Liebe Steffi,
komm grad vom Joggen aus'm Wald und da hat man doch immer allerhand Zeit nachzudenken, heute warst es Du
ich würd mich jetzt rückblickend auch als stilles Pflänzchen betrachten und auch jetzt noch fällt es immer wieder mal schwer, unangemessenes angepflaume von Kollegen und auch ärztlicherseits sofort mit dem richtigen Satz zu quittieren. Manchmal hab ich hinterher die tollsten Ideen, aber zu spät, für den anderen ist's vorbei, fragt man irgendwann später nach, erntet man mitunter Unverständnis.

Strategien wird jeder finden müssen, da hast Du hier auch kompetente Hilfen gefunden.


Ich find, wir leben nicht mehr im Mittelalter, somit sind Aussagen wie "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" aus meiner Sicht - out, total, jeder exam. Pflegekraft wird doch heut vermittelt wie man mit Schülern umgehen soll, so jedenfalls nicht.


Ich find auch, dass Du Dir keine Gedanken machen musst ob die Pflegekraft schlecht drauf war, warum sie schlecht drauf gewesen sein könnte, damit verquert man die Sachlage, in die falsche Richtung.

Mir erscheint es, dass damit auch die Kollegin unangemessen verteidigt wird, das erleben PK häufig genug schon im Bezug auf Ärzte - nach dem Motto: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus - und da sind wir es dann, die rudern und es uns wurmt. Nee, kann mich der Meinung anderer hierbei überhaupt nicht anschließen.
Meine Frage an neue, mir unbekannte Schüler ist immer in welchem Ausbildungsjahr sie sind, weil man das ja niemandem ansehen kann, es nicht ersichtlich ist, damit kann man schon etwas einschätzen, was derjenige bereits gelernt hat, oder noch nicht wissen kann,
bevor es an die Arbeit geht. Ausbildungsbeginn steht zwar im Dienstplan, der hängt aber im Aufenthaltsraum, weit weg.
Bei uns kommen inzwischen die Schüler auf die 1. Station ohne dass ihnen basics vermittelt werden, sie sollen das auf der Station lernen. Also fängt man bei 0 (fachlich gesehen) an, das ist so gewünscht, damit müssen auch die Schüler zurechtkommen.
Gut, wie ein Bettgestell ausschaut, lässt sich feststellen wenn man es putzen soll

bei uns macht das auschließlich die Hauswirtschaftskraft.
Es lässt sich feststellen, dass Du vorgewarnt wurdest, von anderen Schülern, also ist das ein bekannten Problem, es fällt sogar den Schülern auf!!!!!
Eigentlich find ich das furchtbar, Schüler müssen sich gegenseitig warnen.
Du schreibst, dass es einen Unterschied macht, wenn ein Patient so reagiert, sehr schön. Krankheitsbedingt können Patienten einem den Arbeitsalltag ungemein erschweren, hier zu differenzieren, dies anders zu beurteilen UND ruhig+angemessen zu reagieren erfordert m.M. nach eine ordentliche Reife.



Es gelingt nicht mir nicht immer ruhig und gelassen zu bleiben - auch nicht nach all den Jahren, manchmal hab ich den Eindruck, jetzt weniger als vor ein paar Jahren, weil die Arbeitsbelastung, die Arbeitsdichte enorm gestiegen sind.

Das ist jetzt keine Entschuldigung für unangemessens Verhalten, eher ein Anhaltspunkt, dass man auch vereinzelt klare, deutliche Worte finden muss.