Nachtschicht + (Pause = Bereitschaft)

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Bernd2011, 11.07.2013.

  1. Bernd2011

    Bernd2011 Junior-Mitglied

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    Hi,

    ich habe mal ne Frage und würde gerne wissen, ob folgende Arbeitszeit erlaubt ist:

    Nachtwache in einer Rehaklinik OHNE Arzt oder weiteres Personal im Haus! (160-180 Patienten)

    Beginn: 19.30 Uhr
    Ende 7.30 Uhr

    2 Stunden Pause die nicht bezahlt werden und man trotzdem in der Nacht vor Ort sein muss. Man darf das Haus nicht verlassen. Ein Bett ist vorhanden und man kann im Stundenthytmus schlafen. (im Durchschnitt)

    Wie sieht das rechtlich aus? Eine Nachtwache muss vom Gesetz vorhanden sein. Was mich nur stört, das die 2 Stunden Pause nicht bezahlt werden bzw. auch nur eine Bereitschaft sind.

    Danke Euch
     
  2. band1

    band1 Senior-Mitglied

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    Kannst du schlafen, die 2 Stunden? Dann würde ich es als Bereitschaft akzeptieren (rechtlich, weiss ich nicht wie es gehandhabt wird). Was mir seltsam vorkommt, dass du alleine die Nachtschicht hast für soviele Patienten. Im Altenheim ist die Grenze (Bayern), ab 70,74 Bewohner, wo eine zweite Pflegekraft anwesend sein muss. Was machst du im Notfall???????
     
  3. Bernd2011

    Bernd2011 Junior-Mitglied

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    Ja schlafen kann ich die ganze Nacht, wenn es ruhig ist und niemand klingelt!

    Ist ein Notfall haben die Patienten Pech gehabt! Oft auch schon in den Abendstunden ist man alleine überfordert. ATS ausziehen, Verbände erneuern, Fragen beantworten und dann noch das Telefon dabei. Da müssen Leute mal ne Stunde warten bis Sie dran sind. Von 19.30 Uhr bis 22.30 Uhr gehe ich in ca. 50-60 Zimmer. Meistens klingelt es nur 3-5x in der Nacht. Sollte aber mal ein Notfall sein (Hüftluxation, Sturz, Wundprobleme, Toilettengang) musste ich schon oft im Notfall Hausmeister oder PDL anrufen. Die Patienten sind nicht immer sehr leicht und alleine hebe ich mir da keinen Rücken krum. Dann liegen die Patienten oft 30 Minuten im Bad auf dem Fußboden. Ist halt so, liegt leider nicht an mir. Eine weitere Kraft ( Egal ob Altenpfleger, Bufti... ) gibt es nicht.
    Ärzte sind nicht immer im Haus, haben aber Bereitschaft aber "lust" in der Nacht zu kommen haben die auch nicht wirklich. Ich sichere mich meistens nur ab, trage ein und dann muss der Arzt entscheiden ob er kommen will oder nicht.
     
  4. band1

    band1 Senior-Mitglied

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    Finde ich unverantwortlich, mir ist bei über 70 Bewohnern, eine mal in der Nacht gestürzt...das langte mir. Gleichzeitig Türe für Notarzt aufsperren und Bewohnerin stützen geht halt nun mal nicht. Ganz ehrlich, wie oft sind den Notfälle bei euch???? Ich würde mal mit PDL sprechen, wenigstens eine Hilfskraft währe doch von Vorteil und wenn sie nur in den Stosszeiten/Klingel/Stresszeiten da währe....aber damit bist du wieder ein paar Stunden alleine. Respekt, ich würde so einen Sch.....nicht mehr machen, so viel Geld kriegen wir nun auch wieder nicht, dass wir für 2 oder 3 arbeiten. Keine Angst, ich arbeite auch....aber nicht mehr für die sozialen Ausnutzer unter den "ach so Sozialen". Und ich kriege ein anständiges Gehalt, obwohl ich mindestens 1000 Euro mehr wert bin. Wir alle von uns!!!!!!!!!!!!!!!!!! Grüsse , muss noch was dazu fügen, bei uns wird sogar die halbe Stunde Pause in der Nacht gezahlt, weil man nicht von Station kann...so kulant und sehr sozial meiner Meinung nach, da könnte sich mancher AG eine grosse Scheibe abschneiden
     
  5. Bernd2011

    Bernd2011 Junior-Mitglied

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    Notfälle sind im Schnitt 1-2x die Woche. Ich mache nur 6 Nächste im Monat, da ist mir der Stress dann ziemlich egal weil ich meist nur 2 oder 3 am Stück habe. grundsätzlich wäre ne 2. Kraft nett wird aber nicht genehmigt. Morgens kommt aus dem Frühdienst jemand früher als die anderen und Hilft.
    Ich habe eben gelernt: Wenn sich niemand über mich beschwert, dann ist auch alles in Ordnung. Also mache ich mir keinen stress, alles easy! Selbst Hilfe beim Duschen müssen die Patienten anmelden, spontan geht das abends nix was auch kein Wunder ist bei 160 Patienten.

    Mich interessiert nur, ob rein rechtlich die 2 Stunden Pause einfach nicht bezahlt werden dürfen und ob es überhaupt ne Pause ist weil ich das Haus nicht verlasse.
     
  6. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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  7. Bernd2011

    Bernd2011 Junior-Mitglied

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    Das bedeutet, ich sage zu meinem Arbeitgeber ich will die 2 Stunden bezahlt haben oder klage? (Mal "spitz" ausgedrückt)

    Die vertragsgemäße Anwesenheit in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers, verbunden mit der Pflicht, bei Bedarf jederzeit berufliche Tätigkeit aufzunehmen, ist in vollem Umfang Arbeitszeit.SIMAP-Urteil des EuGH vom 3. Oktober 2000 (Rs. C-303/98)
    u.s.w.....


    Nun stellt sich aber die Frage: Darf ich in Der Nacht mal rein rechnerisch ohne Pause 12 Stunden am Stück arbeiten?
    Die 2 Stunden Pause brauche ich nicht, da ich eh 4-5 Stunden schlafe! Mir geht es in 1. Linie um die 2 Stunden die nicht bezahlt werden. Das summiert sich eben auch auf 6 Tage = 12 Stunden also knapp 1 Nachtschicht kostenloses arbeiten.
     
  8. Barotrauma

    Barotrauma Gast

    Das Arbeitszeitgesetzt zieht bei 10 Stunden die Grenze. Ausnahme: Die Heimbeatmung da regelt sich das über die Anwesenheitszeit, also Zeit wo man zwar da ist, aber nix machen muss und genau wegen diesem "da sein müssen" darf da auch keine Pause abgezogen werden und der AG muss 12h bezahlen.
     
  9. Bernd2011

    Bernd2011 Junior-Mitglied

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    Oki, das bedeutet er und ich haben 2 Möglichkeiten zu verhandeln:
    1. Die Zeiten so belassen (da gesetzlich vorgeschrieben) und mir z.b. ein Bereitschaftsentgelt für die 2 Stunden Pause pauschal zu zahlen. (12 Euro)
    2. Die Zeiten so lassen und den Stundenlohn erhöhen.
    3. Mich kündigen! :-)
    4. Würde das korrekte bezahlen der Pause einbeziehen und dann müsste die Klinik den kompletten Dienstplan umwerfen. Das wird sicher nicht passieren.

    Korrekt?
     
  10. renje

    renje Poweruser

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    na ja, das würde ich mir doch nochmal Überlegen.

    Wenn du 4-5Std. Schlafen kannst würde ich als AG dir das auch als Bereitschaftsdienst bezahlen, wenn du mir so kommst.
    12Std. Arbeiten bei 4-5Stunden schlafen?
    Anwesend Sein triffts schon eher - oder?
    und wo sollte da der Stress sein?

    Ja vielleicht - so nen Job möchten sicher mehr haben.

    Könnte aber auch sein der AG schmeißt den Dienstplan um und beschäftigt dich die ganze Nacht in dem er die Arbeitsorganisation anpasst.
    Willst du das wirklich?
    Für die paar Euro mehr?
     
  11. Bernd2011

    Bernd2011 Junior-Mitglied

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    Glaubst Du im Ernst das ich dann dort bleiben würde oder irgend eine andere Nachtschwester?
    Vor mir haben 5 Schwestern die Stelle geschmissen, das hat schon seinen Grund!
     
  12. renje

    renje Poweruser

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    Irgendeine/r findet sich immer, es kommt auf Angebot und Nachfrage an.

    Scheinbar ist die Nachfrage nicht ganz so gering, wenn du schon der 6te bist?
     
  13. hypurg

    hypurg Poweruser

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    Bereitschaftsdienst = Zeit, die man sich an einem vom Arbeitgeber festgelegten Ort aufhalten muß, um jederzeit schnell die Arbeit aufnehmen zu können. Die Zeit hat man in der Bereitschaftsdienst ansonsten zur freien Verfügung.. kann Schlafen, etc...

    Bereitschaftsdienst ist auch Arbeitszeit. ABER, sie muß nicht als volle Arbeitszeit gewertet werden. Das kann in Tarif- oder ARbeitsverträgen geregelt sein, wie die Bereitschaftsdienstzeit vergütet wird.
    Mit dem Bereitschaftsdienst verlängert sich auch die maximal mögliche Arbeitszeit... im TvöD ist das auf jeden Fall genau beschrieben, die genau daraus erwachsenen maximalen Stunden weiß ich nicht.
    WEnn man in 12 Stunden 3-5mal einen Einsatz von 10min hat, dann sehe ich da überhaupt keine Probleme... aber ganz korrekt müßte man Arbeitsaufzeichnungen machen, um das zu bewerten, mit welcher Arbeitsbelastung man in der Nacht - zu welcher Stunde - rechnen muß.

    Objektiv von außen betrachtet, sehe ich die Belastung hinnehmbar. Es handelt sich um eine Reha-Einrichtung und keine Intensivstation. Die Belegung muß natürlich auch so gesteuert werden, daß es sich um low-care-Patienten handelt. Und bei 3-5 Glocken und nur einem Rundgang am Abend (wenn ich das richtig verstanden habe), hört sich das schon so an.
     
  14. Pflegeschwester

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    Hallo,
    als ehemalige PDL sage ich dir das geht nicht die zwei Stunden wo Sie dir als Bereitschaft bezahlen das geht nicht wo sind mir den da
    Die Heimordnung besagt eine PFK mus sein es ist abhängig wieviel Pat natürlich bei dir arbeiten da noch PH in der Nacht
    Grüsse
     
  15. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Das ist zwar keine schöne Begrüßung hier, aber: Gerade als ehemalige PDL solltest du dich doch wenigstens ein bisschen ausdrücken können und deutsche Interpunktion beherrschen.
    Unlesbar dein Satz. Und was du ausdrücken willst mir pers. auch noch unklar...
     
  16. Bluestar

    Bluestar Poweruser

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  17. Pflegeschwester

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    wo liegt dein Problem in meiner Fachlichen Ausdrucksweise?
     
  18. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Lies mal deinen Satz: Grammatik falsch, Rechtschreibung falsch, Interpunktion falsch. Der Satz oder die Sätze (?) sind schlicht unverständlich.
     
  19. Bernd2011

    Bernd2011 Junior-Mitglied

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    Hi alle zusammen,

    danke für die vielen hilfreichen Beiträge und Einschätzungen. Wir haben leider keine Patienten die unter ~ 55 Jahre sind bis 92 Jahre hoch und genau da liegt das Problem. Viele kommen mit Demenz, laufen auch mal in der Nacht oder stürzen vermehrt. Das alles ist alleine einfach nicht abzudecken. Durch diese älteren Personen wird man dann per "Klingel" nachts gestört wegen Dingen die einfach unwichtig sind. Manchmal komme ich mir vor wie in einem Pflegeheim. Da ich aber nur ein paar Nächte habe finde ich das okay, es ärgert aber trotzdem das 2 Stunden nicht vergütet werden- wie auch immer!
    Es geht mir nicht vorwiegend ums Geld, sondern um eine Anerkennung! Ich denke Ihr versteht mich...
     
  20. Sosylos

    Sosylos Stammgast

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    Dann beweise, daß ihr die 2 Stunden nicht nehmen könnt, wegen zuhohem Arbeitsaufwand. Schreibt auf, was die ganze Nacht über getan werden muss, wie hoch euer Arbeitsaufkommen wirklich ist, und so weiter. Dann hast du ne Chance, die Bereitschaftszeit in Arbeitszeit umzuwandeln.
    Übrigens, in vielen Bereichen ist unbezahlte Bereitschaftszeit völlig normal.
     
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