Neurologische Reha Phase F - Anforderungen, Belastung, Tätigkeiten?

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Neurologie / Neurochirurgie" wurde erstellt von HHS, 12.04.2007.

  1. HHS

    HHS Poweruser

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    Hallo,

    Momentan arbeite ich auf einer unfallchirurgischen Station einer großen Unfallklinik. Die Arbeit macht eigentlich Spaß, wäre da nicht der sehr hohe Patientendurchlauf, der ja immer mehr zunimmt. Da ich eh erst seit einem Jahr examiniert bin, tue ich mich doch sehr schwer damit - ich komme mit dieser Art der Belastung immer weniger klar.

    In Gesprächen mit Kollegen erkenne ich immer mehr, das eine Tätigkeit in der Reha eher geeignet wäre für mich. Mein Haus kann das mir momentan nicht anbieten, aber ein anderes Haus in der Nähe bietet noch Stellen an, und zwar neurologische Reha der Phase F.

    In der Ausbildung durfte ich mal eine Woche lang Zimmerpflege bei einer Wachkomapatientin machen dürfen - eine interessante Erfahrung.

    Meine Frage: wie sieht ein typischer Alltag aus? Ist es auf Dauer nicht schwierig Patienten zu versorgen, bei denen nicht mahr oder kaum Hoffnung auf Besserung besteht? Wie sieht die Zusammenarbeit mit Angehörigen aus?

    Ich bin mir da sehr unsicher, ob ich mir das zutrauen kann - feue mich daher auf Antworten, die diese sicher spannende Tätigkeit für mich etwas plastischer macht!

    Gruß
    HHS
     
  2. SistaS

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    ja hallo und guten abend.
    ich wollt nur mal eben meinen senf dazu geben, also ich bin auch seit knapp nem jahr examiniert und habe danach ein halbes jahr in einer neurologischen reha gearbeitet, allerdings war das phase b.
    es ging mir machmal schon ganz an die nieren, wenn ich die patienten gesehen habe, die zum beispiel vor einem unfall noch ganz normal am alltäglichen alltag teilnahmen und danach nur noch von einem beatmunsgerät am leben ghalten werden. natürlich ist das auch eine große belastung für die angehörigen, ihr leben ändert sich von einem auf den anderen tag, vor allem wnen die patienten sehr jung sind, so alt wie du oder ich (kein plan wie alt du bist, aber denke nicht um die 70). ich denke, dass sie sich über jeden kleinen fortschritt freuen, auch wenn es nur ein augenzwinkern ist, jedoch denke ich mir, dass sie irgendwann in ein tiefes loch fallen wenn sich doch nix verbessert und sich fragen, was sie falsch gemacht haben und warum ausgerechnet sie betroffen sind, das ist ein weitaus schlimmerer schicksalsschlag als ein armbruch etc. das darfst du nicht unterschätzen.
    der tagesablauf lief recht ruhig ab, ich hatte dort in der klinik meine 2 patienten, die ich betreute, morgens die normale pflege, essen reichen oder sondenkost, dann hatten die meisten patienten therapie (physiotherapie, ergo, fot, hep etc) und dann mittags nochmal versorgen, lagern etc.
    für mich war es anfangs sehr schwierig damit umzugehen, dass die patienten mir nicht antworten und ich dass gefühl hatte mit einer puppe zu reden, oder zum beispiel der umgang mit trachealkanülen und beatmungsgeräten usw
    also ich hoffe ich habe dir ein wenig geholfen, also an deiner stelle würde ich es machen, so viele erfahrungen sammeln wie man nur kann, solange man jung ist.
    also bis denn :wavey:
     
  3. Hallo HHS!
    Vielleicht kannst Du ja in der Reha-Klinik mal ein paar Tage hospitieren um einen Einblick zu gewinnen?

    Ulrich
     
  4. Ivanca

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    Hallo,

    einige Tage hospitieren find ich auch den besten Vorschlag. Gut es gehen vielleicht Urlaubs- oder freie Tage drauf.
    Aber nur so hilfts dir bei deiner Entscheidung.

    Wünsch dir viel Glück
    Manu
     
  5. HHS

    HHS Poweruser

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    Hallo, Danke für Eure Antworten.
    Ja, das mit der Hospitation werde ich auf alle Fälle in Angriff nehmen!

    Wie es der Zufall so will, darf ich seit heute in meinem Bereich einen Apalliker, Zn. Motorroller gegen Auto, betreuen. Ein Jahr nach Examen fehlt doch manches an Wissen, aber erstaunlich wie viel einem doch wieder einfällt. Es machte mir sehr viel Spaß, mehr Spaß als bei den fitten Patienten, die die Meinung vertreten keine Pflichten zu haben und rund um die Uhr ne PK neben sich am Bett haben zu müssen.
    :twisted:

    Doch ich habe noch ein paar Restzweifel: zum einen ist es nicht gesagt, das ich auch die Stelle bekommen kann. Zum anderen wie wird man als PK auf die Dauer mit der psychischen Belastung fertig? Wenn keine Besserung eintritt, keine Aussicht auf Erfolg, wird man dann nicht ziemlich bald ausgebrannt, sieht die Menschen als "Maschinen", als "sabbernde, lebende Tote" ?

    Sind es nicht gerade die Apalliker, die eigentlich bald von den Menschen außen herum vergessen werden?

    Gruß
    HHS
     
  6. HHS

    HHS Poweruser

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    Hi,

    heute Anruf: keine Möglichkeit die Stelle zu bekommen - dann muss ich weiter mich auf die Suche machen!

    Aber Danke für Eure Hilfe!

    Gruß
    HHS
     
  7. Ivanca

    Ivanca Senior-Mitglied

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    Hallo HHS,

    aber ich würde trotzdem nicht aufgeben, wenn du gerne da arbeiten möchtest. Sie es als Chance die länger zu informieren. Und hospitieren würd ich trotzdem. Was jetzt nicht ist kann ja später noch werden. Und wenn du hospitierst hast du schon fast eine Fuß in der Tür.

    Viel Erfolg
    Manu
     
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