Warum verlassen Männer die Pflege so schnell? Revierkämpfe im frauendominierten Team!

Nachtbruder2026

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Pflege
Titel: Warum verlassen Männer die Pflege so schnell? Revierkämpfe im frauendominierten Team!

Hallo zusammen,

ich sehe es immer wieder: Männliche Pflegekräfte halten in Altenheimen, Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen oft nur wenige Wochen oder Monate durch. Kaum sind sie da, sind sie weg – und das obwohl die Fachkräfte dringend gebraucht werden.

Interessanterweise:
Wenn Männer miteinander arbeiten, läuft vieles harmonisch und effizient.

Aber in frauendominierten Teams scheint plötzlich jedes Wort, jede Entscheidung ein Konfliktpotenzial zu haben. Revierkämpfe, ständige Kritik, Gemörgel – der Arbeitsalltag wird extrem belastend.

Fragen an die Community:

Kennt ihr das? Warum funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen in der Pflege oft so schwierig?

Liegt es an Teamdynamik, unterschiedlichen Kommunikationsstilen oder falschen Erwartungen?

Wie kann man verhindern, dass gut ausgebildete Pflegekräfte bereits nach wenigen Wochen abspringen?

Ich würde gerne diskutieren, warum das ein strukturelles Problem ist und welche Wege es gibt, Teams so zu gestalten, dass alle – Männer wie Frauen – erfolgreich zusammenarbeiten können, statt dass wertvolle Fachkräfte verloren gehen.
 
Du setzt voraus, dass es strukturelles Problem gibt. Du stellst Deine persönliche Erfahrung als allgemeingültig dar. Ich habe es bisher noch nicht so erlebt. Wir Frauen sind in der Pflege grundsätzlich in der Überzahl, fast jedes Team sollte also in der Mehrheit aus Frauen bestehen - trotzdem wüsste ich nicht, wo Männer konsequent vergrault werden und dass sie alle paar Wochen den Arbeitgeber wechseln. Es mag vereinzelt vorkommen, für ein flächendeckendes Phänomen halte ich es nicht.

Vielleicht solltest Du Dich fragen, warum die Zusammenarbeit in Deinem Team so schwierig ist. Liegt das wirklich an den Geschlechtern? Oder spielen da vielleicht auch noch andere Faktoren eine Rolle? Aus welchen Gründen kündigen Eure Leute so schnell und häufig? Und sind das wirklich nur die mit den Y-Chromosomen?
 
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Hallo Claudia,
danke für deine Rückmeldung – ich verstehe vollkommen, dass man vorsichtig sein sollte mit Verallgemeinerungen.
Mir geht es weniger darum, alle Männer in der Pflege über einen Kamm zu scheren. Ich spreche aus meinen Erfahrungen in mehreren Teams und Einrichtungen, in denen ich beobachtet habe, dass männliche Kollegen oft schneller abspringen, während die Zusammenarbeit unter Männern im Team sehr harmonisch funktioniert.
Ich frage mich daher eher, welche Faktoren in frauendominierten Teams diese Dynamik begünstigen. Ist es die Kommunikation, Führung, unterschiedliche Erwartungen oder einfach die Teamkultur?
Mich würde sehr interessieren, ob andere hier ähnliche Erfahrungen gemacht haben – und vor allem: Welche Ansätze helfen, Teams so zu gestalten, dass alle Fachkräfte, unabhängig vom Geschlecht, langfristig gerne bleiben und erfolgreich zusammenarbeiten?
 
Hallo Claudia,
danke für deine Rückmeldung – ich verstehe vollkommen, dass man vorsichtig sein sollte mit Verallgemeinerungen.
Mir geht es weniger darum, alle Männer in der Pflege über einen Kamm zu scheren. Ich spreche aus meinen Erfahrungen in mehreren Teams und Einrichtungen, in denen ich beobachtet habe, dass männliche Kollegen oft schneller abspringen, während die Zusammenarbeit unter Männern im Team sehr harmonisch funktioniert.
Ich frage mich daher eher, welche Faktoren in frauendominierten Teams diese Dynamik begünstigen. Ist es die Kommunikation, Führung, unterschiedliche Erwartungen oder einfach die Teamkultur?
Mich würde sehr interessieren, ob andere hier ähnliche Erfahrungen gemacht haben – und vor allem: Welche Ansätze helfen, Teams so zu gestalten, dass alle Fachkräfte, unabhängig vom Geschlecht, langfristig gerne bleiben und erfolgreich zusammenarbeiten?
Hallo Claudia,
Um meine Beobachtungen einzuordnen: Im Jahr 2024 haben insgesamt 14 Kolleg:innen gekündigt, davon 12 Frauen und 2 Männer. Die Gründe lagen nicht am Geschlecht, sondern an Unzufriedenheit und organisatorischen Problemen:
Überlastung durch ständiges Einspringen und Anrufe an freien Tagen
Fehlerhafte Abrechnungen, Nachlaufen von Stunden
Stempeluhrzeiten, die nicht korrekt übertragen wurden
Unstimmigkeiten bei Lohnabrechnungen
Probleme mit der Führung der Stationsleitung, aushändigen der dienstpläne eine Woche im voraus zum nächsten Monat.

Da es im klinischen Bereich nur wenige männliche Kolleg:innen gibt, fällt auf, dass die letzten beiden Kündigungen Männer waren. Meine Beobachtung, dass männliche Pflegekräfte manchmal schneller abspringen, bezieht sich also eher darauf, wie ein kleiner Anteil von Männern unter schwierigen Bedingungen reagiert.
Mich interessiert besonders, ob andere hier ähnliche Erfahrungen gemacht haben – und welche Lösungsansätze geholfen haben, Teams so zu gestalten, dass alle Fachkräfte, unabhängig vom Geschlecht, gerne bleiben.
 
Um meine Beobachtungen einzuordnen: Im Jahr 2024 haben insgesamt 14 Kolleg:innen gekündigt, davon 12 Frauen und 2 Männer. Die Gründe lagen nicht am Geschlecht, sondern an Unzufriedenheit und organisatorischen Problemen:
In diesem Fall verstehe ich weder die Überschrift noch den frauenfeindlichen und reißerischen Tonfall Deines Eingangsbeitrages.
 
Interessanterweise:
Wenn Männer miteinander arbeiten, läuft vieles harmonisch und effizient.

Aber in frauendominierten Teams scheint plötzlich jedes Wort, jede Entscheidung ein Konfliktpotenzial zu haben. Revierkämpfe, ständige Kritik, Gemörgel – der Arbeitsalltag wird extrem belastend.

Fragen an die Community:

Kennt ihr das? Warum funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen in der Pflege oft so schwierig?

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Ich habe gegenteilige Erfahrungen gemacht.

Wir hatten mal ein Team, da waren wir fünf oder sechs Männer - wohlgemerkt Vollkräfte. Also ein extrem hoher Männeranteil für ein Team!
Das Arbeiten empfanden viele Frauen nicht als angenehm, da bei so vielen Männern auf einem Haufen der Ton entsprechend rauh war. Auch ich fand manches „drüber“. Einer versucht den anderen zu übertrumpfen und es wurden teils derbe Witze und Sprüche gerissen.

Aber auch ein praktisch (fast) reines Frauenteam ist oft keine Freude und muss keinesfalls harmonisch laufen.

Aus meiner Erfahrung heraus funktionieren gemischte Teams am besten.
 
Ich hab zweierlei Erfahrungen.

Ich hab schon in ausschließlich weiblichen Teams sehr gut gearbeitet. Es hat mehr mit dem Niveau an Bildung und Erwachsen sein zu tuen.
Auch habe ich Männer dominierte Berufe gesehen wo sich die Jungs nichtmal den Dreck unter den Fingernägeln geschenkt hätten.

Es hat viel mehr mit Niveau, Bildung, gut gewachsene Persönlichkeit zu tuen.
Dazu noch mit Umweltfaktoren wie Stress, schlechte Führung, Teamarbeit oder Einzelkämpfen etc.

Ich mache diese "Zickereien" mehr am Bildungsniveau und Charakter fest.

Leider fällt die Pflege mir da eher negativ auf obwohl gut gebildet. Denn diese Form von Beißereien, hatte ich bisher nur bei wirklich niedrig bezahlten Jobs zur der man auch keine Qualifikation brauchte erlebt.

Ich hab mal in einer Spühlküche gearbeitet. Kantine und anschließend das Geschirr halt spülen.
Man kann's nicht anders sagen, das war ein Affenstall. Sobald die Führungskraft "Koch" abwesend war, brach da ein Krieg nach Macht aus... Und der wurde derart peinlich betrieben. Gleiches habe ich auch bei McDonalds erlebt. Auch bei Renigungskräften. Und da gab es keinen Unterschied zwischen Frau und Mann.

Ich hab damals viel rum gejobt, Ferien etc. Der wirkliche Faktor den ich da ausmachen konnte war, schlecht bezahlt, kaum bis keine Qualifikation. Entsprechend Gesellschaftlich abgehangen.
Umso höher das Bildungsniveau war... ja Ungunst gibt es auch da, wird aber anders ausgetragen. Hinter vorgehaltener Hand etc. Offene Angriffe hab ich im Büro nie erlebt, stattdessen ist man aus dem Nichts gecancelt worden.

Auch sind die Angriffe dem Geschlecht her unterschiedlich. Männer messen sich meiner Erfahrung mehr Körperliche Stärke/ Materiell, Frauen emotional, gesellschaftliche Attribute.

Privat umgebe ich mich mehr mit Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft. Die setzen mehr auf weibliches Netzwerken und konzentrieren sich auf ein gemeinsames Wachsen als sich gegenseitig den Boden unter den Füßen weg zu graben.

Kommt drauf an in welcher Branche man tätig ist, bringen auch gemischte Gruppen Probleme mit sich.

Ich war mal die einzige Frau in einem KT Unternehmen. Da wurde stellenweise um mich gebuhlt. Meine Anwesenheit hat da schon für Unruhe gesorgt. Ich selber habe den Ärger aber nicht abbekommen. Bis zu dem Tag als ich den Größenwahn eines Kollegen nicht mehr mit machen wollte. Genauso erlebte mein Bruder diskriminierung als er sein Praktisches Jahr zum Erzieher machen wollte. Er hat keinen Platz in einer Kita bekommen.

Es sind denke ich mehr die "Care" jobs wo sich die Leute trotz guter Bildung so an den Kragen gehen. Ich denke hier knallen Gesellschaftliche Erwartung und Realität aufeinander. Obwohl man meinen sollte, das diese es aufgrund ihre Fachbildung besser wissen sollten.
 
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