Erster Praxis-Tag in der Chirurgie

Wie seht ihr das?
Was habt ihr den so alles am Anfang gelernt?
Ist es wirklich Voraussetzung das meiste wie Blutzucker messen, Puls messen, Katheter entleeren usw... zu können...?
Bei sowas entschwindet immer mein selbstvertrauen, wenn mir jemand sowas an den Kopf wirft.
Ich fühle mich doch ziemlich allein gelassen!

Tja, da kann ich verstehen, wenn Deine Stimmung in den Keller rauscht und Du Dich irgendwann nicht mehr fragen traust. Bei solchen "Kollegen".
Also meiner Meinung nach muss ein Unterkurs-Schüler beim ersten Einsatz gar nichts können. Lernen soll er auf Station. Wenn schon vorwissen da ist (von der Schule, von einem Praktikum, weil man bei Opa immer Blutdruck messen durfte,...) dann ist das zwar schön, aber eben keine Vorraussetzung!

Eigentlich müsste sich die Kollegin ja sogar vergewissern, dass Du die Aufgaben die sie Dir delegiert erledigen kannst...

Durchhaltevermögen, Mut so weiter zu machen und besserer Anleitung in Zukunft wünscht
Ulrich
 
Herzlichen Dank für die Antworten! :wink1:

Die Meinungen von euch haben mir doch sehr geholfen.
Ich hatte jetzt eine ganze Woche Spätschicht und somit hatte ich auch mehr Zeit am Abend, mich mit einigen Schwestern zu unterhalten.

Mit einigen verstehe ich mich jetzt mittlerweile recht gut, da sie jetzt meine Gedanken und Ängste kennen. Und mit den anderen... na ja wie ihr schon sagtet es werden immer solche und solche Schwestern geben... :ccol1:

Was soll`s...Augen zu und durch, in ein paar Wochen wird die Sache schon bestimmt viel besser aussehen! Übung macht schließlich den Meister! Schließlich kann ich heute viel mehr als vor ein paar Tagen, wenigstens geht`s Stück für Stück voran! Und Fortschritte bauen auf!
Die Patienten bauen auch auf, sie loben einen oder zeigen durch Gesten, dass man das, was man tut gut macht und das tut mir auch gut! :daumen:

Aufgeben werde ich natürlich nicht, denn sonst hätte ich schon jetzt verloren! Ich versuche das ganze mehr oder weniger positiv zu sehen, in ein paar Monaten werde ich bestimmt schon wieder darüber lachen und hinweg sehen können!

Wünsch allen viel Glück, Spaß und Durchhaltevermögen in der Ausbildung!:daumen:
 
Hallo Leute,:sdreiertanzs:

Wollte nur zum Abschluss dieses Themas etwas berichten...
heute hatte ich meinen letzten Tag auf dieser chir. Station. War schon irgendwie komisch zu wissen, dass man da nie wieder hingeht.
Ich gehe mit einem lachenden teils auch weinenden Auge, weil ich mich sehr gut in diese Station eingelebt habe und viele Schwestern echt nett sind!

Aber so gesehen ist das auch gut so, weil ich doch (im Vgl. zu anderen U-kurs-Schülern) recht wenig gelernt habe. Manche Kolleginnen haben einfach vergessen, dass man als Schüler auch was lernen möchte, statt dessen bekam man dann immer die "Drecksarbeiten" zugeschoben! Auch das mit den Mentorinnen wollte nicht so recht klappen.

Die Station war doch im großen und ganzen sehr interessant. Ich bin jetzt viel sicherer beim Mobilisieren von Pat. mit Amputationen und auch die versch. Wundarten sind sehr interessant.

Schon lustig wie schnell ein halbes Jahr rum geht! Heute bin ich viel sicherer und selbstbewusster... (wenn ich da an meine ersten Tage denke...oje,oje) und ich mach schon vieles selbstständig. Diese kleinen Erfolge sind echt aufbauend und ein Zeichen dafür das es doch aufwärts gegangen ist!

Jetzt bin ich nur noch auf die nächste Station gespannt! (innere+unfallchir.)
Hoffentlich lern ich da noch viel mehr, weil die Einsätze auf Stationen auch immer kürzer werden.:weissnix:

Wünsch allen viel Glück und weiterhin Spaß an der Ausbildung!

LG,:o
Hope
 
Ein halbes Jahr auf einer Station?Habt ihr solange Einsätze? Also länger wie 12-14 Wochen ging bei uns nie einer, ab dem zweiten lehrjahr waren es meinstens noch länger als sechs wochen, da kann man von kurzen Einsätzen reden:-)
 
Bei mir im Klinikum scheint das am Anfang "normal" zu sein das man gute 5 Monate beim ersten Einsatz auf Station ist. Wahrscheinlich zur Eingewöhnung an einen Stationsalltag... Fand ich aber sehr praktisch, denke nämlich, dass es sehr anstrengend sein wird dauernd zu wechseln, vor allem was die untersch. Teams auf Station betrifft... Auf der nächsten Station bin ich auch nur 4 Wochen und dann wechsel ich wieder... (darauf hatte ich das "kurze Einsätze" bezogen) Sprich alle nächsten Einsätze beschränken sich auf 4 Wochen...
 
Hallihallo

Ich habe am 26.3. auch meinen ersten Einsatz auf Station. Da ich auch auf eine Thorax, Viszeral und Gefäßchirugie komme habe ich diesen thread gespannt gelesen. Bin echt schon schwer nervös was mich da alles erwarten wird. Ich hoffe das es nicht zu schlimm wird und das man einiges lernen kann. Vor allem auf die schwestern bin ich echt mal gespannt. Ich werde auf jeden fall berichten wie mein erster tag gelaufen ist. Falls jemand noch tips hat, her damit!!!!!!

Bis dann lieben gruß

steffi :lol1:
 
Hoffentlich lern ich da noch viel mehr, weil die Einsätze auf Stationen auch immer kürzer werden.:weissnix:
Ich denke mal Du weißt grob was Du gut kannst und was weniger gut. Nimm Dir doch für die nächste Station ein persönliches Lernziel vor, dass Du erreichen willst. Dann lässt sich's leichter daran arbeiten, als wenn man ohne Ziele lernt:daumen:

Ulrich
 
Hi Bluemoon,

na dann wünsch ich dir jetzt schon mal viel Spaß!
Kann mich noch sehr gut an meinen ersten Tag erinnern... *grins*

Die ersten Tage werden ein wenig ungewohnt sein aber sobald du dich eingelebt hast macht es spaß. Außerdem ist die Gefäßchir. echt super interessant! Mir hat z.B. besonders der Verbandswechsel spaß gemacht!

Falls du Frühschicht haben solltest, sei nicht schockiert wenn das etwas stressig wird. Vor allem wenn viele OP's auf dem Plan sind...
Außerdem wissen die anderen ja, dass dies dein erster Einsatz ist, viele nehmen da natürlich Rücksicht darauf!

Schau dir am Anfang die Station gut an! Z.B. wo alles ist: Verbandswagen, Schrankinhalte usw... Das ist nämlich eine große Erleichterung wenn man weiß wo die Sachen sind, wenn jmd. sagt das man dies und jenes mal holen soll...

Lass dich bloß nicht von anderen Schwestern unterbuttern! Es wird nämlich immer wieder welche geben, die vergessen haben, wie es als Schüler war! Aber du wirst schnell merken, an wen du dich halten kannst und an wen nicht!

Na dann drück ich dir mal die Daumen, für einen erfolgreichen Start in den Stationsalltag!

Freu mich schon auf deinen Bericht!

Alles Liebe,
Hope:o
 
Hi Hope,
vielen dank für deine tollen tipps! Kann man gebrauchen. Bin ja auf der einen seite echt gespannt auf die station aber wie gesagt auch ein mulmiges gefühl. Naja ich hoffe das ich den einstieg nicht ganz so schwer gemacht bekomme. Schaun wir mal. Hab ja jetzt noch eine woche schule und nächsten freitag schreib ich 2 klausuren. 1 in anatomie und eine in pflege und waschen. Bin mal gespannt wie die werden. Mit 30 fällt einem das lernen nicht mehr ganz so leicht.
Wird schon werden.
Bis dann Lieben Gruß

Steffi :o
 
Hallo!

Ich hatte meinen ersten Einsatz auch auf der Chirugie. Ist jetzt allerdings schon 3 Monate her als ich das letzte mal da war.
Ich kann mich noch gut erinnern wie die ersten Tage da waren.
Du wirst dich auf jeden fall an viel Stress gewöhnen müssen.
Also bei uns war das so dass wir auch noch ein Ambulantes Zentrum hatten und somit dann noch bis zu 6 Patienten ambulant am Tag kamen.

Grade auf der Chirugie ist es kein Wunder wenn am Tag so ca. 6 OP's sind, dann noch Patienten zum Rötgen und aufnahmen.
Aber ich finde ich habe durch diesen Stress da sehr viel gelernt.

Grade das Waschen lernt man auf der Chirugie sehr gut, da immer Patienten da sind zum Waschen.

Aber ich muss schon sagen, dass ich erleichtert war, als ich dann erfahren habe dass mein zweiter Einsatz auf der Inneren Pivatstation ist.

Ich denke das Anstrengende ist auf der Chirugie einfach der Stress, weil auch die Schwestern nicht immer soo viel Zeit haben irgendwas zu erklären (so war es zumindest bei mir).
Die haben mir dann einfach z.b. das Stixgerät in die Hand gedrückt und gesagt "mach mal" xD.

Naja war aber ein schöner und Lehrreicher erster Einsatz ;)

MFG
KleineMausOB
 
hallo!

ich hatte auch meinen ersten einsatz auf der chirurgie. ich fands von anfang am super. die pat., denen ein bein amputiert wurde, waren meist wirklich stark und haben versucht, das beste daraus zu machen. keiner war irgendwie deprimiert, was ich ziemlich bewundert habe.

lg bettina
 

Ähnliche Themen