Corona und alle spielen verrückt

Jlo

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Jlo

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Corona-Lüge: Haben Kliniken im großen Stil bei Zahlen der Intensivbetten manipuliert? | BILD Live​

Das ist alles schon seid Monaten bekannt. Da war es aber alles Verschwörungstheorie.

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Martin H.

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Corona-Lüge: Haben Kliniken im großen Stil bei Zahlen der Intensivbetten manipuliert? | BILD Live​

Das ist alles schon seid Monaten bekannt.
Nö.

Da war es aber alles Verschwörungstheorie.
Ist es auch weiterhin...

 
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ludmilla

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Ich bin in meinem Job sehr nah dran an zahlreichen Kliniken Zu Beginn des ersten Lokdowns wurden die Kliniken massiv gedrängt, alle möglichen Ressourcen für mögliche Coronapatienten bereitzustellen. Das zusätzliche Bereitstellen von Intensivplätzen wurde mit je 50000€ bezuschusst. Ich weiß von mehreren Kliniken (durch Information der Mitarbeiter) wo die wegen nicht stattfindender OPs die OP-Räume als Intensivplätze gemeldet wurden um die 50000€ zu bekommen. Dass weniger Intensivbetten gemeldet sind, als zu Beginn der Pandem

Zudem ist es so, dass die Prüfquoten der Klinikrechnungen massiv reduziert wurden, d.h. die Kliniken können ihre DRGs ganz schön aufhübschen für höhere Erlöse und die tun das auch. Wie sonst ist zu erklären, dass die Kliniken in Pandemiezeiten trotz erheblich weniger Patienten eine deutliche Umsatzsteigerung zu verzeichnen haben.
Mir erschließt sich nicht, warum die Krankenkassen nicht das Recht haben alle auffälligen Rechnungen zu prüfen. Ich unterstelle jetzt mal, dass die fehlerhaften Rechnungen nicht absichtlich falsch sind, sondern versehentlich oder wegen unterschiedlicher Interpretation der Richtlinien erstellt wurden. Aber eine Prüfung muss erlaubt sein. Und dass passiert derzeit nur sehr eingeschränkt. Die Kliniken sind nicht immer die Leidtragenden.
An der Pandemie haben einige Kliniken ganz schön verdient.
Dass die Pflegekräfte und das ärztliche Personal richtig geackert haben stelle ich nicht in Frage, aber die Institution Klinik hat auch richtig verdient, an den zusätzlich gemeldeten Intensivplätzen und dem Ausgleichsbeitrag (mehrere 100€) für jedes freigehaltene Bett für einen Corona-Patienten. Dieser Ausgleichsbetrag lag auf jeden Fall über dem Betrag, den man mit einem realem Patienten ohne Corona hätte erwirtschaften können.

Nicht alles ist Verschwörungstheorie, was einem nicht gefällt.

 
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Martin H.

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Ich weiß von mehreren Kliniken (durch Information der Mitarbeiter)
Jaja, die ominösen "Insiderinformationen" durch die berühmte Pflegekraft, die dann immer gerne aus dem Hut gezaubert wird, um solche Behauptungen zu belegen! :mrgreen:

Na dann nenne doch einfach mal Roß und Reiter: Welche Kliniken sollen das gewesen sein? Wer behauptet das?
Aber natürlich wirst Du uns das hier nicht nennen, denn die Ärmsten sind ja massiv gefährdet und können das öffentlich nicht sagen. :cry: Leben wir doch schließlich in einer Dikatur! :besserwisser:

Dann kann ich nur entgegnen, daß diese Mitarbeiter (wenn es sie denn tatsächlich geben sollte) ziemlich blöde sein müssten; denn sie würden an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen, da es ja nur in ihrem eigenen Interesse wäre, daß ihr Arbeitgeber genügend Einnahmen hat, schließlich hängen davon ja auch ihre Arbeitsplätze und ihre Löhne ab.
Dass weniger Intensivbetten gemeldet sind, als zu Beginn der Pandem
Gähn. :roll: Das Thema wurde doch nun schon oft genug durchgekaut und erläutert:

Nicht alles ist Verschwörungstheorie, was einem nicht gefällt.
Umgekehrt wird ein Schuh draus.

Daß es in einzelnen Fällen durchaus zu Betrug gekommen sein mag, bestreitet niemand und wird sogar im Spiegel-Link weiter oben erwähnt:

"Andererseits sind Vorwürfe, dass manche Kliniken die staatlichen Subventionen ausnutzen, nicht komplett neu und könnten durchaus einen wahren Kern enthalten. Der SPIEGEL etwa berichtete im Februar vom Fall einer Klinik in Niedersachsen, die sich 1,3 Millionen Euro Fördermittel für Intensivbetten sicherte, diese den Recherchen zufolge aber gar nicht anschaffte. Vorgänge wie diese bemängelt Schrappe in seinem Thesenpapier. Allerdings fehlen darin Daten und Zahlen, die das Angedeutete als strukturelles Problem belegen."

Auch in anderen Fällen gab es Leute, die entweder schlicht Mist gebaut oder aber sich an der Pandemie schamlos bereichert haben: Maskenhersteller, die minderwertige und überteuerte Ware geliefert haben; Politiker, die bei diesen Spielchen mitgespielt und z. T. gut mitverdient haben; Testzentren, die nicht durchgeführte Tests abrechnen; ein Gesundheitsminister, der sich "irgendwie" durchwurschtelt, anstatt sich richtig zu kümmern usw.

Nur daß hier generell im großen Stil durchgängig betrogen und manipuliert wurde, ist ganz einfach eine haltlose Unterstellung, aus der sich dann manche gerne ihre große Weltverschwörung basteln.
 

Maniac

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Ich bin in meinem Job sehr nah dran an zahlreichen Kliniken Zu Beginn des ersten Lokdowns wurden die Kliniken massiv gedrängt, alle möglichen Ressourcen für mögliche Coronapatienten bereitzustellen. Das zusätzliche Bereitstellen von Intensivplätzen wurde mit je 50000€ bezuschusst. Ich weiß von mehreren Kliniken (durch Information der Mitarbeiter) wo die wegen nicht stattfindender OPs die OP-Räume als Intensivplätze gemeldet wurden um die 50000€ zu bekommen. Dass weniger Intensivbetten gemeldet sind, als zu Beginn der Pandem

Zudem ist es so, dass die Prüfquoten der Klinikrechnungen massiv reduziert wurden, d.h. die Kliniken können ihre DRGs ganz schön aufhübschen für höhere Erlöse und die tun das auch. Wie sonst ist zu erklären, dass die Kliniken in Pandemiezeiten trotz erheblich weniger Patienten eine deutliche Umsatzsteigerung zu verzeichnen haben.
Mir erschließt sich nicht, warum die Krankenkassen nicht das Recht haben alle auffälligen Rechnungen zu prüfen. Ich unterstelle jetzt mal, dass die fehlerhaften Rechnungen nicht absichtlich falsch sind, sondern versehentlich oder wegen unterschiedlicher Interpretation der Richtlinien erstellt wurden. Aber eine Prüfung muss erlaubt sein. Und dass passiert derzeit nur sehr eingeschränkt. Die Kliniken sind nicht immer die Leidtragenden.
An der Pandemie haben einige Kliniken ganz schön verdient.
Dass die Pflegekräfte und das ärztliche Personal richtig geackert haben stelle ich nicht in Frage, aber die Institution Klinik hat auch richtig verdient, an den zusätzlich gemeldeten Intensivplätzen und dem Ausgleichsbeitrag (mehrere 100€) für jedes freigehaltene Bett für einen Corona-Patienten. Dieser Ausgleichsbetrag lag auf jeden Fall über dem Betrag, den man mit einem realem Patienten ohne Corona hätte erwirtschaften können.

Nicht alles ist Verschwörungstheorie, was einem nicht gefällt.

Und nicht alles ist so, wie du es sagst (was heißt nicht alles, deine angeblichen persönlichen Erfahrungen, mit Meldung von OP-Sälen als Intensivbett usw. kann man ja nur abnicken)

Von einfacher Rechnungsprüfung kann ja gar keine Rede sein.
Die Rechnung wird geprüft, in dem die Akte angefordert wird.

Fehlen zwei Visitenkürzel, werden die Tage gestrichen, fehlt auf einem mit 112 Handzeichen versehenen Bewegungs/isolationsprotokoll zwei Kürzel, wird gekürzt, gehen die Patienten nicht ad hoc zurück ins Heim, weil die Heime Wieder-Aufnahmen mit Covid 19 verweigern - liegt der Patient 3 weitere Tage vor Ort - die dann einfach nicht bezahlt werden.
"Rechnungsprüfung" ist eine Schikane, die durchgeführte(!) Leistungen streicht, weil sie dem MDK nicht notwendig erscheinen. Es geht hier ja nicht darum, dass Leistungen abgerechnet werden, die nicht erbracht wurden!

Die mehreren 100 Euro sind nicht annähernd kostendeckend und erbringen nur einen Bruchteil der Erlöse, die ein Patient bringt!
Außerdem werden nicht pauschal freie Betten hiermit ausgeglichen, wie im Artikel behauptet, sondern im Vergleich zu 2019, weniger belegte Betten.
Hatte man dort noch ein schwaches Jahr oder hat man sich (wie wohl jedes KH) in 2020 weiterentwickelt, auch mit höheren Kosten, wird hier ein zusätzliches Gap gerissen.

Und sicher, gibt es irgendwo auch mal einen Betrüger, der sich irgendwie eine Regelung zu Nutze macht. Wie im privaten, wie in der Baubranche, wie überall.
Aber hier wird ja pauschal gewettert...
 

ludmilla

Poweruser
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Na dann nenne doch einfach mal Roß und Reiter: Welche Kliniken sollen das gewesen sein? Wer behauptet das?
Aber natürlich wirst Du uns das hier nicht nennen, denn die Ärmsten sind ja massiv gefährdet und können das öffentlich nicht sagen. :cry: Leben wir doch schließlich in einer Dikatur! :besserwisser:

Dann kann ich nur entgegnen, daß diese Mitarbeiter (wenn es sie denn tatsächlich geben sollte) ziemlich blöde sein müssten; denn sie würden an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen, da es ja nur in ihrem eigenen Interesse wäre, daß ihr Arbeitgeber genügend Einnahmen hat, schließlich hängen davon ja auch ihre Arbeitsplätze und ihre Löhne ab.

Gähn. :roll: Das Thema wurde doch nun schon oft genug durchgekaut und erläutert:


Umgekehrt wird ein Schuh draus.

Daß es in einzelnen Fällen durchaus zu Betrug gekommen sein mag, bestreitet niemand und wird sogar im Spiegel-Link weiter oben erwähnt:

"Andererseits sind Vorwürfe, dass manche Kliniken die staatlichen Subventionen ausnutzen, nicht komplett neu und könnten durchaus einen wahren Kern enthalten. Der SPIEGEL etwa berichtete im Februar vom Fall einer Klinik in Niedersachsen, die sich 1,3 Millionen Euro Fördermittel für Intensivbetten sicherte, diese den Recherchen zufolge aber gar nicht anschaffte. Vorgänge wie diese bemängelt Schrappe in seinem Thesenpapier. Allerdings fehlen darin Daten und Zahlen, die das Angedeutete als strukturelles Problem belegen."

Auch in anderen Fällen gab es Leute, die entweder schlicht Mist gebaut oder aber sich an der Pandemie schamlos bereichert haben: Maskenhersteller, die minderwertige und überteuerte Ware geliefert haben; Politiker, die bei diesen Spielchen mitgespielt und z. T. gut mitverdient haben; Testzentren, die nicht durchgeführte Tests abrechnen; ein Gesundheitsminister, der sich "irgendwie" durchwurschtelt, anstatt sich richtig zu kümmern usw.

Nur daß hier generell im großen Stil durchgängig betrogen und manipuliert wurde, ist ganz einfach eine haltlose Unterstellung, aus der sich dann manche gerne ihre große Weltverschwörung basteln.
Natürlich werde ich dir hier öffentlich gar nichts beweisen können,
aber sei es drum. Die Regierung will das scheinbar nicht überprüfen. Und ob im großen Stil betrogen wurde, hängt davon ab, wie man das interpretiert. Ein oder zwei gemogelte Betten, 10 oder 100! Ich finde bereits ein Bett zu viel aber natürlich kann man gnädiger mit den Kliniken sein und mehr dazumogeln akzeptieren.
Schaut man heute in die gängigen Medien, ist das Thema „Schwindel mit den Intensivbetten“ überall Thema. Der Rechnungshof hat hier Auffälligkeiten angemerkt und die Regierung müsste das rechtl. überprüfen lassen. Da gibt es Hinweise genug, muss man sich nur ansehen!

Von einfacher Rechnungsprüfung kann ja gar keine Rede sein.
Die Rechnung wird geprüft, in dem die Akte angefordert wird.

Fehlen zwei Visitenkürzel, werden die Tage gestrichen, fehlt auf einem mit 112 Handzeichen versehenen Bewegungs/isolationsprotokoll zwei Kürzel, wird gekürzt, gehen die Patienten nicht ad hoc zurück ins Heim, weil die Heime Wieder-Aufnahmen mit Covid 19 verweigern - liegt der Patient 3 weitere Tage vor Ort - die dann einfach nicht bezahlt werden.
"Rechnungsprüfung" ist eine Schikane, die durchgeführte(!) Leistungen streicht, weil sie dem MDK nicht notwendig erscheinen. Es geht hier ja nicht darum, dass Leistungen abgerechnet werden, die nicht erbracht wurden!
Doch es geht um Rechnungsprüfung, eine ganz einfache! In Pandemiezeiten dürfen die Krankenkassen nur 5% der Krankenhaus-Rechnungen prüfen, auch wenn ihnen deutlich mehr auffällig erscheinen. Ja klar wurden die Leistungen erbracht, aber wenn es gar nicht nötig war sie zu erbringen. Aufnahmen für potenziell ambulant zu erbringende Diagnostik erfolgen doch nicht deshalb weil es nötig ist, sondern weil man damit für relativ wenig Aufwand (neben der reinen Diagnostik) einen relativ hohen Erlös bekommt. Viele präopetative Aufnahmen wäre durch vorstationäre Planung zu vermeiden. Wenn deine KGZ-Werkstatt irgendeine Leistung erbringt ohne dass sie nötig ist, bezahlst du die doch auch nicht.
Und ja, ist eine Leistung (Visite, Pflege, Diagnostik) nicht nachgewiesen, wird entsprechend gestrichen!

Bei den Rechnungsprüfungen geht es um unser aller Beiträge und Geld! Und da halte ich die Prüfung durch den MDK für wichtig und passiert meiner bescheidenen Meinung nach deutlich zuwenig!
Und die pflegerische Versorgung wird seit letztem Jahr auch bezahlt, wenn theoretisch die Entlassung oder Verlegung möglich wäre, aber die Anschlussversorgung noch nicht geklärt werden konnte.
 

-Claudia-

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wo die wegen nicht stattfindender OPs die OP-Räume als Intensivplätze gemeldet wurden
Bei uns, und wahrscheinlich nicht nur dort, wurden OP-Säle und der Aufwachraum als Intensivstation genutzt.
 

ludmilla

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Bei uns, und wahrscheinlich nicht nur dort, wurden OP-Säle und der Aufwachraum als Intensivstation genutzt.
Das ist ja auch ok, weil die notwendigen Geräte da schon stehen. Monitoring, Respirator, infusiomaten usw. Aber dafür 50000€ vom Staat ist nicht nötig, es wurde ja wahrscheinlich nichts Neues angeschafft. Von mir aus sollen sie die tatsächlichen Kosten erhalten, aber doch nicht 50000€ mit der Gießkanne für bereits ausgestattete Beatmungsplätze in OP und Aufwachraum. Das ist Geldverschwendung in Vollendung!
 

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