Telefonliste der Mitarbeiter auf Station

Elisabeth: Das ist mir auch vollkommen klar und ich habe auch nicht behauptet das es anders laufen soll. Es ging darum, das opjutti der Meinung war, wenn 4 von 5 Leuten plötzlich erkranken, das System falsch wäre. Wie willst es denn verhindern das die Leute krank werden? Gar nicht. Klar können Stationen evtl geschlossen werden wenn z.b ein Noro tobt. Aber eine Notaufnahme in einer Klink kann halt nicht mal einfach geschlossen werden.
Oh sie haben einen Autounfall gehabt und sind ein Polytrauma? Pech für sie, es ist kein Personal da!
So geht das nunmal nicht. Dann muss eben Personal von anderen Abteilungen eingesetzt werden oder die gesunden Mitarbeiter der Station rangezogen werden oder eben, wie in meinem Fall, die PDL. Und genau darum ging es. Das sich bei uns die PDL nicht zu fein istl, einzuspringen. Jeder schreit die PDL`s müssen auch mal was tun und sollen auch einspringen bla bla und dann erzählt man das es in dem Haus in dem man arbeitet genau so läuft, dann ist es auch wieder nicht recht! :wut:
Narde2003: Ja da muss ich dir recht geben, bei solchen Kollegen graust es mich immer. Wenn man krank ist, hat man daheim zu bleiben und erst recht wenn man hoch ansteckend ist. Lieber fallen nur 3 Mitarbeiter aus als die ganze Station. Bei uns werden offensichtlich kranke MA die meine sie müssten zum Dienst erscheinen, gnadenlos nach Hause geschickt. Zum Wohl der Patienten und der anderen MA.
 
Narde2003: Ja da muss ich dir recht geben, bei solchen Kollegen graust es mich immer. Wenn man krank ist, hat man daheim zu bleiben und erst recht wenn man hoch ansteckend ist. Lieber fallen nur 3 Mitarbeiter aus als die ganze Station. Bei uns werden offensichtlich kranke MA die meine sie müssten zum Dienst erscheinen, gnadenlos nach Hause geschickt. Zum Wohl der Patienten und der anderen MA.
Gebe ich dir voll und ganz recht, aber ich war der Nachtdienst und sie der Spätdienst... Eine wahre Schwester Stefanie und Florence Nightingale eben in einer Person:wut:
 
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So geht das nunmal nicht. Dann muss eben Personal von anderen Abteilungen eingesetzt werden oder die gesunden Mitarbeiter der Station rangezogen werden oder eben, wie in meinem Fall, die PDL. ...

Wenn die PDL natürlich mit gutem Beispiel voran geht, sieht die Sache schon besser aus. Vor allem in der geschilderten Situation mit dem Noro. So bleibt die PDL glaubhaft und sieht wie das Personal schaffen muss. Ich denke aber, dass ca. 90% der PDLs nicht mit diesem guten Beispiel voran gehen, sondern eher darauf bedacht sind Druck auf das Personal auszuüben.
Solange es, wie Du schreibst, die absolute Ausnahme ist das jemand einspringen muss und dies dann auch noch zusätzlich vergütet wird, sind wir auf einem gutem Weg. Nur leider sind solche Beispiele (noch) die Ausnahme.
 
BamBamsche hat völlig recht,PDL's,die selber einspringen sind ne wahrlich seltene Spezies !! Ich denk nur an unsere...auweia,auweia,schon der Vorschlag allein ist'n Kündigungsgrund :boxen:!
Wir haben ja für alle Kliniken der GmbH eine Pflegedirektion und in den einzelnen Häusern sitzen "nur" stellv. Pflegedirektoren,zwar gleich 3-4 von denen,aber die siehst nie nich :wut:.
Hatten am Samstag Tag der offenen Tür und die Damen ließen sich mal in weiß blicken...oh selten so gelacht :rofl: !
 
hallo
ich habe jetzt mal die ganzen Seiten so überflogen ......
was mir fehlt ......... erst mal die IST Situation

wenn ich morgens beim abzählen merke es fehlt jemand .......... dann hilft mir herzlich wenig, das wir in der Pflege auch mal Gegenwehr zeigen müssen .....
denn der Laden muß jetzt laufen und ich brauche jemanden da die Patienten oder Bewohner Menschen sind, die versorgt werden müssen ...... jetzt

Fehlplanung gibt es bei Krankheit nicht, denn das weiß man ja nun mal nicht im vorraus

soll die PDL Leute planen falls auf Station XY morgen jemand krank wird ....... ?

ich will nicht morgens stehen und für dreie arbeiten, meine Kollegen auch nicht, also muß ich bei Krankheit mit Anrufen rechnen ..........
ICH kann aber auch "nein" sagen.....

nächster Fall ....... Katastrophenalarm ...... ich kenne auch nur, das dann ein Plan in Kraft tritt, es ist auch klar abgestimmt wer die Leute abtelefoniert, um so viele wie möglich zu erreichen ........ es sind alle Telefonnummern vermerkt, PDL, Ärzte und Pflege

aber dritter Fall ........ Kollegen geben eine Party, man ruft mich morgens an und singt ein "happy birthday" oder Wetter ist toll, Kollegin will grillen und läd mich ein .....

das sind Dinge warum ich überhaupt kein Problem damit habe, meine Telefonnummer abzugeben

übrigens ist das duchaus in den verschiedensten Branchen üblich eine Telefonliste der MA zu haben und die haben nicht alle sooooooo ein Problem damit..........

natürlich hat die Pflege Probleme mit dem Personalnotstand, aber kann es sein, das wir auch manchmal jetzt Probleme hochreden, wo keine sind ..........

denn wenn mein AG mich anruft in meinem Frei und fragt, Sr. XY ist krank, kannst du arbeiten, dann kann ich immer noch "nein" sagen ......

wer das nicht kann ........ selber schuld und das gibt es in allen Berufen, denn Krankheit kann kein AG vorraussehen, also rufen auch Bürojobs, KFZ oder was weiß ich Leute an und versuchen Krankheitsfälle auszugleichen .....

viele Grüsse
Bully
 
Danke Bully!
Du sprichst mir aus dem Herzen!!
 
Ich habe kein Problem damit, wenn angerufen wird und sachlich nachgefragt wird ob man im Krankheitsffall einspringen kann.
Der Ton macht die Musik.

In dem Moment wo nicht beachtet wird, daß man auch das Recht hat und respektiert wird" Nein" zu sagen, fällt bei mir eine "Klappe" im Gehirn sowie wenn ich mich rechtfertigen muß, daß meine persönlichen Termine und Belange ebenfalls einen Stellenwert haben, der wichtig ist.
Dann werde ich leicht säuerlich.
Und das kann zb. auch bedeuten, daß ich tatsächlich einmal einen Tag auf der Couch verbringen möchte und nicht wie eine Ameise herumkrabbeln muß, sondern daß der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer gegenüber auch eine Führsorgepflicht hat, damit dieser gesund bleibt, weil ich ganz einfach abgearbeitet bin und das Pensum, für dem Monat noch abarbeiten muß, ohne schlapp zu machen.

Ansonsten wäre ich der Ansicht, daß es keine Verpflichtung gibt überhaupt einen Telefonanschluß oder ein Handy zu haben. Ansonsten würde sich der Arbeitgeber sicher an den Kosten für den Anschluß und an der sachgemäßen Wartung sowie an Reparaturen des Anschlußes wohl oder übel beteiligen müssen.

Der Begriff "Dienstverpflichten" taucht in dem Zusammenhang immer wieder auf.

Das ist Quatsch mit Soße, ( sorry). Ich bin ja nicht bei Militär angestellt.
Der Arbeitgeber kann zwar Überstunden oder Mehrarbeit anordnen, aber dazu muß er sich dann ganz einfach an die Verfahrensweise zur Anordnung von
Mehrarbeit halten.
Es muß dann ja nur noch der Betriebsrat zustimmen. Das geht ja sicherlich ganz einfach. ;-)))) CLICK

Im übrigen werden Mehrarbeit und Überstunden meist anders vergütet, als das tatsächlich meißtens passiert.
Die sind in der Regel nicht damit abgegolten, daß man die Stunden einfach im Laufe des nächsten Jahres
wiederbekommt, es sei denn man hat ein Arbeitszeitkonto.

Liebe Grüße Fearn
 
Hallo Fearn,
diese "Dienstverpflichtung" ist leider kein Quatsch mit Soße,denn im Katastrophenfall sind die KHs im Katastrophengebiet im behördlichen Krisenmanagement eingebunden und es bestimmen der Landrat oder Oberbürgermeister oder der Ministerpräsident,wer wo eingesetzt wird.
In diesem Fall wirst Du dann vom Landkreis oder gar Bundesland dienstverpflichtet ! Ich komm jetzt nicht mehr dazu,den passenden Text dazu zu suchen,werd mich aber nachmittag dahinterklemmen und alles genau schreiben.
 
@ ZNA-Öse: Fearn ging es aber um diese unsäglichen Androhungen von "Dienstverpflichtungen" wenn es ums "normale" Einspringen bei Organisationsverschulden des AG geht.
Im Katastrophenfall hat Du Recht, aber ab gibt, wie Du schon sagst, nicht irgendeine PDL diese Anweisung, sondern sie kommen von ganz anderer Stelle.
 
Die Planung mag zwar eine Katastrophe sein, aber die ist hausgemacht.

Im Katastrophenfall greift unser Katastropheneinsatzplan der Klinik.
Die Klinikleitung wird zusammengezogen und dann läuft sogar das Szenario an, welcher Fahrweg zur Klinik benutzt wird usw.

Das hat überhaupt nichts mit dem Schnupfen einer Kollegin zu tun, die sich krank meldet. ;-))))

Beim Loveparade Desaster lief zb. die erste Stufe des Katastropheneinsatzplans in unserer Klinik an.
Das erste was dann passiert ist: Keiner der im Dienst ist fährt mehr einfach so nachhause und die gesamte
Klinikleitung ist ebenfalls im Dienst und bildet den Krisenstab, nicht nur ICH springe ein und fahre los und rette die Klinik- ,-))

Dann wäre derjenige der aus der Klinik anruft bei Stufe 1 zunächst in der Pflicht zu bleiben, -ich zuhause komme erst bei einer anderen
Stufe unseres Katastropheneinsatzplans ins Spiel.
Bei Stufe 2 verlassen alle Patienten, die gesund genug sind die Klinik und werden entlassen, damit Platz für die Katastrophenopfer
geschaffen wird und erst wenn diese Stufe anläuft werden die ersten Mitarbeiter angerufen.

Dann kommt aber immer noch zuerst die SL, die anrücken muß, bevor meine Wenigkeit benötigt wird.

Liebe Grüße Fearn
 
hallo

eigentlich geht es ja gar nicht um den Katastrophenfall, denn mal ehrlich ..........

es gibt wohl kaum Menschen, die bei einer ECHTEN Katastrophe sagen " Och nöö eigentlich hab ich keinen Bock zu arbeiten"

Ich denke, im Gegenteil, auch wenn man kein Telefon hat und man hört in den Nachrichten, dies oder jenes ist passiert ............. die meisten bieten dann freiwillig ihre Hilfe an

es geht doch eher darum .......... die AG planen natürlich das Personal so knapp wie möglich, weil Kostenersparnis und sie spekulieren darauf, es wird schon irgendwie klappen ............ O.K. gerade inder Pflege, wo es um Menschen und Verantwortung geht, ist das ein Faktor, der uns nicht gefällt und häufig äußerst grenzwertig .........

aber Leute schaut euch doch mal um ........... in Vereinen wie Aldi Lidl und Co läuft es haarsträubender, die Fleischmafia heißt nicht umsonst Fleischmafia, da kenne ich persönlich aus Ostwestfalen Situationen, da werden Arbeitnehmer nicht mal wie Menschen behandelt, erst Recht nicht, wenn sie krank sind ..........

in der Firma meiner Tochter gibt es Chefs, da werden die Verkäufer angepfiffen, wenn sie auf dem Flur stehen und 2 Min. quatschen ..........

in Reinigungsfirmen, auch in Krankenhäusern, stehen die Vorarbeiterinnen mit Stoppuhren dahinter, wielange eine Arbeit dauert ........

ich kenne noch Zeiten aus der Pflege, da gab es auf jeder Station ein /zwei Leute, die hauptsächlich mit so tun als ob, sich durch die Schicht mogelten ........
auf dem Rücken der anderen

man konnte wirklich zum Frühstück Kaffee trinken und ein Schwätzchen auf dem Flur halten und zum Mittagessen nochmal Kaffee trinken und zur Übergabe sowieso

1,5 Std Übergabe gab es auch oft genug für alle Mitarbeiter ............ HALLO

in welcher Branche gibt es das ......

und heute wundern wir uns warum der Spieß umgedreht wird, wir nun wirklich wie im Akkord schuften dürfen .......

Jeder AG egal welche Branche weiß heute, sparen kann ich z.B. am Personal, also logisch, das auch in der Pflege es niemanden mehr interessiert WAS wir tun, sondern mit wievielen Leuten kann ich so eben den Stellenplan abdecken

wobei ich denke, das in der Altenpflege da noch am meisten gelogen wird .......

und die Krankenhäuser ziehen eben schon gefährlich nach .......

denn es geht ja nicht darum "wir haben keine Pflegekräfte" sondern sie werden einfach nicht eingestellt oder es werden überall Pflegekräfte gesucht, weil zu den Bedingungen keiner mehr in der Pflege arbeiten will

aber wir haben es uns doch alle so ausgesucht,(Ironie an) wir hätten ja auch alle Lehrer oder Sachbearbeiter beim Arbeitsamt werden können (Ironie aus)

nun zum Telefon, es liegt nicht daran dem AG die Telefonnummer zu geben, es liegt an unserem eigenen Selbstbewußtsein ............ dann kann ich auch ganz ruhig meine Telefonnummer geben oder eben sagen .... nein die möchte ich nicht geben ......

viele Grüsse
Bully
 
Es kann auch ganz praktisch sein, damit man anrufen kann wenn jemand einfach nicht auftaucht...bei uns ständig der Fall, wenn jemand krank ist und vergisst, bescheid zu sagen...oder schlicht und einfach verpennt. Dann kann man da nämlich 10 Minuten nach Arbeitsbeginn anrufen und nachfragen.
 
Heute hatte ich die Betriebsrattelegramm Email in meinem Mitarbeiter-Postfach. Dort wird das Thema angeschnitten.

Kein Mitarbeiter muss seine privaten Telefonnummern preisgeben. Ausnahmen sind:

1. Man hat Rufbereitschaft
2. Zum Zweck des Katastrophenschutzes. Allerdings sind diese Telefonnumerlisten versiegelt bei einer übergeordneten Stelle der Klinik.

Jetzt ham' wa Klarheit :daumen:
 
Rein rechtlich mag das so sein dass niemand seine Nummer hinterlegen muss, aber in aller Regel hat es doch auch positive Effekte auf die Zusammenarbeit.
Und selbst mein Mann als Handwerker wurde zu seiner Angestellten-Zeit ab und an von seinem Chef angerufen zwecks irgendwelcher Nachfragen und macht es heute bei seinen Angestellten auch.
 
Hallo,
Also bei uns DARF jeder seine Telefonnummer abgeben der möchte...wer nicht will tuts eben nicht- derjenige wird dafür meines Wissens nach aber auch nicht verurteilt!
Ja, wir werden wenns auf Station eng wird auch mal im Frei angerufen, MÖCHTE ich dann einspringen erhalte ich einen sogenannten "Flexi" Bonus (ca. 45 Euro Brutto), den erhalte ich sogar dann wenn ich "nur" z.B vom Früh in den Spätdienst tausche (also wegen Engpass o.ä)...meine Überstunden darf ich irgendwann abfeiern, wenns DP-mäßig möglich ist vielleicht sogar schon am folgenden Tag ...
Unser Personalschlüssel ist allerdnigs in der Regel auch so berechnet das nicht gleich der komplette Laden zusammenfällt wenn mal jemand krank wird...im Nachtdienst oder so ist es natürlich erforderlich das man sich Ersatz sucht....
Ich denke jeder sollte für sich selbst entscheiden wem er aus welchen Gründen auch immer seine Telefonnummer gibt--- und jeder sollte im eigenen Sinne auch einfach mal "Nein" sagen können... Bei uns wird dafür jedenfalls keiner erdrosselt! Gott sei Dank!
(Ps: Genauso verhielt sich des mit dem "Nein" sagen in meiner vorherigen Klinik auch, allerdings gab es da auch keinen netten Flexi:))
Einen schönen Abend noch!
Verena
 
Das mit dem Flexibonus gibts bei uns auch, macht manchmal die Entscheidung leichter, selbst wenns nur ums Tauschen der Dienste geht, wenns eng wird.
 
Ich habe vor kurzem eine Statistik gelesen, gemäß derer 41% Prozent der deutschen Arbeitnehmer auch im Urlaub für telefonische bzw. Mail-Anfragen des Arbeitgebers zur Verfügung stehen müssen.
Wie hat die deutsche Wirtschaft eigentlich vor der Erfindung der Mobiltelefone und des Internets funktioniert? Kamen die Anfragen an Urlauber damals per Telegramm nach Mallorca, Kenia, Tunesien, Winterberg...?
Wir müssen uns nicht wundern, falls in absehbarer Zeit die Zahl der psychischen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt, weil der Umfang der privaten Freiräume immer mehr abnimmt. Freizeit ist kein Gnadenakt des Arbeitgebers, sondern eine Notwendigkeit, ohne die der Mensch dauerhaft nicht funktioniert. Und für diese Freiräume sollten wir kämpfen. Ich bin nicht der Bundeskanzler und daher ist keine Frage an mich so wichtig, als daß man sie mir nicht stellen könnte, wenn ich das nächste Mal an der Arbeitsstelle bin.
Für jeden Mist wird heutzutage angerufen. Und warum? Weil es technisch möglich ist und weil wir es zulassen.
 
Ich habe vor kurzem eine Statistik gelesen, gemäß derer 41% Prozent der deutschen Arbeitnehmer auch im Urlaub für telefonische bzw. Mail-Anfragen des Arbeitgebers zur Verfügung stehen müssen.
Wie hat die deutsche Wirtschaft eigentlich vor der Erfindung der Mobiltelefone und des Internets funktioniert? Kamen die Anfragen an Urlauber damals per Telegramm nach Mallorca, Kenia, Tunesien, Winterberg...?
Wir müssen uns nicht wundern, falls in absehbarer Zeit die Zahl der psychischen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt, weil der Umfang der privaten Freiräume immer mehr abnimmt. Freizeit ist kein Gnadenakt des Arbeitgebers, sondern eine Notwendigkeit, ohne die der Mensch dauerhaft nicht funktioniert. Und für diese Freiräume sollten wir kämpfen. Ich bin nicht der Bundeskanzler und daher ist keine Frage an mich so wichtig, als daß man sie mir nicht stellen könnte, wenn ich das nächste Mal an der Arbeitsstelle bin.
Für jeden Mist wird heutzutage angerufen. Und warum? Weil es technisch möglich ist und weil wir es zulassen.


Richtig, weil wir es zulassen! Das ist das einzigste Problem. Aber daran ist jeder selber schuld. Ich hab meine Nummer auch hinterlegt im Geschäft, bin aber deswegen nicht verpflichtet ran zu gehen. Wenn ich als erwachsener Mensch nicht in der Lage bin, das Handy links liegen zu lassen wenns klingelt, dann kann man mir aber auch nicht mehr helfen! Wenn mein Handy klingelt und das Geschäft ist dran (und wie gesagt bei uns kommt das extrem selten vor) dann kann ich doch selber entscheiden ob ich ran gehe oder nicht. Ich bin dazu nicht verpflichtet. Und wenn ich hin gehe und ich möchte oder kann aber nicht einspringen, dann kann ich Nein sagen. Auch das ist mein gutes Recht.
Wer sich also hier so wahnsinnig aufregt, das man Nummern hinterlegen kann, der kann wohl nicht nein sagen.
 
Ist ja mit dem Einspringen auf Anfrage,wenn man noch im Dienst ist,das Gleiche...entweder ich sag NEIN oder ich springe ein und maule hinterher.

Ich hab zwar auch die Nummern aller Kollegen,rufe aber eigentlich nie an,weil ich es immer so einzurichten versuche,daß ich den betreffenden Kollegen persönlich vor mir hab. Muß ich doch anrufen,hab ich beim DP was versaubeutelt,denn im Normalfall ist immer einer mehr im Dienst,als nötig ist,eben für solche Fälle.
Gut,ich hab ne super Personaldecke,aber nur am Personalmangel kann's m.E. nicht liegen,da spielen schon noch andere Faktoren mit rein,z.B. das DP-Schreibe-Talent und die Organisation durch PDL usw.
 

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