Wechsel des Ausbildungsträgers bei generalistischer Ausbildung?

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Hallo liebes Forum und erstmal ein frohes neues Jahr an alle.

Schon in der Vergangenheit gab es hier ja einige Threads zum Ausbildungsplatzwechsel während der Ausbildung.
Ich befinde mich nun in der generalistischen Ausbildung zur Pflegefachfrau. Die Ausbildung an sich, bzw die Aufgaben die sie mit sich bringt, bringen mir unglaublich viel Freude aber es gefällt mir in meinem Ausbildungshaus absolut nicht. Viel näher möchte ich darauf nicht eingehen, kann aber sagen dass ich unter den Azubis nicht alleine mit dieser Meinung stehe.
Da unter solchen Umständen die Ausbildung gefühlt verdammt lang werden kann mache ich mit Gedanken den Träger, sprich Krankenhaus und Schule, zu wechseln.
Leider scheint es bisher keine Erfahrungswerte diesbezüglich geben und daher meine Frage:
Weiß jemand ob es in der generalistischen Ausbildung generell möglich ist zu wechseln?
Oder an wen kann ich mich wenden um nähere Informationen zu bekommen?

Danke vorab an alle und ein schönes Neujahr für euch.

Liebe Grüße.
 

-Claudia-

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Ein Schulwechsel ist auch in der generalisierten Ausbildung nicht verboten. Du musst halt eine Schule finden, die Dich als Quereinsteigerin akzeptiert.
 
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Hallo Claudia,

danke für deine Antwort.
An der "neuen" Schule bewerbe ich mich dann regulär mit dem Hinweis auf Quereinstieg in der Bewerbung, oder macht es Sinn vorher dort schon einmal anzurufen und nachzufragen? Was macht in dem Fall einen besseren Eindruck?

Liebe Grüße.
 

renje

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Wechsel - grundsätzlich möglich ja, das Gesetz stellt dir da keine Hindernisse in den Weg.

Aber:
Es müsste abgeglichen werden, wieviel Unterrichtsstunden da und wieviel an dem neuen Ausbildungsplatz, sollte nicht das große Problem sein.

Du bist noch in der Probezeit und da willst du schon wechseln - da stellt sich die eine oder andere Frage.

Beim Wechseln gibt es immer Startschwierigkeiten mit dem Schulstoff, richte dich darauf ein.
Für unsere Überlegungen werden daher bei uns die Noten in die Überlegungen mit einbezogen.

Beim Vorstellungsgespräch muss der Bewerber sehr stimmig seine Beweggründe darlegen, denn wir möchten schon Wissen ob das reichlich Überlegt war, oder der Bewerber bei den ersten Schwierigkeiten das Handtuch schmeisst und ob bei den Gründen des Bew. überhaupt die Chance bestünde, dass es bei uns besser werden könnte.

Aus schulischer Sicht, abgesehen von Noten als Anhaltspunkt für einen erfolgversprechenden Einstieg und Probezeit:
Oft werden mehr Bewerber aufgenommen, da immer einige abbrechen - Erfahrungswerte aus den letzten Jahren als Grundlage. So starten wir im Herbst mit 36 Schülern obwohl 32 die Höchstzahl sind, bis zum Examen bleiben dann 25-28 übrig.
Brechen mehr ab als erwartet damit für dich ein Ausb.platz frei wäre - spricht das dann für deine neue Schule?

Überlege ob du deine Einstellung zu bestimmten Dingen, oder die Umgebungsbedingungen (z.B. andere Station) ändern kannst?
Box dich zumindest das erste Jahr durch. Dein ganzes Arbeitsleben werden dich Probleme begleiten, mit denen du einen Umgang/Zugang finden musst, sonst bleibst du nicht allzu lange im Job.

Zum Schluss ganz wichtig für deine Überlegungen - woher willst du Wissen, dass es wo anderst so viel besser sein sollte?

oder macht es Sinn vorher dort schon einmal anzurufen und nachzufragen? Was macht in dem Fall einen besseren Eindruck?
Vorher Anrufen:
Was sollten die dir Sagen ohne Unterlagen, meist wird dich die Sekretärin vertrösten oder gleich Absagen.

Liegen aber Unterlagen vor und du rufst dann mal ganz unverbindlich an um zu Fragen ob denn die Unterlagen eingegangen sind und ob du evtl. mit der Schulleitung mal sprechen könntest, liegt der SL zur Beurteilung was vor und dein Name ist im Gedächtnis, das weckt eher Interesse.
 

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