Telefonliste der Mitarbeiter auf Station

Hallo zusammen,

also zum Thema Katastrophe: so selten ist das nicht, zumindest nicht einem Haus der Maximalversorgung bzw in einer Uniklinik. Habe im Raum Köln/Bonn in den letzten fünf Jahren zweimal eine solche Situation erlebt, die für meine jeweilige Station aber recht stressfrei ablief. Stichwort Einsturz des Stadtarchivs in Köln sowie Loveparade in Duisburg. Beide Male wurde in meinem KH der Katastrophenalarm ausgelöst und alles für einen MANV vorbereitet.
Vir wenigen Jahren gab es diesen MANV ja zumindest an der UK Köln auch, als sich nach dem Zugunfall in Brühl die Verletzten in der Notaufnahme stapelten...
Soviel zum Thema "sowas passiert ja nie" ;)

Meine Telefonnummer habe ich auch angegeben, ich gehöre aber auch zu den Leuten die "Nein" sagen wenn sie nicht einspringen können oder auch wollen!
Es gibt auch Kollegen die ihre Nummer nicht angegeben haben, worüber sich auch niemand beschwert.
Was ich mies finde ich wenn meine SL mit Rufnummerunterdrückung anruft, damit man nicht merkt dass die Klinik anruft. Wohl um zu vermeiden dass jemand die Rufnummer erkennt und von vorne herein nicht dran geht.

Im Großen und Ganzen sehe ich nicht als Problem ob man die Nummer angeben sollte oder nicht, sondern wie man mit seiner eigenen Fähigkeiten Nein zu sagen umgeht.
 
.... Habe im Raum Köln/Bonn in den letzten fünf Jahren zweimal eine solche Situation erlebt, ... Stichwort Einsturz des Stadtarchivs in Köln sowie Loveparade in Duisburg. Beide Male wurde in meinem KH der Katastrophenalarm ausgelöst und alles für einen MANV vorbereitet.
Vir wenigen Jahren gab es diesen MANV ja zumindest an der UK Köln auch, als sich nach dem Zugunfall in Brühl die Verletzten in der Notaufnahme stapelten...
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Kannst du etwas zur Informationskette sahen? Wer hat wen informiert? Hat tatsähclih jemand alle Telefonnummern auf der Stationsliste abtelefoniert? Wie lange hat es dann gedauert, bis die MA vor Ort waren?

... Was ich mies finde ich wenn meine SL mit Rufnummerunterdrückung anruft, damit man nicht merkt dass die Klinik anruft. Wohl um zu vermeiden dass jemand die Rufnummer erkennt und von vorne herein nicht dran geht. ...
*ggggg* Da soll mal einer sagen mittleres Managmenet ist net lernfähig und kretaiv?

Elisabeth
 
Hallo
Auch ich habe meine Telefonnummer auf Station abgegeben. Ist manchmal ganz praktisch, wenn sich mal wieder eine Fortbildung verschoben hat, oder ganz gestrichen wurde. Da fährt man dann nicht wenigstens umsonst. Das mit der Rufunterdrückung oder das Ausleihen von Handy`s, damit der Mitarbeiter ans Telefon geht (ja das gibts) funktioniert bei mir nicht, da ich eine Telefonnummer ganz exklusiv nur für die Arbeit habe. Die hat sonst niemand. An dieses Telefon darf auch nur ich, weder Mann noch Kinder dürfen es anfassen.
Alesig
 
wer gelesen hat, elisabeth:
Hatte nur das letzte Post gelesen... aber für einen Bonus von 50€-75€ Brutto pro Einspringen... hast recht, dass ist ein net zu verachtender Anreiz.

Wie hieß das noch? Money makes the world go round.
*fg*

Elisabeth
 
Ich versteh das Problem an der Sache jetzt nicht. Bei uns gibt es eine Telefonliste, die für den Notfall gedacht ist. Wenn jemand krank wird und man dringend ersatz braucht oder so etwas. Es ist nicht dafür gedacht, jemand im frei oder Urlaub anzurufen um irgendwelche Dinge zu besprechen die man auch im nächsten Dienst besprechen könnte. Und wenn man von Zuhause aus ein bisschen Anstand von den Eltern mitbekommen hat, macht man das auch so. Bei uns gibt es überhaupt keine Probleme damit, ich bin in 2 Jahren 2 mal angerufen worden und bei den Kollegen ist es genauso. Warum sollte also keine Liste auf der Station sein?
Im Frei oder Urlaub oder nach Feierabend ist keiner verpflichtet ans Telefon zu gehen! Es sei denn man hat Bereitschaft. Und wenn ich also sehe das das Geschäft anruft und ich aber einfach keine Lust hab hinzugehen, dann geh ich nicht hin. Fertig. Dafür muss ich mich nicht rechtfertigen. Und zum Glück ist bei uns niemand dabei, auch nicht der Chef, der meckert wenn man Nein sagt.
 
Ich versteh das Problem an der Sache jetzt nicht. Bei uns gibt es eine Telefonliste, die für den Notfall gedacht ist. Wenn jemand krank wird und man dringend ersatz braucht oder so etwas. ...

Das ist aber kein Notfall, sondern ein Organisationsverschulden des AG.
 
...Im Frei oder Urlaub oder nach Feierabend ist keiner verpflichtet ans Telefon zu gehen!
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Und wenn ich also sehe das das Geschäft anruft und ich aber einfach keine Lust hab hinzugehen, dann geh ich nicht hin. Fertig. Dafür muss ich mich nicht rechtfertigen. Und zum Glück ist bei uns niemand dabei, auch nicht der Chef, der meckert wenn man Nein sagt.

Wie erkennt der MA denn nun, dass da ein Notfall vorliegt, wenn er eh net rangehen muss? Leuchtet da ein rotes Lämpchen?

100x kam der Anruf wegen Einspringen, beim 101.x geht es um einen echten Notfall, eine Katastrophe. Das juckt Sr. Lieschen net. Sie wird sich gemütlich auf die andere Seite drehen. So wie sie es immer macht, wenns Telefon bimmelt und die Arbeit dran ist.

Ich kann net verstehen, warum man so auf diese Listen pocht? Ohne Liste lässt sich die Einsatzbereitschaft net nachweisen??? Da ist man dann keine gute Fachkraft mehr???

Wär doch mal ein Test wert: Verweigerung so einer Liste mit dem Verweis, dass im echten Notfall wohl eher unwahrscheinlich ist, dass Sr. Martha da alle Nummern abtelefoniert. Das es da andere Optionen gibt, hatte narde ja schon vermerkt.

Btw.- wer hat eigentlich die private Telefonnummer der PDL? Wo ist die auf Station hinterlegt? Steht die ganz oben auf der Telefonliste?

Elisabeth
 
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Btw.- wer hat eigentlich die private Telefonnummer der PDL? Wo ist die auf Station hinterlegt? Steht die ganz oben auf der Telefonliste?
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Ds würde mich auch mal interessieren.
Ich sehe scho die Postings alá 'die ist in der Zentrale hinterlegt' etc. und niemanden juckt es, dass die eigene Telefonnummer überall bekannt sein soll. Naja, 'ne PDL ist vieleicht net so wichtig wie die "kleine" Schwester auf Station. :knockin:
 
Also auf unserer Liste steht ganz oben die Nummer der PDL, Privat zuhause sowie Privat Handy. Darauf folgt die der Stationsleitung, des Geschäftsführers, dann die des Chefarztes und die der Oberärzte. Und zwar allesamt Privat und Handy.
Elisabeth: Ein Mitarbeiter kann nie erkennen ob es ein wahrer Notfall ist. Man ist aber auch nicht verpflichtet bei einem Notfall ans Telefon zu gehen. Ich meinte damit eher, das eben wenn jemand krank wird und man dringend Ersatz braucht, dann die Liste da ist um evtll. Leute die einspringen könnten, anzurufen.
Das das in manchen Häusern ausgenutzt wird, um wegen jedem Fliegenpups anzurufen, ist mir auch klar. Ich kann ja nur das sagen, wie es bei uns ist. Wenn bei uns jemand krank wird, versucht das noch vorhandene Team immer das so zu kompensieren, ohne das jemand einspringen muss. Und in 95 % der Fälle klappt das auch. Man sollte also auch wirklich nur dann Leute anrufen, wenns gar nicht anders geht.
Bei uns ist es übrigens Dienstanweisung, dass wenn Mitarbeiter fehlen und die Station so nicht weiter laufen kann, die PDL oder die Stationsleitung einspringen muss. Wenn kein anderer Mitarbeiter Zeit hat, kommt eben die PDL. Diese wechseln sich immer wöchentlich mit einer Rufbereitschaft ab, eben für solche Fälle. Und es hat sich noch keine PDL beschwert, dass sie kommen musste.
Und genau weil ich eben weiss, das ich wirklich nur dann angerufen werde, wenn gar nichts mehr geht, gehe ich ans Telefon (wenn überhaupt dann 1 mal im Jahr) und drum macht es mir auch nichts aus, meine Telefonnummer zu hinterlegen. Würde es jetzt bei uns so laufen wie in anderen Häusern, das man mindestens 2 mal die Woche angerufen wird, würde ich dir Nummer auch nicht hinterlegen. Aber das bleibt ja auch jedem selbst überlassen, denn zwingen kann man dich dazu nicht.
 
Ist doch schön, wenn die PDL und die SL das Organisationsverschulden des Hauses kennen, es unterstützen und sogar noch kompensieren.:ccol1:

:sflouts:Herzlichen Glückwunsch, so wird sich nie was ändern!!!!


LG opjutti
 
Ist doch schön, wenn die PDL und die SL das Organisationsverschulden des Hauses kennen, es unterstützen und sogar noch kompensieren.:ccol1:

:sflouts:Herzlichen Glückwunsch, so wird sich nie was ändern!!!!


LG opjutti


Also einerseits schreien immer alle: Die PDL schaffen nichts, anderseits ist es nicht recht, wenn man bei akutem Personalmangel genau diese ranziehen kann damit sie arbeiten. Es wird immer unvorhergesehene Fälle geben, weshalb zu wenig Personal da ist. Du kannst nicht für jede Person die im Frühdienst regulär eingeteilt ist, noch zusätzlich 2 Leute einteilen, weil es ja sein könnte das beide krank sind. Irgendwo ist halt nunmal schluß mit Personal. Und wenn bei regulär 5 eingeteilten Leuten plötzlich 4 krank werden,dann ist es doch schön wenn man die PDL ranziehen kann!
Leute , ich versteh euch einfach nicht. :weissnix:
 
Ich kenne eine zeit, da musste man zwar die Pflegeangebote reduzieren wenn ein Kollege kurzfristig ausfiel. Aber der Pat. wäre nie zu Sacheden gekommen weil trotzdem alle notwendigen Arbeiten geleistet werden konnten.

Heute schafft der reguläre Dienst mal gerade noch die notwendigen Arbeiten. Fällt dann einer aus, bricht das Konstrukt in sich zusammen. Das nennt man dann Personalnotstand.

Der allerorts beschworene Personalmangel ist als eher gering zu betrachten da es immer noch Kohlgen gibt, die das System unterstützen. Was ich dann net nachvollziehen kann, warum sie mehr Personal haben wollen. Sie beweisen dem AG doch, dass es auch mit weniger als wenig geht.

Wie ist das eigentlich bei den Ärzten. Haben die auch eine Telefonliste, die abtelefoniert wird, wenn Kollege A heute net zum Frühdienst kommen kann? Wird da ein Kollege aus dem Frei abgerufen? Oder muss die vorhandene Mannschaft das kompensieren? Fällt da vielleicht auch mal an dem Tag die Visite aus? Oder versucht man weiter das optimale Angebot anzubieten?

Elisabeth

PS Die PDL kann nix schaffen. Sie hat keine Argumente weil ja alle zusagen.
 
@BamBamsche:

Wenn sich von 5 (fünf) Mitarbeitern aus dem Frühdienst gleich 4 (vier)!!! krankmelden, ist doch das System krank!!!

Wir hatten auch mal das Problem, dass sich acht Leute (allerdings von 20)
krank gemeldet haben. Daraufhin musste ein Saal erstmal geschlossen bleiben, bis der Spätdienst kam.
Unser Personalschlüssel wurde anschließend auf Wunsch aller Beteiligten sofort erhöht.
Allerdings mit Arzthelferinnen, statt Fachpersonal. Aber ich habe schon in einem anderen Post darüber berichtet, dass das eine gute Lösung war.

LG opjutti
 
Lass einmal Noro's eine Station heimsuchen, ausgehend von einer lieben Kollegin, die trotz Symptome auf Station kommt - dann hast genau das Problem.
 
Warum sollte das am System liegen? Schonmal was von Krankheiten wie Norovirus oder Grippe gehört? Hats einer und kommt zum arbeiten, geht das ruck zuck und du hast riesen Ausfälle zu beklagen.
Wir hatten den Fall. Dann war noch eine Mitarbeiterin die einen Unfall hatte und selber ins KH musst, ungeplant. Tja, wir haben nicht nur 5 Mitarbeiter, aber wenn von den anderen 20 auch 3/4 erkrankt sind, was machst dann? Pat kann man nicht immer abweisen, Notfälle müssen trotzdem angenommen werden.
Also, es ist definitiv nichts unmögliches, das so etwas vorkommt!
 
... , was machst dann? Pat kann man nicht immer abweisen, Notfälle müssen trotzdem angenommen werden. ...

1. Pflegekräfte, die krank zum Dienst erscheinen bzw. noch potentielle Ausscheider sind, sind sofort nach Hause schicken- egal wieviel Kollegen dann noch da sind.

Zum Thema: man muss dich an den Pat. denken. Als Pat. fand ich es mal besonders prickelnd, dass ich den Stationsinfekt auch mitmachen durfte. Aber der Pat. ist ja gerne im KH.

2. Notfälle müssen nur angenommen werden, wenn sie versorgt werden können. Wenn keiner da ist, kann man auch keine annehmen. Ost eigentlich eine ganz einfache Rechnung.

Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass es bei den Telefonlisten gar net um Katastrophen geht.

Man kann net auf der einen Seite mehr Personal verlangen und auf der anderen Seite alles dafür tun, dass diese Forderung net erfüllt werden muss.

Elisabeth
 
@ BamBamsche und narde:

Euer Beispiel ist ein Alibibeispiel::fidee:
Wenn ein Noro die Station heimsucht, wird diese als Infektionsbereich deklariert. Und die betroffenen MA werden hoffentlich sofort isoliert.

Wenn ein MA mit Noro auf die Station zum Arbeiten kommt und alle anderen ansteckt ,können in solch einer Situation auch keine Notfälle mehr aufgenommen werden.
Denn die werden dann ja auch infiziert!?

LG opjutti
 
Stationen mit Noro's werden gesperrt für Neuzugänge.

Aber nicht jeder dort liegende Patient ist gleich auch ein Noropatient, sondern nur inkubiert und kann nicht verlegt werden, ausser er könnte entlassen werden.

Vor einigen Jahren waren dann die PDL und Erstjahresschülerin alleine im Dienst, der Rest des Personals lag am Noro darnieder. Ich war in der Nacht eingesprungen (War nicht meine Station und meine Abteilung). Die Spätdienst Pflegekraft meinte noch voller Aufopferung: Ja, heute morgen kam ich noch nicht vom WC, aber nu bin ich da...

Solche Kollegen bereiten einem viel Freude bei ihrem Helfersyndrom:fidee:
 

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