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- 26.01.2026
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- Pflege
Das „Tote Zimmer“ und die Vorahnung
In meiner jahrelangen Arbeit im Altenheim habe ich eine Erfahrung gemacht, die ich kaum in Worte fassen kann.
Es gibt dieses eine Zimmer – ich nenne es das „Sterbezimmer“ oder „tote Zimmer“.
Die Bewohner bleiben dort meist nicht lange, oft versterben sie nach nur 4 bis 6 Wochen.
Das Unheimliche ist:
Etwa zwei bis drei Wochen, bevor ein Bewohner stirbt, spüre ich es.
Es ist, als ob eine Kraft, ein Wesen vor der Tür wartet.
Im Nachtdienst, wenn ich allein für 49 Bewohner zuständig bin und über den dunklen Flur blicken muss, passiert es: Ich spüre eine Berührung an der Schulter. Meine Nackenhaare stellen sich auf, ich bekomme Gänsehaut am ganzen Körper.
Das Gefuhl also der Sensenmann im Flur steht. Ich nehme dieses Wesen als den Tod selbst wahr, sprichwörtlich den Sensenmann, der dort geduldig ausharrt, um die Seele abzuholen.
Auch wenn ich die komplette Festbeleuchtung einschalte, um die Angst und Panik zu vertreiben, bleibt das Gefühl, beobachtet zu werden. Diese Präsenz weicht nicht von der Stelle, bis es soweit ist.
Ich habe das nicht nur im Heim erlebt. Auch im Krankenhaus bei einer Bekannten auf der Palliativstation spürte ich plötzlich nachts um 2 Uhr wieder diese Kälte und das Wissen: Der Tod ist jetzt da und wartet auf sie.
Zwei Wochen später verstarb sie.
Mein schwerster Abschied:
Der Tod an meinem Bett
Mein traumatischstes Erlebnis hatte ich jedoch privat. Im Dezember 2022 merkte ich, dass der Tod in mein eigenes Zuhause gekommen war.
Er saß am Fußende meines Bettes und schaute in Richtung des Kratzbaums meiner 17-jährigen Katze. Meine Katze starrte regungslos in diese Richtung, auf einen Punkt, an dem für Menschen nichts zu sehen war.
Drei Monate lang habe ich gekämpft. Ich habe Tränen vergossen, Unmengen an Geld für Tierärzte ausgegeben und versucht, den Tod auszutricksen. Kurzzeitig ging es ihr besser, aber am Ende war ihr Herz zu schwach.
Der Abschied beim Tierarzt war schrecklich – drei Versuche für die Nadel, ein Pappkarton als letztes Bett. Mein Herz ist damals zerbrochen.
Die Folgen:
Abschied von der Pflege
Seit diesem Vorfall hat sich etwas in mir verändert. Ein Teil von mir ist mitgestorben.
Ich kann nachts nicht mehr im Dunkeln schlafen und brauche ein Nachtlicht, das mich vor dem „bösen Mann“ schützt. Ich weiß meine Zeit ist noch nicht gekommen.
Ich habe nun den Entschluss gefasst: Ich kann und werde nicht mehr in der Pflege arbeiten.
Die Belastung, den Tod immer wieder so physisch wahrzunehmen, ist zu groß geworden.
Ich schreibe das hier, um zu fragen: Gibt es andere unter euch, die den Tod auch so deutlich spüren? Wie geht ihr damit um, wenn die Intuition zur Panik wird?
In meiner jahrelangen Arbeit im Altenheim habe ich eine Erfahrung gemacht, die ich kaum in Worte fassen kann.
Es gibt dieses eine Zimmer – ich nenne es das „Sterbezimmer“ oder „tote Zimmer“.
Die Bewohner bleiben dort meist nicht lange, oft versterben sie nach nur 4 bis 6 Wochen.
Das Unheimliche ist:
Etwa zwei bis drei Wochen, bevor ein Bewohner stirbt, spüre ich es.
Es ist, als ob eine Kraft, ein Wesen vor der Tür wartet.
Im Nachtdienst, wenn ich allein für 49 Bewohner zuständig bin und über den dunklen Flur blicken muss, passiert es: Ich spüre eine Berührung an der Schulter. Meine Nackenhaare stellen sich auf, ich bekomme Gänsehaut am ganzen Körper.
Das Gefuhl also der Sensenmann im Flur steht. Ich nehme dieses Wesen als den Tod selbst wahr, sprichwörtlich den Sensenmann, der dort geduldig ausharrt, um die Seele abzuholen.
Auch wenn ich die komplette Festbeleuchtung einschalte, um die Angst und Panik zu vertreiben, bleibt das Gefühl, beobachtet zu werden. Diese Präsenz weicht nicht von der Stelle, bis es soweit ist.
Ich habe das nicht nur im Heim erlebt. Auch im Krankenhaus bei einer Bekannten auf der Palliativstation spürte ich plötzlich nachts um 2 Uhr wieder diese Kälte und das Wissen: Der Tod ist jetzt da und wartet auf sie.
Zwei Wochen später verstarb sie.
Mein schwerster Abschied:
Der Tod an meinem Bett
Mein traumatischstes Erlebnis hatte ich jedoch privat. Im Dezember 2022 merkte ich, dass der Tod in mein eigenes Zuhause gekommen war.
Er saß am Fußende meines Bettes und schaute in Richtung des Kratzbaums meiner 17-jährigen Katze. Meine Katze starrte regungslos in diese Richtung, auf einen Punkt, an dem für Menschen nichts zu sehen war.
Drei Monate lang habe ich gekämpft. Ich habe Tränen vergossen, Unmengen an Geld für Tierärzte ausgegeben und versucht, den Tod auszutricksen. Kurzzeitig ging es ihr besser, aber am Ende war ihr Herz zu schwach.
Der Abschied beim Tierarzt war schrecklich – drei Versuche für die Nadel, ein Pappkarton als letztes Bett. Mein Herz ist damals zerbrochen.
Die Folgen:
Abschied von der Pflege
Seit diesem Vorfall hat sich etwas in mir verändert. Ein Teil von mir ist mitgestorben.
Ich kann nachts nicht mehr im Dunkeln schlafen und brauche ein Nachtlicht, das mich vor dem „bösen Mann“ schützt. Ich weiß meine Zeit ist noch nicht gekommen.
Ich habe nun den Entschluss gefasst: Ich kann und werde nicht mehr in der Pflege arbeiten.
Die Belastung, den Tod immer wieder so physisch wahrzunehmen, ist zu groß geworden.
Ich schreibe das hier, um zu fragen: Gibt es andere unter euch, die den Tod auch so deutlich spüren? Wie geht ihr damit um, wenn die Intuition zur Panik wird?