslage bei der assistierten PD:


Führt ein Angehöriger die Behandlung durch --> rechtlich nicht belangbar.

Führt Pflegepersonal die Behandlung durch --> rechtlich belangbar
unabhämgig der Ausbildung, sprich es wird kein Unterschied gemacht ob du 10 'Jahre Berufserfahrung auf dem Gebiet hast und die Fachweiterbildung oder du zum erstem mal diese Behandlung durchführst.

Von daher meine Empfehlung: klare Defintion der Kompetenzen von dem Behandlungszentrum und dem durchführenden Personal.
 

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