Eine Kollegin stiehlt

Keiner ist selber Schuld, wenn er Opfer eines Verbrechens oder Vergehens wird!

Eben doch, denn ich greife deinen nächsten Punkt auf: Du schließt dein Auto nicht und gehst shoppen.
Auto ist weg. Kannst du mit etwas Pech selbst bezhalen (hängt von der Versicherungsform ab, und wird teilweise im Einzelfall noch anders entschieden).

Natürlich bin ich selbst schuld, wenn ich die Haustür, das Auto, den SpinT nicht abschließe!

Und damit will ich (@Touhy) nicht das Verbrechen rechtfertigen - aber wenn sich die Frau im Minirock, noch ohne Schlüpfer, breitbeinig auf die Parkbank legt, dann ja, ist auch sie selbst Schuld...
 
"Leichtsinnig" und "schuldig" sind zwei verschiedene Dinge.

Dürfte der Typ, der mit Deinem Auto davongefahren ist, es Deiner Meinung nach etwa behalten? Wäre Dein erster Gang nicht zur Polizei, sondern zum Autohändler? Das wage ich doch zu bezweifeln.

Einer Kollegin ist vor einigen Monaten der Geldbeutel aus dem nicht abgeschlossenen Spind geklaut worden, und auch wenn das mit ihre eigene Schuld war - wir haben hier einen abschließbaren Schrank für unsere Wertsachen - hat sie einen Teil des Geldes von der Versicherung erstattet bekommen.
 
Hallo Maniac,

dein Beitrag macht mich etwas wütend. Warum sollte die Frau auf der Parkbank selber schuld sein?

Beantworte mir bitte nur zwei Fragen:

Ist die 5jährige, die nackt vor ihrem Vater tanzt ebenfalls selbst schuld, wenn sie anschließend von ihm vergewaltigt wird?

Wie ist das mit Saunabesuch - da sind ja bekanntermaßen alle Nackt... dürfen dann deiner Meinung nach Frauen nicht hingehen, weil sie dort Gefahr laufen vergewaltigt zu werden?

Genau solche "Sprüche" und Ansichten von Leuten wie dir machen es Opfern von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung so schwer zu sprechen!

Egal wie man gekleidet oder nicht gekleidet ist.... es ist für einen Mann keine Einladung sich zu nehmen, was die Frau / das Kind nicht will!

Traurig über solche Ansichten

Jumanji
 
Und damit will ich (@Touhy) nicht das Verbrechen rechtfertigen - aber wenn sich die Frau im Minirock, noch ohne Schlüpfer, breitbeinig auf die Parkbank legt, dann ja, ist auch sie selbst Schuld...

Ich glaube, diese Aussage solltest du dringend zurücknehmen.

Von Vergewaltigung (synonym: Stuprum, veraltet: Notzucht) spricht man, wenn eine Person eine andere gegen ihren Willen unter Anwendung von Gewalt, durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder unter Ausnutzung einer Lage, in welcher das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist, zum Vollzug des Beischlafs (vaginale, orale oder anale Penetration) nötigt oder andere besonders erniedrigende sexuelle Handlungen vornimmt oder vom Opfer an sich vornehmen lässt, die mit dem Eindringen in den Körper (orale Penetration oder andere sexuelle Handlungen) verbunden sind (qualifizierte sexuelle Handlungen).
Vergewaltigung ? Wikipedia

Elisabeth
 
Sorry, wenn ich OT werde, aber dieses Kommentar hat mich sehr erschrocken und ich muss dazu was sagen.

@ Maniac:

Eine Frau/ein Kind/ein Mann ist niemals Schuld an seiner/ihrer Vergewaltigung, egal ob der Mann glaubt, es wurden eindeutige Signale ausgesendet (ich rede natürlich nicht von irgendwelchen SM-Spielchen, die mit beiderseitigen Einverstädnis einhergehen).
Und wenn jemand nackt herumhüpft, ist das keine Rechtfertigung für eine Vergewaltigung. Man kann verlangen, dass ein Mann seinen Sexualtrieb unter Kontrolle hat, egal unter welchen Bedingungen.

Gruß,
Lin
 
Eiei, wieso wird hier einem das Wort im Mund rum gedreht?

Ich sagte doch ganz eindeutig, schwarz auf weiß, dass ich nicht das Verbrechen rechtfertigen will, wenn ich sage, dass das Opfer eine Mitschuld hat.
Man kann verlangen, dass ein Mann seinen Sexualtrieb unter Kontrolle hat, egal unter welchen Bedingungen.
Klar kann man das. Und auch kann man verlangen, dass sich niemand an fremden Eigentum vergreift. Aber jeder weiß, dass Verbrechen existiert. Und wenn ich mein Geld nicht sichere, mich nackt auf ne Parkbank lege, mein Auto im Ghetto nicht abschließe, die Haustür offen stehen lassen - dann muss ich micht nicht wundern, wenn ich zum Opfer werde.

Damit sage ich nicht, dass es OK ist, bestohlen/vergeewaltigt zu werden (jetzt angekommen?), sondern ich sage, dass man selbst auch Mitsorge tragen muss, damit es nicht soweit kommt!
 
Und es bleibt dabei: Du sagst, dass das Opfer selber schuld ist und dem ist nicht so. Der Täter hat die Wahl zwischen Handeln oder Nichthandeln. Entweder er akzeptiert, dass der andere einen eigenen Willen/ persönliches Eigentum hat oder nicht.

Man kann sich bei einem hängenden Autoschlüssel auch entscheiden, dass Auto nicht zu stehlen. Man akzeptiert, dass es das Eigentum eines anderen ist.

Kriminelle Energie hängt nicht von den Offerten des Opfers ab. Zumal diese Offerten oft vom Opfer nicht als solche wahrgenommen werden.

Elisabeth
 
Es tut mir leid Maniac, aber man kann nicht immer verhindern, bestohlen zu werden oder vergewaltigt zu werden. Selbst wenn man immer seine 7Sachen einschließt oder sich nicht aufreizend kleidet, denn dann darf man auch keinem Menschen mehr vertrauen!

Ich bin von vermeintlichen Freunden beklaut worden, von der eigenen Familie! Wie soll man das verhindern?

Jumanji
 
@Elisabeth: Ich rede nicht vom Täter. Das soll keine Entschuldigung für den Täter sein (soll ichs nochmal in fett und groß schreiben?)!
Ich bin von vermeintlichen Freunden beklaut worden, von der eigenen Familie! Wie soll man das verhindern?
Das ist doch was Anderes und darum ging es heir nicht.
Deswegen auch deine komischen beispiele oben mit eigener Tochter und so.

Hier ging es nicht um Familie, sondern um wildfremde Menschen.
 
Hallo,
habe mit großem Interesse die Beiträge gelesen!
Na klar bin ich mit Schuld, dass streite ich nicht ab. Habe ja auch mein "Lehrgeld" dafür bezahlt.
Trotzdem und dabei bleibe ich: NIEMAND hat sich an fremdem Eigentum zu vergreifen! Absolut Niemand, ob ich nun meinen Schlüssel hängen lasse oder nicht!
Die Polizei gestern war übrigens nicht dafür zuständig, da anderes Bundesland, hat mir allerdings Tipps gegeben.
Samstag, vorher geht es leider nicht, fahren mein Mann und ich zu der zuständigen Dienststelle.
War gestern schon beim Betriebsrat um zu erfragen ob ich irgendeinen Dienstweg einhalten muss, bevor ich Anzeige oder sonst etwas erstatte oder unternehme.
Habe inzwischen das Gefühl das ich mich als "Opfer" auf allen Seiten absichern muss, damit ich nicht plötzlich als "Täter" dastehe.
Allerdings läuft nun alles seinen Gang, wenn auch schleppend.
Viele Grüße
Sanne
 
Was mich sehr erschreckt, dass deine Leitung offensichtlich den Umgang mit solchen Problemen nicht kennt und dich falsch berät.

Elisabeth
 
Kollegen sind keine meines Wissens keine Fremden und von daher vertraue ich da schon - zwar nicht blind, aber ein Mindestmaß ist doch für die Zusammenarbeit notwendig!

Jumanji
 
Trotzdem und dabei bleibe ich: NIEMAND hat sich an fremdem Eigentum zu vergreifen! Absolut Niemand, ob ich nun meinen Schlüssel hängen lasse oder nicht!
Richtig, sag ich ja.
Aber du hast das Risiko erhöht.
Wie der Raucher, der Lungenkrebs bekommt... (blöder Vergleich, aber passt halbwegs ;)

Kollegen sind keine meines Wissens keine Fremden und von daher vertraue ich da schon - zwar nicht blind, aber ein Mindestmaß ist doch für die Zusammenarbeit notwendig!
Soweit ich das in Erinnerung habe, war der Raum auch nicht verschlossen, und theoretisch konnten auch Pat dort hin.
 
Ein Patient nimmt sich nicht 50 Euro aus Geldbörse und lässt den Rest drin und legt die Tasche wieder ordentlich in den Spind!
Mein Spind liegt recht ungünstig, dazu müsste der Patient auf dem Boden "herumkrabbeln".
Meine Kollegin habe ich ja fast dabei ertappt, aber eben nur fast.
So, nun muss ich zur Arbeit und werde nicht vergessen meinen Spind abzuschließen:).
Einen schönen Tag noch.
Sanne
 
Sorry, da scheine ich ja eine schlimme Diskussion losgetreten zu haben.:cry:

Dabei wollte ich nur sagen, dass selbstverständlich keiner das Recht hat jemanden zu bestehlen o.ä. und natürlich ist kein Opfer Schuld, die liegt klar beim Täter (!), aber sich hinstellen, den Spind nicht abschließen (und sich wundern das Geld weg ist- die Menschen sind halt nicht nur gut und halten sich an Gesetze - noch nie falsch geparkt?) und ohne Beweise (!) jemanden beschuldigen, dass man von ihm beklaut wurde (von wegen, der hat ja schon mal und überhaupt ...) geht ebenfalls gar nicht! Keiner hat das Recht jemanden zu beschuldigen bzw. zu verurteilen, ohne Beweise zu haben. Vielleicht sollte man mal die Bälle flach halten. :-?
 
Hallo an Alle,
wollte noch einmal von nicht befriedigenden Ergebnissen berichten!
Die Polizei macht nichts!
Ich könnte Anzeige gegen Unbekannt erstatten, würde im Sande verlaufen.
Könnte auch besagte Kollegin namentlich des Diebstahls bezichtigen und anzeigen, dieses wiederum würde sie bestreiten und Anzeige würde eingestellt werden.
Alles weitere, wie Fingerabdrücke und präparierte Geldscheine wurde belächelt.
Eine Falle stellen darf ich ihr nicht!

Dann befragte ich meine Schwägerin, die bei der Justiz arbeitet.
Sollte ich Anzeige gegen die Kollegin erstatten, könnte dieses in meiner Peronalakte vermerkt werden. Mit dem entsprechenden Vermerk: Anzeige eingestellt. Würde sich nicht gut für mich machen.
Ebenso könnte es einen Vermerk in in der Personalakte meiner Kollegin geben.
Es kann alles so sein, muss aber nicht.
Meine Schwägerin rät mir eindringlich davon ab.
Ein vier Augengespräch mit der Kollegin ist ihrer Meinung nach ebenso ergebnislos.
Sie ist der Meinung, den Diebstahl bei der nächsten Mitarbeiterbesprechung mit Datum anzugeben, ohne Personenverdächtigung. Eine andere Vorgehensweise kommt ihrer Meinung nach nicht in Betracht.
Pech für mich und eventuell für meine Kollegen. Hoffentlich bleiben die Patienten verschont.
Habe schon bei den Kollegen angesprochen, dass die Schwesternkasse bitte nur noch für eine, oder höchstens zwei Personen zugänglich ist, da ich ein "besonderes Erlebnis" hinter mir hätte.
Da ich sonst absolut keine "Tratschtante" bin und auch nicht mit üblen Verdächtigungen um mich "werfe", wurde es sofort anstandslos umgesetzt.
So, das war es!
Warte nur noch auf die nächste Mitarbeiterbesprechung.
Viele Grüße
Sanne
 
Komisch- bei uns wurde vor Jahren der Täter mit den bunten Scheinen überführt. :gruebel: Oder war das noch zu DDR- Zeiten?

Elisabeth
 
Hallo Elisabeth,
ich habe wirkich keine Ahnung, was ich sonst noch unternehmen kann!
Habe alle Wege "abgeklappert" und habe genau diese Antwort von dem Polizisten erhalten. Diese Antwort mit den präparierten Geldscheinen, es war ein gnädiges Lächeln.
Ich müsste die Kollegin auf frischer Tat ertappen. Das wäre seiner Meinung nach die einzige Möglichkeit.
Ha, ha!
Ohne Zeugen?
Dann steht wieder Aussage gegen Aussage.
Viele Grüße
Sanne
 

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