3. Ausbildungstag und schon angepampt worden

  • Ersteller Ersteller Steffi92
  • Erstellt am Erstellt am
Da draußen sind sechs Milliarden Menschen. Die werde ich nicht alle dazu bringen können mich liebzuhaben.
Nirgendwo steht etwas von einer solchen Zielsetzung....ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert, mit welcher Selbstverständlichkeit hier empfohlen wird, etwas hinzunehmen, was einen nicht gut tut.
 
... Pflegepersonen sollten Vorbilder für Azubis sein, die bleiben wo sie sind, wissen was sie tun... Hatte vielleicht andere Erwartungen, vorbildlichere als sie sind. Vielleicht einfach zu hohe und gutmütige Erwartungen, ich weiß nicht.

Ich denke, genau hier liegt dein Problem. Du erwartest "Heilige" und erlebst, dass es- wie in der realen welt auch, durchaus auch "Teufelchen" dabei sein können.

Setz dich net unter Druck. Das wird schon. Heute lief es net so gut. Morgen ist ein neuer Tag.
Heute hast du gelernt, dass du für deine Rechte sofort einstehen musst- morgen kannst es ausprobieren, wie es klappt, wenn du es anders machst. Übung macht den Meister.

Elisabeth
 
Ich erwarte nicht das alle ,,Heilige´´ sind aber wenigstens am Anfang mehr Rücksicht nehmen könnten und sich mal in die Lage eines neuen Azubis hineinversetzen sollten. Jeder war selbst mal Azubi und man sollte so behandelt werden wie man auch behandelt werden will.

Aber okay, danke Elisabeth. Ich werde es versuchen auch wenn es ein nicht einfacher Schritt ist seine Rechte und Gefühle einzustehen.
 
Es ist nie einfach, sich und seine eigenen Ansprüche zu ändern. Dabei ist es völlig egal, ob man Azubi oder alter Hase ist.

Es wird schon- nur Mut.

Elisabeth
 
Auch wenn Ihr jetzt über mich herfallt.
Wie oft ist es jedem/jeder Einzelnen hier schon passiert, dass er ungerecht angemotzt wurde. Das ist doch kein Phänomen der Krankenpflege, sondern kommt überall vor. Damit muss man einfach lernen zu leben. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. Wenn ich gleich beim ersten Anranzer in Tränen ausbreche und die Welt nicht mehr verstehe, sollte ich mir einen Job suchen in dem ich allein arbeite und so wenig wie möglich menschlichen Kontakt habe.
Um so mehr Menschen um mich herum sind um so größer ist nunmal die Wahrscheinlichkeit in eine Situation zu kommen die ich ungerecht empfinde. Aber was soll's, da muss man durch.
Ich würde jede Wette eingehen, dass die TE auch schonmal jemanden ungerechtfertigt angeschnauzt hat, das ist nunmal das wahre Leben.
Ganz ehrlich, die Sorgen einiger hier kann ich absolut nicht nachvollziehen, so lebensfremd kann man doch gar nicht sein, dass man denkt, dass man im Leben nur geknuddelt und gekuschelt wird.
Was meint Ihr, wie in anderen Berufsbranchen mit den Azubis umgesprungen wird? Nicht dass ich mir sowas in unserer Branche wünschen würde, aber ganz ehrlich unsere Schüler habe es doch zum Großteil richtig gut und das ist auch gut so.
Der TE würde ich noch empfehlen, sich ein etwas dickeres Fell zuzulegen, es wird in ihrem Berufsleben noch häufiger vorkommen, dass sie angemotzt wird, auch unberechtigterweise.
 
*überdichherfall* :D
Also ich kann Steffi schon verstehen.
Als Azubi in eine ganz neue Situation gestellt sind einige nun mal unsicher und beziehen alle "komischen Blicke" und "dumme Kommentare" auf sich. Ich komme auch oft in die Versuchung und dann muss ich mir immer ganz bestimmt sagen, dass ich eben nicht alles auf mich beziehen muss und auch mal Sachen ansprechen kann, wenn sie mich stören.
@ Steffi: Bei mir war es so, dass ich mir langsam mehr Selbstbewusstsein aufgebaut habe. Jetzt bin ich im Oberkurs und ich würde nicht mehr alles auf mir sitzen lassen. Lass dir Zeit :) und beherzige Hypertone Krises Rat, den find ich nämlich gut.
 
Hi Steffi,

ich kann dich und deine Situation sehr gut verstehen. Es ist schwierig mit den unterschiedlichen Erwartungen in der Ausbildung zurecht zu kommen. In meiner Ausbildung musste ich auch mit unterschiedlichsten Charakteren auf den Stationen zurecht kommen. Da hab ich nicht nur einmal gedacht, warum hat man die aus ihrem Käfig gelassen. Man ist halt vor den menschlichen Schwächen nicht gefeit.
Egal ob du am 3. oder am 50. Ausbildungstag angepampt wurdest, du musst an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Den ohne das, wirst du keinen Spass in diesem Beruf haben..

LG
 
Auch wenn Ihr jetzt über mich herfallt.
.
...oder Du über mich...:lol:: Ich stimme Dir zu: Das Leben ist kein Ponyhof...und mit der Prämisse piep piep piep- wir haben uns alle lieb kommt man definitiv auch nicht weiter...ABER was bitte spricht dagegen, dennoch gewisse Umgangsformen zu wahren, respektive, sich gegen unangemessene zur Wehr zu setzen? Ist es nicht so, dass uns eine schlechtes Arbeitsklima meistens mehr zu schaffen macht, als der Zeitdruck...die Arbeitsdichte...das Leid der Patienten? Zumindest ich habe mich häufig während und nach dem Dienst noch häufig daran aufgerieben , wie mit mir umgegangen wurde. Und erst als ich gelernt habe, dieses Unbehagen ernst zu nehmen und mich mit mit den entsprechenden Kollegen zu konfrontieren, ging es mir besser.

Auch relativiert sich für mich dieser Anspruch nicht, in dem ich unsere mit anderen Branchen vergleiche oder den Azubi daran erinnere, dass er eben Azubi ist und Lehrjahre keine Herrenjahre sind...In unserem Haus neigen die lieben Kollegen dazu, ihren pädagogischen Auftrag zu vernachlässigen, und die Azubis als Dispositionsmasse zu missbrauchen, um sich dann im Zweifelsfalle darüber zu beschweren, wie defizitär er arbeitet...jetzt schweife ich ab...:verwirrt:

Ich erwarte von mir selbst und von jedem anderen eine sachliche und Respektvolle Art, sich zu äußern. Einen Neuling anzupampen ist um so schlimmer, weil dieser sich noch in der Orientierungsphase befindet und leider nur allzu oft meint aufgrund seiner Abhängigkeit, alles hinnehmen zu müssen.
 
Was meint Ihr, wie in anderen Berufsbranchen mit den Azubis umgesprungen wird?


Das erinnert mich damals vor 11 Jahren, wo ich meine Bäckerlehre angefangen habe^^
Eines morgens habe ich mal eben 40 Brote im Ofen verbrennen lassen.
Mein Meister ging zum Ofen....schrie wie am Spieß.
Dann habe ich ihn schnaufend stampfen hören und plötzlich flogen mir einige Kohlebrote entgegen.
Am nächsten Tag war wieder alles ok und keiner hat darüber mehr ein Wort gesprochen^^.
 
Joah- und es gab auch eine Zeit, da war es durchaus üblich, die Prügelstrafe bei Schülern und Azubis anzuwenden...wie gesagt: Es relativiert sich nichts durch noch drastischere Beispiele...und: Zeiten ändern sich zum Glück... :flowerpower:
 
Das erinnert mich damals vor 11 Jahren, wo ich meine Bäckerlehre angefangen habe^^
Eines morgens habe ich mal eben 40 Brote im Ofen verbrennen lassen.
Mein Meister ging zum Ofen....schrie wie am Spieß.
Dann habe ich ihn schnaufend stampfen hören und plötzlich flogen mir einige Kohlebrote entgegen.
Am nächsten Tag war wieder alles ok und keiner hat darüber mehr ein Wort gesprochen^^.


Es wäre ja klasse, wenn alles sich am nächsten Tag so relativert, wie es sich mit verbrannten Brötchen tut. Aber leider sind Menschen unterschiedlich lange nachtragend und manche Teams haben ein enormes Elefantengedächnis.
 
Das ist aber, weil du einen Fehler gemacht hast.
Wenn ich Fehler mache wird es mir nett gesagt und dann ist es gut aber worum es sich gerade hier in meinem Thread geht war es nur eine Nachfrage und ich wurde so angepampt. Nur, weil ich nochmal nachgefragt habe, weil ich ihre Aufforderung akustisch nicht verstanden habe.
 
Joah- und es gab auch eine Zeit, da war es durchaus üblich, die Prügelstrafe bei Schülern und Azubis anzuwenden...wie gesagt: Es relativiert sich nichts durch noch drastischere Beispiele...und: Zeiten ändern sich zum Glück... :flowerpower:
Also doch Kuschel- und Knuddelzwang in der Krankenpflegeausbildung.
Ich sage ja nicht, dass jemand respektlos behandelt werden soll, sowas geht gar nicht, aber herrje, hat nicht jeder von uns mal einen schlechten Tag? Rutscht einem an so einem Tag nicht mal was raus? Darum ging es hier ja. Wie will die TE denn wissen, wie besagte Kollegin normalerweise ist. Es war an ihrem 3. Tag!
Ich finde da die Empfindlichkeit schon ein wenig übertrieben. Wenn solche Reaktionen permanent vorkommen, dann muss was geschehen, dann muss mit der Kollegin ein ernstes Wort gesprochen werden, keine Frage.
Aber jede negative Reaktion gegenüber einem Schüler zu verteufeln und als schlimm zu empfinden, halt ich für überzogen!
 
Das ist aber, weil du einen Fehler gemacht hast.
Wenn ich Fehler mache wird es mir nett gesagt und dann ist es gut aber worum es sich gerade hier in meinem Thread geht war es nur eine Nachfrage und ich wurde so angepampt. Nur, weil ich nochmal nachgefragt habe, weil ich ihre Aufforderung akustisch nicht verstanden habe.

Bist Du Dir da sicher? Wie war denn die Gesamtsituation? War vieleicht ohnehin schon großer Stress? War die Kollegin schon durch andere Dinge gestresst oder genervt? Manchmal reicht da eben ein solcher kleiner Anlass um das Fass zum überlaufen zu bringen? Das kennt doch nun wirklich jeder von uns!
Und ganz ehrlich, mir wäre es lieber, wenn die Kollegin mich als Kollege sinnlos anmotzt, als dass sie ihren Frust beim Patienten ablässt.
 
Also doch Kuschel- und Knuddelzwang in der Krankenpflegeausbildung.
NEIN ! Ich kann Deinen Rückschluss auch nicht nachvollziehen, zumal ich mich diesbezüglich doch sehr klar positioniert habe.
hat nicht jeder von uns mal einen schlechten Tag?
Ich wiederhole mich zwar aber genau deshalb ist so etwas wie Selbstreflektion bzw.- disziplin und die eigenen Abgrenzung umso notwendiger. Und wenn ich mich mal im Ton vergreife, dann breche ich mir auch keinen Zacken aus der Krone, mich zeitnah dafür zu entschuldigen- alles andere ist unproffesionell...destruktiv und eher ungesund.
Du magst meinen Anspruch für vollkommen überzogen halten, aber seitdem ich auf die Art und Weise , wie wir im Dienst miteinander umgehen, vermehrt achte und auch entsprechend eingreife, entwickelt sich die Atmosphäre spürbar zum Positiven hin.
 
Und ganz ehrlich, mir wäre es lieber, wenn die Kollegin mich als Kollege sinnlos anmotzt, als dass sie ihren Frust beim Patienten ablässt.
:-? Never ever- spätestens dann erschöpft sich mein Helfersyndrom. Die Alternative, mich nicht sinnlos anmotzen zu lassen ist also tatsächlich sooo abwegig?
 
Die Kollegin kam gerade zur Spätschicht, ich hatte Frühschicht.
Dann war sie gerade mal eine halbe Stunde da und schon ging der Tonfall vor der Übergabe los. Zu den anderen war sie ganz nett wie immer wie ich es mitbekommen habe. Also warum dann nicht auch nett zu mir?
Also wenn ich immer die Frust an meinen Kollegen ablassen würde, dann würde ich ungern arbeiten kommen, jeden Tag dieselbe ******e anhören zu müssen. Für mich wäre es kein tolles Arbeitsklima.
 
Also wenn ich immer die Frust an meinen Kollegen ablassen würde, dann würde ich ungern arbeiten kommen,
Ich stelle mir gerade vor, wenn jeder schlechte Tag eines jeden Mitarbeiters im Dienst Niederschlag finden würde....Himmel....:wut:
 
Wenn eine Mitarbeiterin dich anpampt, nur weil du nochmals hinterfragt hast, was genau sie nun von dir möchte, dann finde ich, solltest du darauf reagieren. Sachlich, aber bestimmt nachfrage: Warum pampst du mich so an? Ich habe dich gefragt was du genau möchtest, weil ich es richtig machen will. Ich rede auch in einem normalen Ton mit dir, und darum erwarte ich, dass du ebenso mit mir redest.
Und das wirklich direkt in der Situation. Ein paar Tage oder Wochen später (damals hast du .... bla blaa) bringt nichts. Direkt ansprechen. Hinterfragen warum sie das macht. Sie bitte, das zu unterlassen.
Wenn sie dich anschliessend Missbilligend anschaut oder dir nur widerwillig Tschüss sagt, kann ich dir nur raten, das einfach zu ignorieren. Ihr müsst keine Freunde werden. Bei manchen Menschen passt es einfach nicht. Ihr sollt lediglich in einem angemessenen Ton eure Arbeit gut verrichten. Fertig. Wenn sie die Tage davor nett zu dir war, kann es natürlich auch sein, dass sie einfach einen schlechten Tag hatt. Wobei ich persönlich das keinen Grund finde, jemanden doof anzumachen. Denn mein Gegenüber kann nichts dafür, wenns mir nicht gut geht. Aber an solchen Tagen rutsch einem vielleicht eher mal was raus, was man sonst nicht gesagt hätte.
Bei dem Fall mit dem Essentablett wo du schilderst hättest du zu der betreffenden Schwester gehen können und ihr das erklären können. Der Pat. hat der Schülerin sein Tablett wieder mitgegeben , weil er nichts essen wollte. Es wäre schön gewesen, wenn du mich nicht gleich angemault hättest, sondern erstmal nachgeschaut oder nachgefragt hättest, warum es so ist.
Ich wiederhole nochmal: In solchen Situationen wirklich sofort ansprechen. Manchmal fällt einem das selber auch gar nicht auf, wenn man etwas überreagiert. Da tut es ganz gut, wenn man mal darauf hingewiesen wird.
Wenn andere Schüler dich schon vorgewarnt haben, schön und gut. Aber auf sowas würde ich an deiner Stelle nicht hören. Denn jeder hört, fühlt und reagiert anders. Der eine Schüler kommt mit Schwester X nicht zurecht, findet sie doof, wird von ihr angemault. Der andere Schüler ist ganz begeistert von Schwester X. Also, am besten immer neutral reingehen, sich das anschauen und sich selber eine Meinung von den entsprechenden Mitarbeitern bilden. Sonst machst du dich nur verrückt, obwohl es oftmals gar nicht sein müsste.
Im allgemeinen solltest du vielleicht ein bisschen dran arbeiten, nicht alles so sehr persönlich zu nehmen. Versteh mich nicht falsch, natürlich geht es nicht, das ein anderer Mitarbeiter dich anschnauzt. Aber sowas passiert nunmal, wir sind alle nur Menschen und oftmals bekommts eben einer ab, der gar nichts dafür kann. Dann musst du wirklich drüber stehen, die Situation ansprechen und danach das ganze abhaken.
Ich an deiner Stelle würde weiterhin mit den Pflegekräften so umgehen wie bisher. Und wenn nochmal sowas passiert, ansprechen.
Lass den Kopf nicht hängen!!
 

Ähnliche Themen