Laufrate von Sondenkost über Button

Dieses Thema im Forum "Gastroenterologie" wurde erstellt von Phoenix79, 11.08.2010.

  1. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Hallo zusammen

    Hab schon ewig im Internet gesucht, aber nichts gefunden.
    Es geht um folgendes:

    Ich bin im Moment bei einer Patientin die mit Nutrison Soja über einen Button ernährt wird. Die Laufrate liegt dabei immer zwischen 250-300ml/h mit einer Pause wenn 150ml gelaufen sind. Meines erachtens viel zu hoch, zumal ich mich erinnere, dass mir eine Ernährungsschwester mal gesagt hat, dass Nutrison Soja mit maximaler Laufrate 120ml/h laufen darf, weil sonst die Mirkronährstoffe nicht resorbiert werden (allerdings ging es da um einen Patienten der eine PEJ hatte).
    Das Problem ist außerdem, dass die Patientin einen hohen Reflux hat und außerdem auch häufiger erbricht, aufgrund verschiedener neurologischer Probleme. Und außerdem nachts ebenfalls Sondennahrung erhält, da tagsüber die 1000ml nicht geschafft werden, da sie auch 1500ml Tee über Sonde bekommt und nach jeder Nahrungs und Teegabe bzw. vor Pflegemaßnahmen mindestens 30 minuten pausiert werden soll.

    Ich würde nun gerne nochmal mit den Angehörigen sprechen, aber dazu bräuchte ich genauere Informationen ob das mit der Laufrate wirklich so ist, denn die Angehörigen sind etwas schwierig und lassen sich wenn überhaupt nur durch handfeste Argumentation überzeugen, da auch schon vieles in hinsicht Sondennahrung (andere nahrung, Bolusgabe, längere pausen, keine Pausen, nur tagsüber nur nachts ect.) probiert wurde.

    Kennt sich da jemand aus? Hatte schon eine Email an den hersteller der Sondennahrung geschrieben mit meiner Frage, aber bisher habe ich keine Antwort erhalten. Die zuständige Sondenschwester kann ich auch nicht fragen, da sie nur sporadisch kommt und meist dann wenn wir nicht im Dienst sind.
     
  2. grobie

    grobie Senior-Mitglied

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    Hey, Phoenix!

    SoKo über Buttom, gastrale Lage: Laufrate beliebig hoch, es sei denn der Patient verträgt es nicht (Durchfall, Erbrechen, .. ... )
    Es scheint so, als ob die Laufrate bei dem Patienten zu hoch ist. Es wäre empfehlenswert die Laufrate radikal zu reduzieren, eine hochkalorische Kost zu wählen (um Volumen zu sparen), die Kost dann langsam aufbauen und einen Arzt hinzu zu ziehen (falls sich jemand damit auskennt). Die empfohlene Laufrate liegt gastral bei 120-150ml/h, je nach Hersteller.
    Bei der beschriebenen Problematik könnte es auch hilfreich sein, wenn eine JET-PEG (Duodenalsonde) angelegt wird. Erbrechen kann er die Sondenkost dann nicht mehr.

    MfG, grobie
     
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