Einstellung einer Maskenhalterung

Stellar150

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Akt. Einsatzbereich
Ausserklinische Intensivpflege
Hallo allerseits! Ich arbeite nun seit bereits fast 10 Jahren in der ausserklinischen Beatmungspflege, würde mir also einbilden doch etwas Erfahrung auf dem Gebiet zu haben, aber mein derzeitiger Fall bringt mich echt an meine Grenzen: Ich betreue, nur nachts (20.00-8.00) eine körperlich geistig behinderte Pat. mit Schlafapnoesyndrom. Problem ist weniger Pat sondern deren Mutter. Die Pat manipuliert (sowieso, deshalb sind wir ja da um die Beatmung zu sichern) ständig an Maske und Beatmungssystem. Jedoch MEINT Mutter ständig die Maskenhalterung wäre viel zu eng eingestellt (hat Markierungen vorgenommen, wo das Band enden soll, das klappt auch, aber NUR wenn Pat ruhig ist oder schläft) Jedenfalls finde ICH das das viel zu locker ist, die Maske flattert und schnuppert dann, die Pat wird noch unruhiger, ich muss NOCH öfter korrigieren.... Aber sie ist ja angeblich nur so unruhig weil ihr die zu enge Maske unangenehm ist. Meine Kolleginnen würden sie auch nicht enger stellen, nur ich. Und wenn ich das Band jetzt nicht so locker eingestellt lasse, wie SIE es für richtig hält will sie sich beim Chef über mich beschweren und das ich aus dem Team rauskomme und so! Davor hab ich aber Angst, denn eigentlich gefällt es mir dort gut, v.a. weil ich da nur ND hab. WAS WÜRDET IHR TUN??? Mit Erklärungen kommt man ihr.nicht bei. Das Ding ist zu eng und fertig
Das die Pat aber noch unruhiger wird weil das Ding zu locker ist versteht sie nicht oder sie will es nicht! HELP! Wie eng.oder locker stellt ihr eine Maskenhalterung ein?
 
Wenn Du schreibst - das Teil sitzt zu locker und dadurch kommt es zu vermehrter Unruhe und vermehrter Manipulation, was NOCH mehr Unruhe und NOCH mehr Korrektur zur Folge hat....dann ist das so. Deine langjährigen Erfahrungen, Deine fachliche Einschätzung.
Was ich mich frage ist, ob nur Du das Problem so thematisierst und die anderen,
aus welchen Gründen auch immer - nicht.
Womit es erst überhaupt den Streit gibt und die Unzufriedenheit gibt, mit Dir und nicht mit Deinen Kollegen?
Also was machen die anderen (wieviele seid ihr?, wieviele Nächte deckst Du ab?) anders?
Das solltet ihr doch untereinander mal besprechen, Du auch mit deinem Arbeitgeber.
Du erwähnst das nicht, also hat ein Austausch darüber noch nicht stattgefunden, korrekt?
Dir gefällt es dort gut, aber so stell ich mir das eher weniger gut vor. Auf Dauer.
Ggfs. könnte Dein Chef 'ne Nacht dort verbringen um sich selbst ein Bild zu machen?
Werden nachts eigentlich Vitalparameter erfasst? Sie hätten ja Belegcharakter.
 
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Gibt es Alternativen zur derzeitigen Halterung/ Maske ?
Ggf. ein "Zeltsystem" ?
Mich würde so ein Maulkorb auch endlos nerven.

Am dringensten ist für Dich aber ein Teamgespräch !
Wenn Mutti so drauf ist, Euch gegeneinander auszuspielen,
seid Ihr alle auf verlorenem Posten.
Das dürfte sogar Eurer Leitung eingehen.
~~~ Was meint die eigentlich dazu ? Wäre doch Dein erster Ansprechpartner ! ~~~
 
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Also, wo fange ich an? Chef wäre erst mal allerletzte Option. Wir sind ein Betrieb von ca 500 Leuten. Haben einen "normalen" Tourenpflegedienst und eben die Intensivsparte. Und unser Chef hat vor 20 Jahren mal Altenpflege gelernt und ist seither Geschäftsmann mit Anzug und Krawatte und managt das Büro. Also FACHLICH hat er von der Beatmung soviel Ahnung wie ich von Politik. Soll jetzt keine Beleidigung sein, ist eben nicht sein Aufhabengebiet. Deswegen kommt eine Nacht dort auch nicht in Frage, er arbeitet ja seit 20 Jahren nicht mehr in der Praxis. Teamsitzung, da habt ihr recht! Längst überfällig, aber erst ab Ende September /Oktober mal möglich, wegen Urlaubszeit, weil sonst immer jemand fehlt. Wir sind ja in dem Team nur 3 feste Mitarbeiter (ich bin Teamleitung, aber das beinhaltet eher administrative Dinge, wie Dienstplan schreiben, Bestellungen machen und halt kucken das "es läuft") Also ich mache zwischem 10(min) und 15 (max) Dienste da im Monat. Da ich selbst echt auch angeschlagen bin, bin ich wie gesagt mit nur ND und wenig (KÖRPERLICHER!) Arbeit da echt froh. Auch wegen meiner Tochter. Aber meine NERVEN machen es dort bald net mehr! Die anderen, also von der einen weiss ich, das sie die Halterung auch in der Nacht, wenn Mutti schläft, enger macht und morgens dann wieder zurück. Aber das KANN ja auch net die Lösung sein
Klar, zu lockere Maske, JEDES rumfummeln der Pat an dem Ding führt dazu, das ich intervenieren muss, da Leckage dann zu hoch oder Maske ganz vom Gesicht hängt und jw mehr ich korrigieren muss, desto weniger hat sie ja auch mal die Chance zur Ruhe zu kommen. Aber SIE kapiert das einfach nicht! Mache ich sie etwas fester und wir reden da von.ca 1-1,5cm führt nicht mehr jede. Manipulation von ihr dazu das ich korrigieren muss und irgendwann schläft sie dann auch. Aber dann ist es mir.ja zu viel.Arbeit ständig zu korrigieren! So wirds dann hingestellt. Die anderen nehmen es halt hin und bleiben teilweise bis zu 4h (ohne Beschäftigung und fast im Dunkeln) am Bett sitzen und halten ihr die Hände fest, wenn sie zur Maske greifen will. Aber das mach ich nicht. Punkt. Aus. Andere Halterung hatten wir schon. Da ist's auch nicht besser. Sie hat eh eigentlich ne Kindermaske, weil Pat ist nur ca 1,40m gross und zierlich.
 
Wie bereits oben erwähnt : Gibt es eine Alternative zur Maske ?
Zelt oder Kapuze ?

Mögliche Ansprechpartner :
(I´wo bekommt Ihr die Masken doch her...)
- Die Experten der Homecarefirma oder der Hersteller.
(Ohne AVO kein Geld)
- Was meint der behandelnde Arzt dazu ?

Zum Stöbern :
www.beatmungspflegeportal.de
 
Interessant. Du weißt längst wie die anderen das handhaben - höchst unterschiedlich, alles klar.
Die Maßnahme mit den wenigsten "Problemen" ist die Maske ab dem Zeitpunkt x enger zu stellen um sie früh wieder weiter zu stellen und kein Wort drüber zu verlieren.
Im Moment tendiere ich dazu, das aktuell als vertretbar und praktikabel anzusehen. Aufgrund der bisherigen Beschreibungen.
Ich erkenne kein fachliches Problem, insofern das enger stellen keinerlei Auswirkungen hat.
Sondern ein zermürbendes zwischenmenschliches. Dem Du Dich stellst, Dich bislang erfolglos dran abarbeitest. Permanent zu Deinen Lasten. Wo ist da der Sinn?
 

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