Vielen Dank für die bisherigen Antworten.
Jetzt mache ich mal Butter bei die Fische....
Mein AG möchte, dass ich zusätzlich zu meiner eigentlichen Tätigkeit Wundkonsile durchführe.
Das heisst, die PK bzw Ärzte der Stationen fordern mich an. Ich gehe auf Station und mache ein Wundkonsil mit Beurteilung und Dokumentation der Wunde im Wundprotokoll.
Ebenso muss ich einen Weiterbehandlungs-, bzw Therapievorschlag abgeben und auch dies wird schriftlich fixiert.
Die folgenden Verbandswechsel und Wundversorgungen werden auf Grund dieser, meiner Empfehlungen von den PK auf den Stationen durchgeführt.
Meine Befürchtung ist nun: täusche ich mich mal, finde nicht die optimale Versorgung und gebe einen eher mittelmässigen Rat...was kann mir passieren...
Es geht mir nicht um die „alltäglichen“ Wunden, Dekubiti usw, sondern um "Extrawunden" z.B.Verbrennungen, deren Versorgung ich im Speziellen nicht kenne.Das Schlimme ist, dass ich nicht mal weiss, was ich alles nicht weiss, denn ich habe nur das gesehen, was im Laufe meiner Tätigkeit als KS war. Wieviel gibt es da noch, worauf ich gar nicht komme, weil ich es nie gesehen habe und noch nichts davon gehört habe?
Ich habe keinerlei Fortbildung oder Weiterbildung in Richtung Wunde und kann im Grunde „nur“ das, was jede erfahrene Schwester auch kann.
Meine Bitte auf FB wurde bereits abgelehnt---kein Geld---selbst auf Wundkongresse, Workshops und Symposia fahre nicht ich, sondern die Kollegen, die bereits weitergebildet sind. Auch wenn Aussendienstmitarbeiter der Vertriebsfirmen neue Produkte vorstellen bin ich in der Regel nicht dabei, diese Treffen finden stets ausserhalb meiner AZ statt.
Ich befürchte, dass mir rechtliche Schwierigkeiten entstehen können, wenn mal etwas schiefgeht.
Irgendwie kann ich es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, gehe ich da nicht so etwas wie Übernahmeverschulden ein?
Das ist eine Zwickmühle für mich, denn ich darf und möchte meine Arbeit nicht verweigern, möchte aber auch nicht unverantwortlich arbeiten.
Hat jemand Rat für mich?
VG lusche