Blutentnahme, Infusionen...

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von Ente, 06.02.2004.

  1. Ente

    Ente Junior-Mitglied

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    Hallo!!
    Hab mal eine Frage an die KS oder KS-Schüler in den alten Bundesländern.Stimmt es, dass ihr keine Blutentnahme, Infusion etc. machen dürft, sondern das nur Aufgabe des Arztes ist? So wird es zumindest hier in Meck-Pomm erzählt. Das wäre ja schrecklich...
    Und wie ist das dann in der Ausbildung?Lernt ihr das da auch nicht?

    Ich werde nach dem Examen warscheinlich nach HH oder FRA gehen.Darf ich denn dort sowas gar nicht machen, auch wenn ich es hier gelernt habe und es dafür auch Überprüfungen gab?

    LG u. schönes WE!
     
  2. hermy

    hermy Newbie

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    Also, eigentlich ist hier (im Gegensatz zu anderen Ländern) Blutentnahme und Infusionen anhängen (nicht anmischen!) Sache des Arztes.
    Aber bei uns wird gerade auf Intensiv vieles übernommen, d.h. meistens hängt der Arzt nur die Erstgabe an und das Pflegepersonal die folgenden.
    Die Blutentnahmen machen meistens die PJ, aber die Ärzte sind auch dankbar, wenn man zum Beispiel im Nacht- oder Rufdienst das für sie übernimmt.
    Generell gibt es die Regel, dass der Arzt diese Aufgaben dem Pflegepersonal übertragen, wenn er sich davon überzeugt hat, dass sie es fachgerecht ausführen. (was aber kaum einer macht :lol: ).
    In der Schule haben wir sowohl Blutentnahme als auch Infusionen zubereiten wie anhängen gelernt.
     
  3. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Gegenfrage: Wieviel Fachwissen ist im pflegerischen Bereich vorhanden?
    Wie sieht es mit Kenntnissen in den verschiedenen Pflegekonzepten aus?
    Wie steht es mit der Routine in der Pflegeplanung?
    Wie ist es um psychologische Grundkenntnisse im Umgang mit Patienten bestellt?
    Wieviel Kenntnisse sind im ereich Prophylaxen vorhanden? Da meine ich nicht nur die Maßnahmen aufzählen können- sondern wann wird was angewendet?
    Welche Assessments sind bekannt?
    .....
    ......
    usw., usw.

    Das die Ausbildung die Beste bundesweit ist, das behauptet wohl jede Schule von sich. Wenn aber am Ende kleine Möchtegernedoktoren rauskommen, dann stimmt das schon sehr nachdenklich.

    Elisabeth
     
  4. Ente

    Ente Junior-Mitglied

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    Zu deinen Fragen: denke das da genug Fachwissen vorhanden ist,denn es geht ja um die Pflege.Als Examinierte sollte man sich mit dem Prophylaxen schon sehr gut auskennen.

    Ich verstehe aber nicht wirklich,was du mit deinem Post sagen willst.Es hat doch niemand gesagt,dass seine Schule die beste ist.Und das kann man auch nicht,weil man mit ja gar nicht vergleichen kann. Und MöchtegernDoktor hat sich hier auch niemand genannt. Als Schwester ist man kein Arzt u. sollte auch nicht die Frechheit besitzen,sich mit einem Arzt zu vergleichen. Aber hier ist es nunmal so,dass die Schwestern solche pflg. Maßnahmen machen. Siehst du das als schlimm an? Klingt zumindest in deinem Beitrag so o. ich habe dich falsch verstanden.
     
  5. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht zu Kenntnissen bei den Pflegerischen Maßnahmen: Beispiele

    Thromboseprophylaxe: Virchow- Trias nicht bekannt, als Maßnahmen werden nur ATS und Heparingabe genannt (Heparinansetzung ist eindeutig ärztl. Tätigkeit)
    Dekubitusprophylaxe: Dekubitusursachen- nur der Druck bekannt, LagerungsnoTwendigkeit auf Wechseldruckmatratzen unbekannt
    Hautpflege: unkritische und in der Regel überdosierte Anwendung von Waschzusätzen, Unterschiede von W/O und O/W- Lotion und deren Anwendungsbereiche unbekannt
    Pneumonieprophylaxe: Kenntnisse reduziert auf die Maßnahmen: Fenster auf, Aktivgel und Inhalation, Ursachen unbekannt
    Pflegekonzepte: entweder unbekannt oder veraltete Kenntnisse


    Zitat:Ausserdem ist die KS u. KKS Ausbildung in Schwerin sehr anerkannt. Uns wurde gesagt, dass sie einen in den alten Bundesländern mit Kusshand nehmen,wenn man sein Examen in Meck-Pomm gemacht hat. Habe es aber nur gehört.... Trotzdem kann ich dir die Schule in SN sehr empfehlen u. auch der Fachbereich KKS ist sehr gut. Und hier lernst du noch Blutabnahme, Infusion etc. Im Westen dürfen das die Schwerstern wohl nicht machen...

    Blutentnahmen, Infusionen anlegen, i.v. Medikamente sind keine pflegerische Tätigkeiten. Sie sind zum Teil delegierungsfähig- aber nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Und da reicht der vielzitierte Spritzenschein nicht aus. Die rechtliche Lage sieht so aus, dass du die Durchführungsverantwortung hast. Die Versicherer der Kliniken versichern die von dir beschriebenen Tätigkeiten in der Regel nur, wenn sie ein Arzt ausführt. Das bedeutet, das du im Falle eines Falles selbst zur Kasse gebeten werden kannst.

    Übrigens gibt es auch in den Altbundesländern durchaus Kliniken in denen Pflegekräfte nach einer entsprechenden Schulung und einer gesonderten rechtlichen Absicherung ärztliche Tätigkeiten übernehmen- Beispiel: Marburg.

    Elisabeth

    PS Mich wundert schon, wieviel Wert auf ärztliche Tätigkeiten nach nur einem halben Jahr Ausbildung gelegt wird.
     
  6. Ente

    Ente Junior-Mitglied

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    :D
    Deine Erfahrungen werden schon stimmen,dass bezweifle ich auch gar nicht.
    Zu der Ausbildung: da hast du einfach ein Zitat aus einem ganz anderem Post genommen,was hier gar nicht reingehört. Ich habe auch nur gesagt,dass es uns so erzählt wurde. Ich habe noch keine Erfahrungsberichte gehört u. würde auch nie mit hocherhobenem Kopf durch die alten BL stolzzieren. Das hat damit ja auch gar nichts zu tun.

    Zu den Blutentnahmen: bei uns sind das aber Tätigkeiten die zu unseren Aufgaben gehören!!!!!! Sie stehen so im Praktikumsauftrag für das 3. Ausbildungshalbjahr u. müssen auch durchgeführt werden. Wir werden angeleitet und es gehört zur Prüfung,die wir auf jeder neuen Station (alle 6 Monate) abzulegen haben. Und dazu gehört im 3. Ausbildungshalbjahr:

    Blutentnahmen
    -Rechtsvorschriften
    -Möglichkeiten der Abnahme
    -Routinewerte

    Injektionen
    -Rechtsvorschriften
    -und, und und

    Infusionen
    Transfusionen ---> Assistenz

    ---> Das finde ich unfair. Wir haben uns auf Station nunmal drüber unterhalten u. aus diesem Grund wollte ich wissen, wie es denn nun wirklich in den alten BL aussieht. Mehr nicht... Nicht weil ich scharf darauf bin,später mal so zu tun, als sei ich ein halber Arzt. Ich habe es bis jetzt nur so erlebt, dass sie Schwester das machen und der Arzt damit nichts zu tun hat. Er gibt die Anweisungen und dann wird es durchgeführt.
    Und nach einem halben Jahr Ausbildung kann ich mich trotzdem für sowas interessieren.
     
  7. Tisi

    Tisi Senior-Mitglied

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    Hallo!

    Blutentnahmen und i.v. Medikamente o.k., aber Infusionen anlegen? Warum lerne ich es in der Ausbildung? Warum muss ich es beim praktischen Examen machen?
    Kommt bei jeder Sterofundin, Peri... die ein Pat bekommt der Doc und hängt sie an? Dann frag ich mich wie das bei euch funktioniert?????
    Wer richtet denn bei euch Tabletten?

    Gruß Tisi
     
  8. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Infusionen anlegen= Doc, Infusionen WECHSELN= Pflege... ein kleiner, wenn auch nicht unwichtiger Unterschied. :wink: Du lernst sicher nicht das Legen eines venösen Zuganges in der Ausbildung.

    Orale Medikamente richtet Sr. nach AO des Docs, entspricht einem Rezept. Du darfst alos nur die Medis stellen, die der Doc angesetzt hat. Wenn ein Medikament nicht vorhanden, aber ein Generika da muss der Doc dieses ansetzen. selbständige Veränderungen gehen nicht.
    Frage beantwortet?

    Elisabeth
     
  9. flexi

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    Hallo zusammen,
    leider ist der juristische Teil zu diesem Thema noch so, das wir dazu neigen, immer einen Fuss in den Knast zustellen, aber müssen wir überall mitmischen???
    Jeder möge sich doch nochmal vor Augen halten, das er bei Durchführung dieser genannten Tätigkeiten die Durchführungsverantwortung trägt, dessen ist sich, glaube ich, nicht jeder so bewusst, wenn ich die von Elisabeth aufgeführten Beispiele lese....
    In den Stellenberechnungsgrundlagen stehen Tätigkeiten Blutentnahme/ Infusionanlegen im Bereich der Ärzte, die kriegen auch entsprechend Stellen dafür.
    Dagegen höre ich ständig die Klagen, "wir schaffen unsere Arbeit nicht mehr!"..... logo, wenn man anderer Leute Arbeit macht, die dafür die Stellen kriegen.

    Und jetzt kommt dann der Patient ins Spiel, der nun plötzlich keine Infusion mehr kriegt, seine Blutwerte nicht mehr kontrolliert werden... und wir Pflegende uns dank unseres Helfersyndroms nach dem Monopoly-Prinzip direkt in das Gefängnis begeben.......
     
  10. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hallo flexi

    kann mich deinen Ausführungen nur anschließen. es wird gerade in diesem Bereich der ärztlichen Tätigkeiten gerne nach dem System verfahren: es war so, es ist so, es wird immer so sein. Ich fings schlimm, wenn Examinierte versuchen auch die nächste Pflegegeneration auf die "wertvollen" Tätigkeiten des Pflegeberufes einzuschwören, nichtachtend das auch Pflege einen nicht geringen Teil am Heilungsprozess hat.
    Was mir in den neuen Ländern besonders auffällt ist dieses tradierte Verhalten. Fragt man dann nach Pflegekonzepten u.ä. kommt stetes die Antwort: dafür haben wir keine Zeit. Heutzutage kocht die Schwester nicht mehr den Kaffee für den Doc. Dafür wird gerne mal diese oder jene invasive Maßnahme übernommen. haben iwr uns damit in Richtung professionelle Pflege verändert?

    Elisabeth

    @Ente
    Die Vermittlung von Kenntnissen bedeutet noch lange nicht, das du dieses dan auch tun darfst und sollst. Aber ich denke, das dir die Rechtskunde zu diesem Thema die Augen öffnet und dich vielleicht diese Tätigkeiten kritischer überdenken läßt. Man sollte nicht alle "Un"arten der Examinierten übernehmen wollen.
     
  11. Mellimaus

    Mellimaus Poweruser

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    Wir lernen solche Dinge (BE) und dürfen diese auch ausführen. Meist macht die Pflege das aber nicht.
     
  12. flexi

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    manche Leute fahren auch bei ROT über die Kreuzung....
     
  13. Ente

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    Trotzdem danke für eure Antworten. Ich verstehe eure Bedenken u. bin auch der Meinung, dass die Pflege im Vordergrund stehen muss. Trotzdem habe ich das Gefühl, ich bin in einer anderen Welt. So wie ihr das aus euren KH beschreibt..... so ist es bei uns nicht.
    Das mit den Tabletten stellen ist auch hier so, klar. Als Schwester kann man ja nicht einfach ein anderes Medik. anordnen und verabreichen.

    Und zu den BE, ja was soll man da noch sagen. Im praktischen Examen wird man hier an 2 Tagen geprüft. Am 2. Tag ca. 4 Stunden. Man führt die Körperpflege durch, dass Darreichen von Essen+Trinken und wenn BE,Infusionen etc. anfallen (bei den zugeteilten Pat.) dann wird man die auch erledigen.

    Soweit ich weiß,kann man sich hier aber auch weigern sowas durchzuführen, wenn man Angst hat, einen Fehler zu machen. Also ist es jedem selbst überlassen.
     
  14. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    @Ente

    Ich hab bis vor kurzem gedacht, dass die Haftpflichtversicherung des Hauses einspringt, wenn mir etwas passiert. Ich wurde eines besseren belehrt. Seitdem überlege ich mir dreimal ob ich etwas ausführe, was ich eigentlich (z.T. auch bessser) als der Doc kann. Und du kannst mir glauben, mein Repertoire ist dank der Ausbildung vor 25 Jahren und der Fachschwesternausbildung im Osten nicht gerade klein. Ich hab z.B. noch gelernt Blutgase arteriell abzunehmen, Flexülen zu legen, selbstständige Entscheidung über die enterale und parenteralen Ernährung u.a. nette Kleinigkeiten, die dem Doc das Leben so angenehm gestalten können.

    Ich für meinen Teil brauche mittlerweile diese Sachen nicht mehr, um mich zu beweisen. Pflegerische Dinge bestimmen meinen Alltag: mobilisieren nach Kinästhetik, lagern nach Bobath, Schlucktraining nach FOTT, wahrnehmungsfördernd waschen im Sinne der Basalen Stimulation... usw., usw.. Und siehe da, die Docs interssieren sich für die pflegerischen Erfolge und sind sogar bereit ihre Tätigkeiten selbst zu machen. Es kommt immer darauf an, wie man sich selbst verkauft: ob als professionelle Pflegekraft mit einem guten Grundlagenwissen (welcher Doc versteht schon was von Pflege) oder als pflegerische Hilfskraft. Und das geht auch im Osten... wenn man denn will!

    Schau also nicht soviel auf die tradierten alten festgefahrenen Wege, sondern versuche möglichst viel von den pflegerischen Möglichkeiten zu lernen. Fordere dir z.B. fundierte Ausbildungsangebote in den Bereichen der Pflegekonzepte. Es steht dir zu alles zu lernen. Die BE u.ä. ist eher eine Zugabe, bei der du nicht weißt, ob du sie später anwenden wirst. Und wenn du sie anwenden musst, wird eine gute Klinik im eigenen Interesse für eine Nachschulung sorgen.

    Elisabeth
     
  15. Ente

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    Was du schreibst, finde ich auch sehr wichtig. Du hast mich eines besseren belehrt. Ich dachte, es gehört einfach dazu, weil es bei uns bis jetzt immer so rüberkam. Trotzdem wollte ich mich damit nicht beweisen, fallst du das so verstanden hast. Ich habe es nur als normal kennengelernt.
    Die pflegerischen Sachen,die du aufzählst klingen sehr interessant. Hast du dich denn noch aus deiner Ausbildung oder hast du dich jetzt erst damit beschäftigt und wendest diese Methoden im Dienst dann an? Wir werden im Unterricht sicher noch darüber reden, aber wohl nicht so spezifisch wie du es beschreibst.

    Dann werd ich jetzt mal nach vorne gucken :wink:

    LG,
    Anne
     
  16. Ente

    Ente Junior-Mitglied

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    kleine Änderung.: es sollte heißen: Hast du DIE noch aus deiner Ausbildung...

    :lol:
     
  17. Tisi

    Tisi Senior-Mitglied

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    Hi!

    Dann hab ich das mit der Infusion anlegen(anhängen???) wohl falsch verstanden... is mir schon klar, dass ich nicht lerne einen venösen Zugang zu legen.
     
  18. urmel

    urmel Stammgast

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    Hallo zusammen,

    also wir legen auch keine venösen Zugänge. Aber die Infusionen machen wir schon dran. Was i.v.-Medikation angeht, da scheiden sich schon manche Geister....so weigere ich mich beispielsweise Beloc zu spritzen bei einer Tachycardie, was dann der Doc auch macht (machen muß :wink: ). Genauso lehnte ich jede Verantwortung ab, als ein Arzt bei einem Patienten Tambocor ohne Monitoring spritzen wollte ( der Patient wollte nicht auf Intensiv ). Ich redete mit dem Arzt und sagte klipp und klar, daß hier auf Station (ich war alleine als Examinierte mit einer Schülerin) solche Medikamente nicht gespritzt werden (ohnehin gehörte der Patient sowieso auf die Intensiv). Der Arzt wollte dem Wunsch des Patienten entsprechen (keine Verlegung halt), was dann aber doch gemacht wurde, nachdem ich nochmal mit dem Patienten redete und er die Notwendigkeit einsah.

    Man muß wirklich aufpassen. Keiner übernimmt die Verantwortung, wenn was passiert. Hast Du gespritzt oder die Infusion angehängt und es passiert was, bist Du derjenige, der zur Verantwortung gezogen wird!

    LG
    urmel
     
  19. Elisabeth Dinse

    Elisabeth Dinse Poweruser

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    Hi Ente

    wie kam ich zu den Pflegekonzepten? Ich weiß es glaube ich nicht mehr so genau. Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich Probleme mit Nähe und Distanz. Du hast die Problematik in der Diskussion- Wie gehe ich mit dem Leid der Patienten um?- auch schon angesprochen. Ich hab nach Möglichkeiten gesucht Nähe geben zu können, ohne zu verbrennen. Dabei bin ich dann auf die Basale Stimulation gestoßen. Dieses Konzept hat mir sehr geholfen, mich selber wahrzunehmen in einer Pflegesituation. Ich habe gelernt professionelle Beziehungen zu dem Pat. aufzubauen.
    Dan kam das Bobath- Konzept, brauchte ich aus beruflichen Gründen, genauso wie das Konzept der FOTT. Kinästhetik hat sich dann irgendwie ergeben.
    Ich habe erfahren dürfen, dass Pflege einen entscheidenden Einfluss auf die Genesung hat. Selbst so scheinbar banale Tätigkeiten wie das Waschen, das Essen reichen, das lagern können für den Pat. von elementarer Bedeutung sein.
    Ob ich dieses Wissen in der Routine anwende? Natürlich. Ich brauche nicht viel mehr Zeit als früher. Es sind nicht die großen Dinge, sondern die Kleinigkeiten, die -bewußt durchgeführt- die Effekte bringen. :-)

    Elisabeth
     
  20. aries82

    aries82 Senior-Mitglied

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    Hallo,

    ich komme eígentlich aus Meck-Pomm und bin wegen der Ausbildung nach HH gezogen. Hier haben wir gelernt, dass BE eigentlich Doc-Aufgabe ist. Nach neusten Info´s soll sich dieses im vergangenen Jahr geändert haben. BE soll seit 01.April wieder Aufgabe der Pflege sein. Deshalb haben wir das auch in der Schule gelernt (theoretisch). Praktisch wurde mir das auch schon auf Station gezeigt.

    CU ... *Aries*
     
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