Blutentnahme

Dieses Thema im Forum "Ausbildungsinhalte" wurde erstellt von MFA06, 12.11.2008.

  1. MFA06

    MFA06 Newbie

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    Hallo,

    wollte mal fragen dürfen GuK auch Blut abnehmen?? Bin gelernte Arztfelferin und möchte nächstes Jahr eine Ausbildung zur GuK machen, jetzt frag ich mich ob man auch Blut abnehmen darf oder ob dies reine Arztsache ist!! Ich will nicht überhelblich wirken, aber ich würde behaupten ich kann es besser als mancher Arzt. Deswegen wollte ich jetzt mal fragen.

    Gruß Karo
     
  2. Habibi

    Habibi Newbie

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    Also soweit ich weiß, ist das Sache des Arztes.
    Kann aber auch sein, dass ich mich jetzt vertue, aber ich meine das mal gelesen zu haben.
     
  3. -Claudia-

    -Claudia- Board-Moderation
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    Außerhalb von Bereichen wie der Notaufnahme ist das (noch) meistens
    Arztsache. Im Zuge der Wirtschaftlichtkeit wird das Blutabnehmen und anderes jedoch mehr und mehr auf die Pflege übertragen.

    Rechtlich gesehen ist es eine ärztliche Aufgabe, die jedoch an die Pflege delegiert werden kann. Sprich: Dürfen tun wir es. Technisch gesehen können tun wir es auch (sofern man uns angeleitet hat), es ist ja wirklich nicht sooo schwer.

    Dass die Blutentnahmen oft vom Pflegepersonal abgelehnt werden, ist ein Politikum. Zu der Zeit, wo Ärzte sich überlastet fühlen, dürfen wir ihnen auf gut deutsch gesagt die Deppenjobs abnehmen, obwohl ihr Stellenschlüssel auch nach den Tätigkeiten des Blutabnehmens gerechnet werden (du musst nämlich nicht glauben, dass es für mehr Arbeit der Pflege auch mehr Pflegestellen gibt). Mehr Entscheidungskompetenzen werden uns jedoch verwehrt, weil dadurch - ewiges Argument des Marburger Bundes - die Qualität der Patientenversorgung leiden würde.

    Warum also sollten wir einer anderen Berufsgruppe die Arbeit abnehmen, für die sie bezahlt wird, ohne jegliche Gegenleistung?
     
  4. *Anni

    *Anni Junior-Mitglied

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    N'abend :-)
    Also bei uns wars so, dass wir teilweise auch das Blut abgenommen haben oder Zugänge gelegt haben, aber da ging es dann eher um das Wohl des Patienten.... quasi wenn die Doktoren nicht inne Puschen kamen, dann haben wir das gemacht. Man wird ja erst in der Ausbildung darin eingewiesen und dann nach'm Examen ja auch nochmal. Zumindest wars bei uns so.
    Also, keine Sorge, wenn Du Zeit findest kannste da ruhig zu Werke gehen :nurse:
    LG *Anni
     
  5. Bettina1988

    Bettina1988 Senior-Mitglied

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    Hallo zusammen!

    Bei uns ist das von Station zu Station unterschiedlich. Auf der einen Station freuen sich die Ärzte, wenn die Schwestern das Blutabnehmen übernehmen, auf der anderen kriegst du dafür einen An******.
    Ich habe es in der Schule gelernt und bin eigentlich auch dazu in der Lage.

    Liebe Grüße, Bettina:nurse:
     
  6. Susi_Sonnenschein

    Susi_Sonnenschein Bereichsmoderatorin
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    Hallo Karo,
    hier in diesem Thread findest Du schon viele Varianten, wie es gehandhabt wird (der Thread ist allerdings geschlossen), schau einfach mal, wie es in Deinem Ausbildungshaus abläuft.
    Ich würd mal sagen, die Regel ist es nicht, dass die Pflege Blut abnimmt.
     
  7. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Aber hier musst du nochmal vond er Praxis unterschieden (wo du jetzt vermutlich bist/warst) und dem KH.

    In der Praxis kannst du das sicherlich besser als jeder Arzt, da die Ärzte kaum noch Übung haben.

    Im KH hast du aber ggf Ärzte vor dir, die das auch täglich 50-70x mal machen. Die können das dann auch ;)

    Es gilt hierbei eh dasselbe wie bei jeder handwerklichen Tätigkeit: Der ders am meisten macht, kanns halt am besten...
     
  8. taeb.de

    taeb.de Gast

    Ist das nicht ein bißchen viel ;) ?

    hmm vergessen zu erwähnen wurde hier das der Abnehmer auch die Durchführungsverantwortung hat egal ob deligiert oder nicht - wer stellt sich denn vor "uns" wenn es um eine Anzeige/Körperverletzung geht? Der damalige Arzt wird wohl kaum seinen Kopf hin halten.

    Ein zweischneidiges Schwert wie ich finde :(
     
  9. Babsi12

    Babsi12 Stammgast

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    Hi

    Im Krankenhaus war das Arztsache. Aber es herrscht Ärztemangel. Nun muss es die Schwester machen. Übung macht den Meister. Deswegen ist es gut für Schüler zu üben und die Blutentnahmen zu erledigen.
    Ist auch wichtig, da es praktischer Prüfungsteil ist.....

    Liebe Grüße
     
  10. flexi

    flexi Administrator
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    Primär ärztliche Tätigkeiten können und dürfen nicht Gegenstand einer Krankenpflegeprüfung sein, allenfalls die Frage nach der Abgrenzungsfähigkeit gegenüber diesen und das Wissen darum!
     
  11. Psychodancer

    Psychodancer Newbie

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    Also bei uns sieht das so aus, dass Examinierte und Stationsassitetinnen (Arzthelfrinnen) Blut entnehmen, Viggo's legen und i.v.-gabe durchführen! Ich fidne langsam sollten wir mal mehr Geld bekommen! Wir machen sogar Erstgabe von Antibiotika!
     
  12. narde2003

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    Hallo Psychodancer,

    warum sollte man dich für die Erstgabe der Antibiose und die Blutentnahmen besser entlohnen? Die Arzthelferin (nicht abwertend gemeint) macht es noch deutlich billiger als die Krankenschwester.

    Liebe Grüsse
    Narde
     
  13. Maniac

    Maniac Poweruser

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    OK, sagen wir wenn sie Dienst haben, nicht täglich :-)
     
  14. Psychodancer

    Psychodancer Newbie

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    Warum fragst du nicht wirklich oder??? Die ärtzte werden imme rmehr von uns entlastet und beklagen sich über ihre zu geringen löhne! Bei uns wird das Personal auf ein Minimun runter gefahren udn wir übernehmen noch Ärztliche Tätigkeiten aus diesem Grunde finde ich dass wir mehr Geld bekommen sollten! Oder Findest du das fair??
    Ich sag einfachmal: nehmen wir an es gibt 4 neue Antibiosen für meien patienten somit ist eine Person 40 Minuten weg weil man wenn man nach Gesetz und richtig macht 10 min bei dem patienten stehen muss um Frühreaktionen zu erkennen! Also müssen die anderen die Arbeit auch wieder auffangen! Dazu haben wir ne erhöhte Veratnwortung die uns keiner Zahlt weil wenn wir nicht stehen bleiben (lagern,waschen und was sonst so die Pflege zu tun hat!) und es passiert was dem patienten dann bekommen wir einen dran und nicht der Arzt der es vorher gemacht hat!
    So und da findest du meinen Einwand nicht ok dass die examinierten Pflegekräfte mehr Kohle bekommen sollten?!?!?! Also ich bitte dich!:knockin:
     
  15. Crizzy

    Crizzy Stammgast

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    Hallo!

    In unsrer Klinik wird zur Zeit auch eingeführt, dass die PP die Blutentnahmen machen dürfen/sollen.

    Ich seh das Ganze mit gemischten Gefühlen: klar, einerseites "toll" wenn man ärztliche Dinge übernehmen "darf" (sag ich jetzt als Schüler).

    Aus der Sicht einer Schwester allerdings muss ich sagen, dass ich sicher nicht scharf drauf bin auch das noch übernehmen zu müssen, haben wir eh schon genug mit Pflege zu tun und dafür schon zu wenig Zeit.
    Andererseits gesehen: wie oft laufen die Schwestern den Ärzten hinterher und erinnern sie daran, dass noch Blut abzunehmen ist. Da gehts schneller wenn man es gleich selbst macht. :nurse:

    lg
     
  16. Lin

    Lin Poweruser

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    Es geht auch schneller, wenn man den Boden gleich selber wischt und nicht auf die Putzfrau warten muss. (Nicht böse gemeint, aber das musste sein)

    Weil du sagtest, es wäre interessant ärztliche Tätigkeiten zu übernehmen, glaubst du das auch noch nach der 500. Blutabnahme? Ich denke nicht, denn ich sehe kaum, dass sich die Ärzte jetzt darum streiten, wer Blut abnehmen darf :mrgreen:.

    Gruß,
    Lin
     
  17. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Psychodancer,

    warum soll ich eine GuKP dafür nehmen, wenn ich eine deutlich billigere MFA dafür nehmen kann?

    Die Erstgabe der Antibiose führt in den seltensten Fällen innerhalb von 10 Minuten zu einer allergischen Reaktion, deutlich häufiger sind Allergien nach der zweiten bzw. höheren Gabe. Diese würdest jetzt wieder für's gleiche Geld anhängen?

    Sorry, aber für die Blutentnahme, darum geht es in dem Thread, ist die MFA einfach billiger und warum soll ich einer GuKP dafür besser entlohnen, du musst vermutlich schon dankbar sein, wenn es auf den Stellenschlüssel der Pflege angerechnet wird und nicht auf den der Ärzte, wobei es ja genügend Pflegekräfte gibt, die ihre "Erfüllung" in diesen "pseudohochwertigen" Tätigkeiten finden. Für die Ärzteschaft ist es eine unliebsame Tätigkeit, die sie uns als "Zuckerl" verkaufen wollen.

    Schönen Tag
    Narde
     
  18. Anne9888

    Anne9888 Stammgast

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    Komisch, dass es viele Schwestern gibt die gerne BE machen... wenn es denn soooo eine große Belastung ist. Auch nach dem 500. Mal.
     
  19. Hennoe

    Hennoe Newbie

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    Ich denke, dass es finaziell natürlich völlig banane ist, Tätigkeiten zu übernehmen, die im Stellenschlüssel anderen Berufsgruppen zugerechnet werden. Allerdings könnten solche Maßnahmen ein wenig das fachliche Vertrauen der Pat. ins PP wecken. Denn ehrlich gesagt fände ich es besser während einer BE zusätzlichen Kontakt mit dem Pat zu haben als während des Auswischens des Nachtschranks oder der Säuberung von Betten eines entlassenen Bettnachbarns. Auch hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der gesetzlich angedachten Gesundheitsberatung.
    Denn jetzt mal ehrlich, wer sollte denn auf den Rat einer Person hören, die subjektiv empfunden nur das Essen serviert, die Betten macht, und die Einlagen wechselt. Ein paar "medizinischere Handgriffe" wären da doch angebrachter.
    Außerdem steht, so weit ich weiß, auch das anlegen jeglicher i.v.Produkte also auch Ringer etc im Stellenschlüßel der Doktorenschaft.
    Und wenn es eh Berufsgruppen gibt, die Dinge billiger erledigen, warum dann nicht ungelerntes Housekeepingpersonal einstellen, ich wette die machen es am billigsten.
     
  20. narde2003

    narde2003 Board-Moderation
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    Hallo Hennoe,

    genau aus diesem Grund gibt es bei uns StationsassistentInnen. Betten werden auch nicht vom Pflegepersonal geputzt. Genausowenig wie Nachtkästchen oder dergleichen - dafür sind diese schlichtweg zu teuer.

    Schönen Abend
    Narde
     
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