Ich fände das toll, wenn wir sowas mal durchführen würden bei uns!
- Gerade wurde eine etwas entfernte Nachbarin bei uns notoperiert, die natürlich nicht damit gerechnet hatte, mich als erstes an der Schleuse zu sehen, ich auch nicht mit ihr.
Na ja, sie war ganz froh, ein bekanntes Gesicht zu sehen.
2 Wochen später traf ich sie im Ort, und es entspann sich erstmal eine Unterhaltung über den ganzen Ablauf.
Sie hatte da noch ganz schön viel aufzuarbeiten, besonders die "Lücken" zwischendrin machten ihr zu schaffen. Den Weg zur Schleuse hatte sie im Kopf, erst dann begann die Prämedikation zu wirken und alles wurde schleierhaft. Doch dass sie vor Angst gezittert hatte, wusste sie noch, und dass die Venenpunktion zweimal schiefging.
Ebenso danach: Sie hatte Erinnerungen an den AWR, aber nur ganz schemenhaft, und fragte sich, was in der Zeit mit ihr passiert ist. Auf jeden Fall wollte sie alles ganz genau wissen.
Ich denke, da könnte eine Op-Visite viel Angst und Unsicherheit nehmen, denn über den ganzen Ablauf werden die Pat. nicht aufgeklärt, dafür hat auch kein Arzt Zeit. Auch das Gefühl, "da sind Leute, die sich um mich kümmern", ist nicht zu unterschätzen. Der Op ist ja total angstbesetzt, man wird da hingefahren und abgegeben. Dabei kann man sich vor einer Entbindung sogar den Kreisssaal anschauen und lernt Hebeammen kennen! Außerdem würde ich auch wissen wollen, was mit mir passiert, während ich schlafe, wie ich gelagert werde oder ähnliches!