Bedarfs-Medikation Epilepsie

Dieses Thema im Forum "Pflegebereich Neurologie / Neurochirurgie" wurde erstellt von Elfriede, 24.07.2017.

  1. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Diazepam bei Grand-mal-Patienten - klar.

    Aber nun habe ich eine Altersepilepsie mit nonkonvulsiven Stadien in der häuslichen Pflege.
    Die Drehtür der Klinik läuft heiss. Das Keppra/Levetiracetam wird dabei schrittweise erhöht.

    Kennt jemand eine Bedarfsmedikation um diese Anfälle zu coupieren?
     
    #1 Elfriede, 24.07.2017
    Zuletzt bearbeitet: 24.07.2017
  2. Jillian

    Jillian Stammgast

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    Wenn Keppra immer weiter erhöht wird und trotzdem nicht mehr zuverlässig wirkt, evtl. eine Medikamenten-Umstellung anstreben? Bei uns sind u.a. Valproat, Gabapentin, Topiramat und Pregabalin die Mittel der Wahl, um Keppra zu ergänzen oder zu ersetzen. Ich weiß ja nicht, welche Medikamente dein Patient bereits ausprobiert hat?

    Im Akutfall bleiben nur die üblichen Verdächtigen.
     
  3. Martin H.

    Martin H. Poweruser

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    Hallo Elfriede,
    hab jetzt das gefunden: Status epilepticus - DocCheck Flexikon
    Wobei es mich wundert, daß da immer von intravenöser Behandlung die Rede ist. Diazepam Rectiolen gibt man wohl nicht mehr?
    Andere Frage, war Deine Patientin mal längere Zeit anfallsfrei? Oder sind diese Anfälle jetzt erst neu gekommen?
     
  4. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    gibt ne leitlinie der DGN, da steht alles drin nach den neusten stand der wissenschaft..
     
  5. Elfriede

    Elfriede Poweruser

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    Danke liebe Leute !

    @Jillian
    Ich schaue mir die Mittel (auch Lamotrigin) mal im Net an. Der Neurologe ist flexibel wie `ne Brechstange.
    Mal schauen, was ich da werde.

    @Martin H.
    DocCheck weiss auch nicht alles.
    - Natürlich gibt es Diazepam noch als Zäpfchen. Ob, wann, und von wem sie appliziert werden,
    entscheidet der behandelnde Arzt.
    - Ob Diazepam in diesem Fall das Mittel der Wahl ist --- glaube ich nicht.
    Die Anfälle sind nonkonvulsiv. Zudem ist auch noch `ne Demenz dabei und nun entscheide mal,
    ob die Patientin tüddelt oder krampft ?!?
    - Die Anfälle treten seit ca. 3 Jahren auf, wurden als solche aber erst vor rd. 1,5 Jahren
    diagnostiziert.
    - Sie treten in Serien auf: Manchmal 3 im Monat und dann ist wieder monatelang Ruhe.

    @FLORA.BLEIBT
    Bei DGN habe ich leider nichts passendes zur Altersepilepsie gefunden.
     
  6. Martin H.

    Martin H. Poweruser

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    Nein, nein... schon klar.
    Das war nur jetzt eine der ersten Seiten gewesen, die ich auf die Schnelle fand.
    Sowieso. Aber dann verstehe ich Deine Eingangsfrage nicht, welches Bedarfsmed. wir kennen würden - wenn es doch eh der Arzt entscheidet... :weissnix:
    Du, keine Ahnung... ich bin auch schon wieder knapp 4 Jahre aus der Neuro raus. Bei uns waren halt die Rectiolen lange Zeit das Mittel der Wahl. Und so häufig kommt ein Status epilepticus (zum Glück!) nicht vor...
    Schwierig.
    Bin zwar nicht Flora, aber hab mal auf seinen Hinweis hin gegoogelt... Du mußt nach "Epilepsie" und "Erwachsene" auf der Seite suchen:
    Inhalte nach Kapiteln
    LL 02 2012 Status epilepticus im Erwachsenenalter
     
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  7. pfleger00

    pfleger00 Newbie

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    Tatsächlich wird bei uns auf der Station bei einem Krampfanfall erstmal etwas zum beruhigen gegeben, meist Tavor (1-2 mg als Kurzinfusion) i.v. selten Rivotril (Hab auch schon Midazolam erlebt, war aber nur einmal). Ansonsten wenn der Doc kommt wird meisten 1g Keppra und je nach Anfall auch bissel Ergenyl i.v. verabreicht das hilft meist ganz gut.

    Das sind so meine Erfahrungen auf Station mit Epilepsie.
     
  8. novalgin

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    Ohne iv. Zugang ist Midazolam glaub ich mittlerweile Mittel der Wahl, da es wasserlöslich ist (als einziges bezo) und somit intramuskulär oder auch intanasal verabreicht werden kann...
     
  9. novalgin

    novalgin Senior-Mitglied

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    Kurzinfusion finde ich kritisch, wenn du nen krampf unterbinden willst, muss das med so schnell wie möglich rein. 1-2mg tavor inner 10er spritze und rein damit! Natürlich musste dass dan überwachen, also nen pulsoxi dranhängen und ab auf die Monitorstation..
     
  10. pfleger00

    pfleger00 Newbie

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    Die KI( Tavor z.B. ) wird im Prinzip in maximal 50 ml NaCl gelöst. Sicherlich wäre bei einem Krampfanfall die bessere Lösung das Tavor oder was auch immer direkt i.v. zu geben. Die meisten Ärtze bei uns im Haus machen dass nicht, weil sie schlichtweg Angst davor haben, dass die Pat. schlechter werden.

    Finde ich persönlich nicht immer die beste Lösung, da ein Krampfanfall so schnell wie möglich unterbrochen werden sollte!
     
  11. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    dann haben deine ärzte nicht kapiert was sache ist.. warum sollen die pat. schlechter werden??
    wenn ich sowas schon wieder lese krieg ich selber fast nen anfall.
     
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  12. pfleger00

    pfleger00 Newbie

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    Ohne Frage, ich schlag auch die Hände über den Kopf zusammen, nur was soll ich machen, wenn der Arzt es anders will?
     
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  13. Martin H.

    Martin H. Poweruser

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    Ich könnte mir vorstellen, der springende Punkt ist Folgender:
    Eine KI darf im Prinzip jede Pflegekraft anhängen; aber eine i.v.-Spritze nicht.
    Könnte durchaus ein Beweggrund für die Ärzte auf der Station von @pfleger00 sein... :wink:
     
  14. novalgin

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    Machts nicht besser, da bleibt ja wieder ein großteil vom Wirkstoff im Infusionssystem hängen. Hoffe ihr dürft die dann wenigstens auf volle Pulle aufdrehen...
     
  15. novalgin

    novalgin Senior-Mitglied

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    Aber ja. Ich kenne das Dilemma mit ängstlichen Neurologen auch... Ist glaub ich keine Seltenheit..
     
  16. FLORA.BLEIBT

    FLORA.BLEIBT Poweruser

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    job verfehlt
     
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