Falsche Medikation...

Dieses Thema im Forum "Arbeitsrecht / Gesundheitsrecht / Krankenpflegegesetz" wurde erstellt von Purgatotti, 01.05.2008.

  1. Purgatotti

    Purgatotti Newbie

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    Hallo an alle das Forum ist weiterhin eines der besten die ich kenne und dafür nochmal meine Komplimente an alle.
    Ein Freund von mir welcher als GUKP arbeitet hat mir gestern eine Frage gestellt auf die ich ihm keine ausreichende ANtwort geben konnte, hoffe mal euer Meinungsbild zu erfahren.
    Zunächst eine Eckdaten.
    Mein Freund ist exam.GUKP arbeitet jedoch in einem Wohnhaus / Wohnsstätte für geistig Behinderte Menschen. Unter anderem werden dort von den Betreuern (so schimpfen die sich da) Medikamente vergeben. Nun ist aufgefallen das ein Bewohner seit zwei Wochen eine falsche Medikation bekommt, es handelt sich der Info halber um Carbimazol, und zwar haben die ihm anstatt 5 mg seit ca.14 tagen 10 mg gegeben und nun geht es darum das er sich sorgen macht wer nun als Verantwortlicher ausgemacht wird. Wenn ihr alles gelesen habt denke ich das Ihr die selbe Meinung habt wie ich das es einfach alles nur dilentantisch ist und es nicht darum gehen sollte wer verantwortlich ist sondern wie man sowas in Zukunft besser machen kann.
    Es wird dort so gehandhabt das die vom HausArzt angeordnete Medikation in ein Medikationsblatt geschrieben wird und dann danach gestellt wird, eine andere Person kontrolliert die gestellten Medis dann und unterzeichnet nochmals aber natürlich auch nach dem jeweiligen Medikationsblatt des jeweiligen Betreuten, zur Info das Blatt wird von denen erstellt und jeweils aktualisiert und abgezeichnet, sprich die Medikation vom Arzt steht auf einem anderen Blatt und die übertragen das dann in Ihre Vordrucke.
    So nun der Fall:
    Eines morgens ruft wohl die Mutter des besagten Patienten (ich tendiere dazu alle als Patienten zu bezeichnen ;)) an und sagt zur der MA A : So wir waren gerade beim Hausarzt und der hat die Medikation jetzt wieder eine ganze verschrieben, (was glaubt ihr was jetzt kommt?) genaus das : Die MA A holt das Medikationsblatt und mach aus einer 1/2 eine ganze Tablette zeichnet nicht ab und setzt auch kein Datum, dokumentiert es aber in einer parallel laufenden Doku zur Betreueung des Patienten. Nun stellen alle ne ganze und geben ihm auch ne ganze bis auffällt das es sich um ne ganze 5mg Tablette handelt ....
    So nun fällt es auf und es wird nachgeforscht: Es gibt eine Ärztl. Verordnung über 10mg dann gibt es ne ärztl. Verordnung die später dadtiert ist über Carbimazol (ohne jegliche Angabe) die wohl von der Mutter so weitergeleitet wurde das es sich um ne halbe 10mg handelt also 5mg dann kommt irgendwie noch ein anderer Arzt der die Medikation ändert in 1 ganze 5 mg (und hier findet das Telefonat statt) (Bei den vers. Anordnungen handelt es sich nicht um die Mediaktionsblätter sondern über die Anordnungen die vom Arzt Unterschrieben sind.
    So und nun ist es wie oben beschrieben wird ein schuldiger gesucht...
    Was mit den anderen ist interessiert mich vorerst gar nicht so sehr aber wer lust hat kann es ja mal für sich ausklamüsern wer alles mist gebaut hat...aber IHM als der Kontrollierenden Person und den jeweils Stellenden Personen kann man meiner Meinung nach nichts anhängen weil es ja nicht fahrlässig ist oder ähnliches auf ein Medikationsblatt zu vertrauen welches eigens dafür erstellt wird um eine Übersicht zu haben, oder? Ich vertrae schleißlich auch darauf wenn ich medis verteile das die Person die die Anordnung in die Kurve schreibt es rictig macht oder? Wie seht ihr das....Danke
     
  2. Schwester Schnecke

    Schwester Schnecke Senior-Mitglied

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    Hm...war beim ersten mal duchlesen nicht so leicht zu verstehen (sorry; aber auch weil Du ellenlange Sätze ohne . und , machst...).:gruebel:

    Grundsätzlich haben die, die die Medikation nach schriftlicher ärztlicher Anordnung gegeben haben, nichts falsch gemacht.
    Für mich fängt der Fehler da an, wo jemand die mündliche Anordnung durch die Mutter des Pat. übernimmt und ausführt. Der Rest ist Kettenreaktion...
    Wenn ich die Info der Mutter bekommen hätte, hätte ich mir zumindest eine telef. Rückbestätignung durch den Arzt und eine spätere schriftliche Anordnung geholt (und auch so dokumentiert!).

    Aber davon abgesehen: Hat der Pat. jetzt durch die versehentliche Gabe der doppelten Dosis irgendwelche Schäden davongetragen?
    Vielleicht macht sich Dein Freund ´nen Kopf für nichts...

    So oder so ähnliche "Übertragungsfehler" passieren ja immer mal wieder. Manchmal werden sie bei der Kontrolle erkannt, aber ab und zu halt auch mal nicht - und dann wird halt mal ´ne Zeit lang das Med. falsch verabreicht (falsche Dosis oder sogar falsches Med. - alles schon gesehen). Meistens handelt es sich ja um Nebenwirkungsarme Med. wo dann auch nichts passiert.

    Grüsse, Sr. Schnecke:-)
     
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