- Registriert
- 05.11.2009
- Beiträge
- 44
- Beruf
- Gesundheits- und Krankenpfleger && Erste-Hilfe Ausbilder
Hallöchen,
hab gerade einen Praxiseinsatz in der allgemeinen Psychiatrie mit Schwerpunkt Borderline. Ist mein aller erster Einsatz überhaupt. Bin frisch im Oktober angefangen und hab so gut wie keine Vorerfahrung im Gesundheitswesen.
Ich dachte eigentlich das ich mit meinen Kollegen ganz gut klar komme, aber heute meinte dann die Stationshilfe zu mir - mit der ich mich ganz gut verstehe - das die in meiner Abwesenheit über mich gesprochen haben. Sie hat mir den Tipp gegeben das ich mich nie im Dienstzimmer allein hinsetzen soll, weil das anscheinend nicht gut aussieht. Weder für Kollegen, Patienten oder auch für "die da oben" (sprich Stationsleitung). Ich soll immer nachfragen ob ich was tun kann oder mich sonst beim Essen zu den Patienten setzen und mit denen reden.
So an sich ist das natürlich richtig, aber ich fühle mich trotzdem etwas ungerecht behandelt. Ich bin gerade mal den vierten Tag auf der Station und hab einen kleinen Durchblick vom Tagesablauf und Therapieprogramm, kann mir also meine Aufgaben nicht selbst suchen.
Für mich sind zwei Praxisanleiter zuständig, die sich meine Anleitung teilen wollen, da einer ja nicht immer da sein kann. Jedenfalls redet der eine ziemlich gerne, erklärt mir auch alles soweit, nur lässt mich zwischenzeitlich einfach mal stehen ohne zu sagen wo er nun hin geht und ob ich mit kann. Und ich lauf dann natürlich nicht ständig hinterher. Jedenfalls is er dann einfach mal länger verschwunden und ich bleib im Dienstzimmer hocken und beschäftige mich mit Akten und Ordern. Das ich da etwas mehr Ahnung von habe.
Bei der anderen Anleiterin is es so, dass sie hin und wieder sagt das sie sich jetzt konzentrieren muss - heißt für mich ja eigentlich ruhig sein - also beobachte ich, damit sie nicht durcheinander kommt und falsche Medikamente stellt oder so. Da sitz ich dann auch rum und guck ihr zu, weil ich die Medikamente noch nicht stellen darf und ohnehin keine Ahnung davon habe. Sie hat mir auch gesagt das ich da nicht helfen kann. Nachdem ich dann losgeschickt wurde um einem Patienten beim duschen zu unterstützen, sollte ich dann alles mögliche desinfizieren. An sich ja kein Problem. Nur hab ich dann erstmal Ärger von der Putzfrau bekommen, weil meine Anleiterin mir den falschen Eimer hingestellt hat.
Nachdem ich dann noch ein Bett ausgewaschen hab und die Blutdruckgeräte desinfiziert habe, wurd ich dann zum Sport mitgeschickt, obwohl ich natürlich keine passende Kleidung mit hatte. Als ich wieder kam war unten auf meiner Ebene keiner zu finden, oben war dann eine Schwester am telefonieren. Hab ich mich da ins Dienstzimmer gestellt und gewartet bis sie fertig ist um zu fragen, was ich jetzt noch machen kann. Hab ich für sie paar Sachen gefaxt, bin hinter nem Therapeuten hergelaufen, der noch was unterschreiben musste und bin dann nach unten um einen Brief abzuschicken. Gerade als ich die Adresse drauf geschrieben hab und den Stempel der Klinik drauf machen wollte, kam dann meine Anleiterin und hat mir über die Schulter geguckt. Meinte dann "Ach wie süß. Wir machen das hier aber anders.". Da frag ich mich nur woher ich das wissen soll und keiner da ist den ich fragen kann.
So und hinter dem Stationsleiter lauf ich nun auch hinterher, weil ich keinen Schlüssel für die Schränke hab. Mein Anleiter hats ihm am ersten Tag gesagt, ich hab ihn am zweiten Tag nochmal gefragt und heute nochmal drauf angesprochen. Und er hat zu mir gesagt das er mir den Schlüssel nachher runter bringt. Und ich hab das Teil noch nicht.
Ich würd jetzt gerne von euch wissen, ob ich mich einfach bescheuert anstelle oder ob meine Anleiter irgendwie zu viel von mir erwarten. Ist es als Auszubildende meine Pflicht ständig hinter meinem Anleiter her zu laufen oder ihn/sie zu suchen, um dann gesagt zu bekommen, dass sie grad beschäftigt sind?
Ich streite ja nicht ab das ich hin und wieder im Dienstzimmer sitze und mich selbstständig sinnvoll beschäftige und mir halt Patientenakten und so durchgucke, wenn ich gerade niemanden finde dem ich nachdackeln kann. Oder wenn eine Besprechung ist, stell ich mich dazu und bin ruhig. Wäre meiner Meinung nach etwas unhöflich dazwischen zu quatschen und zu fragen was ich machen kann. Und zu den Patienten will ich mich auch nicht unbedingt setzen wenn die am Essen sind. Die brauchen keine Hilfestellung und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das die beim Essen mit mir quatschen wollen. Ich persönlich hab zum Beispiel lieber meine Ruhe beim Essen und kanns nicht leiden wenn jemand vor mir sitzt und mir dabei zuguckt.
Mich regt es außerdem etwas auf, dass die mich dann nicht direkt darauf ansprechen. Ich hab beim Einführungsgespräch gesagt, dass eine meine Erwartungen ist, das ich sofort drauf angesprochen werde, wenn etwas nicht so ist wie es sein sollte damit ich noch eine Chance habe das zu ändern. Ich habs am Anfang so gemacht, dass ich meinem Anleiter wirklich auf Schritt und Tritt gefolgt bin und er dann öfter mal sagte ich soll warten, da er telefonieren muss oder sonst was machen muss. Wenn kein anderer Pfleger da ist, geh ich da halt ins Dienstzimmer und beschäftige mich. Ist das falsch?
An dem etwas umfangreichem Text sieht man, dass mich das gerade wirklich beschäftigt. Ich bin wütend und irgendwie auch enttäuscht, dass man mir das dann nicht einfach sagt. Soll ich nun alle zwei Minuten fragen ob ich was machen kann oder was kann ich machen um das Bild von meinem Team zu ändern?
hab gerade einen Praxiseinsatz in der allgemeinen Psychiatrie mit Schwerpunkt Borderline. Ist mein aller erster Einsatz überhaupt. Bin frisch im Oktober angefangen und hab so gut wie keine Vorerfahrung im Gesundheitswesen.
Ich dachte eigentlich das ich mit meinen Kollegen ganz gut klar komme, aber heute meinte dann die Stationshilfe zu mir - mit der ich mich ganz gut verstehe - das die in meiner Abwesenheit über mich gesprochen haben. Sie hat mir den Tipp gegeben das ich mich nie im Dienstzimmer allein hinsetzen soll, weil das anscheinend nicht gut aussieht. Weder für Kollegen, Patienten oder auch für "die da oben" (sprich Stationsleitung). Ich soll immer nachfragen ob ich was tun kann oder mich sonst beim Essen zu den Patienten setzen und mit denen reden.
So an sich ist das natürlich richtig, aber ich fühle mich trotzdem etwas ungerecht behandelt. Ich bin gerade mal den vierten Tag auf der Station und hab einen kleinen Durchblick vom Tagesablauf und Therapieprogramm, kann mir also meine Aufgaben nicht selbst suchen.
Für mich sind zwei Praxisanleiter zuständig, die sich meine Anleitung teilen wollen, da einer ja nicht immer da sein kann. Jedenfalls redet der eine ziemlich gerne, erklärt mir auch alles soweit, nur lässt mich zwischenzeitlich einfach mal stehen ohne zu sagen wo er nun hin geht und ob ich mit kann. Und ich lauf dann natürlich nicht ständig hinterher. Jedenfalls is er dann einfach mal länger verschwunden und ich bleib im Dienstzimmer hocken und beschäftige mich mit Akten und Ordern. Das ich da etwas mehr Ahnung von habe.
Bei der anderen Anleiterin is es so, dass sie hin und wieder sagt das sie sich jetzt konzentrieren muss - heißt für mich ja eigentlich ruhig sein - also beobachte ich, damit sie nicht durcheinander kommt und falsche Medikamente stellt oder so. Da sitz ich dann auch rum und guck ihr zu, weil ich die Medikamente noch nicht stellen darf und ohnehin keine Ahnung davon habe. Sie hat mir auch gesagt das ich da nicht helfen kann. Nachdem ich dann losgeschickt wurde um einem Patienten beim duschen zu unterstützen, sollte ich dann alles mögliche desinfizieren. An sich ja kein Problem. Nur hab ich dann erstmal Ärger von der Putzfrau bekommen, weil meine Anleiterin mir den falschen Eimer hingestellt hat.
Nachdem ich dann noch ein Bett ausgewaschen hab und die Blutdruckgeräte desinfiziert habe, wurd ich dann zum Sport mitgeschickt, obwohl ich natürlich keine passende Kleidung mit hatte. Als ich wieder kam war unten auf meiner Ebene keiner zu finden, oben war dann eine Schwester am telefonieren. Hab ich mich da ins Dienstzimmer gestellt und gewartet bis sie fertig ist um zu fragen, was ich jetzt noch machen kann. Hab ich für sie paar Sachen gefaxt, bin hinter nem Therapeuten hergelaufen, der noch was unterschreiben musste und bin dann nach unten um einen Brief abzuschicken. Gerade als ich die Adresse drauf geschrieben hab und den Stempel der Klinik drauf machen wollte, kam dann meine Anleiterin und hat mir über die Schulter geguckt. Meinte dann "Ach wie süß. Wir machen das hier aber anders.". Da frag ich mich nur woher ich das wissen soll und keiner da ist den ich fragen kann.
So und hinter dem Stationsleiter lauf ich nun auch hinterher, weil ich keinen Schlüssel für die Schränke hab. Mein Anleiter hats ihm am ersten Tag gesagt, ich hab ihn am zweiten Tag nochmal gefragt und heute nochmal drauf angesprochen. Und er hat zu mir gesagt das er mir den Schlüssel nachher runter bringt. Und ich hab das Teil noch nicht.
Ich würd jetzt gerne von euch wissen, ob ich mich einfach bescheuert anstelle oder ob meine Anleiter irgendwie zu viel von mir erwarten. Ist es als Auszubildende meine Pflicht ständig hinter meinem Anleiter her zu laufen oder ihn/sie zu suchen, um dann gesagt zu bekommen, dass sie grad beschäftigt sind?
Ich streite ja nicht ab das ich hin und wieder im Dienstzimmer sitze und mich selbstständig sinnvoll beschäftige und mir halt Patientenakten und so durchgucke, wenn ich gerade niemanden finde dem ich nachdackeln kann. Oder wenn eine Besprechung ist, stell ich mich dazu und bin ruhig. Wäre meiner Meinung nach etwas unhöflich dazwischen zu quatschen und zu fragen was ich machen kann. Und zu den Patienten will ich mich auch nicht unbedingt setzen wenn die am Essen sind. Die brauchen keine Hilfestellung und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das die beim Essen mit mir quatschen wollen. Ich persönlich hab zum Beispiel lieber meine Ruhe beim Essen und kanns nicht leiden wenn jemand vor mir sitzt und mir dabei zuguckt.
Mich regt es außerdem etwas auf, dass die mich dann nicht direkt darauf ansprechen. Ich hab beim Einführungsgespräch gesagt, dass eine meine Erwartungen ist, das ich sofort drauf angesprochen werde, wenn etwas nicht so ist wie es sein sollte damit ich noch eine Chance habe das zu ändern. Ich habs am Anfang so gemacht, dass ich meinem Anleiter wirklich auf Schritt und Tritt gefolgt bin und er dann öfter mal sagte ich soll warten, da er telefonieren muss oder sonst was machen muss. Wenn kein anderer Pfleger da ist, geh ich da halt ins Dienstzimmer und beschäftige mich. Ist das falsch?
An dem etwas umfangreichem Text sieht man, dass mich das gerade wirklich beschäftigt. Ich bin wütend und irgendwie auch enttäuscht, dass man mir das dann nicht einfach sagt. Soll ich nun alle zwei Minuten fragen ob ich was machen kann oder was kann ich machen um das Bild von meinem Team zu ändern?