Alternativen nach der Ausbildung?

Floice

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Beruf
Gesundheits/Krankenpfleger
Akt. Einsatzbereich
Ausbildung
Hallo zusammen,

Ich bin kurz vor dem Abschluss meiner GuK Ausbildung in einer Psychiatrie.
Da ich jedoch mit derzeitigen Veränderung innerhalb der Klinik nicht zufrieden bin, bzw. ich nicht längerfristig
mitmachen werde, möchte ich mich mal umhören was für Alternativen es gibt.
Da wir in der Ausbildung ja einen großen psychiatrischen Schwerpunkt haben und weniger Einsätze in regulären Krankenhäusern
oder Fachbereichen haben als andere Schulen, kann ich mir gut vorstellen, dass ich woanders meine Probleme haben werde.

Ich hatte mal daran gedacht, mich vielleicht in einem Dialyse Zentrum zu bewerben. Aber ob das das richtige nach der Ausbildung ist?
Die Zeit wird knapp und ich bin einfach total zwiegespalten was meine Zukunft angeht, denn ich weiß auch nicht wirklich was mir am besten gefallen würde.

Hat jemand vielleicht Erfahrungswerte oder Vorschläge? Oder Tipps, Anregungen,..? Auch Anregungen über mögliche Bereiche sind willkommen.
Bin für jede Antwort dankbar :-)
 

Leander

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Akt. Einsatzbereich
Intensiv
Funktion
Pain-Nurse
Bei dem derzeitigen Personalmangel erhält man heutzutage fast überall eine Anstellung.
Ob es sinnvoll ist, direkt nach dem Examen in den Funktionsdienst zu gehen, ist jedem selbst überlassen.
Jedoch sollte man bedenken, inwiefern die Einarbeitung stattfindet und ob deren Qualität.

Meiner persönlichen Meinung nach sollten Frischexamnierte erst ein paar Jahre Erfahrung auf einer Peripherie sammeln, damit die Basics stimmen, auf die man dann in der Funktionsabteilung zurückgreifen kann.
 

Kalimera

Poweruser
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Beruf
Pflege
Ob ein Dialysezentrum oder sonstige Fachabteilungen, egal ob peripher oder Funktionsabteilung das richtige ist kannst nur Du selbst herausfinden. Du kannst überall hospitieren um zumindest einen Eindruck zu erhalten und Du hast überall eine Probezeit, die Dir Gelegenheit gibt schnell zu wechseln.
Wichtig ist, dass Du Dich entscheidest sonst wirst Du überhaupt nicht weiter kommen.
Die gute Situation auf dem pflegerischen Arbeitsmarkt wird sicher noch lange Zeit optimal für AN sein, warum das nicht nutzen und in versch. Bereiche hineinsehen. Was die Fachrichtungen peripher anbelangt wäre eine Beschäftigung bei einer Zeitarbeit noch eine Möglichkeit Dir Vieles anzusehen und auch die unterschiedlichsten Arbeitsweisen kennenzulernen.
 

Neuromaus

Stammgast
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Beruf
Ges.- u. Kinderkrankenpflegerin
Akt. Einsatzbereich
Neuropädiatrie mit ganz besonderen Kindern ♥
Du hast ja in der Ausbildung zumindest die Pflichteinsätze im somatischen Bereich gehabt (Chirurgie, Innere...). Vielleicht gab es ja da einen Bereich, in dem du gerne gearbeitet hast, der dich interessiert...

Du kannst an verschiedenen Krankenhäusern in verschiedenen Abteilungen (Stationen, Funktionsbereiche) hospitieren. Ich kenne es zum Beispiel so, dass man bei einer Klinik anfragt, ob man dort einen Hospitationstag verbringen darf (seltener auch mal zwei oder drei Tage). An dem Tag läuft man dann bei einer Pflegekraft mit und lernt die Arbeit auf der Station oder dem Bereich kennen. Danach kann man sich entscheiden, ob man sich vorstellen kann, dort zu arbeiten, und wenn ja, kann man dann seine Bewerbung dort abgeben (daher ist es empfehlenswert, die Bewerbungsmappe direkt dabei zu haben).

Hauptzweck einer Hospitation ist natürlich, dass du die Arbeit dort kennen lernst (s.o.). Aber nebenbei ist das auch gar nicht schlecht, um deine Chancen bei einer Bewerbung zu erhöhen. Du bist nicht nur eine Person auf einem Foto und einem gedruckten Blatt Papier, sondern du bist eine Person, die weiß, wofür sie sich entscheidet (d.h. der Personalchef/Pflegedienstleiter muss nicht damit rechnen, dass du ganz schnell wieder kündigst, weil es doch nicht dein Ding war). Und wenn du schon hospitiert hast, wird oft die Stationsleitung (zumindest ist das bei uns so) nach der Hospitation gefragt, was sie von dir hält, d.h. wenn du an dem Tag einen freundlichen und motivierten Eindruck gemacht hast, hast du gute Chancen auf die Stelle.

Was deine Sorge angeht, in einem somatischen Bereich nicht so gut zurechtzukommen... Da mach dir mal nicht so viele Sorgen. Es ist normal, dass man sich erstmal zurechtfinden muss. Man sagt nicht umsonst: "Das eigentliche Lernen beginnt nach dem Examen." Du wirst ja eine Einarbeitung bekommen. Wenn dich der Bereich interessiert und du Lust hast, dort zu arbeiten und dich damit zu beschäftigen, wirst du es auch schaffen. :up::nurse::up:
 

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