Erfahrungsberichte von Reanimationen

ich hätte da mal noch ne frage :-)
WO reanimier ich denn eigentlich angenommen der pat. liegt im bett? hab davon gehört, dass einige betten nen reanimationsbett haben? und sonst? auf dem boden? das bett wäre doch bestimmt zu weich oder?
2.frage: wo reanimier ich denn wenn mir ne patientin zB im rollstuhl auf dem flur zusammenbricht und ich keinen puls fühle? MUSS ich sie dann irgendwie in ein zimmer bringen oder in einen raum, um das vor besuchern/ der öffentlichkeit zu schützen oder einfach auf den boden legen, hilfe& ambubeutel holen und loslegen?

hatte ja noch keine reanimation...
wobei mir da gerade einfällt, dass ich schonmal ne pat. vom röntgen geholt habe, sie saß im stuhl &ich wa schlecht, ich wollte mich gerade zu ihr nach vorne beugen da wurde sie erst bewußtlos, sackte leicht zusammen und fing dann an kurz zu krampfen. hätte ich die patientin auf den boden legen müssen? (sie saß rutsche nicht weiter, kopf nach hinten, fiel also nciht nach vorne)?
( habe es dann so gemacht, dass ich sie erstmal mehrfach angesprochen habe, ihr ins gesicht "geschlagen" habe und dann sofort um hilfe gerufen bzw bin dann auch schon losgerannt, denn war ein kleiner leerer flur neben der röntenabteilung. als der doc mich sah und heibeilief kam sie schon fast wieder zu sich).
 
Im Krankenhaus: Die Krankehaus Betten haben am Fuß und Kopfteil Bretter die man raus nehmen kann und dann unter dem Patienten legen kann! Ansonsten würde ich erst mal Hilfe rufen, meistens weiß dann der Kollege auch was zu tun ist und wenn nicht legt den Patienten auf den Boden! Viel falsch machen kann man damit nicht! Hauptsache es wird geholfen! Egal wie!!!
Auf dem Gang wüsste ich jetzt auch erst mal nicht was ich machen würde! Auf jeden Fall Patienten nicht alleine lassen und Hilfe holen!
Bin auch nicht wirklich Erfahren, arbeite leider nicht mehr im Krankenhaus sondern in einem Altenheim aber wenn ich da jetzt reanimieren müsste, wüsste ich auch nicht ob ich den Bew. auf den Boden legen sollte oder nicht, weil die Betten im Heim haben keine Bretter zum rausnehmen!
:nurse:
 
also ich muss zwar jetzt echt zugeben, dass ich vorher nicht mal auf die idee gekommen bin, mir diese bretter anzusehen.. versteh ich selbst nciht, habe ich nie dran gedacht mir die mal anzugucken oder zeigen zu lassen! dachte aber jetzt auch, dass die nciht alle betten haben, also scheinbar ja alle!?

nee hab die patientin auch nciht ganz alleine gelassen, aber den flur entlang bis zur nächsten türe um sturmzuklopfen und zu rufen musste ich schon, sonst wär da nie einer gekommen, war was abgelegen..

hmm....

glaube wenn die betten bei dir keine bretter haben würde ich nachdem ich hilfe gerufen habe den patienten mit nem kollegen auf den boden legen, das bett ist doch bestimmt zu weich?!
 
Also bei uns auf den peripheren Stationen haben die "normalen" Betten auch alle ein herausnehmbares Kopf- und Fußteil, welches im Falle eines Falles als Rea-Brett dienen kann. Leider gibt es auf den Stationen auch die Privatzimmer mit "Komfortbetten" aus Holz, die darüber nicht verfügen. Wenn es also nicht anders geht und man es irgendwie schafft, ist auf den Boden legen (also den Patienten) sicher praktischer als auf der weichen Matratze zu reanimieren, vorher schnell den Alarm drücken (wenn denn zur Verfügung stehend, ansonsten einfach rufen). Ob im Zimmer oder auf dem Flur (wenn Pat. bei einem Transport reanimationspflichtig wird), wäre mir in dem Moment relativ egal, auf schnelle Hilfe kommt es an, wäre fahrlässig, erst ins Zimmer zu fahren, was womöglich dann noch am Ende des Flures liegt.
 
Die Stationsbetten haben alles rausnehmbare Bretter, haste noch kein Brett in der Hand gehabt beim Betten auswaschen?
Die Matratzen sind auf jeden Fall zu weich!!! Außer auf den Boden legen beleibt ja nicht viel über, wüsste nicht wo ich nen Brett her nehmen sollte! Aber da frag ich morgen mal nach!:wink:
 
Hallo,

können wir vielleicht wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen?

Liebe Grüsse
Narde
 
so.. ich will auch mal von meiner ersten (und bisher einzigen) reanimation erzählen.. ich habe zwar nicht sehr viel mit der rea an sich zu tun gehabt, aber interessant wars trotzdem..
es war in meinem praktikum im unfall op.. eine schwester aus dem schockraum rief an und sagte, dass wir uns auf ein polytrauma nach sturz aus 15 metern höhe (!) einstellen sollten.. die pat. liegt schon im schockraum (direkt nebenan), sie versuchen gerade sie zu stabilisieren und würden sie so schnell wie möglich reinbringen.
da bei uns gerade keine ops am laufen waren gingen ich und eine diplomierte (=examierte) schwester raus in den schockraum damit ich mal so eine kritische erstversorgung sehe.
die pat. war weiblich, ca. 45-50 jahre alt und lt. polizei war es wohl suizid. jedenfalls, sie war bereits intubiert und wurde mit ambubeutel beatmet. sie hat so massiv aus der lunge geblutet, dass jedes mal wenn der ambu diskonnektiert wurde (zum absaugen des blutes), eine richtige fontäne blut aus dem tubus kam! :eek1: pat. hatte natürlich mehrere konserven laufen..
nachdem wir ca. 3 minuten da standen und die 02-sättigung immer weiter runter ging (in die 40er) und die herzfrequenz sich nur dank medikamenten gabe über 30 hielt, beschloss der arzt, dass sie pat. an die ecmo müsse und wollte ein op-team im schockraum haben. die kollegin, die mit mir draußen war, benachrichtigte das restliche op-team, die kamen auch sofort mit dem notfallwagen. irgendwer drückte mir das op-protokoll in die hand und sagte ich solle mich darum kümmern. ja.. und das hab ich dann auch die ganze zeit gemacht. nachdem sie dann ca. 15 minuten erfolglos versucht haben die pat. an die ecmo zu hängen, wurde am offenen herzen reanimiert, aber nur 5 minuten lang, danach hat der arzt die reanimation abgebrochen und wir sind mit unseren sachen wieder abgezogen.
 
@narde: aber wenn es doch hier um reanimationen geht, kannich doch mal fragen wie es mit dem reanimationsbrett ist oder? vllt hat ja auch schon jemand erfahrungen gemacht, wenn es ein bett nicht hat, wie es dann am besten klappt. ( und wo ich reanimiere wenn mir sowas auf nem flur passiert, ist ja vielleicht auch hier schon jemandem mal pasiert?! ich wüßte nälich dann nciht, ob ich unbedingt in ein zimmer muss um den pat. wie schon erwäht vor der öffentlichkeit zu schützen)???
hat doch mit dem thema zu tun finde ich..naja, vllt möchte mir ja jemand ne PN schicken zu meiner frage. würde das gerne wissen.

lg:-)
 
Hallo Sommerwolke,

wie wäre es wenn du für deine Fragen einen eigenen Thread eröffnest.

Dieser hier heisst Erfahrungsberichte von Reanimationen

Um nochmal OT zu kommen: Man kann mit, ohne Brett im Bett reanimieren, man kann das Kopf- oder Fussteil dazu benutzen, man kann am Boden reanimieren.

In meiner ganzen Zeit habe ich auch schon aus den verschiedensten Gründen auf das Brett verzichtet.

Sollte ein Patient im Rollstuhl reanimationspflichtig werden, würde ich diesen (Patienten, nicht Rollstuhl) auf den Boden legen und dort mit der Reanimation beginnen. Sollte es im Flur oder Garten der Klinik passieren auch dort und dann handeln wie in jedem Erste Hilfe Kurs unterrichtet wird.

Schönen Tag
Narde
 
oh super, das reich mir auch schon! weiß ich bescheid:-)
 
Hallöl;
meine erste Rea war an meinem ersten Tag nach der Einarbeitung auf der Intensiv. (Ich war gerade frisch examiniert)
Mein Patient hatte Z.n. Bypass, und lag auf dem Bauch, da die Lunge schlecht war. Habe dann gesehen,daß der Pat. flimmert und habe Alarm geschlagen.
Meine Kollegen haben mich ins Eck gestellt und mir ein Schreibbrett gegeben zur Rea- Dokumentation.
So konnte ich alles beobachten, und kam nicht in die Lage überfordert zu sein oder im Weg zu stehen.
Der Pat. wurde gedreht, reanimiert, hat ne IABP implantiert bekommen (was nichts nützte), und wurde dann noch re-thorakotomiert. Das ganze Programm. Leider erfolglos.
Trotz allem war ich nie allein. Es wurde mir während der Rea erklärt was passiert, und nach der Rea wurde ich gefragt wie es mir geht und ob ich damit klarkomme.
Hatte dann 3 Wochen die Rea- Pest am Hals. Trotz allem arbeite ich noch immer auf Intensivstation. Das einzige was hilft ist:
Regelmäßige Rea-trainings, um Abläufe und Handgriffe zu standardisieren.
Gruß, Rothweiler
 
PUH!!!

Ich hatte gestern meine erste "richtige! Reanimation, nach eineinhalb Jahren auf der Intens... Notfälle, ok, Reintubationen, auch ok, doch was da gestern abgelaufen ist, lässt mir immer noch das Adrenalin in die Adern schießen...

Pat nach ACB, in der Anamnese lediglich ne pAVK, glaub einen venösen und einen arteriellen Bypass, komplikationsloser Verlauf, brauchte ein weinig Gerinnungsfaktoren, weil ASS Einnahme...
Pat wird wach, macht ASB, ist kontaktfähig, katecholaminfrei, völligst stabil.
Plötzlich, innerhalb einer Minute wird der Druck schlecht. Die Arterie machte eh schon Probleme, also erstmal ruhig bleiben und durchspülen und den Pat im Blick. Augen auf, etwas schweißig... war mir dann doch ein bissl komisch. Ich also noch selber zur Ärztin, sagte, der Pat gefällt mir nicht.... geht mit dem Druck runter... Sie sagte, sie käme dann gleich...
Kaum war ich wieder am Bett, war der Pat drucklos, wurde über den Pacer stimuliert, EKG zeigte "60", er antwortete aber überhaupt nicht auf die Stimulation... Ich also aufs Bett und gedrückt... Zufälligerweise kam grad ein Chirurg rein, der das Zepter übernahm... sagte zu mir ich solle alle anrufen... inklusive Cardiotechnik. HAben so ein Notfallbuch auf der Station. Eigentlich wird im REA Training besprochen, wen man zuerst anruft, es gibt Listen mit Diensten usw... aber OH MEIN GOTT!!! Wählt mal die richtigen Nummern innerhalb kürzester Zeit und behaltet im Kopf wen ihr schon erreicht habt und wen nicht... Ich hab einfach so telefoniert, wie ich dachte es sei richtig... außer einen Anästhesiepfleger, der noch garkeinen DIenst hatte, gott sei dank auch alles richtig gemacht...
Ich also wieder ins Zimmer. Da standen sie da. Thorax offen, Herzdruckmassage am offenen Herzen... Da es natürlich ne Weile gdauert hat, bis die alle eingetroffen sind, haben wir dann noch ein bißchen Anästhesiepersonal gespielt... und auch während dann die OP lief, immer noch geholfen... Superspannend und interessant! Also, ne Rethorakotomie läuft ja öfters bei uns, aber nicht gleich unter Reanimation und mit HLM!
Ende vom Lied: offener Thorax, ECMO, IABP nach gut 2 1/2 Std OP zeit.... das Schlimme ist, dass keine Ursache gefunden werden konnte.. alle Bypässe dran, keine Tamponade- NIX.
Gleich geh ich zum Spätdienst und werde also meine erste ECMO betreuen.. Bin so gespannt..
Alles in allem kann ich sagen, dass gestern sehr gut zusammen gearbeitet wurde und das ich mit einem irren Gefühl nach Hause gegangen bin bzw eigentlich garnicht nach Hause wollte!
Auf jeden Fall der Oberhammer dieser Tag gestern.......:knockin:
 
Hallöle!
Das Thema ist zwar schon älter, aber immer interessant. Bei jeder Rea geht mir die Düse, und ich brauche immer 2-3 Sekunden, bis ich mich in meinem Kopf organisiert habe. Und niemand vergisst seine erste Rea, oder? Hier also meine Erfahrung von meiner ersten Rea:

War Azubine und hatte meinen Einsatz in der Kinderklinik: Frühchen, nicht mehr neonat.-pflichtig. War grad ne Woche da, alles sowieso schlimm, weil winzige hilflose Babys ( wollte ja keine Kinderkrankenschwester werden).
Verlegung aus Neonatologie angekündigt, weil dort Drillinge erwartet wurden. Baby in Brutkasten kommt, extrem winzig, Nasensonde, Monitor etc. Dann Umlagerung aus Transportbrutkasten in unseren. Mit einem Mal piepts fürchterlich, der Doc kriegt große Augen, ich keine Ahnung, was grad passiert. Da nimmt der Doc meinen Zeigefinger und Mittelfinger, legt die auf die Brust des Babys und sagt:"einfach schnell drücken bis ich stopp sage!" Ich gemacht, um mich herum dann plötzlich viele Menschen, alle am reden und tun, ich einfach weiter gedrückt, kam ja kein stopp. Irgendwann höre ich, dass der Doc was zu mir sagt, bin aber noch konzentriert auf drücken. Da nimmt er meine Finger von der Brust des Babys: "alles gut!" Baby hats geschafft. Dann die Feuerwehr mit Baby wieder zurück in die Neonatologie. Ich wie betäubt, bin ****en gegangen, dann nach Hause. Habe mich dann versetzen lassen, auf eine Station mit größeren Kindern. Das will ich nie wieder erleben!!!

Jetzt noch kurz die letzte Rea vor einer Woche.
Arbeite inzwischen in der Notaufnahme. Feuerwehrtelefon klingelt. Kommen mit laufender Rea, Pat. ist 15 Jahre, zuhause einfach umgefallen. Normal gehen laufende Reas direkt durch auf Intensiv. Wir Fahrstuhl geholt, Intensiv info, alles gut. Feuerwehr kommt, mit einem Mal heißt das Kommando: erst in Schockraum. Ach du ******e, der ist belegt. Also Pat. raus, neue Liege rein. Rea-Team kommt + 3 Oberärzte, völlig chaotisch. Normalerweise bei Rea: Intensiv Team (1 Doc + 1 Schwester) + Dienst-Doc+ NA-Schwester, klare Aufgabenverteilung, alles gut. Jetzt 10 Leute, alle machen alles bzw. keiner macht irgendwas.
Da haben wir ihn wieder, etwas Erleichterung, aber keiner weiß, was der Junge hat. Plötzlich ist er wieder weg, alles wieder von vorne. Dann ist er wieder da, das Spiel wiederholt sich ca. 5mal über 2 Std. Wir können ihn nicht richtig stabilisieren, und jetzt? Wir riskieren es, ab zur Intensiv. Dort noch 3mal reapflichtig, in der Nacht verstirbt er!
Hätte alles besser laufen können mit weniger Menschen! Aber gerettet hätten wir ihn trotzdem nicht!:cry:
Bei so einem Ausgang bleibt bei mir immer ein fader Nachgeschmack.
 
Hallo ihr lieben, ist zwar schon eine Weile her das Thema aber jeder kommt mal in so eine Zeit wo es passiert.

Mein erster REA Patient unterhielt sich auch noch mit mir, wir hatten gerade umgeräumt um den Untersuchungsplatz wegen paar Veranstaltungen zu räumen. Dann legte ich den Patienten wegen der bevorstehenden Untersuchung auf die Liege, er sagte nur ihm wird schwindlich und weg war er. Sofot die Ärzt allamiert, ein Glück sie war gerade zwischen der Tür.
In nur wenigen Sekunden war der Oberarzt auch da. Und dann fing alles an. Wir haben eigentlich für mein erstes Mal super koordiniert :mrgreen: konnten alles zu reichen , aber das Adrenalin war schon da 8O, kommplettes zittern aber irgendwie ganz komisch ich konnte mich wieder ganz runter holen, aber der Dor sagte zwar mehrmals Beatmung eh ich es realisiert hatte ihm dem Ambubeutel zu geben. Aber prima lief gut, unser Team hatte sehr gut zusammen gearbeitet :daumen: - für das erste Mal hab ich ein super Eindruck bekommen.

lg timeless
 
Hallo zusammen !!

Eine Reanimation ist immer ein Aussnahmezustand ... Adrenalinkick PUR!
Und es ist gut so .. Eine Reanimation darf nie zur Routineeinstellung werden ... immerhin gehts um Menschenleben . Auch ich bin bei jeder Reanimation aufgeregt, Wichtig ist , das das Team eingearbeitet ist , man Stärken und Schwächen der Kollegen kennt und bei einer Rea nicht den Überblick verliert , auch wenn es eine Notfallsituation ist , sollte der Ablauf ruhig vonstatten gehen.... zitterige Hände sind auch noch bei mir dabei , obwohl ich schon viele Reanimationen durchgeführt habe .
Schlimm wird´s, wenn man Bekannte oder gar Familienmitglieder reanimiert.
Bei aller Fachlichkeit und Sicherheit ist das eben keine Normalsituation.
Dabei bekommt selbst die beste Pflegekraft weiche Knie , wie ich vor Jahren selbst am eigen Leib erfahren musste.
Im Anschluss merkt man erst , wie gut es ist ,ein festes ,stabiles Team zu haben die einen auffangen !!!!
Es hat sich anfänglich bewährt im Anschluss an Notfallsituationen einen Feadbeek durchzuführen:streit:, so kann man Abläufe, Probleme ebenso Ängste die man hat angesprochen und gemeinsam gelöst werden .... Ärzte wie Pflegekräfte .... einer alleine ist machtlos , nur zusammen sind wir stark :nurse:.

der Ablauf einer Reanimation ist geregelt nach einem festen Schema , wie jedem hier bekannt !

Hoffe ich konnte was dazu beitragen ! Wünsche noch ein schönes Wochenende
 
Zum Glück sind in der Laufbahn interdisziplinäre Notfälle im Laufe des eigenen Dienstes von Bekannten oder Verwandten selten. Mir ist das is 12 Jahren noch nie passiert. Schnell auf Holz klopfen : :knockin:
 
ha :D ich hatte meine erste heute!
ich fands ganz toll...(also nicht für den armen mann). er kam wegen unklarer synkope gerade erst rein und ich hatte ihn noch nciht gesehen. plötzlich rief die therapeutin wir sollten kommne, da würde jemand blau auf dem boden liegen,so wars dann auch! (obwohl der boden gereicht hätte) wir legten ihn ins bett,da stand auch schon die ärztin am bett,klopfte ihm auf die wangen,schrie ihn an "halloooo", tastete den puls der nicht mehr da warm, schon das brett drunter und legte sofort(!) los...das ging so schnell...ich war für 2 sek wie erstarrt...wie in eine art "schocksek"geraten. dann lief ich los,wollte den notruf absetzen,holte stethoskop und RR-manchette..eh ich im zimmer war(6 sek?) war das rea-team schon da..ich bleib im zimmer, reichte alles rüber von der schwester aus dem notfallkoffer,holte gelafundine und guckte aufgeregt zu. ganz komisch....nach etwa 1 min kamen mir vor aufregung fast die tränen,doch dann intubierte der arzt und meinte ich könnte weiter drücken,wenn ich will (ablösen),das tat ich auch,sogar gerne! 2mal 2 min durch...der arzt meinte am ende,ich hätte es wirklich gut gemacht....das war schön zu hören!ich hatte auch ein gutes gefühl...sicher!obwohl ich es noch nie getan hatte!als der wieder herzaktivität da war haben wir ihn schnell auf intensiv gebracht, es sah aber ncih gut aus, wie haben alle im zimmer reanimiert,zumindest kam esmi lange vor! kurz danach war übergabe,ich hatte das gefühl ich musste meinen adrenalinkick mal unbedingt los werden,was irgendwie erstmal nciht geschah:mrgreen: ich war voller energie,aber es war ein gutes gefühl! ich war und binzufrieden mit mir! nach der übergabe wollte ich nochmal auf intensiv,schauen wie es ihm geht.
die angehörigen kamen mir entgegen und meinten er sei soeben verstorben..da kamen mir wieder fast kuz die tränen (vor enttäuschung?aufregung?noch vom adrenalinkick? kennt ihr das auch??)

ich bin trozudem noch zur intensiv um mich zu erkundigen, er hatte eine LE geschossen, PH von 6,3 wohl und es hätte ncihts mehr gebracht! schade....


kennt ihr das mit den tränen in den augen für eine sekunde? udn diese art tunnelblick währenddessen? es war meine erste rea, aber so gings mir! und seid dem dienst denk ich immer wieder dran..immer wieder die bilder der rea im kopf, und wie zyanotisch er war!!sehr!


lg
 
sorry für ot und kurze Frage:
er hatte eine LE geschossen, PH von 6,3 wohl und es hätte ncihts mehr gebracht!
Holla! Der ph ist ja mal eine Ansage!
Wißt ihr, wie lange die Hypoxiezeit war und wann die BGA abgenommen wurde?
 
hypoxiezeit? ist das die zeit, wo das gehirn schon einen sauerstoffmangel hatte? bzw von da an?
weiß ich nciht, wir wissen cniht genau wie lange er auf dem boden lag in seinem zimmer, es wird sich wohl nur um ein oder 2 min gehandelt haben, aber da war er schon asystolisch und zyantoisch und zwar richtig..
die BGS wurd während der rea abgenommen,da lief die rea schon einige (ca15/20?min..hatte kein zeitgefühl,ETWA)

wieso fragst du? was sagt das denn aus?
ich nehme an der pH ist auf eine cerebrale metabolische azoidose aufgrund von o2-mangel zurückzuführen, richtig?

aber schon krass...ein mensch, der morgens noch mti dem rad fuhr,völlig "gesund" schien, wenn auch schon über70..auf einmal aus dem leben gerissen und tot. so unwirklich finde ich!!
 
hypoxiezeit? ist das die zeit, wo das gehirn schon einen sauerstoffmangel hatte? bzw von da an?
wie lange hat der Patient ohne suffizienten Kreislauf bis zum Beginn von Ersthelfermassnahmen gelegen
es wird sich wohl nur um ein oder 2 min gehandelt haben
das wäre eine sehr kurze Hypoxiezeit und würde dies hier
schon asystolisch und zyantoisch und zwar richtig.
ausschließen. Ausnahme wäre z.B der Pat litt an einer ausgeprägten COPD und hat daher nur kürzeste O2 Ressourcen
die BGS wurd während der rea abgenommen,da lief die rea schon einige
eine BGA mit einem ph von 6,3, einem wahrscheinlich exorbitant hohen Laktat, der Patient mit einer primären Asystolie, tief zyanotisch, lässt auf eine sehr, sehr lange Hypoxiezeit schliessen.
ch nehme an der pH ist auf eine cerebrale metabolische azoidose aufgrund von o2-mangel zurückzuführen, richtig?
Der ph erklärt sich über das nicht abatmen des Co2. Eine ausgeprägte Acidose, im Zusammenhang mit einer Reanimation, lässt Rückschlüsse auf die Hypoxiezeit zu und im Verlauf über die qualtät der O2 Versorgung während der Reanimation.
Ich hoffe, du hast die Situation mittlerweile gut verarbeitet und wünsche dir weiter viel Spaß an unserem Beruf
LG
Beate
 

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