Pflegekammer zur Lösung unserer Probleme?

Hiho,

also, mir kommt die Galle hoch, wenn ich nur "Pflegekammer" höre. Für wen soll die gut sein? Also mit Sicherheit nicht für die Pflegekräfte, die wirklich auch noch in der Pflege arbeiten. Ich glaube kaum, dass eine Pflegekammer uns angemessen vertreten kann. Warum? Weil sie absolut keine Macht hat. Beraten, ja, das kann sie. Aber wer garantiert uns, dass sich wirklich etwas verbessert? Die Kammer hat keinen Einfluss darauf. Die Pflegekammer sagt dann X, der Staat kann aber trotz allem auch immer noch Y sagen. Wir brauchen eine Vertretung, die für uns wirkliche Veränderungen schaffen kann, sprich Arbeitszeiten, Gehälter, Personalschlüssel, flexibles Renteneintrittsalter ohne Abzüge etc. etc.

Aber das wird uns keiner einfach so zugestehen wollen. Dafür muss man schon Druck machen können und zur Not auch Streiks organisieren können. Und zwar richtige Streiks. Also für mich sollte eine Pflegekammer dann auch Gewerkschaftsaufgaben übernehmen können. Das ist aber ja nicht ihre Aufgabe.

Wer sagt denn, dass die Gewählten dann auch in unserem Sinne entscheiden? Teilweise sitzen da oben auch PDL's etc. Also quasi eure Chefs, denkt einfach mal drüber nach ...

Die Pflegekammer kann in keinster Weise mit der Ärztekammer verglichen werden. Leider glauben das sehr viele. Mit einer ähnlichen Institution wäre ich sogar einverstanden. Ich empfinde die Einführung der Pflegekammern aber eher als Abwertung unseres Berufsstandes. Mal ganz davon abgesehen, dass hier nur examinierte Kräfte "verknackt" werden. Was ist mit dem Rest? Der zählt nicht oder wie?

Und wirklich konkrete Informationen, wofür die Pflegekammer nun jetzt eigentlich wirklich da ist, kann selbst die Pflegekammer nicht zu 100 % beantworten. Ich war offen dafür, war auf einer Infoveranstaltung und hab auch angerufen. Für mich nur Rumrederei, nichts weiter. Und sowas soll man gut finden? Auf den Mitgliedszwang, die Zwangsgebühr und das Gehalt der bei der Pflegekammer beschäftigten Telefonisten, gehe ich erst gar nicht ein ;)

Aber jedem seine Meinung :-)
Das ist meine Meinung.

Gruß
T.
 
Muss ich da jetzt wirklich noch was zu sagen? Leute, informiert euch mal richtig.
 
neee informier du dich mal lieber richtig.
ja mein ich auch, denn bei dem was du geschrieben hast ist doch einiges an Unsinn dabei.

Und sei dir gesagt - gegen etwas sein ist sehr, sehr einfach und da findest du viele die Mitschimpfen
für was zu Sein, ganz, ganz schwer und um was zu Bewegen, findest du gaaaaaanz wenige Mitstreiter.
 
Leute, informiert euch mal richtig.
:lol: Ernsthaft? :lol1:
Nee, da kann ich nur Flora und renje beipflichten...
In Deinem Beitrag weiter oben steckte so viel drin, wo man einfach nur den Kopf schütteln kann... z. B. daß man die Pflegekammern nicht mit den Ärztekammern vergleichen könne. DOCH! Kann man. Die Pflegekammern sind sogar noch am ehesten mit den Ärztekammern oder den Psychotherapeutenkammern vergleichbar. Einzige Ausnahme: Über die Pflegekammern kann man keine Altersvorsorge machen. Hingegen sind z. B. Handwerkskammern oder IHKs GANZ SCHLECHT mit Pflegekammern vergleichbar (deutliche Unterschiede!).
Es waren aber noch mehr Sachen in Deinem Beitrag, die nicht stimmen. :ccol1:
Infos findet man so einiges im Netz, z. B.:
Startseite - Pflegekammer Jetzt - DBfK (leider ist die Seite nicht mehr so übersichtlich wie früher, aber es finden sich immer noch etliche Infos)
Startseite - Landespflegekammer Rheinland-Pfalz (die Seite der ältesten deutschen Pflegekammer; auch hier einiges an Infos enthalten, vieles natürlich RLP-spezifisch - kann bei den anderen Pflegekammern in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen natürlich geringfügig anders sein).
 
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Und um die Sache noch etwas anzuheizen: @Tristjan schau dir doch mal die Gegner der Pflegekammer an. Welche sind das? Vorallem Arbeitgeberverbände, welche ja auch das beste für die Pflege wollen, wie die Fachkraftquote einstampfen, keine Personalbemessungsgrenzen einführen etc. pp.

Zu den Gegner finden sich vor allem die Verbände, welche auch die zunehmende Professionalisierung des Berufes ein Dorn im Auge ist.

Und um diesen populistischen Post abzurunden:

Wie ich deinem Post entnehmen kann, hast du dich 0,01% mit diesem Thema wirklich tief auseinandergesetzt. Anders kann man sich dies nicht erklären. Es gibt Dinge, die man kritisieren darf und soll. Aber dafür sollte eine umfassende Auseinandersetzung stattgefunden haben um überhaupt eine Diskussionsbasis zu besitzen.

Ich glaube, dass einige User, wie Martin H. oder renje ob nun negativ oder positiv, schon mehr über die Pflegekammer vergessen haben, als du dich scheinbar informiert hast.
 
Als jemand der in RLP lebt und arbeitet muss ich jetzt mal ganz klar was zur Pflegekammer sagen.
Bislang merkt man von denen rein gar nichts. Außer dem monatlichen Newsletter, der jedoch wirklich nicht schlecht ist.
Das Ganze ist ein Selbstbeweihräucherungsverein, bei dem es Posten und Pöstchen ging. Die sind alles verteilt und nun werkelt man so vor sich hin.
Ich bin echt froh, dass ich aufgrund meiner Freistellung als Betriebsrat aus der Pflegekammer austreten konnte.
Es mir nur für meine BerufskollegInnen leid, die diese Möglichkeit nicht haben.
Schade, bislang hat es die Pflegekammer leider verpasst, einen guten Weg einzuschlagen und Kritiker, wie ich einer bin, zu überzeugen. Wenn die Pflegekammer es schafft endlich vernünftige Arbeit zu leisten bin ich durchaus auch bereit einzutreten.
 
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was hätte dich überzeugt??
was hätte die kammer bisher erreichen sollen/müssen um dich zu überzeugen??
hast du das an die kammer rückgemeldet??

ich denke dass braucht alles etwas zeit bis es läuft und vor allem lebt das ganze auch ein stück weit von Kommunikation und Rückmeldungen der pflegekräfte.

ich bin unverändert für eine PK und hoffe dass wir in bawü eine bekommen werden.
 
Als jemand der in RLP lebt und arbeitet muss ich jetzt mal ganz klar was zur Pflegekammer sagen.
Bislang merkt man von denen rein gar nichts. Außer dem monatlichen Newsletter, der jedoch wirklich nicht schlecht ist.
Das Ganze ist ein Selbstbeweihräucherungsverein, bei dem es Posten und Pöstchen ging. Die sind alles verteilt und nun werkelt man so vor sich hin.
Was hättest denn du nach soooooooooooo kurzer Zeit erwartet?
Zumal die Pflegekräfte ja soooooo geschlossen hinter der Kammer stehen.
Schade, bislang hat es die Pflegekammer leider verpasst, einen guten Weg einzuschlagen und Kritiker, wie ich einer bin, zu überzeugen.
Nein, das ist sicher nicht die Aufgabe einer Pflegekammer und so ihre, noch zur Zeit wenigen, Ressourcen zu vergeuden. Und ob die was verpasst haben, werden wir evtl. erahnen können in 5 Jahren.

Wenn das was du schreibst in 10Jahren immer noch zutrifft - dann, ja erst dann hat die Pflegekammer versagt
 
Pflegekammer ist richtig und wichtig.Es gibt niemanden der den Pflegebereich vorallem auf politischer Ebene wirklich vertritt und das Gemaule jeden Tag ist nicht zum aushalten. Entweder-Oder. Nicht mal in einer Gewerkschaft hat man es geschafft sich zu organisieren
 
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Musst du die alten Threads mit nichtssagenden Posts reanimieren?
 
Und danach gibt's dann die freien Pflegenden o.ä.. Man schafft einfach seit Jahrzehnten keine einheitliche Richtung und das ist traurig
Stimmt schon, aber Gewerkschaften sind halt was Freiwilliges. Außerdem können sie nicht die eigentlichen Probleme der Pflege lösen. Das können nur Pflegekammern.

Trotzdem halte ich Gewerkschaften für wichtig und richtig.
 
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Der aktuelle Stand bewegt sich auf: nach oben zeigen, jammern, fordern und wenig bis nichts tun, sprich Opferrolle.
Da gibt es wirklich noch Pflegekräfte, die eine Diskussion über eine Pflegekammer als unwichtig abtun.Nicht mal nach Corona hat sich grundlegend etwas geändert. Das ist der eigentliche hausgemachte Skandal und einfach nur peinlich.
 
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Hat sich was getan? Also Maul nicht so rum und tu was.
Für ein neu registriertes Mitglied ohne Kenntnis der Hintergründe der älteren Mitglieder nimmst du das Maul ganz schön voll. Pflegst du auf Arbeit auch so einen Umgangston?
 
Für ein neu registriertes Mitglied ohne Kenntnis der Hintergründe der älteren Mitglieder nimmst du das Maul ganz schön voll. Pflegst du auf Arbeit auch so einen Umgangs
Ich habe mich nur deinem Niveau angepasst. Das haben wir schon immer so gemacht gell. Bei der Arbeit setze ich mich vorallem für einen professionellen Umgang ein und habe ein großes Maul gegenüber Älteren, die in den 50er Jahren stehen geblieben sind und seit dem nur Jammern. Der Nachwuchs dankt es mir regelmäßig
 

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