Erfahrungen mit der Genius-Dialyse?

griechin

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Hallo zusammen,
hat jemand von euch Erfahrung mit der Genius Dialyse? Z.B. Aspekte wie Zeitaufwand, Wirtschaftlichkeit, Logistik (wer bringt das Gerät z.b. von der Dialyse auf die Intensiv?)
Bin für jeden Input dankbar!!
 
Unsere Dialyse hat einen eigenen Geniusdienst.
Gerät wird von der Dialyse geholt und gebracht. Die Dialyse bereitet es auf.
Die "Hexenküche" ist in der Dialyseabteilung untergebracht.
Für den Transport der Maschinen haben wir ein eigenes Wägelchen, damit die keiner schieben muss.
Bedienung ist denkbar einfach und deutlich entspannter als z.B. Multiflitrate.
 
Wird unterschiedlich gehandhabt. Hauptsächlich wird dafür ein Raum eingerichtet und zwar in der Regel auf der Intensivstation.
Bedienung: vielleicht zu simpel im Verhältnis zur Prismaflex.
Vorteile: Befüllen und Entleeren ist total easy
Fehlerbehebung:
Bedarf Erfahrung. Ansonsten steht man dort wie ein Ochs vor dem Berg.
Insgesamt würde ich die Prismaflex der Genius vorziehen.
Obwohl die Genius weniger störanfällig ist, sehe ich doch Gefahr in der Sicherheit.
 
Vorteil Genius: simple Bedienung
Nachteil: simple Bedienung.

Es fehlt z.B. die Möglichkeit die Alarmgrenzen des Transmembrandrucks weiter aufspreizen. Bei Patienten die sich bewegen, kann das zu einer andauernden Alarmorgie führen. Ausserdem fehlt der Genius die Heizung, man muss aufpassen, dass einen der Patient nicht auskühlt. Es empfiehlt sich soviel Leitung wie möglich im Bett liegen zu haben, wo sie zumindest etwas isoliert ist.

Wenn man sich mit Octanova oder Multifiltrate, mit denen ich auch Erfahrungen habe, gut auskennt, dann sind das extrem feine Geräte. Die können einfach mehr. Wenn man sich nicht auskennt und nicht weiß wie man übliche Fehlerquellen schnell behebt, dann können die einen zur Verzweiflung bringen. Als ich noch in der Einarbeitung war und in der Nacht drei große Kisten + einen normalen ITS-Patienten an der Backe hatte, und gar keine Zeit für die Macken des Geräts und keine Erfahrung, hat mich so ein Gerät schon fast zum heulen gebracht. Heute würde ich die Geräte der Genius vorziehen.
 
Vorteil Genius: simple Bedienung
Nachteil: simple Bedienung.

Es fehlt z.B. die Möglichkeit die Alarmgrenzen des Transmembrandrucks weiter aufspreizen. Bei Patienten die sich bewegen, kann das zu einer andauernden Alarmorgie führen. Ausserdem fehlt der Genius die Heizung, man muss aufpassen, dass einen der Patient nicht auskühlt. Es empfiehlt sich soviel Leitung wie möglich im Bett liegen zu haben, wo sie zumindest etwas isoliert ist.

Wenn man sich mit Octanova oder Multifiltrate, mit denen ich auch Erfahrungen habe, gut auskennt, dann sind das extrem feine Geräte. Die können einfach mehr. Wenn man sich nicht auskennt und nicht weiß wie man übliche Fehlerquellen schnell behebt, dann können die einen zur Verzweiflung bringen. Als ich noch in der Einarbeitung war und in der Nacht drei große Kisten + einen normalen ITS-Patienten an der Backe hatte, und gar keine Zeit für die Macken des Geräts und keine Erfahrung, hat mich so ein Gerät schon fast zum heulen gebracht. Heute würde ich die Geräte der Genius vorziehen.

Ja Octanova würde ich auch vorziehen.
Bezüglich Thema Heizung:

Bei der Genius, kann man die Temperatur bei der Befüllung wählen.
 
Bei der Genius, kann man die Temperatur bei der Befüllung wählen.
Ok, das wusste ich nicht. Wobei man da in unserem Fall nen halben Tag vorher wissen muss, ob der Patient tendenziell hypotherm ist oder vllt. doch Fieber hat. Bei den anderen Geräten kann ich das direkt anpassen.
Dann haste im neurologischen und neurochirurgischen Bereich Patienten die decken sich konsequent immer auf, egal wie kühl sie sind ;). Da ists nett, dass IIRC die Octanova bis 38,0°C oder sogar 38,5°C wärmt. Das geht natürlich auch in die andere Richtung. Man kann die Teile praktisch wie ein Coolgard bloß mit manueller Steuerung nutzen.
 
Vorteile:
Flexibel, simpel, Kreislauf (geschlossens System), kann viele Stunden laufen (6-8), Hepatitis egal (3* chem. Reinigung)
Nachteil:
Nur 2 lumen Katheter (Double Needle), Konzentrat nicht zu ändern (während der Behandlung), enge Alarmgrenzen (nur TMP)
Temperatur, Na, K, Bic, Ca Zusätze (Glucose, Mg) müssen vorher gewählt werden, weil ja das Gemisch in die Genius gefüllt wird.
Reine UF nicht möglich, keine HDF, keine großen Filter, wehe der Zugang läuft nicht korrekt: Daueralarm

Relativ einfache Heparin-freie / Citrat HD (Zugabe Citrat per Infusomat und Einstellung nach Bestimmung Ca post-Filter)
Lohnt nicht wegen 1 Gerät, die "Küche" ist sehr umfangreich
 
Hallo rüdix, eine reine UF, also isolierte Ultrafiltration ist mit dem Genius System durchaus möglich! Dazu brauchst Du den Tank noch nicht einmal zu füllen! Nachteil: Du kannst nur reine Ultrafiltration betreiben und nicht umschalten! Viele Grüße Werner, der mit dem roten Genius-Stöpsel!
 

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