Corona: Silberstreif?

DieFranzösin

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Man darf sich nicht irritieren lassen von den hohen Zahlen der kumulativen Fälle. Ausser in den USA sind die Zahlen der Patienten auf Reha/Todesraten/Neuinfektionen eher gleichbleibend oder sogar tendenziell rückläufig, während die Zahlen der Heilungen steigen:
Die Seite ist auf Französisch, aber weiter unten sind Diagramme und Kurven mit Zahlen und Statistiken von gestern, nicht nur in Frankreich, international.
Ich denke mal, da zeigt die Ausgangssperren Wirkung.
 

einer

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Verfolge die Zahlen auch.
Auch in Deutschland steigen die Zahlen langsamer und die "effektiv"-Infizierten-Zahlen stagnieren. Nach Ostern wird man es genauer sehen.
Man muss sich aber bewusst machen, das es noch Monate Dauer wird, bis wir wieder im "Vor-Corona-Modus" sind.
Ich befürchte, das viele das immer noch nicht sehen.

LG Einer
 

-Claudia-

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Das RKI ist noch zurückhaltend. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Wir bekommen die Zahlen der Region; bei uns sinkt die Zahl der Neuinfektionen ebenfalls, aber erst seit zwei Tagen. Da von einem Trend zu sprechen ist noch ein bißchen früh.

Und man muss sich fragen, was passiert, wenn die Ausgangsbeschränkungen (-sperren gibt's in Deutschland nur in einigen wenigen Orten) gelockert werden.
 
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malu68

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Auf lange Sicht werden wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben ohne die Volkswirtschaft zu ruinieren und ohne die Menschen in die Isolation zu schicken. Das erzeugt auf lange Sicht nur kaputte Existenzen und Neurosen.
Das Virus wird weiter aktiv bleiben und gerade für die ältere Generation gefährlich bleiben.
Hier ist die Politik und das BGM gefragt, ein normales Leben zu ermöglichen, Informationen ohne übermäßige Panik zu verbreiten und darüber hinaus jeder einzelne seiner Verantwortung gerecht zu werden.
Dazu gehören vielleicht in Zukunft Schulungen in puncto Hygiene, die mMn Not tun, weil ich mich gerade heute wieder davon überzeugen konnte, dass die Leute beim Einkaufen zwar Handschuhe tragen und auch alles mögliche anfassen, sich dann anschliessend aber einen Cafe to go beim Bäcker holen und mit genau diesen Handschuhen den Deckel des Bechers rundum feste andrücken, bevor sie sich den Becher an den Mund führen....:wut: Jegliches Bewusstsein für Hygiene fehlt,.... und das sehe ich täglich, sowohl im Alltag als auch bei Pat im KH...
Die Leute sind verunsichert und denken nicht mehr rational..... Angst lähmt sie.... das ist mMn nicht gesund.... für die Wirtschaft nicht und für das Sozialverhalten schon mal gar nicht....
 

Martin H.

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Ausser in den USA sind die Zahlen der Patienten auf Reha/Todesraten/Neuinfektionen eher gleichbleibend oder sogar tendenziell rückläufig, während die Zahlen der Heilungen steigen:
Bei euch in Frankreich vielleicht und auch in einigen anderen Ländern; bei uns in D ist m. W. der Gipfel noch nicht erreicht.
Euch (sowie Spanien und Italien) hat es auch wesentlich heftiger getroffen als uns.
Die Seite ist auf Französisch, aber weiter unten sind Diagramme und Kurven mit Zahlen und Statistiken von gestern, nicht nur in Frankreich, international.
Danke, das Wesentliche konnte ich schon verstehen (nur "guérisons" mußte ich googeln).:wink1:
Auf lange Sicht werden wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben ohne die Volkswirtschaft zu ruinieren und ohne die Menschen in die Isolation zu schicken. Das erzeugt auf lange Sicht nur kaputte Existenzen und Neurosen.
Das Virus wird weiter aktiv bleiben und gerade für die ältere Generation gefährlich bleiben.
Hier ist die Politik und das BGM gefragt, ein normales Leben zu ermöglichen, Informationen ohne übermäßige Panik zu verbreiten und darüber hinaus jeder einzelne seiner Verantwortung gerecht zu werden.
Soweit ich weiß, ist die Pandemie gestoppt, wenn die Bevölkerung 60 - 70% Durchseuchung aufweist und damit "Herdenimmunität".
Oder es wird eine Impfung entwickelt, so wie bei Influenza.
Auf Dauer mit Ausgangs-/Kontaktsperren und Vermummung (u. a. überzogenen Hygienemaßnahmen) zu leben halte ich für unmöglich (bitte nicht falsch verstehen - ich spreche nicht vom jetzigen Ausnahmezustand, sondern vom Normalzustand!).
 

malu68

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Soweit ich weiß, ist die Pandemie gestoppt, wenn die Bevölkerung 60 - 70% Durchseuchung aufweist und damit "Herdenimmunität".
Oder es wird eine Impfung entwickelt, so wie bei Influenza.
Auf Dauer mit Ausgangs-/Kontaktsperren und Vermummung (u. a. überzogenen Hygienemaßnahmen) zu leben halte ich für unmöglich (bitte nicht falsch verstehen - ich spreche nicht vom jetzigen Ausnahmezustand, sondern vom Normalzustand!).
Ja das sehe ich genau so. Ich halte auch diese MNS und Handschuh Geschichten für Humbug. Regelmäßiges Händewaschen vor und nach dem Verlassen des Hauses und auch die Abstandsregeln sind mE sinnvoller als MNS. Die Leute benutzen sowohl MNS und HS unsachgemäß und steigern somit nur die Übertragung....
Die Abflachung der Kurve zur Entlastung des Gesundheitssystems macht ja auch Sinn, aber insgesamt denke ich, dass nicht weniger Leute erkranken und auch nicht weniger Leute sterben.. Deswegen meine ich, wir müssen lernen mit Corona zu leben. Genauso wie wir it Influenza leben..... es ist halt mal wieder eine Erkrankung hinzu gekommen, an der Leute versterben. Genauso wie damals Anfang der 80er das HI-Virus kam... auch damit haben wir gelernt zu leben.
Der Mensch hat keine natürlichen Feinde mehr, die Medizin wird immer besser, viele meinen, es darf heute ja niemand mehr sterben, weil die Medizin (fast) alles kann.... woran sollen Menschen denn noch sterben? Also kommen hin und wieder neue Feinde in Form von Krankheiten hinzu, damit die Erde nicht irgendwann zusammenbricht....
 

Leander

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Wenn die Kontaktsperren jetzt aufgehoben werden, haben wir nur eine rechtsverschiebung der Kurven.
Die Zahlen der Neuinfektionen werden wieder exponentiell ansteigen, statt linear wie bisher.
Die bisherigen Maßnahmen werden damit ad absurdum.
 
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ludmilla

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Wenn die Kontaktsperren jetzt aufgehoben werden, haben wir nur eine rechtsverschiebung der Kurven.
Die Zahlen der Neuinfektionen werden wieder exponentiell ansteigen, statt linear wie bisher.
Die bisherigen Maßnahmen werden damit ad absurdum.
Das hat aber nichts damit zutun, dass uns der Gipfel der Erkrankten unter den bestehenden Maßnahmen noch bevorsteht.
Das sagt u.a. das RKI. Unter den Maßnahmen geht die Zahl der Neuinfektionen zurück, viele sind bereits auch wieder geheilt.Es sind bereits mehr als 2 Wochen Kontaktsperren in Kraft, noch länger bereits die Schulen zu. Wenn die Zahlen der Neuinfizierten jetzt nicht zurückgingen, wäre das doch alles umsonst.
 
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Ja das sehe ich genau so. Ich halte auch diese MNS und Handschuh Geschichten für Humbug. Regelmäßiges Händewaschen vor und nach dem Verlassen des Hauses und auch die Abstandsregeln sind mE sinnvoller als MNS. Die Leute benutzen sowohl MNS und HS unsachgemäß und steigern somit nur die Übertragung....
Die Abflachung der Kurve zur Entlastung des Gesundheitssystems macht ja auch Sinn, aber insgesamt denke ich, dass nicht weniger Leute erkranken und auch nicht weniger Leute sterben.. Deswegen meine ich, wir müssen lernen mit Corona zu leben. Genauso wie wir it Influenza leben..... es ist halt mal wieder eine Erkrankung hinzu gekommen, an der Leute versterben. Genauso wie damals Anfang der 80er das HI-Virus kam... auch damit haben wir gelernt zu leben.
Der Mensch hat keine natürlichen Feinde mehr, die Medizin wird immer besser, viele meinen, es darf heute ja niemand mehr sterben, weil die Medizin (fast) alles kann.... woran sollen Menschen denn noch sterben? Also kommen hin und wieder neue Feinde in Form von Krankheiten hinzu, damit die Erde nicht irgendwann zusammenbricht....
na, ganz so einfach sehe ich das nicht. Es sterben weniger Menschen, weil wir die Kurve flach halten konnten bisher und weil das Gesundheitssystem eben nicht ueberlastet wurde/wird. Es koennen viele gerettet werden weil die Intensivstationen nicht zusammenbrechen wie in Italien, Spanien und Frankreich. Wir hatten die Chance rechtzeitig gegen zu steuern und dadurch Menschenleben zu retten.
Natuerlich muessen wir lernen mit Corona zu leben, vermutlich. Aber es wird, hoffentlich bald, eine Impfung geben. So koennen sich Risikogruppen, wie zum Beispiel meine Eltern, impfen lassen. Wie bei der Influenza auch.

Wie wir gerade sehen, hat der Mensch noch genug natuerliche Feinde. Sei es die Viren, sei es selbstgebastelte multiresistente Keime. Oder eben er selbst ist sich der groesste Feind.
 
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matras

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Warten wir mal ab, ob unsere lieben Mitbürger sich über Ostern (als traditionelles Familienfest) an die Ausgangsbeschränkungen, social distancing etc. halten. Sonst erleben wir eben 14 Tage nach Ostern eine Überraschung wenn die Erkrankungszahlen durch die Decke gehen. Insbesondere wenn jetzt Äußerungen epidemiologisch halbgebildeter den Leute vorgaukeln wir seien überm Berg!
Die Impfung, so sie denn kommt, wird - auch wie bei Influenza - nur von wenigen wahrgenommen werden!
 
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Martin H.

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Wieso denkst du das? Dann hätten die ganzen Kontaktsperren doch nichts gebracht.....:gruebel:
Doch.
Der Witz ist ja, die Kurve abflachen zu lassen, damit nicht alle auf einmal krank werden und die Kapazitäten des Gesundheitssystems sprengen.
In Spanien, Italien und Frankreich ist aber wohl genau das passiert.
Die haben möglicherweise das Schlimmste schon hinter sich; aber zu welchem Preis...?
Daher bin ich auch etwas anderer Meinung als malu:
Wir werden weniger Tote haben.
Infizierte vielleicht gleich viel, kommt dann aber drauf an, ob‘s evtl. irgendwann in naher Zukunft eine Impfung geben wird.
 

DieFranzösin

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Man sollte das wertungsfrei sehen, bitte. Niemand ist hier "besser" oder "schlechter". Wir kämpfen alle mit dieser Plage, und nur Disziplin hilft uns da durch, darüber sind wir uns ja alle wohl einig?

@matras Deinen Ton als Mod finde ich bedenklich.

Hier nochmal die neuesten Schemata aus der "Financial Times" - eine "epidiomologisch halbgebildete Quelle", @matras ? Vielleicht solltest Du dir mal die Mühe machen, unsere Quellen hier zu hinterfragen. Die kommen selten von der Bildzeitung.
 
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ludmilla

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Aber die Zahl der Neuinfizierten sinkt doch und es sind schon mehr als 30000 genesen. Also wirkt die Kontaktsperre!
Wieso sollte dann noch ein neuer Gipfel kommen, wenn die Kontaktsperre noch mind. 10 Tage (eher länger) gilt?
Das veröffentlichen reiner Infiziertentzahlen ist doch völlig unsinnig, wenn davon schon wieder 25% wieder geheilt sind!
Man zählt doch auch bei anderen Infektionskrankheiten nicht alle bei denen jemals die Infektion nachgewiesen wurde. Wozu ist das gut? Um es dramatischer wirken zu lassen?

Dass Italien und Spanien soviele Tote haben lässt sich nicht an den getroffenen Maßnahmen erklären. In Spanien und Italien gibt es komplette Ausgangssperren, die sind rigoroser als wir. Deshalb erschliesst sich mir die Angst vor einem Gipfel unter den derzeitigen Maßnahmen nicht. Natürlich nur wenn sich daran gehalten wird.
 

-Claudia-

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Es sterben weniger Menschen, weil wir die Kurve flach halten konnten bisher und weil das Gesundheitssystem eben nicht ueberlastet wurde/wird. Es koennen viele gerettet werden weil die Intensivstationen nicht zusammenbrechen wie in Italien, Spanien und Frankreich. Wir hatten die Chance rechtzeitig gegen zu steuern und dadurch Menschenleben zu retten.
Eben.
 
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supetrosu

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Dass Italien und Spanien soviele Tote haben lässt sich nicht an den getroffenen Maßnahmen erklären. In Spanien und Italien gibt es komplette Ausgangssperren, die sind rigoroser als wir. Deshalb erschliesst sich mir die Angst vor einem Gipfel unter den derzeitigen Maßnahmen nicht. Natürlich nur wenn sich daran gehalten wird.
sie haben zu spät reagiert. Deutschland und die Schweiz hatten den "Vorteil", das sie vorgewarnt waren. Sie konnten sich besser vorbereiten. Und haben gesehen, was passiert wenn man es nicht tut. Italien, Frankreich und Spanien haben zu spät angefangen mit den Sperrungen. Und England hat es nicht ernst genommen und auch zu spät reagiert.
 
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malu68

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Der Witz ist ja, die Kurve abflachen zu lassen, damit nicht alle auf einmal krank werden und die Kapazitäten des Gesundheitssystems sprengen.
In Spanien, Italien und Frankreich ist aber wohl genau das passiert.
Die haben möglicherweise das Schlimmste schon hinter sich; aber zu welchem Preis...?
Daher bin ich auch etwas anderer Meinung als malu:
Wir werden weniger Tote haben.
Infizierte vielleicht gleich viel, kommt dann aber drauf an, ob‘s evtl. irgendwann in naher Zukunft eine Impfung geben wird.
Du hast insofern Recht, dass die, die durch eine Beatmung geheilt werden könnten, mit einer Abflachung der Kurve gerettet werden können. Aber es sterben auch viele trotz Beatmung durch Vorerkrankung etc..... und die werden jetzt eben später infiziert und auch sterben.
Dafür werden aber auch viele als Corona-Opfer enden, wenn sie feststellen, dass sie vor den Trümmern ihrer Existenz stehen.

Versteht mich nicht falsch, es ist schwierig, diese Gedanken schriftlich zu verbalisieren und nicht in einer realen Diskussion. Ich finde die Distanzregeln richtig und auch verstärkte Hygienemaßnahmen sind nötig. Aber bevor man einen lock-down initiiert, hätte man vielleicht darüber nachdenken sollen, wo wirklich eine Ansteckungsgefahr besteht und wo nicht. Es ist zB keine Übertragung bei einem Friseur bekannt geworden, trotzdem muss der Friseur schließen. Die Physiopraxis hat aber offen..... (Hausbesuche wären da doch ggf sinnvoller mit entsprechendem Schutz) Und wieso ist Reitunterricht (Einzel - oder Kleingruppe) verboten?
Viele Verbote und Regeln sind scheinbar willkürlich und inkonsequent.
Diese ganzen Maßnahmen retten nicht nur Menschenleben, sie fordern auch auf einer anderen Ebene Menschenleben....

Man darf, mMn nicht nur die gesundheitspolitischen Aspekte sehen, sondern muss auch die wirtschaftlichen Auswirkungen im Blick behalten.
 
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Mit solchen frohen Botschaften wäre ich extrem vorsichtig. Man wartet hier nur darauf, jede Lockerung als Beleg zu nehmen, wieder wie vor Corona leben zu dürften. Wenn ich aus dem Fenster schau, sehe ich bei diesem schönen Wetter mehr Leute auf der Straße als vor Corona. Und die wenigsten tragen MNS oder halten den Abstand ein, als würden sie demonstrativ so Widerstand gegen die Pandemie zeigen ("Das kann uns nix!").

Auf lange Sicht werden wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben ohne die Volkswirtschaft zu ruinieren und ohne die Menschen in die Isolation zu schicken. Das erzeugt auf lange Sicht nur kaputte Existenzen und Neurosen.
Das Virus wird weiter aktiv bleiben und gerade für die ältere Generation gefährlich bleiben.
Ich hoffe auf einen Impfstoff, der, um Engpässe zu vermeiden, vorrangig an Risikopatienten vergeben wird.
 
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ludmilla

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Mit solchen frohen Botschaften wäre ich extrem vorsichtig. Man wartet hier nur darauf, jede Lockerung als Beleg zu nehmen, wieder wie vor Corona leben zu dürften. Wenn ich aus dem Fenster schau, sehe ich bei diesem schönen Wetter mehr Leute auf der Straße als vor Corona. Und die wenigsten tragen MNS oder halten den Abstand ein, als würden sie demonstrativ so Widerstand gegen die Pandemie zeigen ("Das kann uns nix!").
Das erlebe ich komplett anders. Ich erlebe auf den Straßen deutlich weniger Leute, habe Anfang der Woche in einer deutschen Großstadt in NRW mitten im Zentrum Fotos gemacht, die gespenstisch sind. Kein Auto, nur sehr vereinzelt Fußgänger.

Und wenn ich beim Waldspaziergang sehr viele Menschen mit MNS und teilweise sogar mit den hochwertigen Masken die den Ärzten und Pflegekräften vorbehalten sein sollten sehe, dann fasse ich mir an den Kopf. Das ist in meinen Augen paranoid!

Das mit dem Abstand halten sehe ich auch, aber mal ehrlich...., wenn ich nur kurz an jemanden beim Spaziergang oder joggen vorbeigehe, ist die Ansteckungsgefahr gleich null!
 

Martin H.

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Und wenn ich beim Waldspaziergang sehr viele Menschen mit MNS und teilweise sogar mit den hochwertigen Masken die den Ärzten und Pflegekräften vorbehalten sein sollten sehe, dann fasse ich mir an den Kopf. Das ist in meinen Augen paranoid!
Allerdings!! :daumen:
Genau das meinte ich weiter oben mit „überzogenen Hygienemaßnahmen“.
Die sollen die knappe Schutzausrüstung den Fachleuten, die an vorderster Front stehen, lassen! :mad:
 

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