Fachweiterbildung auf Intensiv überfordert mich

lissygirl

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Hallo!


Mache jetzt seit november meine fachweiterbildung. was mich jetzt schon ganz schön überfordert da ich erst seit zehn monaten dabei bin als krankenschwester. bin dann in die anästhesie gegangen und seit 1.1.2010 im rahmen der fachweiterbildung auf eiener internistischen intensivstation. hjabe zwar eine super nette anleitung die auch mit mir geduldt hat was aber bei mir nicht viel ändert. komme mir total überfordert vor und als wüsste ich auch nichts.habe schon immer bauchschmerzen wenn ich zur arbeit oder auch zur schule muß.:x
wenn ich nicht gemußt hätte wäre ich noch nicht in nder fachweiterbildung.
weiß eigentlich auch nicht wirklich was ich machen soll am liebsten würde ich alles hin******en und auf normalstation arbeiten.
 
Hallo Lissygirl,

das kann ich gut nachvollziehen, denn nicht ohne Grund fordert die DKG-Richtlinie eine 2jährige Berufspraxis.

Was spricht dagegen die Fachweiterbildung abzubrechen und sie in 2 Jahren, mit weniger Stress, fortzuführen?

Es ist sicher keine Schande sich einzugestehen, dass man noch nicht erfahren genug ist.

Wie sehen deine Anleiter dich in der Praxis und wie sehen deine Noten in den Klausuren aus. Kann es vtl. auch sein, dass du dich selbst überforderst und dir die Latte zu hoch hängst?

Liebe Grüsse
Nard
 
meine anleitung ist der meinung das ich mir etwas mehr zeit lassen soll und das ich es schaffen würde. man hätte mich aber auch etwas mehr oder überhaupt mal in der anästhesie darauf vorbereiten können.
klausuren haben wir noch nicht geschrieben die erste wird erst ende dieses monats geschrieben selbst davor graut es mir schon.

wollte die woche mal mit der pflegedienstleitung darüber sprechen.
 
Meine Pflegedienstleitung und meine Vorgesetzte wollten es so da man bei uns keine Dienste in der Anästhesie machen kann ohne Weiterbildung.

Habe das Angebot bekommen von der internistischen auf die Chir. Intensiv zu wechseln. Wobei ich nicht glaube das das Problem irgendwie löst.
habe schon mal darüber nachgedacht erstmal auf Normalstation zu gehen wobei ich dazu nicht wirklich lust habe.
 
Es hat ist also so eingetreten, wie in dem Thread schon zu erahnen war:
http://www.krankenschwester.de/foru...fachweiterbildung-halben-jahr.html#post216069

Wobei du damals noch der Meinung warst, dass du die Basic's schon beherrschst.

Setze dich nicht selbst so unter Stress. Eine Chir. Intensiv ist nicht weniger anstrengend als eine internistische Intensivstation.
Wenn es nicht geht, wechsle und versuche es in zwei Jahren erneut.

Liebe Grüsse
Narde
 
Halte durch!

ich habe 1999 (boah schon 11 Jahre her) auch nach einem halben Jahr mit der FWB angefangen (es war durch Zufall grad ein heißbegehrter Platz frei). Es war anstrengend und trotzdem genau richtig. Ich konnte gleich mein angelerntes Fachwissen umsetzen und es haben sich nicht so viele Anwender/beginnerfehler eingeschlichen.

Meinen Notenanspruch musste ich allerdings runterschrauben und die praktischen Prüfungen war echt große Herausforderungen, weil mir die Routine gefehlt hat. Nur dafür war ich dann doch echt gut. Nur meine eigenen Ansprüche waren enorm hoch.

Also ich finde es hat sich gelohnt, das ich mich durchgebissen habe. Und ich war während der FWB alle 4 MOnate in einer anderen Klinik/Intensivstation. Mein Glück, denn soviel hätte ich sonst nie lernen können. (Ich habe an der LMU MÜnchen Standort Innenstadt FWB gemacht und wir hatten Verbundkliniken dabei, deswegen war der häufige Wechsel möglich.)
 
Denke schon das ich die grundsachen auf die kette bekomme.
Das andere ist was würdest du machen wenn ich in diesen Haus nicht gelernt habe und ich das was andere neue in drei Monaten lernen, ich in drei Wochen packen muß wenn ich nie in der Intensivpflege tätig war, das Haus und den arbeitsablauf der Stationen und das Doku ( was über PC läuft ) nicht kenne.
und wenn man dann ständig zu hören bekommt das mußt du wissen. :|



Weiß das es auf der chri. Intensiv genauso viel arbeit ist wie auf jeder anderen. Auf der chri. Intensiv haben wir aber wesentlich mehr geplante Aufnahmen als auf der Internistischen.
Zur not ziehe ich das ganze auf biegen und brechen durch.
 
Hallo Lissygirl,

während der Fachweiterbildung bist du bei uns in 8 verschiedenen Häusern, 3 davon sind von unterschiedlichen Trägern. Die Einsätze je Station sind ca. 8 bis 10 Wochen, ausser die Anästhesie. Jedes der Häuser hat zwischen 2 und 6 Intensivstationen.

Deshalb, wenn du die Basic's der Intensiv kannst, kannst du dich auch mit dem Rest leichter auseinandersetzen.
Zu den Basic's der Intensiv zähle ich den Umgang mit instabilen Patienten, Umgang mit Reanimationen, Polytraumen, frischen Schädel-Hirn-Traumen und ähnlichem.
Die Stationen stellen an den Inkutei (Intensivkursteilnehmer) hohe Ansprüche und die Einarbeitungszeit ist kurz.

Aber da deine Probleme nun ja wohl beseitigt sind, du die Fachweiterbildung absolvieren willst, stecke deine Ziele nicht zu hoch. Es ist im Prinzip egal ob du mit einer 4 bestehst oder einer 1 wenn du das Haus danach nicht wechseln willst. Spätestens 3 Jahre nach Abschluss der FWB fragt keiner mehr wie du diese bestanden hast.

@Liaso: Wenn ich es bei dir aber richtig gelesen habe, bist du aber nicht sofort nach der Ausbildung in die FWB gegangen.

Liebe Grüsse
Narde
 
Waschen, füttern, trocken legen- die Basics, wende ich auf der Intensiv an... aber es ist etwas anderes einen "normal"Patienten zu waschen oder jemanden mit zig Leitungen, kreislaufinstabil usw.. Ich muss viel mehr beachten.
Eine Infusion anhängen, eine Spritze aufziehen, einen Perfusor anstellen- das kann ich nach wenigen Tagen. Im Intensivbereich muss ich aber mehr können. Das liegen die Basics nicht im handwerklichen sondern im Wissen, was mach ich da. Das "was-wenn-dann" gehört zu den Grundlagen. In der Weiterbildung wird dies vertieft.

Ergo: das Handwerk beherrschen ist das eine, den Hintergrund-zumind. ansatzweise- zu verstehen und kausale Zusammenhänge erkennen und auf die entsprechend reagieren zu können, dass andere. Und das lernt man nicht in wenigen Wochen so gut, dass es als Grundlage für eine Fachweiterbildung reicht... es sei denn man versucht dieses Manko zu erstezen durch intensiveres lernen als die anderen TN.
Eine Kollegin von mir hat eine Fachweiterbildung gemacht ohne vorher jemals eine Intensivtherapieabteilung von innen gesehen zu haben und die Ausbildung sehr gut beendet. Großes Interesse, Offenheit, Neugier und eine grpße Portion Eigeninitiative haben ihr dabei sicher geholfen.

Elisabeth
 
Hallo Lissygirl,

Zu den Basic's der Intensiv zähle ich den Umgang mit instabilen Patienten, Umgang mit Reanimationen, Polytraumen, frischen Schädel-Hirn-Traumen und ähnlichem.


Püh, dann kann ich aber nach 10 Jahren Intensiv inkl. FWB bis heute die Basics nicht. Ein echtes Polytrauma hab ich noch nie gesehen, Reas gibts vielleicht zwei im Jahr (wenn überhaupt; live erlebt hab ich 10 Jahren insgesamt fünf oder so, davon 3 nicht in meinem Haus).
Mit den frischen SHT kann ich dienen. Wir sind eine reine Neurochirurgie...

Zu den Intensiv-Basics für eine FWB würde ich zählen: Umgang mit Beatmung, den üblichen Zu- und Abgängen, kritischen Kreislaufsituationen, entsprechenden Medikamenten,...zumindest ein (theoretisches) Handlungswissen bei Rea. ist sicher auch nicht falsch.

DS
 
Zu den Basic's der Intensiv zähle ich den Umgang mit instabilen Patienten, Umgang mit Reanimationen, Polytraumen, frischen Schädel-Hirn-Traumen und ähnlichem.
Die Stationen stellen an den Inkutei (Intensivkursteilnehmer) hohe Ansprüche und die Einarbeitungszeit ist kurz.

Also die Vorerfahrung hatte ich auch nicht bis auf instabile Patienten, da die Ploytraumen & Co auf die Chir. Intensiv unseres Hauses gekommen sind und ich auf der anästhesiologischen Intensiv war.

Aber da deine Probleme nun ja wohl beseitigt sind, du die Fachweiterbildung absolvieren willst, stecke deine Ziele nicht zu hoch. Es ist im Prinzip egal ob du mit einer 4 bestehst oder einer 1 wenn du das Haus danach nicht wechseln willst. Spätestens 3 Jahre nach Abschluss der FWB fragt keiner mehr wie du diese bestanden hast.

@Liaso: Wenn ich es bei dir aber richtig gelesen habe, bist du aber nicht sofort nach der Ausbildung in die FWB gegangen.

Liebe Grüsse
Narde

Ich hatte schon fast 10 Jahre Normalstation inkl. Ausbildung auf dem Buckel. Dann im Feb. 1999 auf Intensiv und September 1999 habe ich FWB angefangen. Und ich hatte schon einige Basics, weil ich bei meiner letzten Normalstation 2 Wachkomapatienten gepflegt habe inkl Trachesostoma, Absaugen, PEG etc. Volles Programm ohne Beatmung.


Und genau, ich bin nie wieder nach meinen Noten gefragt worden außer bei meinem AG Wechsel 2005.
 
Hey Lissygirl

Ich bin auch direkt nach dem Examen (okt 08) auf Intensiv( in einem kleineren Krankenhaus mit 8 Betten Intensiv) , klar erst ist es schwierig sich alles zu merken der ganze Ablauf und so. Seit 1Woche mach ich jetzt auch die Fachweiterbildung.
Ich bin total glücklich darüber und klar hab ich auch Angst8O... ich bin Jemand der der an sich selber einen hohen anspruch stellt.Vielleicht tust du das auch?!
Ich denke den Anspruch werde ich etwas herunterschrauben müssen.... Weil unter Druck zu stehen macht einen unsicher und das macht Angst und führt bei einem selber evtl. zu Fehleinschätzungen...

Frage doch mal deine Kollegen was die für einen eindruck von dir haben,
Wie du dich anstellst und so. in der Anästhesie hat ja alles einen anderen Ablauf
Und wichtig ist auch man kann nicht alles wissen!!!Und man darf Fragen



Ich habe mehrere Freundinnen die in großen Häusern auf int angefange sind. Die Anleitung war sehr kurz und dann standen sie oft allein da.:angry: Dadurch sind die körperlich echt am Ende gewesen haben total viel Abgenommen(10-20kg), hatten Schlafstörungengen und dergleiche... nach einem halben Jahr haben die aufgehört obwohl es immernoch der Größte wunsch ist auf Intensiv zu arbeiten...

Ich wünsche dir das du für dich die richtige Entscheidung triffst.
Ich kann dir nur Raten bevor du Krank wirst, höre besser auf ! Das ist vollkommen ok, und wenn du dich dann evtl in 2 Jahren für die Fachweiterbildung fit fühlst machst die in 2 Jahren.

Wenn du aber die Fachweiterbildung wirklich machen willst, wenn es das ist was du willst! Dann beiß dich durch, finde Alternativen wie du deine Angst und unsicherheit abbauen kannst, evtl sport oder entspannuns Übungen oder vereinfachte beschreibungen in der Fachliteratur
.
Aber einen Gedanken will ich noch loswerden, du musst dir klar sein das du in der Fachweiterbildung detairtes Fachwissen vermittelt bekommst. Fachwissen gibt Sicherheit in der täglichen arbeit und es schleichen sich nicht so schnell Ablauffehler ein!

Alles gute für deine Entscheidung!

Trudie

P.S.:Kopf hoch:roll: Und egal wie du dich Entscheidest, es ist deine Entscheidung und die ist dann auch richtig für dich!
 

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