Bedarfs-BTM: Verweigerung

Dieses Thema im Forum "Gesetze und Rechtsfragen in der Altenpflege" wurde erstellt von ich_halt, 22.06.2011.

  1. ich_halt

    ich_halt Newbie

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    Sachverhalt :

    einem präfinalen Bewohner eines Altenheims wird das auf AO verordnete Bedarfs-BTM verweigert.Aussage der AP : "Der soll sich nicht so haben.Der bekommt nichts" Welche Gesetze- wenn überhaupt- wurden hier missachtet. :-?
     
  2. opjutti

    opjutti Poweruser

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    Ich finde es absolut empörend und dreist, so mit Menschen umzugehen, die einem so hilflos ausgeliefert sind. :wut:

    Wäre die Frage: wird das BTM trotzdem abgerechnet, obwohl es gar nicht verabreicht wurde?
    Dann wäre es nämlich Betrug!!

    :megaphon:Ich würde mit dem Arzt sprechen, der das BTM angeordnet hat.

    LG opjutti
     
  3. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Ist das Mittel beim Bewohner? Oder welches Problem liegt an?
     
  4. Maniac

    Maniac Poweruser

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    Fallbeispiel?
     
  5. Nachtengel

    Nachtengel Senior-Mitglied

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    Ich finde es ne Frechheit wenn der Patient Schmerzen hat ihm das angeordnete Medikamnet zu verweigern!
    Ich würde mit dem Artz reden bzw. mit der höhreren Stelle im AP.

    lg Nachtengel
     
  6. zauberlicht

    zauberlicht Newbie

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    Sorry, aber um es richtig zu verstehen :|

    patient hat schmerzen hat sogar BTM und eine pflegekraft verweigert das ????? mit welchem recht und Grund?

    Ich bin entsetzt und gleichzeitig auf 180 :wut:

    sie hat kein recht es einem menschen vorzuenthalten der schmerzen hat und das BTM sogar zur verfügung stehen hat durch Arztanordnung.

    ich finde es unglaublich. ehrlich, da sollte man umgehen mit der stationsleitung heimleitung oder dem entsprechenden verantwortlichen reden . so geht das nun echt nicht
     
  7. kamikatze85

    kamikatze85 Newbie

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    das ist ja entsetzlich! für einen menschen in einer palliativsituation ja schier unerträglich. :(
    gibt es eine ärztliche anordnung zwecks schmerztherapie? mit welchem recht kann eine mitarbeiterin so etwas bestimmen? welche funktion hat diese in eurer einrichtung?

    an deiner stelle würde ich rücksprache mit dem hausarzt sprechen und eine vernünftige anordnung der schmerzmed erbitten (sollte dies schon erfolgt sein, gespräch mit kollegin und darauf hinweisen, dass eine sterbender mensch sehr wohl schmerzmed. nach bedarf erhalten sollte!)

    gruß, kamikatze85
     
  8. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Das erfüllt den Straftatbestand der Körperverletzung. Punkt.
     
  9. ich_halt

    ich_halt Newbie

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    sie war in diesem Moment Stationsleitung
     
  10. kamikatze85

    kamikatze85 Newbie

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    Dann würd ich direkt zur PDL gehen. Solche Aussagen aus dem Mund einer Pflegekraft kann man meiner Meinung nach nicht stehen lassen.
     
  11. BamBamsche

    BamBamsche Poweruser

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    Ich bin wirklich entsetzt!
    Wenn ein Patient/Bewohner Schmerzen äussert, habe ich als Pflegeperson etwas dagegen zu unternehmen. Das ist meine Pflicht. Wenn ich dagegen nichts mache, ist es meiner Meinung nach Körperverletzung! Klar gibt es sicher Leute, die es übertreiben mit den Schmerzmitteln und bei denen man etwas langsam tun muss und erst nach nochmaliger Arztabsprache. Aber bei einem präfinalen Menschen... HALLO? Was will ich denn da noch kaputt machen? Da geht es einfach nur darum, dem Menschen einen würdigen und so angenehmen Tod wie möglich zu geben. Ich hätte die Kollegin mal gefragt, ob sie es witzig finden würde, wenn sie präfinal ist und keine Schmerzmittel bekommt. Oder vielleicht ihre Mutter. Würde sie dann auch solche blöden Sprüche von sich lassen? Sicher nicht!
    Geh zur PDL, Heimleitung, oder ähnlichem höherem.
     
  12. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Ist das nicht sogar das Missachten einer Anordnung?

    Denn meist sind ja die Bedmed mit Begründung bzw. Umschreibung angeordnet: 10mg Morphin bei Schmerzen!

    Verweigere ich dies dem Patienten, obwohl es offensichtlich ist, dass der Umstand für die Bedmed eingetreten ist, handle ich entgegen einer ärztlichen Anordnung!? Und dies dürfte ja eigentlich nicht ohne Konsequenzen bleiben.

    Außerdem würde ich sofort die PDL informieren, wäre dies eine von meinen PK's, wäre das für mich ein Kündigungsgrund.
     
  13. tictac

    tictac Stammgast

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    "Lieber Gott, schütze mich vor das Böse, vor Krankenschwestern und Friseuse"! :beten:

    ...einfach gegen die Menschenwürde, schon allein für ihre Aussage sollte es eine Abmahnung geben.:kloppen:
     
  14. ich_halt

    ich_halt Newbie

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    :angry:eine Abmahnung -aus anderem an den Haaren herbeigezogenem Grund- habe ich 2 Tage später kassiert
     
  15. aquarius2

    aquarius2 Poweruser

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    Geh gegen die Abmahnung vor und erstatte Anzeige gegen die PDL. Hat der Bewohner einen Betreuer informiere das Amtsgericht und den Betreuer.
     
  16. Phoenix79

    Phoenix79 Gast

    Der MDK dürfte sich auch brennend für solche Sachen interessieren. Ein kleiner Hinweis (geht auch anonym) reicht da oft schon aus.
    Wäre ich die PDL würde ich schnell was unternehmen, wenn dass Public wird, ist der MDK evtl. noch eines ihrer geringsten Probleme.

    Ich frage mich gerade, wie man so herzlos sein kann, einem Menschen, noch dazu sterbend, die lindernde Medikation zu versagen.
    Wie kan so jemand dies mit seinem gewissen vereinbaren und noch interessanter, aus welchen Beweggründen, erlernt so jemand einen Pflegeberuf? :motzen:
     
  17. Nachtengel

    Nachtengel Senior-Mitglied

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    Also gegen die Abmahnung würde ich auch was tun.
    Das geht ja wohl gar nicht!
    Da fehlen einem echt die Worte!

    lg nachtengel
     
  18. catweazle

    catweazle Poweruser

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    Zur Ausgangsfrage:
    Ich darf nochmals (wie schon geschehen) darauf hinweisen, daß die Verweigerung schmerzlindernder Mittel bei entsprechenden Schmerzen keine Bagatelle, sondern eine Straftat ist. Körperverletzung (§ 223 StGB) ist das auf jeden Fall, dazu gibt es auch Urteile. Und ich glaube nicht, daß sich ein guter Richter bei der Verweigerung durch eine Fachkundige Person auf Fahrlässigkeit einlassen wird, noch dazu bei diesem Spruch.

    Unterlassene Hilfeleistung (§ 323c StGB, hier im Fall "gemeine Not") möchte ich ebenfalls als möglicherweise zutreffend ergänzen, das kann auch noch ein paar Monate geben.

    Zivilrechtlich ist da sicherlich auch noch einiges zu machen. Dienstrechtlich sowieso.
     
  19. Hypertone_Krise

    Hypertone_Krise Poweruser

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    Es könnte schwierig werden, die verantwortliche Pflegekraft zur Rechenschaft zu ziehen. Der Bewohner ist präfinal ...insofern wird er die Situation, in der ihm das Med. verweigert wurde, wohl kaum schildern können, oder doch?
    Die zuständige Pflegekraft könnte behaupten, dass sie aufgrund ihrer Einschätzung keine Notwendigkeit für ein BTM sah. Ich finde es auch wichtig und richtig, den Vorfall der PDL zu schildern und/oder ihn mit ihr und der Pflegekraft zusammen zu klären, aber ich bezweifel sehr, dass sie im Nachhinein zugeben wird, sich bewusst gegen eine AO entschieden und den Bewohner das notwendige Medikament verweigert zu haben.
     
  20. Schwester Rabiata 2

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    Ich geh unter die Decke, wenn ich sowas höre!!! :angryfire:
     
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