In der Pflege arbeiten trotz Borderline

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Elisabeth Dinse

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@kitty12- *neugierigbin*- kennst du dich mit der Erkrankung aus?

Nebenbei- so mancher hat sich schon den Kopf eingeschlagen bei dem Versuch mit aller Macht durch die Wand zu kommen und ist daran fast gestorben. Manchmal ist es besser, einzusehen, dass man mit dem Gang durch die Tür weiter kommt. Stichwort: Burnout.

Elisabeth
 

Elisabeth Dinse

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... Ich bin fast 23 und habe noch keine fertige Ausbildung. Jetzt weiß ich endlich was ich wirklich will und habe Panik, dass es jetzt zu spät ist...
...
Merkst du, unter welch ungeheuren Druck du dich selbst setzt? Oder bist das gar nicht du sondern deine Umgebung, die endlich mal eine Leistung sehen will, weil sie mit der Erkrankung net klar kommen.

Warum glaubst du, dass da jetzt möglichst schnell eine Ausbildung beginnen muss? Weil sonst die Instabilität wieder droht? Weil die Torschlusspanik dich schlussendlich handlungsunfähig machen wird?

Elisabeth
 

Lillebrit

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Nebenbei- so mancher hat sich schon den Kopf eingeschlagen bei dem Versuch mit aller Macht durch die Wand zu kommen

Selbst wenn es gelingt, mit dem Kopf durch die Wand zu kommen sollte man vorher gut überlegen, was man im Nebenzimmer überhaupt möchte....
 

Vicodiin

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ich kenne dich persönlich nicht und kann deshalb nicht viel dazu sagen.
aber einen kleinen mutmacher habe ich vielleicht: in meinem kurs lernt auch gerade jemand GKP der zuvor lange stationär wegen borderline in behandlung war. sie wirkt sehr glaubhaft wenn sie erzählt, dass damit jetzt gut umgehen kann und ich hatte noch nie den eindruck, dass sie es deshalb nicht schaffen würde. die schule wusste von anfang an bescheid, es war kein einstellungshinderniss. (ich vermute mal weil sie so offen und glaubhaft war)

auf der andren seite sollten sich immer leute die lange selbst stationär waren immer überlegen ob das ein geeignetes arbeitsumfeld ist.
uns ist gerade eine sehr nette kurskollegin abgesprungen, die ihren KH aufenthalt nicht vergessen konnte (war aber was onkologisches)
 

DecemberKid

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Merkst du, unter welch ungeheuren Druck du dich selbst setzt? Oder bist das gar nicht du sondern deine Umgebung, die endlich mal eine Leistung sehen will, weil sie mit der Erkrankung net klar kommen.

Warum glaubst du, dass da jetzt möglichst schnell eine Ausbildung beginnen muss? Weil sonst die Instabilität wieder droht? Weil die Torschlusspanik dich schlussendlich handlungsunfähig machen wird?

Elisabeth

Der Druck kommt von außen... (von meiner gesamten Familie und meinem Partner) mir bleibt also nichts anderes übrig als mir selbst auch Druck zu machen. Ich werde die ganze Zeit fertig gemacht, dass ich noch nichts auf die Reihe bekommen habe (außer einer sehr guten Fachhochschulreife). Aber meine Familie will eine abgeschlossene Ausbilung sehen und mit dem "Psycho******" nichts zutun haben. Sie behaupten ja, dass ich nicht krank sei sondern einfach nur zu faul zu arbeiten...
 

Elisabeth Dinse

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Ich habe Betroffene betreut und denke, ich kenne mich relativ gut aus.

Elisabeth
 

DecemberKid

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Ich habe Betroffene betreut und denke, ich kenne mich relativ gut aus.

Elisabeth

Aber wir sind uns sicher einig, dass ich mich als Betroffene besser auskenne als Menschen, die die komplette Erkrankung nur in der Theorie gelernt haben, oder?
 

-Claudia-

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Ich denke, gerade als Betroffener kannst Du Dich irren, was Deine Belastbarkeit angeht. Sowohl bei physischen als auch bei psychischen Erkrankungen verhalten sich die Patienten nicht immer gesundheitsförderlich. Ich kann nicht in jedem Fall beurteilen, was gut für mich ist.

Psychische und physische Krankheiten können eine Ausbildung in der Pflege erschweren oder sogar unmöglich machen. Es muss glücklicherweise nicht immer so ablaufen, aber es besteht ein gewisses Risiko.
 

stormrider

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Aber wir sind uns sicher einig, dass ich mich als Betroffene besser auskenne als Menschen, die die komplette Erkrankung nur in der Theorie gelernt haben, oder?
Wenn deine Erkrankung dich objektiv denken läßt, ja. Du hast den großen Wunsch in der Pflege zu arbeiten. Das beeinflusst deine Objektivität.
 

Marty

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unavailable...
Aber wir sind uns sicher einig, dass ich mich als Betroffene besser auskenne als Menschen, die die komplette Erkrankung nur in der Theorie gelernt haben, oder?

Nein. Du bist Experte darin, die Auswirkungen deiner Krankheit bei dir wahrzunehmen. Im Lichte deiner Persönlichkeit sozusagen. Das macht einen symbolischen Tunnelblick. Und du kannst andere nur subjektiv beurteilen.
Therapie und Behandlung für andere brauchen als erstes die Bücher, die Wissenschaft.
Als zweites die Selbsterfahrung, eine Therapie, um deine blinden Flecken zu finden.
Und wenn du als drittes eine gut behandelte Krankengeschichte hast und kannst aus deinen persönlichen Erfahrungen schöpfen, ist das ein Zusatzschmankerl, nicht weniger, aber auf keinen Fall auch nicht mehr.
 

Elisabeth Dinse

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Aber wir sind uns sicher einig, dass ich mich als Betroffene besser auskenne als Menschen, die die komplette Erkrankung nur in der Theorie gelernt haben, oder?
Ich kann dir versichern, dass diese Einstellung stante pede in die Sackgasse führt.

Elisabeth
 

Postler

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Also an die TE...anscheinend willst du die Warnungen nicht hören und meinst, du selbst könntest es am besten entscheiden, was gut für dich ist. Warum fragst du dann hier??? Meiner Meinung nach bist du nicht kritikfähig, schlecht für die Ausbildung. Wenn du dir sicher bist, dass es keinerlei Probleme gibt im Bezug zur Ausbildung, dann mach sie doch einfach und frag nicht die anderen, die "sowieso keine Ahnung haben".
Aus meiner Erfahrung kann ich dir berichten, ich kenne ein Mädchen mit Borderline, die diese Ausbildung angefangen hat. Nach einem halben Jahr hatte sie ganz plötzlich schlimme Knieprobleme (die danach nie wieder aufgetreten sind) und die bösen Lehrer waren die Schuldigen, die sie nur fertig machen wollten. Sie war dann fast ein halbes Jahr in stationärer Therapie. Für mich kann man dein Krankheitsbild hier auch schon gut raushören, du kannst die Meinung anderer nicht akzeptieren. Nochmal: Warum fragst du dann?

Musste ich grad mal loswerden.
 

stormrider

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Aber wir sind uns sicher einig, dass ich mich als Betroffene besser auskenne als Menschen, die die komplette Erkrankung nur in der Theorie gelernt haben, oder?
Das wird niemand abstreiten. Das ändert aber nichts daran das du Borderlinerin bist und somit die typischen Eigenschaften einer Borderlinerin hast, die dir den Alltag schwer machen werden. Und nicht nur dir, sondern deinem gesamten Umfeld. Die Pflege ist schon schwer genug. Dann noch die Problematik mit dieser Erkrankung dabei, sorry, aber das muß man sich doch nicht antun.

Wenn du diese Symptome nicht zeigen würdest, wärest du keine Borderlinerin. Wie Postler schon schrieb, erkennt man hier im Forum deine Borderliner Problematik schon an deinen Beiträgen. Du bist derzeit fast besessen von dem Wunsch in der Pflege zu arbeiten und deine Reaktionen auf negative Beiträge zeigen fehlende Kritikfähigkeit.

Postler ich stimme dir 100% zu. Ich sehe hier auch die typischen Borderline Symptome bei der TE und frage mich, wie es im Pflegealltag funktionieren soll, vor allem dann, wenn es mal schwierig wird und sie ihren Impulsen widerstehen muß.

Liebe TE ich würde dir wünschen das du es schaffst. Aufgrund meiner Arbeit kenne ich etliche Borderliner und ihre Problematik. Ich kann mir keinen in der Pflege vorstellen.
 

Postler

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Ich kann mir vorstellen, wie schwierig es ist, einen objektiven Blick in Bezug auf die Tätigkeit und das Krankheitsbild zu gewinnen, als Betroffener. Auch weiß ich genau, wie es sich anfühlt diesen starken Wunsch zu haben, endlich eine Ausbildung in der Tasche zu haben und damit Zukunftsaussichten und auch die Anerkennung der Familie und des Umfeldes. Aber SELBSTREFLEXION ist doch auch ein großes Thema in dieser Ausbildung, um dem Patienten gerecht zu werden und dabei nicht unterzugehen.
Des weiteren, sollte man auch aus Fairnessgründen kritisch an die Sache rangehen.
Und ein weiterer Fehlschlag im Leben begünstigt bestimmt nicht ein Weiterkommen in dieser Problematik.
Illusionen können sehr bitter sein, wenn sie plötzlich nicht zur Realität werden.
 

Engelchen219

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Ich finde, wenn man un bedingt eine abgeschlossene Ausbildung haben möchte, sollte man nicht die Krankenpflegeausbildung wählen.
Habe solch Ausbildung noch nicht angefangen, weiß aber von vielen Bekannten, wie schwer diese Ausbildung ist und dass es immer wieder Leute gibt, die den Druck nicht aushalten und noch nicht einmal die Probezeit schaffen.

Man hat in der Ausbildung mehrere Problematiken.

Wie gehe ich mit den individuellen Menschen um?
Wie pauke ich am besten den ganzen Lehrstoff- Lateinische Begriffe bis zum "Umfallen"?
Wie komme ich am besten mit meinen Teamkollegen klar?

Wenn man also unbedingt eine Ausbildung will, nur um eine abgeschlossene Ausbildung auf Papier zu stehen haben, weil die Eltern es so wollen, dann nicht in der Krankenpflege.
 

kräuterfrau

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Es ist egal, welche Ausbildung man anfängt. Mit 23 es noch Eltern recht machen zu wollen ist nicht gut. Das endet in Sackgasse. Was schlimmer ist, ist die Betreung, dei TE gerade hat. Wenn Ausbildung, dann ist finde ich eine engmaschigere Betreung notwendig.
 

Claudia B.

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Hallo,

von DecemberKid: Ich bin zwar seit ca. einem halben Jahr stabil, bin vom selbstverletzen weg, mache keine Therapie mehr und brauche auch keine mehr. Medikamente bin ich auch gerade am Absetzen.
Hm, also noch nicht komplett auf eigenen Füßen.

von DecemberKid: Der Druck kommt von außen... (von meiner gesamten Familie und meinem Partner) mir bleibt also nichts anderes übrig als mir selbst auch Druck zu machen. Ich werde die ganze Zeit fertig gemacht, dass ich noch nichts auf die Reihe bekommen habe (außer einer sehr guten Fachhochschulreife). Aber meine Familie will eine abgeschlossene Ausbilung sehen und mit dem "Psycho******" nichts zutun haben. Sie behaupten ja, dass ich nicht krank sei sondern einfach nur zu faul zu arbeiten...
Ich finde das ist eine schlechte Basis, weil Du keinen an Deiner Seite hast der zu Dir steht und Dich annimmt wie Du bist. Fremde, Bekannte, Arbeitskolleginnen/Kollegen, "Patienten" können (sollten) kein Ersatz sein, Dir das zu geben wo nach Du strebt. Annahme deiner Persönlichkeit!
Borderliner sind und bleiben Borderliner, die Frage ist nur wie.

Ich finde es wichtig zu wissen "wer" man(n)/frau ist, ich bin Claudia B., 50 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Kindern, hauptberuflich Krankenschwester ect.., das "alles" gehört zu mir (macht mich auch mit aus), ist aber auch immer nur ein Teil von mir. Beruf-und Privatleben sind eng verknüpft.

von DecemberKid: Seit August arbeite ich auf einer Krankenstation und es macht mir total Spaß.
Bei gerade mal zwei Monaten denke ich ist es schwer sich ein ganzes Berufsleben (mit Höhen und Tiefen) vorzustellen.

Egal was Du machst, wichtig ist, für wen Du es machst und warum.

Es ist Dein Leben und dafür trägst "Du" die Verantwortung (musst die Konsequenzen tragen).

ZITATE zum nachdenken und motivieren! (Zitate, Sprüche, Weisheiten) - YouTube


LG
Claudia B.
 

flexi

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Ich denke, dass wir diesen Thread nun schliessen können, DecemberKid, alles notwendige ist bereits gesagt!
 
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