Eine Kollegin stiehlt

Fernseher und Mikro kann ich jetzt noch verstehen, aber was in aller Welt fängt man mit nem EKG-Gerät an? Auf dem Medizingerätegebrauchtmarkt verschachern?

Wir sind doch eher ein kleines familiäres Haus. Um so schlimmer, daß Handys aus Handtaschen in der Umkleide verschwinden, wenn die Kollegin mal kurz auf der Toliette ist. Ich hab meine Uhr da liegen lassen, abegegben hat sie niemand....
 
@julien
es gibt für fast alles einen Markt, auch für gebrauchte Medizingeräte
 
Wie bereits schon anklungen, liegt doch der eigentliche Skandal bei den Geschichten in der Tatsache begründet, dass sich offenbar Niemand so richtig darum kümmern will die Sache aufzuklären und dem Urheber die mehr als überfälligen strafrechtlichen wie beruflichen Konsequenzen antragen will. Stattdessen quittirt die zuständige Polizei die Anfragen nach Möglichkeiten zur Täterüberführung mit müdem Lächeln und dem Hinweis darauf, dass nicht jeder Bagateelle nachgegangen werden kann, was auch User, die Polizeibeamte privat kennen nur bestätigen können. Auch die Antworten hier im Forum zielen Teilweise darauf ab den Geschädigten eine möglichst grosse Mitschuld angedeihen zu lassen um ( eventuell ) vom Problem ( welches vielleicht auch bei ihnen selbst existent sein kann ) abzulenken, da man sich ( vielleicht ) nicht mit einer so unangenehmen Tatsache konfrontiert sehen will.
Das gegenseitige Vertrauen in die Kollegen was in unserem Beruf ( wie auch in anderen ) so wichtig und essenziell sein soll wird nachhaltig geschädigt, so dasss für Viele nur noch ein weiterer Negativaspekt im tagtäglichen Ausüben ihrer Tätigkeit hinzu kommt.

Vielleicht ist nicht nur die Polizei gegenüber solchen Vorfällen inzwischen abgestumpft ????
 
Stationskasse eingeschlossen in SL Büro, dort wiederum eingeschlossen in Schreibtisch - Stationskasse = Geldkasette mit Schlüssel...

Das kann dann nicht verschweinden - oder?
Wurde alles 3 aufgebrochen?
Oder nicht?
Wenn nicht, dann hat es derjenige, der den Schlüssel hat geklaut.
Einfach ;)
Hänht der Schlüssel aber an der Wand sind die Sicherungen eh wieder fürn A*sch ;)
 
Hallo Maniac,

genau, der Schlüssel wurde "ausgeliehen" - logischerweise hängt der Schlüssel am Schlüsselbund und ist theoretisch nicht freizugänglich. An dem Tag hatte die Kollegin ihren Schlüsselbund kurzfristig am Spind hängengelassen - ca. 1,5 Stunden bis sie ihn vermisst hat.
Festgestellt, dass die Kohle fehlt, wurde es erst am nächsten Tag...
Als es zur WeiFei hätte gehen sollen.

Der Dieb wusste also wer die betreffenden Schlüssel hat und an welchem Spind der Schlüssel steckte. Die Spinde sind bei uns mit Nummern und nicht mit Namen versehen. Es war also ein absoluter Insider-Dieb - wer sonst hätte wissen können, dass die SL alle Schlüssel am Bund hat? und dass dies der betreffende Spind ist.

Frohes Fest
Narde
 
@Tante Doll,
tja, das Opfer wird schnell zum Täter, denn der Schrank gehört ja abgeschlossen, oder soviel Geld nimmt man nicht mit zu Arbeit!
Eigeninitiative darf man nicht zur Überführung zeigen, dann wäre es Anstiftung zur Straftat.
Stellt man dem Täter eine Falle, wird er zum Opfer, eben wegen der Anstiftung (habe den richtigen Ausdruck vergessen).
Der Betriebsrat ist informiert, die Polizei unternimmt nichts und hat es auch nicht vor, man muss den Täter eben auf frischer Tat ertappen, nur wo sind dann die Zeugen? Dann steht es wieder Aussage gegen Aussage.
Stationsleitung ist informiert.
Nun verlasse ich mich auf die Aussage meiner Schwägerin, die in der JVA arbeitet und täglich mit solchen Delikten vertraut ist.
Auf jeden Fall lasse ich diese Geschichte nicht auf sich beruhen!
Habe jetzt einige Kollegen über diese Sache informiert. Sie waren, wie ich, geschockt, erbost, habe allerdings keinen Namen genannt. Das DARF ich ja wieder einmal nicht, damit der Täter nicht zum Opfer wird.
Diese Kollegen hatten auch nicht ihren Spind verschlossen, nun machen sie es.
Morgen habe ich wieder mit unserer "diebischen Elster" und mit einer Kollegin der ich heute diese Geschichte erzählte, Dienst. Ganz sicher werde ich nochmals auf die Vorkommnisse angesprochen. Werde dann erzählen, dass ich bei der Mitarbeiterbesprechung näher darauf eingehen werden. Soll die diebische Elster ruhig Blut und Wasser schwitzen.

@Narde,
da ist Euch aber eine Menge Geld abhanden gekommen!
Das ist doch wirklich eine sagenhafte Frechheit, gerade in unserem Beruf. Man rechnet doch nicht damit von den eigenen Kollegen bestohlen zu werden. Ich jedenfalls nicht. Naja, nun ist man schlauer.

Allen noch einen schönen 2.Weihnachtstag
Sanne
 
Ich verstehe nicht, daß die Polizei nicht tätig werden wollte. Meines Wissens ist Diebstahl ein sog. Offizialdelikt, die Polizei daher zu Ermittlungen verpflichtet, sobald sie von der Tat Kenntnis erlangt.
Daß wahrscheinlich dabei nichts herauskommt, ist leider die andere Seite der Angelegenheit.
Einer Kollegin wurden vor Jahren Fahrkarte und Bargeld aus dem unverschlossenen Spind gestohlen. Sie erstattete Anzeige und war bereit, diese zurückzuziehen, wenn sie das Diebesgut zurückerhält.
Das ging nicht, da es ein Offizialdelikt ist! Hätte der Täter das Gestohlene an sie zurückgegeben, hätte die Polizei die Bestohlene in Erzwingungshaft nehmen können, damit sie den Namen des Täters nennt. Der hätte in diesem Fall lediglich auf Strafmilderung wegen "tätiger Reue" hoffen können.
Ein hinkender Vergleich: Der geparkte Wagen meiner Frau wurde massiv beschädigt; der Täter flüchtete. Natürlich wurde das Verfahren eingestellt, da der Täter nicht zu ermitteln war. Aber die Anzeige hat die Polizei trotzdem aufgenommen.
Ein Polizist verriet mir privat, daß solche Fälle nur noch verwaltet werden, aber nicht ermittelt wird. Vielleicht ist das ja bei Krankenhausdiebstählen ähnlich.
Mich würde interessieren, ob die Polizei etwas unternommen hätte, wenn der Bestohlene Patient gewesen wäre.
 
Was mich auch noch interessieren würden: Angeblich wurde die besagte kollegin ja schon bereits einmal früher des Diebstahls überführt. Welche Konsequenzen erwuchsen sich daraus für sie ?
 
Hallo Rigator,
natürlich hätte ich eine Anzeige gegen Unbekannt erstatten können!
Das wollte ich aber eben wegen Deinen oben genannten Gründen nicht. Die Anzeige würde eingestellt werden.
Ich wollte sie überführen lassen, durch Fingerabdrücke auf meinem Portemonaie oder präparierte Geldscheine. Daraufhin erhielt ich ein müdes Lächeln von dem Polizisten.
Und die Sache mit Deiner Kollegin und der Erzwingungshaft!
Mein reden, dass Opfer wird zum Täter, sprich Erzwingungshaft.
Viele Grüße
Sanne


Tante Doll,
meine Kollegin wurde nicht angeblich, sondern definitiv überführt!
Es ergab sich nichts.
Es wurde mit ihr, der SL und SL-Vertretung gesprochen und gut war.
Meine Kollegin sprach mich sogar noch auf diese Sache an als wir gemeinsam auf unserer neuen Station anfingen. Es war ihr unangenehm, wahrscheinlich dachte sie, ich würde es dort weiter erzählen.

Eine positive Sache hat sich nun daraus ergeben. Meine Kollegen schließen inzwischen alle ihren Spind ab. Ihre Geldquelle ist versiegt, unsere Stationskasse ist in Sicherheit, unsere SL ist über diese Person informiert sollte einem Patienten etwas abhanden kommen, was aber noch nicht vorgekommen ist.
Sie weiß inzwischen, dass ich mir dessen bewusst bin, das sie bei meiner Tasche war. Kaum eine Reaktion. Sie wird zickig UNS gegenüber. Bald eskaliert die Sache. Schauen wir mal!
Einen schönen Abend
Sanne
 
Das heisst im KLartext, dass trotz eindeutiger Sachlage keinerlei Konsequenzen folgten, obwohl dies ein Grund für eine fristlose Kündigung ist. Ergo: Die Leitung in Eurem Haus tolleriert Diebstahl durch Angestellte !!! Wenn das die Polizei wüsste, würde wahrscheinlich noch müder gelächelt......
 
*ggggg* das woll ich wohl hoffenn *ggggg*

Elisabeth
 
Es wurde definitiv nichts gegen diese Person unternommen!
Damals bekam ich diese Geschichte auch nur am Rande mit. Die Kollegin hatte geklaut und es zugegeben.
Meine Freundin war damals die SLV, diesbezüglich hatte ich sie noch einmal befragt.
Es war genau so, wie beschrieben.
Da kann ich leider nichts mehr dran ändern, aber vielleicht kann ich an der jetzigen Situation etwas verändern. Unsere diebische Elster wird zur Zeit immer auffälliger, ich freue mich schon auf die Mitarbeiterbesprechung:):).
Viele Grüße
Sanne
 
Berichte wie es gelaufen ist, ich bin sehr gespannt
 
Unsere Mitarbeiterbesprechung ist erst nächste Woche!
Bin auch schon gespannt:)!
Zur Zeit ist besagte Kollegin krank.
Viele Grüße
Sanne
 
hallo ihr Lieben

ich kann es nicht ändern aber die Kollegin tut mir leid. Sie merkt doch, die Veränderung in der Atmosphäre, das Ignorieren von den Kollegen, die Spannungen im Team.
Und obwohl kein Beweis für die Schuld vorliegt wird sie als Schuldige hingestellt.

Jetzt ist sie krank, wo ist denn die Ursache?

Ich finde das einfach nicht richtig. Stellt euch doch mal vor sie hat hier mitgelesen.....

silverlady
 
Hallo Silerlady,
sie liest hier definitiv nicht mit!
Sie macht ihren Job und sonst nichts.
Sie hatte letztens Ärger mit einer weiteren Kollegin, da sie eine frisch hemiparetische junge Patientin einfach ans Waschbecken geschoben hat, ohne ihr zu helfen. Die Pat. saß hilflos und weinend im Bad, bis sie von einer weiteren Kollegin so vorgefunden wurde.
Das war nur ein Beispiel ihrer Pflege, sie hatte auch schon Gespräche mit unserer SL.
Also liest sie in ihrer Privatzeit garantiert hier nicht mit.
Nun ist sie erkältet, hätte eigentlich drei Nächte gehabt, hat aber schon vorher angekündigt, dass sie drei Nächte garantiert nicht machen kann.
Da ich die "Beklaute" bin und die ganzen Abläufe nicht so genau wiedergeben kann, weiß ich mit wem ich Dienste geschoben habe während ich bestohlen wurde.
Meine Kollegen wissen ja nicht, WER mich bestohlen hat, sondern nur DAS ich bestohlen wurde, bis auf meine SL.
Viele Grüße
Sanne
 
Hallo,
ich hätte nochmal eine Frage!
Zwar wollte ich zu diesem Thema nicht mehr viel schreiben, denn irgendwie habe ich das Gefühl an unserer Situation auf Station nicht mehr unternehmen zu können, als bisher geschehen.
Das hier keine Rechtsauskunft ist, ist mir schon bekannt, aber wie sieht es rein rechtlich gesehen mit dem Stationssparschwein aus. Der "Geldtopf", der bei uns im Dienstzimmer steht und in den Patienten zum Abschied ab-und zu etwas hinein stecken.
Rein rechtlich dürfen wir von den Patienten nichts annehmen, aber dieses Sparschwein exisitiert auf allen mir bekannten Stationen.
Nun wurden aus diesem Sparschwein 30 Euro "entwendet" (und täglich grüßt das Murmeltier).
Wer Dienst hatte, muss ich wohl nicht groß schreiben.
Inzwischen wissen einige Kollegen ebenso, wer der "Langfinger" ist, eben aus dieser Situation heraus. Ich habe NIE einen Namen genannt,nicht einmal, dass es eine Kollegin ist. Dieses Mal war unsere "Kollegin" sehr unvorsichtig.
Wie nun verfahren? Sich nochmal bei dem Betriebsrat informieren?
Polizei einschalten,obwohl dieses Sparschwein nicht existieren dürfte?
Langsam bin ich mit meinem Latein am Ende.
SL meint, wir hätten keine Zeugen, zwei weitere Kolleginnen wissen durch den Vorfall nun definitv wer es war und überlegen wie sie ihr legitim eine Falle stellen können.
Für einen guten Rat wäre ich wirklich dankbar!
Wahrscheinlich nerve ich inzwischen, da ich schon sehr wertvolle Tipps von Euch erhalten habe. Aber inzwischen könnte ich besagter Kollegin "den Hals umdrehen". Sie kommt einfach damit durch! Natürlich gibt es nie Zeugen.
Viele Grüße
Sanne
 
Hallo nochmals,
habe mir inzwischen die Frage selber beantwortet:)!
Habe eine der Kolleginnen angerufen, die eben auch darauf kam, dass es nur besagte "Kollegin" sein konnte.
Sie wird einen befreundeten Polizisten fragen, wie wir weiter vorgehen können und wenn möglich zu zweit Anzeige gegen Unbekannt erstatten und diesen Freund auch nochmal auf präparierte Geldscheine ansprechen.
Damit die von mir damals aufgesuchten Polizisten mich nicht wieder "belächeln"
Besser so, als gar nicht.
Viele Grüße
Sanne
 

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