Hallo,
ich will dann auch mal meinen Senf dazu geben. Während meiner 7-jährigen Karriere in der Herz-/Thoraxchrirurgie habe ich einige TX erlebt. Weniger Herzen, dafür sehr viele Lungen. Wesentlich Unterschiede bei den Anforderungen an das OP-Personal bestehen da aber nicht.
Wie bereits geschrieben wurde ist die HTX eine Standardherz-OP HLM-Anschluss, wenn das Transplantorgan im Saal ist wird das kaputte Herz explantiert und das neue eingesetzte. Die Naht ist vom prinzipiellen Ablauf nichts anderes als eine Gefäßnaht an der Aorta ascendens. Wirkliche Herausforderungen gibt es dabei nicht. Was belastend ist, ist die Zeit. Die TXn, welche ich erleben drufte waren fast alle Mitten in der Nacht (Schnittzeit ca. 2 Uhr). Was es noch zu erwähnen gibt ist die Tatsache, dass im Gegensatz zu anderen Organen wie Leber, Niere, Pankreas etc. Lungen und Herzen vom einem Team aus dem Tranplantationszentrum explantiert welches, welches das Organ auch implantiert.
Vielleicht solltest Du Deine Arbeit nicht ausschließlich auf die Implantation beschränken, sondern auch die Multiorganentnahme mit einbeziehen. Insbesondere der Springer hat dabei wirklich alle Hände voll zu tun. Zu der Belastung, dass diese Maßnahme nachts abläuft kommt dort auch noch die, dass der Patient dann definitiv tot ist. Insbesondere Organentnahmen bei Kindern hauen da übelst rein. Das muss man auch verarbeiten können.