News Experten fordern: Mehr Verantwortung für Pflegekräfte!

viel blabla.. mehr akademiker am bett werden die probleme nicht lösen. hat sich nich gelohnt zu lesen, aber thx für den link
 
Von MidaZolams Seite aus geht ein Link weiter zu Startseite
Da geht´s ein bißchen mehr in die Details. :wink:
mehr akademiker am bett werden die probleme nicht lösen.
Überrascht mich, sowas von Dir zu lesen... ich hatte bisher den Eindruck, Du wärst der Akademisierung der Pflege positiv gegenüber eingestellt?
 
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ja bin ich durchaus.. dieses manifest erweckt auf mich den Anschein dass alle Probleme mit einer akademisierung zu beseitigen wären.. fand ich jetzt nich soooo gut das dingens.

der ansatz muss ein anderer sein. die Rahmenbedingungen müssen erst um ein vielfaches ansprechender gestaltet werden (und zwar für alle), dann kann man sich in einem zweiten schritt auch überlegen wie man akademisches PP implementiert... gerade im ambulanten bereich könnte man viel mehr auf nichtärztliches personal delegieren (was z.b. in Australien oder GB bestens funzt) auch im hinblick auf die abnehmende hausärztliche Versorgung, wäre es möglich dass ganze umzustruktieren.. und da müsste man nicht mal studiert sein meines erachtens.

oldenburg plant jetzt einen sog. "gemeinde notsan" der genau sowas umsetzen soll mit weitreichenden Kompetenzen. hier halte ich den notsan aber für ungeeignet da er auch über pflegerische dinge entscheiden muss/soll, für die er nicht ausgebildet ist. hier wär eine fachpflegekraft (pflegerisches & notfallmed know how) um ein vielfaches geeigneter... hier könnte sich die pflege mal positionieren und stellung beziehen..aber wir lassen uns wie so oft die Butter vom Brot nehmen anstatt solche chancen zu ergreifen.. (was mich bei unserer Interessenvertretung der DGF auch nich wundert, viel wichtigtuerei auf allen möglichen kongressen und sonst kommt nur heisse luft..)

entsprechender artikel findet sich in der märzausgabe der notfall- und Rettungsmedizin.

lesenswert!!
 
Oldenburg liegt ja in Niedersachsen , da gibt's ja nun bald die Pflegekammer...
 
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anmerkung:

ich höre beinahe täglich von unseren azubis:
ich mach berufintegriert meinen bachelor ich geh später eh ins management und werd Leitung, will ich gar nicht wissen, werd eh nie am bett arbeiten..

yop, genau da liegts Problem. da wird auch ne Akademisierung nix ändern..
 
ich hoffe wir bekommen in bawü auch eine kammer.. dann besteht vllt. noch eine chance auf Besserung, sonst gute nacht.
 
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ich höre beinahe täglich von unseren azubis:
ich mach berufintegriert meinen bachelor ich geh später eh ins management und werd Leitung, will ich gar nicht wissen, werd eh nie am bett arbeiten..

yop, genau da liegts Problem. da wird auch ne Akademisierung nix ändern..
Ich gar nicht, kein Mensch will hier in die Management Ebene
 
das freut mich zu hören maniac!! bei uns herrscht da ein ganz anderer tenor..

ich hatte bis vor kurzem seit langem mal wieder eine azubine die den festen wunsch hatte nach der ausbildung in die Anästhesie zu wollen. die meisten wollen eher "weg vom bett/patienten"
 
ich kanns zum Teil ja nachvollziehen. ich würde auch keinen B.A. machen und danach mit P7 auf Station arbeiten...

wobei ich es ungerecht finde dass die neuere azubigeneration 1 jahr länger macht (=4 jahre und dann nen bachelor hat). ich müsste mit einer 5 jährigen Ausbildung mehr oder weniger ein komplettes studium durchziehen um den gleichen abschluss zu erhalten, kanns ja iwie nich sein oder...
 
Ich kenne aber auch fast keine dualen Studenten, fällt mir gerade auf :D


Tja, da machste halt nix.
Ist heute eben anders.
 
dieses manifest erweckt auf mich den Anschein dass alle Probleme mit einer akademisierung zu beseitigen wären
Das sind sie sicher nicht. :wink1:
der ansatz muss ein anderer sein. die Rahmenbedingungen müssen erst um ein vielfaches ansprechender gestaltet werden (und zwar für alle), dann kann man sich in einem zweiten schritt auch überlegen wie man akademisches PP implementiert... gerade im ambulanten bereich könnte man viel mehr auf nichtärztliches personal delegieren (was z.b. in Australien oder GB bestens funzt) auch im hinblick auf die abnehmende hausärztliche Versorgung, wäre es möglich dass ganze umzustruktieren.. und da müsste man nicht mal studiert sein meines erachtens.
In Australien und GB (und m. W. auch in allen anderen englischsprachigen Industrieländern) sind Pflegekräfte grundsätzlich studiert. Insofern wäre für mich Schritt 1 die Akademisierung, nicht umgekehrt.
Wobei ich aber eine fatale Fehlentwicklung darin sehe, jetzt die Pflege "aufzuwerten", indem ich ihr bislang ärztliche Aufgaben übertrage:
1. Warum sollte man einer Berufsgruppe, die ohnehin personell schon deutlich besser aufgestellt ist, auch noch unliebsame Aufgaben abnehmen?
2. Akademisierung der Pflege hat für mich generell NICHTS mit einer Bewegung der Profession Pflege Richtung Medizin zu tun; von daher ist so ein Schmarrn wie der "Physician Assistant" auch grundsätzlich abzulehnen: https://www.dbfk.de/media/docs/down...osition-DBfK-zu-Physician-Assistants-2017.pdf
Pflegewissenschaft ist ein völlig eigenes Feld und nicht "Medizin light"!
oldenburg plant jetzt einen sog. "gemeinde notsan" der genau sowas umsetzen soll mit weitreichenden Kompetenzen. hier halte ich den notsan aber für ungeeignet da er auch über pflegerische dinge entscheiden muss/soll, für die er nicht ausgebildet ist. hier wär eine fachpflegekraft (pflegerisches & notfallmed know how) um ein vielfaches geeigneter... hier könnte sich die pflege mal positionieren und stellung beziehen..aber wir lassen uns wie so oft die Butter vom Brot nehmen anstatt solche chancen zu ergreifen.. (was mich bei unserer Interessenvertretung der DGF auch nich wundert, viel wichtigtuerei auf allen möglichen kongressen und sonst kommt nur heisse luft..)

entsprechender artikel findet sich in der märzausgabe der notfall- und Rettungsmedizin.

lesenswert!!
Keine Ahnung; davon habe ich noch nie was gehört. Hast Du einen Link?
anmerkung:

ich höre beinahe täglich von unseren azubis:
ich mach berufintegriert meinen bachelor ich geh später eh ins management und werd Leitung, will ich gar nicht wissen, werd eh nie am bett arbeiten..
Denen ist anscheinend nicht klar, daß sie mit Pflege dual NICHT primär für Leitungs- oder auch Lehrfunktionen (eine Schülerin wollte mir mal weismachen, mit ihrem Pflege dual wäre sie ja anschließend Pflegepädagogin :lol1: ... den Zahn hab ich ihr ganz schnell gezogen!) ausgebildet werden, sondern eben für Pflege am Patienten! :ccol1: Nur eben mit akademischem Hintergrund.
 
i
wobei ich es ungerecht finde dass die neuere azubigeneration 1 jahr länger macht (=4 jahre und dann nen bachelor hat). ich müsste mit einer 5 jährigen Ausbildung mehr oder weniger ein komplettes studium durchziehen um den gleichen abschluss zu erhalten, kanns ja iwie nich sein oder...
Mir war so, als ob Du Dir dann in Deinem Pflegestudium einzelne Module anerkennen lassen könntest, weil Du ja viele Inhalte schon in der Ausbildung hattest (von Deiner Weiterbildung mal gar nicht zu sprechen). Müßte man im Einzelfall sicher mit der Hochschule abklären.
 
Wäre gerne ANP... Gibt exakt 4-6 KH in ganz Deutschland die diese Einsetzen. Und diese sind natürlich fest im Sattel. Ich glaube in meinem Jahrgang (duales B.Sc) wollen die wenigsten richtung Management/Pädagogik/Wissenschaft. Die meisten wollen von Akademisierung nicht mehr viel hören :(
 
Ich glaube in meinem Jahrgang (duales B.Sc) wollen die wenigsten richtung Management/Pädagogik/Wissenschaft. Die meisten wollen von Akademisierung nicht mehr viel hören :(
Und was haben die dann alle vor?
 
Wäre gerne ANP... Gibt exakt 4-6 KH in ganz Deutschland die diese Einsetzen.
Für ANP brauchst Du i. d. R. einen Master... aber da hättest Du ja mit Deinem Bachelor durch Pflege dual schon mal gute Voraussetzungen. Die Seite kennst Du dann vermutlich schon: Übersicht Studiengänge - Deutsches Netzwerk - Advanced Practice Nursing & Advanced Nursing Practice g.e.V.
Ja, ANP ist in Deutschland erst im Kommen, daher sicherlich (noch) nicht leicht, hinterher eine adäquate Stelle zu finden.
 
Es eigener (schmerzlicher) Erfahrung in anderen Branchen führt eine zunehmende Akademisierung zu folgenden Effekten:
Sinkende Löhne in nicht tarifgebundenen Unternehmen(die Einstiegsgehälter für Wiwis und Ings haben sich in den letzten 15 Jahren bestenfalls seitwärts entwickelt, teilweise erheblicher Bewerberüberschuss bei den lukrativen Jobs (Daimler kriegt 500-1000 Bewerbungen auf eine Entwicklungsingenieur-Stelle im Einstiegsbereich wobei die Stelle meistens intern schon weg ist und sie nur proforma Ausgeschrieben wird.)
Sowie zunehmende Beschäftigung unter Qualifikationsniveau (bei entsprechender Entlohnung).
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Die Universitäten waren in der Lage ihren Output in den letzten 20-25 Jahren teilweise zu verdreifachen ISA - Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt - Wirtschaft und Recht ohne das sich die Nachfrage proportional entwickelt hätte.
Funfact am Rande es werden mehr Volljuristen und 3xsoviele Wiwis ausgebildet als Krankenpfleger
Die Gefahr besteht imho bei den ganzen fancy Pflegestudiengängen auch, klang bei einem Artikel in Die Schwester Der Pfleger neulich auch raus das es an adäquaten Jobs mangelt.
Und für höhere Managment Positionen wird im Zweifelsfall ein MBA-Absolvent immer vorgezogen.
Und die systemischen Anreize für die Arbeitgeber akademisches Pflegepersonal am Bett einzustellen(und entsprechend zu bezahlen) sind doch auch eher gering bis nicht vorhanden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für ANP brauchst Du i. d. R. einen Master... aber da hättest Du ja mit Deinem Bachelor durch Pflege dual schon mal gute Voraussetzungen. Die Seite kennst Du dann vermutlich scho

Dessen bin ich mir durchaus bewusst. Ging auch eher um die Diskussion Studium Pflege --> Weg am Bett

Und die systemischen Anreize für die Arbeitgeber akademisches Pflegepersonal am Bett einzustellen(und entsprechend zu bezahlen) sind doch auch eher gering bis nicht vorhanden.

Hmm. wirklich? Warum kommt es dann vor allem in Universitätskliniken zu zunehmenden implementierung dieser Akademiker? Mit Erfolg! Dabei, dass bei Pflege ja auch immer Marktwirtschaftliche relevanzen und ähnliches blabla zählen. Die Pflegekräfte sind der Entscheidende Faktor für Patientenzufriedenheit. Das sollte für ein Klinikum schon anreiz genug sein Pflegekräfte im allgemeinen zu fördern. http://bmjopen.bmj.com/content/bmjopen/8/1/e019189.full.pdf

Neben der oft genannten Mortalität und "Drehtüreffekt" der doch eigentlich wichtigste Parameter in Zeiten des Gesundheitswettbewerbes.

Mir fallen eher zig tausend Gründe gegen eine zwangsläufig "schlechter Qualifizierung" (die durch eine geringe Bezahlung folgt) als gegen eine erfolgreiche und "gerechte" Belohnung nach Qualifikation und erfolgreiche Implementierung. Alleine schon die zusätzlichen Kosten durch Komplikationen, Schnittstellen Problematiken, welche durch zunehmende minder qualifikationen erfolgen müssen, da diese Lücken dann ja irgendwie gefüllt werden müssen. etc.

Und für höhere Managment Positionen wird im Zweifelsfall ein MBA-Absolvent immer vorgezogen.

Sicher? Gibt es dafür Belege? Habe das Gefühl, dass es meistens Leute sind die Gesundheitsmanagement Studiert haben.

Und was haben die dann alle vor?
Viele wollen gerne in nicht so "pflegeintensiven" Bereichen wie z.B. psychiatrie arbeiten. Bitte nicht falsch verstehen.

Andere wollen weiter auf Station als "normale PK" arbeiten und streben keinerlei Veränderungen bzgl. Aufgabenbereiche etc. an. Nicht einmal in weiter Zukunft. Ins Management wollen vielleicht 2 und Pädagogik kann sich stand heute keiner so richtig vorstellen. Von Wissenschaft wollen wir gar nicht erst anfangen.
 
wobei ich es ungerecht finde dass die neuere azubigeneration 1 jahr länger macht (=4 jahre und dann nen bachelor hat). ich müsste mit einer 5 jährigen Ausbildung mehr oder weniger ein komplettes studium durchziehen um den gleichen abschluss zu erhalten, kanns ja iwie nich sein oder...
Die neue Azubi-Generation zieht auch das komplette Studium durch. Die fangen nur früher an als Du und studieren berufsbegleitend. Und das auch nur dann, wenn sie bereits Abi oder Fach-Abi aufweisen können.

Davon abgesehen gibt es bereits etliche verkürzte Studiengänge für Berufserfahrene, so dass Du eben nicht mehr das komplette Studium durchziehen müsstest.
 
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