Lohnerhöhung, wieviel kann man fordern?

Dieses Thema im Forum "Adressen, Vergütung, Sonstiges" wurde erstellt von sassy81, 28.12.2006.

  1. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Arbeite jetzt seit 3 Jahren in einem privaten Ambulanten Pflegedienst und werde nach Stunden bezahlt.
    Jetzt wollte ich eigentlich mal vorsprechen wegen einer Lohnerhöhung.Aber wieviel mehr kann ich fordern?
    Meine Argumente währen da ich ja inzwischen diverse Fortbildungen absolviert habe. Jetzt zuletzt eine Pflegeberaterkurs gemacht habe und jetzt auch individuelle Schulungen für Pflegepersonen durchführen kann. Und das ich ja auch wenn unsere PDL nicht da ist ich sie vertrete.

    Was meint ihr? Help!
     
  2. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo,

    es kommt darauf an, als WAS und WOFÜR Du bezahlt wirst....ist in Deiner Stellenbeschreibung bestimmt definiert; ob sich der AG an einem Tarifvertrag orientiert, welchen Umfang Deine Weiterbildungen hatten und inwiefern Du sie einbringst....

    Wenn Du als "normale " Pflegekraft bezahlt wirst, dann gibt es - leider- auch für solche Sachen wie Praxisanleiter, Kinästhetiktrainer / PA Bas. Stim . etc. NICHTS extra.....

    Höher eingruppiert wird man aber i.d.R für Fachweiterbildungen oder einen Hochschulanschluss - mit entsprechender Stelle danach, wohlgemerkt!


    Lille
     
  3. Brady

    Brady Gast

    Hallo sassy81,

    kann mich anschliessen was Lillebrit geschrieben hat. Das was ich an deiner Stelle ausbauen würde, ist die Vertretung der PDL.
    Wie oft, kommt das vor? Schiesst Du Dir damit kein Eigentor? Kann es eventuell von jemand anders übernommen werden?
    Vielleicht lässt Du dir auch lieber erstmal diese Vertretungssituation bescheinigen. Meine, dass man es Dir schriftlich gibt, dass Du die Vertretung dann machst. Ohne irgendwelche Höhergruppierungsansprüche. Du kannst dann auch argumentieren, dass niemand anderes da ist und du es schon gemacht hast in der Situation.
    Mache es schriftlich, wohl überlegt....Bin gerne zur Hilfe bereit.

    Liebe Grüße Brady
     
  4. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Also es ist so das wir ein sehr sehr kleiner Pflegedienst sind. Da sind nur die PDL welche neben ihrer PDL Tätigkeit genau wie ich auch normale Touren fährt. Dann bin da noch ich mit einer Vollzeitstelle, meine Kollegin die bis max 800€ arbeitet und 2 Aushilfen die so 4-5 mal im Monat einen Dienst bei uns arbeiten. Folglich bleibe nur ich als Vertretung und die findet immer dann statt wenn die PDL Urlaub hat also so gut 4-5 Wochen im Jahr. Meine Vertretung besteht dann darin, Dienstpläne schreiben, Tourenpläne schreiben, alle Organisatorischen Dinge rund um die Patienten, Besorgen von Verordnungen, Durchführen von Pflichteinsätzen nach §37.3 SGB, Bereitschaft und natürlich die normale Patiententour.
    Sollte ich dann eigentlich erst mit meiner PDL sprechen da sie ja meine direkte Vorgesetzte ist? Es ist nämlich so das wir sozusagen eine Zweigstelle sind da unser "großer" Chef noch einen anderen etwas größeren pflegedienst hat. Wir haben getrennte Namen und sonst eigentlich eigenständig nur das Geld kommt von ihm und entscheidungen wie Werbung, Weihnachtsgeld, etc. werden von ihm getroffen. Ich hoffe man versteht was ich meine:fidee:.

    LG Sassy
     
  5. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo sassy,

    wie Brady schon gesagt hat, lass Dir Deine Vertretungen incl. Durchführung von Leitungsuafgaben bescheinigen.
    Die Frage ist halt, ob Du damit als "Stellvertertende PDL " durchkommst.....wenn es wirklich nur 4-5 Wochen im Jahr sind.

    Wenn Euer "Big Boss" nämlich Verantwortliche Pflegefachkraft nach SGB XI ist ( in der Hauptfiliale), dann würde er damit - auf dem Papier- auch die Zweigstelle abdecken....und Deine PDL ist dann schon die "ständige Vertretung" (-> hat Deine PDL in der Filiale denn die Weiterbildung gemacht ?)

    Mein Tipp: Studiere berufsbegleitend Management und bewirb Dich nach dem Studium um einen Leitungsposten.
    So bist Du auf dem Arbeitsmarkt flexibler ....solltest Du mal Deine Stelle wechseln wollen, interessiert nämlich niemanden Deine sporadische Vertetungstätigkeit sondern lediglich Deine beruflichen Qualifikationen.


    LG,
    Lillebrit
     
  6. rudi09

    rudi09 Stammgast

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    Hallo sassy,
    so wie du das schreibst bist du eigentlich "nur" Abwesenheitsvertretung, auch wenn ihr im alltäglichen Umgang "Stellvertreter" sagt.
    Damit wirst du keine Ansprüche geltend machen können.
    Willst du in dem Pflegedienst bleiben, wird dir niemals der höhere Lohn nach einem Studium bezahlt werden können.
    Dazu ist das Team zu klein und es wird demzufolge wohl kaum einen sachlichen Grund für eine höherwertige Stelle geben.
    Studium sollte also andere Perspektiven beinhalten.
    MfG
    rudi09
     
  7. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Soviel ich weiß hat er keine Ausbildung in der Pflege!

    Also muss ich jetzt aus allen Antworten schlussfolgern das ich in meiner momentan Stellung so wie es ist weiterhin zu diesem "Mini"-Lohn dort arbeiten muss?
    :evil:
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ich denke, dass wird wohl so sein. Dein AG hat dich für bestimmte Tätigkeiten eingestellt. Deine Weiterbildungen sind sicher nicht schlecht... nur für den AG eher uninteressant. Er kann diese Weiterbildungen nicht mit der Krankenkasse abrechnen im Rahmen der Leistungen. Ergo hat er keine Mehreinnahmen die er in Form einer Lohnerhöhung an dich weiterreichen kann.

    Elisabeth
     
  9. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Dem muss ich wiedersprechen den die Pflegeberatersache ist eine Tätigkeit die er als Leistung mit der Krankenkasse abrechnen kann. Bringt sogar ne Menge Geld.
    Grüßle Sassy
     
  10. Lillebrit

    Lillebrit Bereichsmoderatorin
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    Hallo sassy,

    dann Liste doch einfach mal den Betrag, welchen Du durch diese FB "reinbringst" auf und rechne diese Mehreinnnamhen auf den Monat hoch. Dann überleg, ob Du einen bestimmten Prozentsatz dieser Mehreinnamhen als Aufschlag zu Deinem Bruttolohn forden könntest....

    Aber wie gesagt, wenn Du das im Rahmen Deiner normalen Pflegetätigkeit tust, dann sehe ich leider scharz für eine Lohnerhöhung.
    Ist genau wie mit vielen meiner Trainerkollegen....die geben Kurse in der Dienstzeit....und verdienen dasselbe wie jemand, der diese 2 jährige und sehr teure Ausbildung ( !) nicht absolviert hat.


    Lille
     
  11. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Wer darf diese Pflegeberatungen machen? Ist diese Weiterbildung dafür notwendig oder kann/ muss das jede Fachkraft diese Beratung durchführen können? Welche Vorgabe gibt es da vond er KK?
    Wie oft im Monat kommen diese Beratungen vor?

    Elisabeth
     
  12. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Also diese Beratungen darf man erst nach dieser Weiterbildung durchführen. Machen MUSS diese Weiterbildung keiner.
    Also bei uns sind das etwa 2 mal im Monat das ein beratungsbedarf besteht.
    Grüßle sassy
     
  13. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Ich darf nur mit Weiterbildung... aber beraten kann ich auch ohne, weil ich ja die Weiterbildung nicht machen muss? *etwasverwirrtbin*

    Elisabeth
     
  14. Ying_Yang

    Ying_Yang Gast

    Auch wenn es jetzt am Thema vorbeigeht, ich muss direkt dazu antworten. Ich finde es katastrophal, dass "es ja ganz schön ist, Weitberbildungen zu haben, aber nützen tun sie im täglichen Geschäft doch nichts"! Sollte nicht allein die Tatsache gefördert werden, dass sich jemand die Arbeit einer Weiterbildung gemacht hat? Natürlich fachbezogen, aber das ist es ja. Das ist hier übrigens anders. Eine meiner Kolleginnen hat eine Weiterbildung zur Schulschwester gemacht, vor Jahren schon, arbeitet aber nicht in diesem Gebiet, wird aber trotzdem dementsprechend vergütet, da sie die Weiterbildung gemacht hat. Ich finde, die Bereitschaft zur Fortbildung sollte belohnt werden.
     
  15. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Da gibts nur ein Problem: die Tarife orientieren sich nicht an der Weiterbildung sondern am Arbeitsaufwand und am Maß der Verantwortung. Da machen übrigesn die verdi- Verträge keine Ausnahme... im Gegenteil: sie sind eher Vorreiter.

    Elisabeth
     
  16. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    Okay hab mich wohl dumm audgedrückt also man MUSS diese Weiterbildung haben um diese Beratungen durchführen zu dürfen damit sie mit der Krankenkasse abrechenbar sind.
    Beraten kannst du auch ohne
    , nur der Arbeitgeber kann diese Beratungen dann NICHT abrechnen das kann er nur bei ausgebildeten Pflegeberatern also Leuten die diese Weiterbildung gemacht haben.

    Gruß Sassy
     
  17. Brady

    Brady Gast

    Hallo sassy,
    kann man das irgendwo nachlesen? Wodrauf berufst Du dich mit dieser Aussage?

    Liebe Grüße Brady
     
  18. sassy81

    sassy81 Junior-Mitglied

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    versuchs mal beim bpa die machen auch die weiterbildung!

    Sassy
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hm--- das der Ausbilder diese Aussage trifft verwundert mich nicht. Gibt es da was vom MDK, das diese Aussage bestätigt?

    Elisabeth
     
  20. flexi

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    Frage: Wieviel Kilometer seid ihr jetzt weg vom Thema?
     
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