Fixierung von peripheren Verweilkanülen

Dieses Thema im Forum "Kinderintensivpflege" wurde erstellt von katzedina, 20.11.2005.

  1. katzedina

    katzedina Newbie

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    Hallo,
    wir haben neue Richtlinien für die Fixierung von peripheren Verweilkanülen eingeführt in Anlehnung an die Richtlinien des Robert-Koch-Institut. Danach sollte mit Transparentfolie und sterilen Pflasterstreifen fixiert werden. Was habt ihr für Erfahrungen mit verschiedenen Fixiermethoden, auch aus hygienischer Sicht?
     
  2. stka

    stka Newbie

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    .....wir machen das bereits seit Jahren so... Super einfach und schnell.
    Wobei ich sagen muss, das ich auch nur diese Methode kenne.
     
  3. narde2003

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    Hallo,

    wir verwenden auch schon seit Jahren Folienfixierverbände und konnten weniger Entzündungen an den Einstichstellen feststellen.
    Die Verbände werden alle 5 Tage und bei Bedarf gewechselt.

    Schönen Tag
    Narde
     
  4. Schwester Melli

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    Fixierung von Venenverweilkanülen

    Hallo alle zusammen,:wink:
    also wir verwenden immer die "curapur steril" Pflaster zur Fixierung. Anschließend wir das Ganze noch zum besseren Schutz, insbs. b. unruhigen Patienten, mit einer Mullbinde umwickelt! Angeblich wären die durchsichtigen Pflaster zu teuer! Diese verwenden wir nur beim ZVK. Werden dann auch nur b.B. abgelöst und ggf. erneuert (wenn Einstichstelle entzündet oder verkrustet oder dergleichen). Die Pflaster der normalen Venenverweilkanülen erneuern wir auch nicht zwingend jeden Tag! Es sei denn Verschmutzung, wenn Patient Schmerzen angibt, sichtbare Entzündungszeichen da sind etc.
    Spätestens am dritten Tag wird dann aber gewechselt, damit man auch rechtzeitig direkte Veränderungen an der Einstichstelle wahrnehmen kann!
    Und? machen wir soweit alles richtig oder ist dieses alles total veraltet und überholt?
    Freue mich über Verbesserungsvorschläge und Kritik!!!:kloppen:

    Eure Schwester Melli
     
  5. katzedina

    katzedina Newbie

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    Fixierung mit sterilen Pflasterstreifen

    Also steriler Folienverband ist klar. Aber darüber zusätzliche Fixierung mit sterilen Pflasterstreifen z.B. Leukostrip oder unsterilem Pflaster wie z.B. Leukoplast? Laut RKI-Richtlinien sollen sterile Pflasterstreifen verwendet werden.
     
  6. Schwester Melli

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    hallo nochmal,
    versteh`ich nicht! Laut RKI sterile Pflasterstreifen? Was soll das denn bitte sein? :?: Wenn doch einmal der sterile Folienverband drauf ist, wo soll denn dann noch der angeblich sterile Pflasterstreifen hin??? Wenn der noch drüber kommt, wozu denn dann noch steril? Einstichstelle ist doch dann schon mit Folienverband steril abgedeckt, oder???
    Also bitte nochmal für "Doofe" erklären!:-?
    Gruß Schwester Melli
     
  7. katzedina

    katzedina Newbie

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    Fixierung von Verweilkanülen

    Ich arbeite auf einer Früh- und Neugeborenen-Intensivstation.Die Tegadermfolie die wir benutzen ist eine reine Folie. Die alleine reicht nicht zu Fixierung aus.Laut RKI ist Pflaster von der Rolle aber schon nach kurzer Zeit stark kontaminiert. Keime können nicht nur direkt über die Eintrittsstelle eindringen. Die Kanüle selbst muss doch auch fixiert werden. Da finde ich eine sterile Folie über der Einstichstelle sinnlos wenn man die Kanüle selbst mit Pflaster fixiert, das schon seit Wochen in der Schublade liegt.
     
  8. Britta nrw

    Britta nrw Gast

    Hallo,

    wir haben auch mal das Schreiben bekommen die Zugänge (peripheren) mit sterilem Pflaster und Strips zu fixieren..hat sich aber irgendwie nicht durchgesetzt... wir nehmen weiterhin die Pflasterrollen... die nur in der Untersuchung liegen (verschlossen) und fixeren damit... haben aber nicht auffällig viele Infektionen beobachten können! Eigentlich keine um genau zu sein!

    Hält das denn mit den Strips und Folie??
    Wir verwenden periphere Zugänge mit Flügeln an der Seite... bezweifele dass da überhaupt die Folie ganz bleibt??
    Unterpolstert ihr den Zugang noch? Wir verwenden auch Verbindungsleitungen an den Zugängen... hier könnte es bei fehlender Unterpolsterung zu Druckstellen kommen...

    Werde das aber nochmal auf Station ansprechen... gut das es dieses Forum hier gibt... Vergessenes wird wieder ins Gedächtnis geholt...

    danke!!
     
  9. sigjun

    sigjun Gast

    Jetzt komme ich aber ein bisschen ins Grübeln. Wir benutzen die Tegadermfolien zum Fixieren von peripheren Venenzugängen. Die ist steril verpackt. Dort befinden sich 2 Pflasterstrips innen, die wir zum Fixieren der beiden Flügel nehmen. Anschließend wird darüber die Folie geklebt und weitere Fixierung benutzen wir nicht mehr, allenfalls, wenn der Infusionsschlauch nochmal fixiert wird, dies ist allerdings selten in der Nähe der Einstichstelle.
    Bei unruhigen Patienten kommt noch eine Mullbinde darüber. Zusätzliches Pflaster brauchen wir nicht, sollte das Tegaderm nicht mehr halten wird halt neues geklebt. Bei Ansammlung von Blut unter der Folie, oder Verkrustungen wird auch gewechselt, ansonsten 2-3 tägig, wobei wir bei der kleinsten Rötung, Schmerzen oder Schwellungen bereits die gesamte Braunule entfernen.
    Wir hatten ein paar ganz derbe Phlebitiden bis hin zu Abszessbildung gehabt, so dass wir recht schnell mit dem Entfernen sind.
     
  10. Anästhesia

    Anästhesia Newbie

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    hallo, schließe mich der meinung von sigrid an.
    benutze jetzt schon seit 7 jahren sterile braunülenpflaster von fa. 3m (tegaderm) in der anästhesie.
    viggo-flügel werden mit beiliegenden sterilen strips fixiert und steriles durchsichtiges pflaster wird darüber geklebt.
    pflaster kann bis zu einer woche verbleiben (meist bei zvk-anlagen, pdk`s), jedoch sollten peripher venöse zugänge alle 72 h neu gelegt werden (so mein wissensstand).
    klebkraft ist wirklich gut.
    gruß
     
  11. Sr Simone

    Sr Simone Junior-Mitglied

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    Hi!!

    Also wir nehmen auch wie Britta NRW die Pflasterrollen und haben irgendwie damit auch nicht mehr Infektionen als sonst. Sepsen haben wir sowieso eher selten. Ich denk einfach dass diese ganze Pflaster viel kostet und die Firmen die sie herstellen wahnsinnig viel Geld damit verdienen. Ich glaub es kommt auch auf einen selbst an, wie man mit den Zugängen umgeht. Wie "heilig" sie sind! Ist doch das gleiche wie mit dem Laminar. Infusionen die nicht unter dem Laminar aufgezogen wurden, sondern nur auf einem sterilen Tuch und mit desinfizierten Händen hatten nicht mehr Keime! Weil steriles Pflaster entbindet uns nicht vom keimarmen Umgang, oder seh ich das falsch??

    LG
    Simone
     
  12. SunnySunshine

    SunnySunshine Newbie

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    Hallooo,

    also wir fixieren schon seid Jahren sowohl Zvk´s wie auch periphere Verweilkanülen mit dem "Transparentpflaster", ist eigentlich ne super Sache, man kann jeder Zeit die Einstichstelle und den Hautstatus beurteilen und noch ein Vorteil ist natürlich, dass man diese Pflaster nicht jeden Tag wechseln muss und die Haut somit auch nicht ständig gereizt wird.

    Gruß

    SunnySunshine
     
  13. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Bei uns im Haus/den Häusern ... läuft es bald auf jeder Station anders :-/


    Die gängigste Methode ist das Standard Viggopflaster, ähnlich dem Fixomull. Also undurchsichtig, aber gut zu handlen.

    Desweiteren haben wir auch auch Folienpflaster dafür. Werden weniger benutzt, Handling ist bisschen schwieriger.

    3. Methode ist die Viggo mit (mist mir fällt der Name nicht ein) diesem unsterilen Pflaster von der Rolle, ähnlich "Hansaplast" von oben und unten einmal um die Einstichstelle zu kleben.
    Ganz bescheidene Methode, da der Klebstoff direkten Kontakt zur Einstichstelle hat. Außerdem unsteril und nicht wirklich dicht, dadurch das es halt 2 Streifen sind.
    Wird in der Anästhesie so gemacht. Und das nachher zu wechseln ist nicht gerade leicht, da reißt es oft die Viggo wieder mit raus...
     
  14. corpax

    corpax Newbie

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    Hallo zusammen!

    Ich arbeite auf einer Kindern-/ Neointensiv in einem recht kleinen Haus. Wir fixieren unsere PVKs mit dünnen Hansaplast Klebestreifen. Das wir super viele Infektionen der Einstichstellen hätten wüsste ich nicht.

    Wir kleben einen Klebstreifen auch direkt über die Einstichstelle. Dann einen als Schlinge von unten über die Flügelchen, und einen oben drüber. Dann benutzen wir meist eine kleine Verbindungsleitung, die auch nochmal extra über den PVK geklebt wird. Meist kommt dann noch etwas Haft elast drum, um das ganze zu stabilisieren.

    Mit diesen Folienpflastern kann ich mir das gar nicht so ganz vorstellen. Bei unseren Frühchen liegen die Zugänge manchmal halt auch an etwas exotischen Orten (Fußknöchelinnenseite, Fußrücken, Handgelenk innen). Ich kann mir irgendwie schwer vorstellen, dass so ein Pflaster da hält, bzw. überhaupt hinzukleben ist.

    Grüße
    corpax
     
  15. junni

    junni Stammgast

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    Hallo. Ich arbeite auch auf Frühgeborenen- und Kinderintensiv. Und wir fixieren unsere Kanülen genauso wie corpax das beschrieben hat. Und wir haben auch kaum Probleme!

    Gruß junni
     
  16. Din

    Din Gast

    Bei uns ist des ein riesen Problem weil die sterilen Pflaster nicht halten, selbst bei den größeren und ruhigen Kindern wird's zwangsläufig unsteril, spätestens nach 24h lösen die Dinger sich ab! KREISCH.
    wir haben es bisher halt immer mit unsterilen Pflasterstreifen fixiert, und die durchsichtigen Dinger halten jetzt nicht. Habt ihr das Problem nicht oder wie fixiert ihr das zusätzlich?:weissnix:
     
  17. Gego

    Gego Poweruser

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    Schon mit Opsite-Folie probiert? (Nehmen wir zwar nur bei Cava's, aber klebt wie Tier...:D)
     
  18. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Din,

    diese Folienverbände gibt es von unterschiedlichen Herstellern, ich hatte bis jetzt noch nie dieses Problem, allerdings bei Erwachsenen, aber so groß können da die Unterschiede nicht sein. Wir belassen die Verbände bis zu 7 Tagen.
    Vtl. solltet ihr mal den Hersteller wechseln?

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  19. Tildchen

    Tildchen Gast

    Hallo zusammen,

    mich interessiert in dem Zusammenhang, wie der/die Ein oder Andere beurteilt, dass es nicht mehr Infektionen gibt. Ich glaube es ist ein ziemlich subjektiver Eindruck, den die meisten von uns (und ich schließe mich ausdrücklich mit ein) da haben.

    Kann man immer die Ursache für so manche Re-Sepsis bei einem Frühgeborenen finden? Wer sagt uns denn , dass nicht so mancher Erreger an dem unsterilen Pflaster (dass evtl. eine ziemlich lange Zeit in Schubladen o.ä. gelagert wurde und tausendfach angefasst wurde) haftet und dann über die Einstichstelle ins Kind gelangt.

    Wir fixieren mit sterilem Folienverband auch bei kleinsten Frühgeborenen und die Flügel des Abbo's mit den beiden zugehörigen Pflasterstreifen (ebenfalls steril). Darüber legen wir, nicht zu fest, eine kleine Klettmanschette. Das hält in den allermeisten Fällen lange genug, da die meisten "Tröpfe" im Neo-Bereich doch eh nicht tagelang halten.....!

    Gruß aus dem verregneten Rheinland
    Tildchen
     
  20. nadl.b

    nadl.b Stammgast

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    Hallo zusammen!!!

    Also bei uns werden periphere Tröpfe auch unsteril fixiert, und wie haben kaum Infektionen an Einstichstellen!! Lediglich ZVK´s fixieren wir steril, aber das versteht sich ja wohl von selbst!!!

    Auch opsite-Folie ist bei sehr kleinen FG schwierig, wegen der hohen Luftfeuchtigkeit im Inkubator, hält nahezu nichts wirklich dauerhaft, und diese greift auch leider viel zu sehr die noch unreife Haut der Kleinen an!!!

    Liebe Grüße
     
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