Nebenbeschäftigung während der Ausbildung

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User 54104

Gast
Hallo,
ich bin seit April 2018 in der 3-jährigen Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Die Ausbildung ist sehr schön und sehr anstrengend.
Für eine alleinstehende Person mit eigener Miete, Auto und laufenden Kosten ist der Verdienst, gerade im ersten Ausbildungsjahr doch sehr gering.
Alle Förderungsmöglichkeiten (BaFög, Zuschüsse vom Arbeitsamt, WeGeBau, Bildungskredit usw.) sind ausgeschöpft und leider in's leere gelaufen.
BaFög und Bildungskredit bekomme ich nicht, da ich zu alt bin, Zuschüsse vom Arbeitsamt bekomme ich nicht, da ich mit 840 Euro zu viel verdiene, WeGebau bekomme ich nicht, da mein Ausbildungsbetrieb laut Arbeitsamt zu groß ist.
Ich hab jetzt mitlerweile eine Nebentägigkeit (die auch in meinem Betrieb angemeldet und genemigt ist). Ich arbeite in einer Pflegeeinrichtung.
Wirklich glücklich damit bin ich nicht. Wenn ich hätte wählerisch sein können, hätte ich diese Nebentätigkeit unter garantie nicht angenommen.
Aber obwohl ich ich mich in allen möglichen Bereichen schon auf das minimum beschränkt habe, reicht das Ausbildungsgehalt einfach nicht.
Hat jemand vielleicht eine Idee, wo es noch Fördermöglichkeiten geben würde oder welche anderen Nebentätigkeiten es gibt, die mit Schichtarbeit vereinbar sind?
Heimarbeit und CallCenter möchte ich nicht machen. Wenn ich frühdienst habe, verlasse ich um 3 Uhr das Haus und komme etwa um 15.30 Uhr nach Haus. Während der SChulzeit bin ich ab 4.30 Uhr Unterwegs und komme erst um 16.30 Uhr heim. Im Spätdienst muss ich um 11 Uhr das Haus verlassen und bin selten vor 22.45 Uhr daheim.
Hat jemand Tipps für mich?
 
Du hast drei Stunden Fahrzeit?
 
Mit Auto und U-Bahn ja. Und umziehen/wäsche holen muss ja dann auch mit einbezogen werden. Aber darum geht es ja gar nicht
 
Hallo Kati,
Leider kann ich dir keine Idee für eine Schichtdienst-Kompatible Nebentätigkeit anbieten.
Allerdings frage ich mich, ob dein Wohnort mit deiner Ausbildungsstätte auf Dauer kompatibel ist. Bei deiner Fahrzeit hast du wahrscheinlich immense Kosten für den Weg zur Arbeit (von der Dauer des Arbeitsweges mal abgesehen)
Könnte eine Wohnung, näher am Arbeitsplatz, vielleicht einen Teil deiner Probleme lösen?
Du hättest geringere Kosten für die Anfahrt und sehr viel mehr Freizeit. So würdest du für die Nebentätigkeit flexibler werden.
Einfach mal ein Gedankenspiel.

LG Einer
 
Doch genau darum geht es. Bei sechs Stunden Fahrzeit pro Tag bleibt langfristig keine Kraft übrig um noch einen Zweitjob zu stemmen, wenn dann noch Lernzeit dazu kommen wird.
Du hast ja so schon kaum Zeit zur Erholung. Wenn dann noch die Belastung des Schichtdienstes zuschlägt, bist Du ganz schnell am Ende Deiner Kraft.
Ich schliesse mich Einer an. Ein Wohnungortwechsel wäre eine Idee.
 
ich will ja nicht indiskret sein... aber 3 Stunden pro Richtung....Himmel, wo wohnst du denn? Bzw wo arbeitest du?
In drei Stunden kann man locker 150- 200 km zurücklegen...:eek1:
Wenn ich deinen angegebenen Ort eingebe und die nächsten zwei größeren Städte eingebe, dann kommt man auf höchstens 1 Stunde Fahrzeit ....???
 
Ich habe in der Ausbildung (die auch meine 2. war, und vorher habe ich normales Gehalt bezogen) im Wohnheim gewohnt und zwei Tage im Monat in einer Bar gearbeitet. Da hat man mit Trinkgeld gut verdient, und durch den Umzug ins Wohnheim (WG wäre auch eine Option) bin ich gut über die Runden gekommen.

3 Stunden Fahrzeit erscheint mir auf Dauer nicht realisierbar.
 
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3h ist wirklich zu viel. Außer du wirst bezahlter DB Tester. Das halte ich allerdings für ausgeschlossen.

Ich hab während der Ausbildung im Hausnotruf gearbeitet. War eine Abruftätigkeit und vorwiegend Nachts. Ich hatte viele Stunden Zeit dort zu lernen. Waren Meist 12h Dienste. Einige Kollegen hatten gewisse Vorbildungen das diese im Krankentrasnport oder Rettungsdienst gearbeitet haben.
 
Sind tatsächlich nur knapp 35 Kilometer. Aber da es wenige kostenlose Parkplätze gibt, bin ich auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen, um die Kosten möglichst niedrig zu halten.
Und die Fahrtzeit ist für mich relativ normal. Immerhin wohne ich am Land, wo nur alle 65 Minuten ein Zug fährt.

Aber jetzt mal zurück zum Thema.
Tippsfür Nebenjobs oder Zuschüsse.
Weil die Fahrt von und zur Schule/Ausbildungsstätte ist ja geklärt, für mich normal und in Ordnung.
 
Das glaubst du jetzt nach 3 Monaten Ausbildung zu schaffen. Das wird aber spätestens ab Mitte des 2. Lehrjahres eine richtige Qual werden.
Ich frag mich wie du so einen Kurzen Wechsel machen willst. Da kannst du ja gleich im KH bleiben.

Sie zu das du in der Nähe unterkommst. Dann kannst du auch deine Kosten reduzieren.
Wohnst du bei deinen Eltern oder warum bist du an den jetztigen Standort so gebunden?
Gibt es kein Wohnheim?

Bei mir in der Klasse kommt auch eine von Weiterher... Mit dem Auto eigentlich ein Katzensprung. Kommt aber mit der Bahn. Hatte eine Wohnung direkt am KH im Wohnheim. Ist dennoch wieder zurück zu den Eltern. Ich kann nicht verstehen warum und das Geheule das sie morgens ja um 3 schon los muss kann ich nicht mehr hören. Erst recht die Begründung warum sie dann zu spät kommt etc. Jeder kurze Wechsel ist ein persönlicher Angriff auf sie und man solle doch Rücksicht nehmen. Das zieht die Stimmung richtig in den Keller.
 
Wenn ich frühdienst habe, verlasse ich um 3 Uhr das Haus und komme etwa um 15.30 Uhr nach Haus. Während der SChulzeit bin ich ab 4.30 Uhr Unterwegs und komme erst um 16.30 Uhr heim. Im Spätdienst muss ich um 11 Uhr das Haus verlassen und bin selten vor 22.45 Uhr daheim.
Kosten hin oder her - wenn Du 35 Km fährst, dann hättest Du mit dem Auto 45 Minuten Wegezeit....und nicht 2,5 Stunden! Um 3 bzw. 4.30 Uhr das Haus zu verlassen ist Raubbau mit der Gesundheit.

Könntest Du einen Kredit aufnehmen und diesen nach der Ausbildung zurückzahlen? Könnte Deine Familie Dich finanziell unterstützen bzw. Dir etwas leihen?
Mietkosten: eventuell in eine WG ziehen oder eben wider zurück zu den Eltern?
 
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Kurze Wechsel bin ich nach 10 Jahren Pflege gewöhnt.

Es sind ja nicht nur die kurzen Wechsel, es ist deine Fahrtzeit die dir früher oder später deine Gesundheit raubt.
Es muss jeder für sich selbst entscheiden, aber ich würde mich eher für meine Gesundheit entscheiden. Deine Gesundheit machst du dir ohnehin durch den Schichtdienst schon kapuut aber die Fahrzeiten die du hast und somit die Zeit die du verlierst da machst du dir, wie ich finde, selbst zusätzlichen Stress der nicht sein muss.
Vorschläge gab es ja schon genug, irgendwas muss doch dabei sein was du umsetzen kannst. Vielleicht auch cartogo? Ich kenn mich mit diesen Sharingautos zwar nicht aus, aber Parkkosten würdest du dir vielleicht ersparen dadurch. Es geht ja auch garnicht um immer-sondern nur um drei Jahre!

Ein Gesundheitsberuf erlernen und dann so verantwortungslos mit seiner eigenen Gesundheit umgehen? Du gefährdest wenn du das nicht packst auch durch vermeidbare Fehler durch z.B.Übermüdung deine Patienten!
 
Ich habe in der Ausbildung (die auch meine 2. war, und vorher habe ich normales Gehalt bezogen) im Wohnheim gewohnt und zwei Tage im Monat in einer Bar gearbeitet. Da hat man mit Trinkgeld gut verdient, und durch den Umzug ins Wohnheim (WG wäre auch eine Option) bin ich gut über die Runden gekommen.


Mit Miete und Nebenkosten wird es nicht billiger. Ich zahle für Miete/Nebenkosten Garage und Strom im Moment 173 Euro im Monat.
 
Du hättest geringere Kosten für die Anfahrt und sehr viel mehr Freizeit.

Na ja, ich zahle im Moment für Miete/Nebenkosten, Garage und Strom im Moment 173 Euro. Fahrtkosten liegen bei 200 Euro (Benzin und U-Bahnticket). Wenn ich jetzt nach Nürnberg ziehen würde, hätte ich zwar nur noch 56 Euro für das U-Bahnticket, müsste aber trotzdem noch täglich an meinen jetzigen Wohnort pendeln (private Gründe). Hätte also mit hin und zurück höhere Spritkosten und eine höhere Miete und noch weniger Zeit. Also umziehen kommt nicht in Frage.
 
Also ich kann ja sogar grundsätzlich deine Einwände verstehen. Aber ganz ehrlich? Wusstest du das nicht vorher, hast du dir das zeitlich und finanziell nicht vorher durchgerechnet? Ja sicher, in der Theorie siehts immer anders aus als in der Praxis. Aber jetzt bist du in dieser Situation und musst überlegen (das machst du ja) was du noch anders machen kannst. Dieses und jenes kannst du nicht, das wird auch seine Gründe haben. Aber dieses und jenes willst du nicht, was auch seine Gründe hat, aber wenn du es nicht ausprobierst Z.B. zu dritt in der 2 Zimmerwohnung-gesetz des Falles die anderen beiden sind auch einverstanden- wirst du auch nicht rausfinden ob dies nicht evt doch ne Alternative wäre. Es gibt sicherlich noch Möglichkeiten deine bisherigen Komfort noch zu reduzieren das es sowohl zeitlich als auch finanziell passt.
 
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Also ich kann ja sogar grundsätzlich deine Einwände verstehen. Aber ganz ehrlich? Wusstest du das nicht vorher
Natürlich wusste ich das vorher, dass es ohne Nebenjob nicht geht, deshalb hab ich mir ja rechtzeitig einen gesucht und bekommen.
Es ist aber so, dass ich die Ausbildung unbedingt machen möchte, ich nicht wesentlich mehr verdienen werde, egal, wann ich damit anfange und ich auch nicht jünger werde.

Geht ja nur darum, dass ich ohne die Unterstützung meiner Eltern oder einen Kredit klar kommen möchte.
Außerdem gibt es vielleicht idealere Nebenjobs, als den, den ich gerade habe.
Und da habe ich halt einfach auf Tipps, für Nebenjobs gehofft.

Weil finanziell lebe ich schnob auf Sparflamme. An meinem jetzigen Lebensumfeld ist es den Umständen entsprechend ideal ( ich möchte weder eine andere Ausbildungsstelle noch eine andere Wohnung). Und die Ersparnisse, die ich habe möchte ich allerspätestens im 3. Lehrjahr angreifen, uns auch nur dann , wenn es tatsächlich nicht anders geht.

Ich hab alles durchkalkuliert, möchte halt nur evtl. Nebenjob wechseln. Und brauche dafür Ideen.
 
Nebenjobs mit viel Gehalt und wenig Arbeit und mit Schichtdiensten kompatibel sind quasi nicht vorhanden. Vielleicht als Gesellschafterin an Wochenenden für einen sehr reichen, sehr alten Menschen ohne Freunde und Familie?
 
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Nebenjobs mit viel Gehalt und wenig Arbeit und mit Schichtdiensten kompatibel sind quasi nicht vorhanden.
Ich erwarte ja nicht viel Geld und wenig Arbeit. Da bin ich schon realistisch. Ich erwarte nur, wo ich weiß, dass es möglich ist. Pflege ist kein zuckerschlecken, egal ob Hauptberuf oder Nebenjob. Aber zwischen 9.30 € und 10.30 € ist aus eigener Erfahrung nicht unrealistisch.
 

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