Doppeldienste und Bereitschaft? Too much oder bin ich zu empfindlich?

toot

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Hallo und guten Morgen,

ich hab vor kurzem einen Job in der ambulanten Pflege angefangen und bin etwas baff. Hab ich doch 2x die Woche Doppeldienst (nein, keinen geteilten, einen "richten" Frühdienst und einen "richtigen" Spätdienst!) von 6 bis 13 Uhr und von 15 bis 20:30 Uhr. Und jedes 2. WE geteilten Dienst (was ich ja ok finde!). Dazu kommen mind. 10 Rufbereitschaften im Monat dazu.
Ich finde so macht man sich kaputt. Was meint ihr dazu???

Grüße
toot
 
Ansprechen und die Konsequenzen ziehen. So würd ich auch nicht arbeiten wollen - und auch nicht arbeiten (außer im Einzelfall)
 
Ich würde trotzdem gern Meinungen hören bzw. lesen, weil ich als unbelastbar hingestellt wurde! Konsequenzen muss ich ziehen, ganz klar.
 
"Du bist eben nicht belastbar" ist schon immer das ultimative Totschlagargument gewesen.
 
Fürs 1. Empfinden - ist das too much.

Wie schaut denn ein durchschnittlicher 4 Wochen Dienstplan aus?
Wie oft (durchschnittlich) kommt es zu Einsätzen in der RB? Wird danach die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit eingehalten?
F+S macht zusammen schon mal 11h - wie wird das begründet; sind diese Doppelschichten "normal" oder z.Zt. aus irgendwelchen Gründen Ausnahmezustand?
Die halbe Std. Pause im FD, wird schon eingehalten, oder?
 
Also, man hat 2-3 die Woche (selten 1x, schon gar als VZ Kraft) einen Doppeldienst, jedes 2. WE frei und die anderen einen geteilten Dienst.
Durchschnittich kommt es ca. zu 1 Einsatz in 2 Wochen während den Bereitschaften. Also es kann sein, dass um 2 Uhr nachts das Bereitschaftstelefon klingelt und ich dann um 6 Uhr zum Frühdienst antreten muss! So wurde mir das auch gesagt! Die halbe Stunde Pause während den Frühdiensten muss man sich auf dem Stundenzettel eintragen (und halt dann 0,5 Std an die tatsächliche Arbeitszeit anrechnen) wegen dem MDK, aber machen tut die keiner!
 
. Hab ich doch 2x die Woche Doppeldienst (nein, keinen geteilten, einen "richten" Frühdienst und einen "richtigen" Spätdienst!) von 6 bis 13 Uhr und von 15 bis 20:30 Uhr. Und jedes 2. WE geteilten Dienst (was ich ja ok finde!). ...

§ 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer
Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.
ArbZG - Einzelnorm
§ 4 Ruhepausen
Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.
ArbZG - Einzelnorm
Arbeitspläne kopieren. Sich gegen die Aussage, dass nicht belastbar verwahren mit dem Hinweis auf Recht und Gesetz. Neuen Job suchen. Gewerbeaufsichtsamt informieren und kopierte Arbeitspläne dort vorlegen.

Elisabeth
 
Ich habe auch mal in so einem Pflegedienst gearbeitet und mir wurde das Gleiche gesagt.

Wenn man gerade da drin steckt, sieht man vielleicht nicht so gut, was da abläuft. Betrachte es mal von außen oder stell dir vor, dir erzählt eine Freundin so etwas.

Mir wurde damals der Zeitvertrag nicht verlängert, weil ich mich für das ein oder andere geweigert habe. Sei es drum, ich hab ne bessere Stelle gefunden, wo man mich schätzt und ich so belastet werde, wie ich es leisten kann.

Wir haben auch mal Spitzen, klar. Es gibt Zeiten mit hoher Arbeitsbelastung, aber grundasätzlich habe ich höchstens 2 geteilte Dienste im Monat und der wird nochmal aufgeteilt, sodass es insgesamt nur 8 Stunden sind, allerhöchstens 9. Dazwichen habe ich auch Monate ganz ohne Teildienste.
Ich muß aber auch nicht Vollzeit abliefern.


Generell finde ich diese geteilten Dienste das Allerletzte und müßte ich es wieder machen, dann würde ich aus der ambulanten Pflege wieder weggehen.
 
Ich bin auch bei einem solchen PD beschäftigt: jedes 2. WE Doppeldienst, dazu noch mindestens 1x in der Woche. Gern wird man am eigentlich freien WE (ohne gefragt zu werden) eingeplant und soll am besten auch an jedem Feiertag zur Verfügung stehen!! Schaffe ich nicht! Und will ich auch nicht! Was ist denn das für ein Leben? Zumal ich eine 75 % Stelle habe und generell schon im Dienstplan mit Vollzeit eingeplant werde!Ich habe meine Konsequenzen gezogen und bereite gerade meinen Ausstieg aus dem Job vor. Ich habe es satt mir ständig was anhören zu müssen über Personalmangel. Das kann nicht immer auf den Schultern vom Pflegepersonal ausgetragen werden!
 
Junimond, ich versteh Dich voll und ganz! DAS ist kein Leben mehr!!! :-( Was heisst Du bereitest Deine Ausstieg vor? Grüßle
 
Leute, ihr müsst doch nicht immer gleich aussteigen, schaut euch um, es gibt auch noch tolle Jobs in der Pflege. Zum Thema ambulanter Dienst; ich hatte wenn dann Rufbereitschaft, die ganze Woche nur Spätschicht....es geht immer anders. Doppeldienste, maximal 10 Stunden war wirklich nur im Ausnahmefall, wenn mehrere Krank, Urlaub usw. Bei Vollzeit, klar muss man halt einfach 12 arbeiten, 2 frei, wieder 12 oder mal 3 Tage frei, Doppeldienstwoche könnte es dann natürlich auch mal treffen, aber keine langen Späts....schau dich um, es gibt auch noch soziale Arbeitgeber, die nicht nur ihre Mitarbeiter verheizen und auch noch angemessen bezahlen....oder wir gehen einfach alle in die Schweiz. Da scheint es ja noch wirklich viel Geld zu geben, nur leider kostet alles ein bischen mehr. Grüsse und alles gute.
 
Bei Vollzeit, klar muss man halt einfach 12 arbeiten, 2 frei, wieder 12 oder mal 3 Tage frei
Ich find das nicht so klar 12 Tage am Stück arbeiten zu müssen, um 2 frei zu bekommen.... :?::?::?::?:
 
Ich find das nicht so klar 12 Tage am Stück arbeiten zu müssen, um 2 frei zu bekommen.... :?::?::?::?:

In der Sechs-Tage-Woche geht das nicht anders. In der Fünf- oder Fünf-Komma-Fünf-Tage-Woche schon.
 
Ambulanter Dienst sind doch meistens die Touren nicht länger wie 5-6 Stunden, so kenn ich dass zumindestens...und dann geht's halt nur mit 12 Tage Woche. So wars bei mir.
 
Na ja, meine Tour geht locker 7-8 Std., je nach dem ob viele Medis gerichtet werden müssen ob der viel große Toiletten dabei sind!

@band1: Du magst Recht haben, aber diese AG muss man erstmal finden! Ich hatte schon etliche Jobwechsel hinter mir und weiss einfach nicht wohin. Das Hospitieren kann man auch vergessen, da wird einem nur eh das Blaue vom Himmel vorgelogen!!!
 
Doppeldienste? Als regulär geplante Dienste?
Zahlen die euch in Gold Nuggets?
Ich wüßte mal gerne, warum man bei der derzeitigen Stellensituation sich sowas antut.
Just saying.
 
Dann raus aus dem ambulanten Bereich toot, ich hab jetzt im stationären Bereich, meinen momentanen Traumjob gefunden, gutes Klima, schönes Arbeiten, relativ viel Zeit für die Bewohner, ein Topheim....vielleicht findest du auch so was. Oder wie währs (vor einem Jahr irgendwo gelesen), als Assistenz eines Hausarztes Hausbesuche für ihn erledigen, unterstützen...usw. (Pilotprojekt oder schon regulärerer Job, ich weiss es nicht mehr) im Norden von Deutschland....des könnt ich mir vorstellen. Denn durch den ambulanten Dienst ist man ja gewöhnt, alleine zu arbeiten, und alleine wichtige Entscheidungen zu treffen....musst halt im Internet suchen. Und verdienst bestimmt gut und bestimmt bessere Arbeitszeiten. Oder telefonier doch einfach mal durch, es gibt bestimmt bessere Stellen und Fachkräfte werden doch überall händeringend gesucht. Alles Gute.
 
band1, ja das auf jeden Fall! Danke für Deine guten Wünsche! Ich hatte in den letzten 6 Monaten 3 Jobwechsel und wirke auf Arbeitgeber so langsam unglaubwürdig. Bei jeder Hospitation stellt man 1000 Fragen, schreibt sich vorher einen Zettel, bereitet sich vor usw. und man bekommt, wenn man die Stelle annimmt, doch einen A...tritt! So langsam verliere ich echt die Hoffnung und ich frage mich, warum gegen solche Ausbeutungen nichts gemacht wird!!! Warum greift niemand ein, es geht doch um Menchen!?!?!?!? So langsam beginne ich echt zu verzweifeln! :angry:
 
Und du hast bereits alles schriftlich im Arbeitsvertrag geklärt- keine Doppeldienste u.ä.? Und der AG verstößt nun konsequent gegen den Arbeitsvertrag. Richtig?

Elisabeth
 
Du wirst keinen Arbeitsvertrag im ambulanten kriegen in dem steht dass es keine Doppeldienste gibt. Die Arbeitsverträge sagen auch nicht detailiert was über Zeiten oder Rufbereitschaften aus, nur dass die Arbeitszeit nach Dienstplan geregelt wird der den Bedingungen des Tarifvertrages angepasst ist.
 

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