Vollzeit arbeiten als Mutter

tpol

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Krankenschwester
Akt. Einsatzbereich
Sanitätshaus
Hallo an alle,

mich plagt zur Zeit das schlechte Gewissen, da ich demnächst Vollzeit arbeiten gehen werde. Wollte hier mal nach Gleichgesinnten fragen bzw. nach Leuten, die mir Mut machen können.:bussis:
Zu meiner Situation: momentan arbeite ich als Krankenschwester zu 50% ganz normal im Schichtdienst. Mein Mann ist von ca. 07:30 bis ca. 18:00 außer Haus, ist jedoch mittags eine Stunde zu Hause.
Meine Kinder ( 11 und 15 Jahre alt) besuche beide eine Ganztagsschule, d.h. dreimal in der Woche bis 16:00 und zweimal bis 13:00.
So, nun habe ich eine Vollzeitstelle in einem Sanitätshaus angenommen. Freue mich auch wie Bolle auf den neuen Aufgabenbereich und natürlich auf die geregelten Arbeitszeiten. Die wären entweder von 08.00 bis 16.00 oder von 10.30 bis 18.30.

Habe nun "Angst" meinen Jungs zuviel zuzumuten. Als sie kleiner waren (Baby/ Kleinkind) war ich immer da, habe nur gaaaaanz wenig gearbeitet.
Was meint Ihr?
Mache ich mich umsonst verrückt?
Sorry für den langen Text, musste mir das mal von der Seele schreiben. Und ja, ich weiß, dass ich mir vor Annahme der Stelle Gedanken hätte machen sollen. Haben wir auch, haben Familienrat gehalten und alle drei Jungs meinten :" Wir schaffen das"

Hätte halt gerne einen Erfahrungsaustausch mit weiteren vollzeitarbeitenen Müttern



Lieben Gruß und danke

Achja, weniger Stunden geht leider nicht.
 
also ich denke auch, dass das zu schaffen ist ! die kinder sind nicht mehr so klein und durch die schule für den grossteil der zeit gut betreut. ein paar stunden pro Woche kommen die auch alleine zurecht ! wahrscheinlich freuen die sich sogar darauf schon riessig !!!:mrgreen:
 
Ich bin keine Mama, aber Tochter von zwei vollberuftätigen Eltern.
Meine Mutter hat auf Vollzeit gewechselt als ich ca 14 war und mein Bruder 12. Wor waren beide auf einer normalen Schule und sind damit gut zurecht gekommen.
Meine Eltern haben uns immer Essen vorgekocht dass nur aufgewärmt werden musste und das war uns nach der Schule sehr recht.
Mach dir nicht viele Gedanken ich glaub teilweise genießen deine Jungs auch mal sturmfrei zu haben :)

Viel Spaß in deinem neuen Job
 
Hallo Ihr,

vielen Dank für die aufmunternden Worte.
Wir haben uns jetzt in der Familie 6 Monate "Probezeit" verordnet und werden dann überlegen wie es läuft.
Wenn es gar nicht klappt, muss ich mir was anderes überlegen.
Wobei ich diesen Job super gerne machen möchte, und der fehlende Schichtdienst bes. Nachtdienst ja nicht zu verachten sind.
 
Hi,

also ich habe mit meiner Ausbildung angefangen, als mein Sohn gerade 2 Jahre alt War. Es War keine sehr schöne Zeit. Ich habe mich, wie du dauernd mit Selbstvorwürfen gequält und habe jede Unart die mein Kind entwickelt hat auf die fehlende Zeit mit ihm geschoben!

Habe immer dem Zeitpunkt entgegengefiebert, dass ich endlich das Examen habe und wieder mehr Zeit für mein Kind habe.
Gerade in der Examenszeit konnte ich erst gegen 21.00 anfangen zu lernen und habe teilweise bis 04.00 am Morgen gelernt.
Hat mir viel gebracht immerhin habe ich Schriftlich und mündlich mit 2 und 3 abgeschlossen.
Praktisch bin ich leider durchgefallen und musste 6 Monate verlängern. Das War mega hart. Glücklicherweise bin ich auf einer guten Station untergebracht und habe jetzt in 3 Wochen mein Wiederholungsexamen.

Ich hoffe sehr, dass ich es diesesmal schaffe!

Was ich dir damit sagen möchte...eine Ausbildung noch dazu fast 40km entfernt von meinem Wohnort ohne Auto (musste oft ins Schwesternwohnheim) würde ich nie wieder machen.
Aber mein Sohn War auch viel jünger, als deine Kinder es jetzt sind. Sie sind in einem Alter, wo man Dinge versteht und sind durch die Schule eh voll und ganz eingenommen. Irgendwann werden sie aus dem Haus sein und deshalb solltest du auch an dich denken und dich nicht mit Vorwürfen belasten. Viel Glück
 
Hallo, ich kann dich verstehen. Und ich möchte dir Mut machen. Ich habe vollzeitnah angefangen, als Tochter 11 Monate alt war. Jetzt ist die Tochter 20 Monate. Ich stille sie und arbeite.

Eine Beziehung mit Kindern setzt nicht die ständige Anwesenheit voraus.

Es ist nicht schädlich für Kinder. Mit 11 und 15 können sie das durchaus verstehen. Und meiner Meinung nach profitieren sie von Vorbild.

Wenn du nicht alleinerziehend bist, dann teile die Aufgaben auf.
 
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Hallo, ich kann dich verstehen. Und ich möchte dir Mut machen. Ich habe vollzeitnah angefangen, als Tochter 11 Monate alt war. Jetzt ist die Tochter 20 Monate. Ich stille sie und arbeite.

Der Unterschied zwischen 11 JAHREN und 11 MONATEN ist schon eklatant.
Wieso fängt man "vollzeitnah" (75-100%?) während man noch Elterngeld bezieht? o_O
 
Der Unterschied zwischen 11 JAHREN und 11 MONATEN ist schon eklatant.
Wieso fängt man "vollzeitnah" (75-100%?) während man noch Elterngeld bezieht? o_O
Weil ich es so wollte. Und weil Papa auch Elternzeit und exklusive Tochterzeit wollte. Für mich war das schon vor Geburt klar.

Edit: Soll es ein zweites geben, würde ich es wieder so machen. Ich arbeite gerne. Und die Tochter kommt nächste Woche in Kindergarten und macht es wunderbar mit. Ich arbeite 31h/Woche und mein mann 32h/Woche. Wir teilen uns so auf, dass jeder auch exklusive Kindzeit hat, aber auch genug Zeit als Familie.
 
Als meine Söhne 5 und 6Jahre alt waren, musste ich aus finanziellen Gründen auch Vollzeit arbeiten gehen, da ich alleinerziehende war. Meine Jungs haben das super gemeistert. Sie waren im Ganztagskindergarten und der "große" im Hort. Spätdienst musste ich nicht machen, da ich eine super verständnisvolle Chefin hatte. Also konnte ich um 16:00 Uhr meine Kinder abholen und wir hatten den Nachmittag für uns. Wochenenden hatten wir damals bei uns im OP immer frei, also somit geregelte Arbeitszeiten.
Mit 9 Jahren war der Ältere bereits nach der Schule allein zuhause und hat es sehr genossen. Ich habe vorgekocht und er hat es sich selber aufgewärmt.
Ein Jahr später wollte der Jüngere auch nach der Schule heim gehen. Dann waren beide ab Mittag, bis ich um 16:00Uhr nach Hause kam, allein. Hat auch sehr gut funktioniert.
Inzwischen sind meine Söhne erwachsen und äußerst erst selbständig, was sicher daran liegt, dass sie schon sehr früh auf sich gestellt waren. Unser Verhältnis ist sehr gut, auch wenn inzwischen jeder sein eigenes Leben führt.
Es war für mich auch nicht immer leicht und das schlechte Gewissen plagt einen schon, aber im nachhinein muss ich feststellen, dass niemand Schaden genommen hat.

Gute Zeit und viel Spaß im neuen Job.

opjutti
 
Mach dir darüber keinen Kopf, meine Eltern waren beide im Schichtdienst tätig, damals bin ich morgens alleine wach geworden hab mir meine Cornflakes gemacht und wurde dann von der Nachbarin morgens zum Kindergarten begleitet, zumindest die hälfte :engel:.
Als wir Nachwuchs bekommen haben, ging unser kleiner schon mit 10 Monaten in die Krippe und wir beide wieder Vollzeit arbeiten, war auch eine Sache des Geldes. Bis jetzt hat es weder mir noch unserem kleinen geschadet. Da deine beiden Kinder ja schon älter sind, glaube ich kaum dass da Probleme aufkommen werden. Ist ja auch mal ganz cool Nachmittags ohne Eltern zu Hause :rocken:

Lass dir auf keinen Fall irgendwas einreden von wegen Rabeneltern usw. das durfte ich mir oft anhören. zieh dein Ding durch und viel Spaß im neuen Job.
 
Danke euch sehr für die netten Worte

Ich lass euch in ein paar Wochen wissen, wie es läuft.

Lieben Gruß
Tpol
 
Ha ha... ich mach mir immer sorgen wenn ich meine Stiefkinder alleine lasse ob das Haus danach noch steht. Der Backofen hat schon gebrannt... LOL

Die Kids kommen super alleine klar. Die Tochter hat Netflix und der kleine Fußball.
Allerdings kümmern sich die 2 auch schon um teile des Haushaltes. So geht der erste der zuhause ist mit dem Hund raus etc.
 
Hallo,
nach einigen Wochen im neuen Job melde ich mich mal zurück.
Mein Fazit fällt leider zwiegespalten aus. Die neuen Kollegen sind alle sehr nett, die neue Tätigkeit ist natürlich ganz anders als im Krankenhaus.
Bin momentan etwas verzweifelt, es ist kaum zu glauben, aber mir fehlt die Pflege und das medizinische ( VW.....). Natürlich ist es klasse jedes Wochenende frei zu haben, ach ich weiss selber nicht, was ich will.

Zu Hause funktioniere ich wie ein Roboter, arbeite ja 40 Stunden in der Woche, da bleibt werktags keine Zeit zum Luft holen.
Ins Krankenhaus zurück möchte ich auf keinen Fall, bin so froh, dass ich keine Nächte mehr machen muss.
Hat jemand einen Rat für mich?

LG Tpol
 
Und leider komme ich als Mutter noch nicht damit klar, dass meine Kinder jeden Tag erstmal alleine sind, wenn sie aus der Schule kommen.......deswegen kullern bei mir auch schon so manches Mal die Tränen.
Kennt Ihr so eine Situation, wie geht Ihr damit um?
 
Was ist denn so schlimm daran,dass deine Kinder erstmal alleine sind!? Die beiden sind 11 und 15. Besuchen eine Ganztagsschule.Die haben mit Sicherheit soviel um die Ohren/ im Kopf dass sie vielleicht auch nicht traurig sind wenn sie mal n bischen ohne Mutti sein können:p
Oder haben deine Kinder gesagt sie sind so traurig weil du wieder arbeitest? Haben sie sich beschwert ?
Ich vermute das Problem liegt bei dir selbst.Es liest sich irgendwie als ob du selber nicht wirklich weißt was du nun möchtest....
 
11 und 15. Hast du mit den geredet? Wie empfinden sie es? Und am Anfang ist es schwierig, es müssen ja alle hinein wachsen. Habt ihr einen Haushaltsplan? Die Kinder sollen langsam auch Aufgaben übernehmen.
 
Hat jemand einen Rat für mich?
Als ich nach über 10 Jahren als Krankenschwester mich mit meiner neuen Rolle als Studentin schwer tat, meinte meine Supervisorin: "Wenn Du keine Probleme mit der Umstellung hättest, müssten wir uns eher Sorgen machen!" :mrgreen:

Aller Anfang ist schwer. Lass Dir und Deiner Familie Zeit, Euch an die neue Situation zu gewöhnen. So etwas funktioniert nicht innerhalb der ersten paar Wochen. Euer gesamter Tagesablauf hat sich geändert, Ihr werdet etwas brauchen, um Euch einzuspielen und Eure Gewohnheiten daran anzupassen.

Du gehst doch beruflich keinerlei Risiko ein. Sollte es Dir langfristig nicht in Deinem neuen Berufsfeld gefallen, kannst Du ja leicht wieder in die Pflege zurück. Ich halte es aber für verfrüht, jetzt schon das Handtuch zu werfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Beitrag ist ja schon eine weile her, aber vielleicht habt ihr auch tipps für mich. Ich fange erstmal aber mit meiner Meinung zu dem Thema an: Wenn deine Jungs meinten sie schaffen es, versuche daran zu glauben. Jetzt ist ja schon ein bisschen Zeit vergangen und hey deine Jungs sind 11 und 15! (wahrscheinlich schon 12 und 16 :) )

Wie war es denn bisher? Arbeitest du dort noch?


Zu mir,
Ich fange in 2 Wochen wieder an zu arbeiten nach 2 Jahren Pause. (BEschäftigungsverbot und dann Elternzeit), mein problem liegt eher darin, dass mein Antrag auf reduzierung der Arbeitszeit (von 40 auf 36h) noch nicht durchgearbeitet ist und ich augenscheinlich Oktober und November Vollzeit arbeiten muss. Desweiteren werde ich auf einer neuen Station anfangen, die es auch erst so seit 2 Monaten gibt.

Als ich jedoch meinen Dienstplan gesehen habe bin ich aus allen wolken gefallen, der Oktober geht ja noch mit 5 F´, 7S und ca 6N. Aber im November sieht es übel aus. Drin steht Urlaub den ich nicht beantragt habe (habe 10+5 Tage noch zu nehmen) und muss 15 Tage arbeiten.(der teil ist noch nicht schlimm) davon sind nur 2 Frühdienste und mein Kind ist erst 16 Monate alt. Er geht zwar zur Krippe aber was mache ich mit ihm wenn ich spätdienst hab? Wegen dem Papa; er ist noch zuhause, bewirbt sich aber und kann von jetzt auf gleich eine Arbeit bekommen. Großeltern sind entweder berufstätig oder haushaltlich (tiere) eingebunden und haben jeweils fahrtwege von 1-2h. Freunde können "mal" einspringen ist aber auch keine dauerlösung.(entweder selbt kleine Kinder (wer schläft nun wo? aufteilen geht ja nicht) oder im Schichtdienst.(da kann ich nicht verlangen, dass sie 6h das kind betreuen oder erst um 23 uhr von mir abgelöst werden wenn sie nächsten tag auch frühdienst haben)

hoffe jemand hat tipps. oder liebe worte.

LIebe grüße
 
Eine Reduzierung von 40 auf 36 Std/Woche wird das Problem des Spätdienstes kaum lösen denke ich.
Seltsam finde ich allerdings, dass Du Dir erst jetzt Gedanken darum machst wie die Kinderbetreuung im Spätdienst aussehen soll.
Mein Tipp: schnellstens mit dem DP-schreiber sprechen und die Situation schildern, nur der kann überhaupt etwas an den Diensten ändern. Als Alternative mehr Nachtdienste vorschlagen z.B.......
Gleichzeitig einen Antrag bei der PDL stellen, zumindest für eine begrenzte Zeit nur in F und/oder ND eingesetzt zu werden, am besten den Antrag persönlich überreichen und erläutern.
Die SD wegtauschen mit Kollegen ist oftmals auch mgl., insbesondere, wenn man evtl. andere ungeliebte Dienste, z.B. am Wochenende dafür übernimmt.
Was den Urlaub angeht kann der nicht einfach verplant werden ohne dies mit Dir ab zu stimmen, auch da mal frdl. anfragen wie der DP-Schreiber auf die Idee kommt ihn so einzutragen. Wobei das Dich letzten Endes vor Problemen bzgl. des SD eher rettet meiner Mienung nach.
Parallel dazu (man weiß ja nie wie die Vorgesetzten zu solchen Anliegen stehen) nach Alternativen für die Kinderbetreuung suchen. Wird der Papa auch im Schichtdienst arbeiten, oder hat er die Mglk. das Kind aus der Krippe abzuholen, gibt es anderweitige Mglk., wie Omadienst, Studenten, Tagesmütter oder dergleichen, die die Betreuung übernehmen könnten...usw.
 
Ich verstehe das gerade auch nicht.

Sowas musst du doch im Vorfeld klären! Wenn du keine Spätdienste kannst, hättest du vor 6 Monaten mal einen Termin bei der zuständigen PDL und SL (oder wie auch immer) machen müssen, um so etwas zu besprechen:

- Was ist mit meinem Resturlaub
- Auf wieviel Stunden reduziere ich
- Welche Schichten kann ich arbeiten
- Kann ich überhaupt reguläre Schichten arbeiten
- Lieber Wochenende, kein Wochenende usw....


2 Wochen vorher fällt dir ein, dass das alles schwierig ist...

Nun gut, du willst aber einen Tipp für jetzt:

Hol das nach!
 

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