OP-Ausbildung und danach?

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Fecher

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Hallo,

habe mal eine Ausbildung als OTA gemacht und habe einige Jahre Berufserfahrung. Leider finde ich im Moment keine Stelle da diverse Umstände es zunichte machen(zu weit weg, Umzug zu teuer, neue + alte Wohnung bezahlen,...) oder man bekommt mehr Absagen als Zusagen, was den Stellenmarkt nochmal einschränkt. Gibt ne Menge was einem da zusetzt. Insbesondere auch mein Wohnort in den neuen bundesländern.

Mag sein, das man oft hört OTA's werden gesucht ohne Ende(90 Schulen bilden bundesweit?, 2000 Krankenhäuser, wieviele ambulante Einrichtungen?), Arbeit sei auch im Ausland möglich(Schweiz, Österreich, Lichtenstein, Holland,...). Zumal man auch immer wieder hört, von Personalern oder Pflegedienstleitern, OTA's müssen nach Ausbildungsabschluss alles können und man sei doch so gefragt. Ich persönlich(ist nur ne Schätzung) würde mal davon ausgehen, das das OP-Personal an der Gesamtbelegschaft im KH immer weniger als 10 % ausmacht und viele Stellen langfristig besetzt bleiben. Würde jetzt mal weiter schätzen eingeschlossen alle freien Möglichkeiten gibt es etwa 500 -1000 freie Stellen in der ganzen BRD, wenn das nicht schon zuviel ist.

Seit Ihr der Meinung das OTA's(restliches Gesundheitswesen bitte ausklammern) im Vergleich, sagen wir mal zum produzierenden Gewerbe, Logistik, Einzelhandel oder sonstigen Branchen wirklich in der breiten Masse gefragt sind? Bzw. das dass Angebot(Azubis, Arbeitslose,...) den Bedarf an Stellen nicht lange übersteigt? Hat jemand von euch mal versucht was anderes zu machen, bzw. den Beruf aufzugeben? Oder ist während seiner Zeit im OP mal über negative Erlebnisse gestolpert?

'N paar Tips oder Anregungen wären nett. Ich persönlich finde, die Welt ist außerhalb vom OP viel interessanter, abwechslungsreicher und man kann draußen viel mehr machen. Anstatt nur dafür Sorge zu tragen das Patienten erfolgreich operiert werden... Ist sicher auch wichtig, aber naja....

MfG,



Ps.: Interessant mal zu sehen diesen Link: Ergebnisse
1.95 Mio Erwerbstätigen in Gesundheitsfachberufen(Berufsgruppen 84-85) stehen 54.600 Arbeitslose gegenüber von denen 23 % länger als ein Jahr arbeitslos sind. Andere Berichte der BA f. Arbeit, Nürnberg sind ebenso interessant....
 
Wenn ich mir die Stellenanzeigen der letzten Jahre so angucke, gehört OP-Personal ebenso wie die Fachpfleger für Intensiv und Anästhesie zu den am meisten und dringendsten gesuchten Leuten im Gesundheitswesen. Insofern kann ich es mir kaum vorstellen, dass man in diesem Bereich keine Stelle findet, wenn man flexibel ist - im direkten Umfeld findet man naturgemäß nicht immer was, das ist aber in jedem Beruf so.

Bekommst Du Absagen auf Initiativbewerbungen oder auf konkrete Stellenanzeigen? Bei Initiativbewerbung mag die Beschränkung auf den OP natürlich ein "Makel" sein. Bei häufigen Absagen auf konkrete Stellenanzeigen würde ich mal meine Bewerbung anders formulieren oder überlegen, woran es noch liegen könnte. Sind meine Arbeitszeugnisse zu schlecht? Habe ich überzogene Gehaltsvorstellungen?

Aber wenn Dir die Welt außerhalb des OPs ohnehin besser gefällt, warum hängst Du noch eine (verkürzte) Ausbildung zur GuKP dran?
 
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Naja, von theoretischen 44,6 Mio. Erwerbsfähigen 2011 (BA-Broschüre Perspektive 2025) arbeiten 4,8 Millionen im Gesundheitswesen(alle Berufsgruppen eingerechnet)( vgl. Statistisches Bundesamt Deutschland - 2010: Anstieg auf rund 4,8 Millionen Beschäftigte im Gesundheitswesen), das wäre etwa jeder neunte. Bedarf ist insgesamt sicher da..=) Zumal bis 2025 nochmal 1 Millionen zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht werden(laut BIBB.de Presseinfo, 12/11).

Die Behauptung, es wären OTA's am meisten gefragt ist so nicht nachvollziehbar. Ich finde in vielen Stellenportalen, auf Klinikwebsites und anderswo immer gut 4 - 5 x mehr Anzeigen betreffend es werden GKP's oder Ärzte gesucht. Dies dann in nicht-operierenden Bereichen. Es geht mir mehr drum, das OTA's generell wenig Prozente am Stammpersonal ausmachen und die Leute doch meist für lange Jahre dort bleiben wo Sie gerade am arbeiten sind. Viele Leute lassen sich nur von subjektiven Eindrücken leiten, bei der Aussage OTA sei der Beruf schlechthin.

Intensivpflegekräfte sind sicher ebenso gefragt, kein Thema. Das würde ich auch machen, aber als OTA haste doch formell nicht mal ne Pflegehilfsausbildung. Sondern bist aufn OP fixiert, viell. noch ZSVA, Endoskopie oder Herzkatheterlabor. Oder die ganzen niedergelassenen Einrichtungen.

Die Bewerbung ist an sich korrekt formuliert, es liegt wie gesagt an persönl. Umständen(Arbeitszeugnisse,..), bisherigen Erfahrungen und den finanziellen Aspekten, die ohne Job sein mit sich bringt. Da hilft Flexibilität nicht viel. Auch wenns in München oder Hamburg einige Stellen gibt. Aber Wohnung und alles andere will erstmal bezahlbar sein, abgesehen davon wollen viele Arbeitgeber das man sofort anfängt oder innerhalb von wenigen Wochen nach Vorstellung.

GuKP kann man verkürzt machen? Wie weit kann man dass denn verkürzen? Wäre so schlecht nicht, würd mich gerne auch mal mit wachen Patienten befassen, in der häuslichen KP arbeiten oder sonstwas in der Richtung. Bist du denn GuKP oder oTA?
 
Du kannst die Ausbildung auf Antrag bei der zuständigen Behörde verkürzen. Vorherige Ausbildungen werden "im Rahmen ihrer Gleichwertigkeit" anerkannt, Du kannst maximal zwei Jahre verkürzen, aber es gibt keine Garantie auf die Verkürzung. Der Antrag kann abgelehnt werden, wenn die Gleichwertigkeit nicht gegeben ist oder aber die Noten in der Ausbildung sehr schlecht sind.

Vor Antragsstellung musst Du sowieso einen Ausbildungsplatz finden. Das ist heutzutage zwar machbar, wird aber schon deutlich schwieriger, wenn Du ortsgebunden bist.

Gibt es für Arbeitslose nicht finanzielle Unterstützung bei Bewerbungen, Fahrten zu Vorstellungsgesprächen etc.? Meines Wissens sogar bei Umzug.

Wenn Du zurzeit arbeitslos bist, warum kannst Du dann nicht rasch nach Zusage anfangen?
 
Hier ein Link zur finanziellen Unterstützung von Arbeitslosen, zusätzlich zu Arbeitlosengeld oder -hilfe: Finanzielle Unterstützung bei der Arbeitssuche und Beschäftigungsaufnahme | wissen.de

Allein bei den Stellenangeboten der letzten paar Tage hier im Forum sind etliche für OTAs dabei. Du könntest finanzielle Hilfe bekommen und müsstest den Umzug nicht komplett auf eigene Kosten stemmen. Also wenn Du in OP willst, hast Du da sicher eine Chance.

Willst Du eine zweite Ausbildung als GuKP starten, dann mach mit den Bewerbungen mal hinne, für 2012 könnte es schon knapp werden.
 
Naja, ne Idee wäre es wert. Op ist ja nicht alles. Ich komme jedenfalls nicht mehr rein. Außer zwecks Elternzeitvertretung oder Krankheitsvertretung findeste kaum längerfristige Stellen in der Gegend. Der Link ist schon korrekt, aber § 45 SGB III wurde doch vor paar Jahren geändert. Die Leistungen können bzw. müssen nicht erbracht werden. Was es konkret wird, liegt im Ermessen des Jobcenters/der Agentur. Die einzelnen Beihilfen sind im Gesetz nicht mehr vorgesehen. bzw. es soll jetzt nochmal geändert werden 2012.

Warum nicht rasch nach der zusage anfangen.entfernung ist mind. 150 km, find erstmal auf die schnelle ne bezahlbare wohnung und zahl die alte noch n viertel jahr weiter(künd. frist). kaution im voraus. .. usw. da biste schnell zahlungsunfähig. Bezüge sind nicht die besten... anfangen würde ich sofort. kein thema.

wo sind denn hier konkret freie stellen zu finden? ich hab mir schon die gängigen fundstellen gesucht.(jobbörsen, klinikhomepages, online anzeigen der tageszeitungen,..). wo sucht ihr noch?
 
Zum einen gibt's hier im Forum eine Jobbörse: Stellenangebote

Überregional ist Die Schwester Der Pfleger sehr gut: https://www.station24.de/stellenmarkt

Die Arbeitgeber betteln ja schon fast um Bewerber. Angeboten wird (u.a.) Hilfe bei der Wohnungssuche, Unterbringungsmöglichkeit im Wohnheim bis zur Übernahme der Umzugskosten und der Maklerkaution (!). Und das Gehalt ist für einen Beruf mit drei Jahren Ausbildung nicht schlecht (zumindest, wenn nach Tarif gezahlt wird.)

Ich weiß nicht, wo Du wohnst, aber ich hatte noch nie Probleme, einen Nachmieter zu finden, damit erledigt sich dann auch die doppelte Miete.

Und wie gesagt, die Möglichkeit der zweiten Ausbildung besteht ja immer noch. Bedeutet aber auch wieder drei Jahre Ausbildungsvergütung. Das Arbeitsamt zahlt Dir sicher keine Umschulung. Du hast einen sehr gefragten Beruf.
 
Hallo Fecher!

Aus meiner Sicht finde ich es sehr schade, dass du nicht mehr in deinem erlernten Beruf tätig bist und es eigentlich auch nicht mehr möchtest.
Darf ich fragen, was der Grund war aufzuhören?

Wenn ich so beobachte, auf welchem Vormarsch die OTA-Ausbildung sich befindet, bin ich schon der Meinung, dass gut ausgebildetes Personal im OP wichtig und auch immer gesucht ist.

Wir haben in den letzten Jahren aufgrund Vergrößerung unseres OP-Traktes um 2 Säle und der "Veralterung" vom bestehenden Personal 6 junge, interessierte Mitarbeiter bekommen, die die Freude am Beruf geradezu ausstrahlen, was uns "Alten" auch noch neuen Schwung gibt.
Obwohl unser Stellenplan eigentlich voll ist, schaffen wir es immer wieder Begründungen für mehr Personal zu finden. Im letzten halben Jahr haben wir nochmal 2 neue MA bekommen.

Ich habe die Zeitschrift:" Im OP" vom Thieme Verlag abonniert und dort gibt es auch etliche Stellenangebote, welche speziell nach OTA oder OP-MA m. Fwb suchen. Und dort lese ich bei fast allen, dass die Umzugskosten übernommen werden, was allerdings Verhandlungsbasis ist.
Wenn du also geschickt verhandelst und du denen klar machst, wie sehr sie dich brauchen, dürften die Kosten sich für dich im Rahmen bewegen.
In meinem Wohnort gibt es Haus der Maximalversorgung, welches aufgrund Nachwuchsmangel eine OTA-Schule eröffnet hat, um sich den Nachwuchs selber zu generieren, weil sie die Stellen nicht ausreichend besetzen konnten.

Alles Gute für deine Stellensuche

opjutti
 
Guten Tag,

wenn Ihr nichts in der Region findet, gibt es immernoch die Möglichkeit sich Stellen vermitteln zu lassen die im ganzen Bundesgebiet liegen.

ProMedi ist ein Koordinationsbüro für das Gesundheitswesen und wir haben uns darauf spezialisiert ausschließlich selbständige examinierte Fachkräfte in medizinische Einrichtungen mit Personalbedarf bundesweit zu vermitteln.

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Sollten Sie noch nicht selbständig tätig sein, es aber werden wollen, sind wir Ihnen gerne behilflich!.

Wir freuen uns darauf Sie kennen zu lernen.

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