Raus aus der Pflege - aber welche Alternativen?

matras

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@ellassino: schau doch mal auf den blauen Balken unter jedem Beitrag, da steht wann dieser verfasst wurde. Wenn Du dann auf den Namen unter dem Avatar-Platzhalter oder Avatarbild klickst, erhältst Du Auskunft über die letzten Aktivitäten des Erstellers.
Es kann Dir unnötiges schreiben ersparen....
 

Maniac

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Mausie

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Auweia, ich war ja wirklich schon lange nicht mehr aktiv hier. Also inzwischen hat sich einiges ergeben. Ich hab mittlerweile den 3. Bandscheibenvorfall und habe eine Weiterbildung zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen angefangen, um schnellstmöglich aus der Pflege rausgekommen. Ich denke da an eine Führungsposition oder vielleicht sogar Selbstständigkeit.
 

McViVian

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Hallo Leute ich grüße euch

Bin inmitten meiner Ausbildung zur Altenpflegerin bin total motiviert und habe eine unglaubliche Freude an dem was ich tue aber ich weiß jetzt schon nach meiner Ausbildung ( in 6 Monaten ist Schluss)wars das für mich mit der Pflege zumindest unter diesen Voraussetzungen oder Besser gesagt Forderungen die gestellt werden.

Fachkraft Abdeckung auf 2 WB’s oder direkt fürs ganze Haus, Überstunden die selbstverständlich gemacht werden müssen weil kein anderer da ist, was gestern noch gemacht wurde ist auf einmal abgesetzt worden oder wichtige Dinge wurden nicht weitergegeben die eigentlich sollten.

In anderen Ländern gibt es klar Vorgaben ( Max 6 Bew pro Fachkraft) aber nicht in unserem reichen Deutschland echt schade.


Das wäre viel zu viel für mich da quittiere ich diese Verantwortung will und kann ich nicht tragen
 

Onkel Etsch

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bin total motiviert und habe eine unglaubliche Freude an dem was ich tue
Das ist ja schonmal ne gute Voraussetzung. Vielleicht bietet sich ein Arbeitgeberwechsel eher als ein Berufswechsel an. Gibt auch bessere Stellen
 
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malu68

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mal sehen....
Das wäre viel zu viel für mich da quittiere ich diese Verantwortung will und kann ich nicht tragen
Ich kann das gut verstehen, ich bin auch eine Abtrünnige.
Welche Alternative schwebt dir denn vor?
 

Neuromaus

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Andere Ideen wären jetzt noch MDK und Krankenkasse, das würde mich natürlich auch interessieren. Problem aber: reicht meine Qualifikation als GKKP für eine Tätigkeit bei MDK/Krankenkasse überhaupt aus?
Wie du inzwischen sicher mitbekommen hast... JA!:nurse:

Andere Idee @Mausie (falls du nach nochmal fast einem weiteren Jahr nicht schon längst was gefunden hast...):
Bei den Erwachsenen-Pflegekräften weiß ich nicht, ob das geht, aber da du ja auch Kikra bist...
Man kann auch im Gesundheitsamt arbeiten. Ich hatte dort in der Ausbildung einen Einsatz. Für mich war es nicht das Richtige, aber da hast du auf jeden Fall geregelte Arbeitszeiten, in der Regel 8:00 bis 16:30 Uhr, halbe Stunde Mittagspause, Wochenenden und Feiertage frei.
Arbeitsbereiche, die ich dort kennengelernt habe (es gibt sicherlich noch mehr):
  1. sozialpädiatrische Hausbesuche: Vereinfacht gesagt besuchst du Familien mit Kindern zu Hause und bist dort beratend und anleitend tätig, z.B. in den Bereichen Ernährung (ganz häufig: Übergang von Milchnahrung über Beikost zu "normaler" Kleinkinderkost, aber auch häufig gesunde Ernährung für Kindergarten- und Schulkinder), Pflege, Kindersicherheit in der Wohnung, Unfallprophylaxe, Teilnahme an Kinder-Vorsorgeuntersuchungen usw. Oft sind das Familien, wo die Eltern sehr jung sind oder sich aus anderen Gründen einfach unsicher fühlen. Wichtig ist aber: Das Gesundheitsamt ist nicht das Jugendamt! Du gehst nicht dorthin, um irgendwas zu kontrollieren oder so. Es ist ausschließlich ein Unterstützungsangebot, was Eltern freiwillig wahrnehmen können (ich weiß, sowas gibt es beim Jugendamt auch, aber das Angebot des Gesundheitsamtes ist niederschwelliger).
  2. "normale" Einschulungsuntersuchungen: Die Kinder kommen im Vorschulalter im letzten Jahr vor dem regulären Einschulungstermin ins Gesundheitsamt. Sie haben eine ärztliche und eine pflegerische Untersuchung. Aufgaben der Kikras waren hier: Ermitteln von Größe und Gewicht inkl. BMI und Perzentilen (kannst du eh); Sehtest und Hörtest (beides super einfach, nach ein-zweimal Anleitung kannst du das); "Kontrolle" des Impfpasses (wenn Impfschutz unvollständig, Post-it draufkleben, was nachgeholt werden muss; wenn vollständig Einlegezettel, wann die nächsten Impfungen anstehen; Impfberatung für Impfgegner brauchst du nicht, ist Arztaufgabe); Durchführung von Aufgaben zur Testung kognitiver Funktionen wie Konzentration, selektive Aufmerksamkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Arbeitspräzision, Visuomotorik, räumlich-konstruktives Verständnis u.ä. (auch nicht schwer; die Aufgaben sind genormt)
  3. "spezielle" Einschulungsuntersuchungen:Das sind die Einschulungsuntersuchungen bei Kindern, bei denen man davon ausgeht, dass sie durch das Raster der "normalen" Untersuchung durchfallen, also Kinder mit bekannten körperlichen oder geistigen Behinderungen, mit Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen etc. Diese Untersuchungen werden gesondert durchgeführt, weil dafür deutlich mehr Zeit eingeplant wird. Dabei sind deine Aufgaben ähnlich wie bei den "normalen" Einschulungsuntersuchungen, aber es ist individueller. Bei einem bekanntermaßen blinden Kind brauchst du natürlich keinen Sehtest mehr. Und Kindern mit geistiger Behinderung oder mit Entwicklungsverzögerung wirst du die Dinge anders erklären müssen als gesunden, altersentsprechend entwickelten Kindern. Abhängig vom Kind kann hier auch eine Verhaltensbeobachtung in einer Spiel-Situation stattfinden.
  4. sonstige Untersuchungen:Manche Kindergärten schreiben ein Gesundheitszeugnis vom Gesundheitsamt vor, bevor sie Kinder aufnehmen. Bei einigen AOSF-Verfahren (Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs) ist eine Untersuchung durch das Gesundheitsamt notwendig. Bei Beantragung einer Mutter-Kind-Kur für Beihilfe-Versicherte kann es sein, dass die Beihilfe-Stelle eine Untersuchung durch das Gesundheitsamt fordert.
  5. Prüfungen: Das habe ich nicht in der Ausbildung gemacht. Aber in den Examensprüfungen ist ja immer jemand vom Gesundheitsamt dabei. Bei uns an der Schule war das in einem der mündlichen Prüfungsanteile.
Na ja, aber vielleicht hast du ja längst was anderes.:wavey:
 

-Claudia-

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Ja, hab ich gelesen. Aber:
um schnellstmöglich aus der Pflege rausgekommen.
Das würde ich so verstehen, dass sie noch in der Pflege arbeitet bzw. zum Zeitpunkt des Beitrags gearbeitet hat.
Aber klar, mit der Zusatzqualifikation hat man nochmal andere Möglichkeiten.

Übrigens (off topic): Ich weiß nicht, warum mein Beitrag zweimal gepostet ist :gruebel:. Ich hab eigentlich nur einmal auf "Antwort erstellen" geklickt. :gruebel: o_O
Kann da jemand aus dem Admin-Bereich den Doppelpost entfernen? Oder geht das nicht?:|
(Anmerkung von -Claudia-: erledigt)
 
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Mausie

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Tut mir Leid, dass ich mich jetzt erst wieder melde. Bei mir hat sich inzwischen wieder einiges verändert. Ich bin im September der Liebe wegen von NRW nach Brandenburg in die Nähe von Potsdam gezogen und habe hier einen neuen Job in einer Klinik angefangen. Leider läuft es noch nicht so rund mit den neuen Kollegen und ich hatte viel um die Ohren die letzte Zeit. An meiner Weiterbildung zur Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen sitze ich natürlich noch. An meinem Ziel, aus der Pflege rauszukommen, hat sich auch weiterhin nichts verändert. Ich merke vor allem jetzt, wo ich mit meinem Freund zusammen wohne, dass der Schichtdienst und die Arbeit an den Wochenenden und Feiertagen einfach DER Killer für jeden sozialen Kontakt ist. Mein Freund arbeitet auch nicht in der Pflege und hat dann natürlich nicht immer so das Verständnis dafür, dass seine Freundin an den Wochenenden nicht zu Hause ist. Und für andere soziale Kontakte ist das natürlich auch nicht besonders zuträglich. Meine Bandscheiben teilen mir auch regelmäßig mit, dass sie mir die Belastung noch öfter übel nehmen werden und deshalb muss zwangsläufig ein Plan B her.
 

Martin H.

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ich weiß jetzt schon nach meiner Ausbildung ( in 6 Monaten ist Schluss)wars das für mich mit der Pflege zumindest unter diesen Voraussetzungen oder Besser gesagt Forderungen die gestellt werden.
Kann ich verstehen, aber es gibt auch Bereiche, wo es besser läuft. Z. B. ambulante Intensivpflege ist so eine Nische.
Ganz raus kann man ja immer noch, aber es wäre echt schade, völlig umsonst die Ausbildung gemacht zu haben.
Bedenke, daß Du außerhalb der Pflege wieder bei Null anfängst, d. h. entweder sich in irgendeinem Helferjob mit deutlich weniger Kohle durchwurschteln, oder noch mal komplett neu lernen.
Fachkraft Abdeckung auf 2 WB’s oder direkt fürs ganze Haus, Überstunden die selbstverständlich gemacht werden müssen weil kein anderer da ist, was gestern noch gemacht wurde ist auf einmal abgesetzt worden oder wichtige Dinge wurden nicht weitergegeben die eigentlich sollten.
Was heißt "abgesetzt"? Ärztlicherseits abgesetzt? Falls ja, das war bei uns in der Klinik auch nur noch zum Kopfschütteln: Zwar fast kein Pflegepersonal, dafür aber ca. drei mal so viele Ärzte, von denen jeder reingackern muß und wieder sämtliche Anordnungen der Vorgänger umschmeißt... :roll:
Und "wichtige Dinge nicht weitergeben": Gibt sicherlich auch Kollegen, die ganz klar zu blöde für vernünftige Übergaben sind - da wird dann irgendwelcher völlig belangloser Schnulli bis ultimo aufgeblasen, aber die wirklich wichtigen Dinge "vergessen". Andererseits wundert´s einen in der heutigen Zeit auch nur noch bedingt, daß Sachen bei der Übergabe unter den Tisch fallen...
In anderen Ländern gibt es klar Vorgaben ( Max 6 Bew pro Fachkraft) aber nicht in unserem reichen Deutschland echt schade.
Echt? Das war mir nicht bekannt, da ich mich eher mit dem klinischen Bereich befasse (bin ja aus der Krankenpflege); hast Du da mal ´ne Quelle?
 

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