3. Ausbildungstag und schon angepampt worden

  • Ersteller Ersteller Steffi92
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Hallo,
vorweg möchte ich schicken, dass ich ein recht diskussionsfreudiger Mensch bin.
Auch als Schülerin war ich auf der einen oder anderen Station ob dieser Eigenschaft natürlich nicht immer gut gelitten.

@Steffi
Du hast recht, wenn Du sagst, dass sich Kritik am Stationsstammpersonal negativ auf die Beurteilung auswirken könnte. Es ging mir genau so. Mein „Vorteil“ war und ist es natürlich immer noch, dass ich Dinge zu Ende bringe. Jedenfalls sehe ich das als Vorteil, meine Vorgestezten und Kollegen nicht immer.

Wenn ich mich ungerecht angemacht oder beleidigt fühle, wird die Sache geklärt und zwar so lange bis auch ich zufrieden mit dem Ergebnis bin.
Wenn sich mir gegenüber jemand im Ton vergreift, bekommt er das auf dem Fusse mitgeteilt und ich erwarte eine Entschuldigung für den verbalen Fehlgriff.

Dabei ist es völlig irrelevant auf welcher Hierarchiestufe der „Anblaffer“ oder der „Verletzte“ im Gefüge steht.
Meine Standardfrage war als Schülerin und ist es auch heute noch:
„Würden sie mit der PDL, oder mit dem Chefarzt, genau so umgehen, in einem derartigen Ton und mit dieser Wortwahl?“ Dann ist immer Ruhe im Karton und die Grenze ist aufgezeigt.

Für die Zeuginsschreiberei nach dem Einsatz empfiehlt es sich über die eigenen Plus und Minuspunkte genau Bescheid zu wissen. Im Extremfall, kann man dann nämlich auch mal nach Beispielen fragen, an denen eine schlechte Beurteilung festgemacht wird. Bei versuchten Rachezeugnissen werden da keine kommen. Kann man dann selbst seine Wunschnoten begründen, sieht es schlecht für die „Beurteiler“ aus. In allerletzter Instanz kann man ein Zeugnis auch ablehnen, habe ich bei einem Einsatz auch mit Erfolg gemacht.

An Deiner Stelle würde ich die Schwester, die fies zu Dir war, im Auge behalten und beim nächsten Fehlgriff sofort und prompt zur Rede stellen. Die Betten/Matratzen-Geschichte würde ich auch auf sich beruhen lassen, denn so , wie es sich anhört, siehst Du die Dame so schnell nicht wieder und sie wird sich wahrscheinlich (angeblich) nicht mal mehr dran erinnern können. Das ist meist das Argument von Leuten, die nur auf Ton und Umgangsformen achten, wenn sie es mit Vorgesetzten zu tun haben. Da arbeitet die Zeit gegen sie....
VG lusche
 
Steffi92,

so, wie du das schilderst, wird es weniger an deiner Person liegen.. Nimm das bitte nicht persönlich.. Ich denke, diese Motzschwester ist ein wenig überlastet.. Sonst hätte sie dir noch mal eine eindeutige Anweisung gegeben.. Du weißt nicht, was sie für Sorgen oder dergleichen hat.. Wenn dich das so verletzt, hab den Mut und sprich sie an... Du wirst sehen, sie merkt das bestimmt nicht... Halte dich an die, die gut zu dir sind... Das wird dir in deiner Laufbahn immer wieder passieren, dass dich jemand ungerecht behandelt... Mir geht das auch so... Mittlerweile motz ich zurück.. Es hört sich abgedroschen an, aber nimm dir nicht alles so zu Herzen... Ich ärgere mich hinterher eher, warum ich mir DARÜBER den Kopf überhaupt zerbrochen hab... Konzentrier dich auf deine Arbeit und mach die gewissenhaft... Verschwende nicht deine Energien durch Grübelei....:flowerpower:

Viel Glück
 
Hey,

danke für euren lieben aufmunternden Beiträgen. Da geht es mir nun schon viel besser. Naja sich nur an den ,,lieben, netten´´ halten geht auf Station am Anfang auch nicht wirklich, denn wenn ich mit ihr in einen Bereich eingeteilt bin gehts wohl schlecht mich an den anderen zu hängen, wenn ich mit ihr mitlaufen muss. Aber noch bin ich nicht mit ihr zusammen den ganzen Tag gewesen.
Man muss ja auch mit denen man nicht gut kann irgendwie auskommen sagte mal unsere Lehrerin. Und dann muss es wohl so sein.
Aber ich denke auch was ist nur diese eine die was zu meckern hat? Es gibt ja viele die nett sind und wo ich merke, dass ich in ihren Augen die Arbeit gut mache. Ich meine gesagt haben sie es mir noch nicht aber ich denke mal, wenn ich schlecht wäre oder vieles falsch machen würde hätten die sich schon geäußert. Also was soll´s? Da ist mir dann nun auch die Pflegekraft die mir so blöd kam egal. =)
 
Egal wo man arbeitet...es gibt immer Idioten und nette Leute.
In der Ausbildung muss man halt ein wenig ein dickes Fell haben.
Kritik anhören und sich seinen Teil denken ;)
 
Darf ich fragen warum? Ist es legitim, einen Azubi Respektlos zu behandeln?

Nein nicht wirklich.
Aber ist es nicht schon seit Jahrhunderten so?
Was ist mit ,,Lehrjahre sind keine Herrenjahre,,?
Ich will es nichts beschönigen und behaupten, dass es ok ist.
Trotzdem kann man über solche Motzbirnen drüber stehen.
Das ist meine Meinung. :kloppen:
Der Pflegeberuf ist doch so hart.
Da sollte man doch lernen, über so einen Mist hinweg zu sehen....oder?
 
Ja wäre schön.....aber leider ist es meistens nicht so.
Es gibt immer einen, der vielleicht total gestresst ist und dann mal gerne den Azubi als Ventil benutzt. Oder man kann einfach die Art oder was auch immer vom Azubi nicht leiden.
Klar ist es blöd für Leute, die vielleicht ein wenig sensibel sind.
Aber was soll man schon machen?
Ändern wird sich bestimmt nichts.
Also einfach in einem Ohr rein und im anderen Ohr raus. :P
Du schaffst das schon Steffi :up:
 
Aber was soll man schon machen?
Kann ich Dir sagen: Es besser machen...dem Azubi ein faires und Respektvolles Miteinander vermitteln...als Vorgesetzte dazwischen gehen , wenn man mitbekommt, dass sich wer auch immer im Ton vergreift und selbst Vorbild sein. Spricht Deiner Meinung nach etwas dagegen?
 
Alle sind super nett zu mir ...
Daher habe ich nochmal nett gefragt ...Und davor die Tage war sie aber ganz nett zu mir gewesen...
...weil ja alle zu mir immer nett sind/waren. .... Das hat mich nun so alles runter gezogen, weil ich sehr sensibel bin. Ich stelle mir zu hohe Anforderungen, will alles perfekt machen. Und wenn es dann so wie heute anscheinend nicht klappt bin ich ganz down. ...

Die Welt ist leider eher selten lieb und nett. Gerade wenn man sehr sensibel ist, trifft einen diese Erkenntnis wahrscheinlich besonders intensiv. Die überhöhten Ansprüche an sich selbst, der innere Druck alles perfekt machen zu wollen, tun da ihr übriges.

Kommunikation ist nie einfach. Das, was jemand sagt, muss noch lange net so gemeint sein, wie du es verstehst. Dir bleibt also nur die Nachfrage: warum, wieso, weshalb. Nur so kann man Mißverständnisse aufklären.

Aber leider: Verändern kannst einen anderen Menschen nicht- du kannst nur dich selber verändern. Arbeit an deinem Perfektionismusanspruch. Schraube deine Anforderungen an dich herunter. Und erlaube anderen Menschen nicht nur lieb und nett sein zu müssen damit du sie ertragen kannst.

Überlege auch mal, welchen Eindruck du ev. vermittelst? Den eines Kindes, dass von einem Erwachsenen an die Hand genommen werden möchte oder den eines erwachsenen Menschen, der selbstbewusst etwas einfordert: eine konkrete und eindeutige Aufgabenstellung.
Deine Körpersprache verrät dich hier: Körperhaltung, Tonfall, Sprachmelodie, ... . Aber auch hier kann man dran arbeiten: eindeutige Signale setzen: bis hier hin und net weiter.

Elisabeth
 
Ich weigere mich die Schuld bei ihr als Azubi zu suchen. Sie ist gerade als Neue auf klare Instruktionen und Fragen angewiesen...Selbst wenn sie Unsicherheit signalisiert , wäre es ein Armutszeugnis der dort arbeitenden, sich dadurch animiniert zu fühlen, ihre Unsicherheit auch noch zu verstärken...:emba:
 
Das hat doch mit Schuld nichts zu tun.

Jeder von uns wird tagtäglich auch mal mit Ablehnung und Unhöflichkeit konfrontiert, ob die nun gewollt oder ungewollt geschieht. Wir müssen lernen, damit umzugehen. Jedesmal in Tränen auszubrechen wird nicht helfen.

Wer solche Kritik nicht gleich persönlich nimmt, muss sich nicht mangelnde Empathie vorwerfen lassen.
 
Ich meine hätte ich Kritik mehrere Monate später bekommen, dann würde ich es auch nicht unbedingt schlimm finden, weil man kennt die Personen besser und kann sie besser einschätzen wie sie es meinen etc.
Aber direkt am Anfang so angemeckert zu werden für gar nichts finde ich schon hart. Vor allem man ist ja auf alle anderen angewiesen was zu erfahren, erklärt zu bekommen und muss ja auch fragen. Aber wenn dann jemand mit Ungeduld und Ablehnung reagiert wie soll man dann lernen ohne zu fragen? Gucken geht auch aber man muss es auch verstehen können was man tut.
 
Liebe Steffi, was machst Du denn, wenn Dich mal ein Patient oder ein Angehöriger ungerechtfertigt anpflaumt? Den kennst Du auch erst seit kurzem. Du kannst ihn genauso wenig einschätzen wie neue Kollegen.

Du musst lernen, Du musst dafür Fragen stellen können - stelle ich gar nicht in Frage. Aber Du wirst hinnehmen müssen, dass Dir nicht alle Deine Mitmenschen höflich und respektvoll entgegentreten und dass Du daran absolut nichts ändern kannst. Von daher darfst Du Dir Kritik nicht zu sehr zu Herzen nehmen.
 
Aber Du wirst hinnehmen müssen, dass Dir nicht alle Deine Mitmenschen höflich und respektvoll entgegentreten und dass Du daran absolut nichts ändern kannst.
Wer bestimmt das? Ich kann diesen Ratschlag nicht nachvollziehen. Nimmst Du es einfach hin wenn man Dich anpampt? Also ich schon lange nicht mehr...
 
Ich finde von einem Patienten angepflaumt zu werden ist auch was anderes als vom Pflegepersonal. Patienten kommen und gehen, sind in einer Ausnahmesituation, sehen uns anders. Pflegepersonen sollten Vorbilder für Azubis sein, die bleiben wo sie sind, wissen was sie tun... so ist meine Haltung dazu. Aber muss halt jeder selber wissen. Mir hat es heute einfach nur weh getan.. weiß nicht was ich dazu sonst noch sagen soll. Hatte vielleicht andere Erwartungen, vorbildlichere als sie sind. Vielleicht einfach zu hohe und gutmütige Erwartungen, ich weiß nicht.
 
@HK- bist du jeden Tag lieb und nett? Wirst du nie ungehalten? Achtest du stets- auch im allergrößten Streß drauf, lieb und nett zu sein?

Die TE hat meines Erachtens falsche Vorstellungen vom Miteinander. Man ist net immer lieb und nett miteinander. Und das, was der eine als "anpflaumen" empfindet, sieht der andere noch lange net so. Wir sind alle keine Engel. Und wir sollten uns auch net als solche darstellen.

Wenn ich merke, dass mein Gegenüber eine kurze Ansage net versteht, mir die Zeit aber unter den Nägeln brennt, dann ziehe ich die Arbeit auch wieder auf mich zurück. Und ich gebe zu, dass ich dann wahrscheinlich net unbedingt amused bin.

Wohlgemerkt: hier wurde ein "Zwischenfall" beschrieben, der eine Kette ausgelöst zu haben scheint. Alle anderen Sachen wurden m.E. unter dem Einfluss des primären Ereignisses abgescant. Und da Kommunikation stets eine Deutung zulässt kann man ganz schnell in eine falsche Richtung tappen. Stichwort: Selbsterfüllende Prophezeiung

Elisabeth
 
Selbst von Patienten lasse ich mich nicht anpampen... Liebe Steffi- schätze Dich einfach selbst, versuche freundlich und gelassen zu bleiben und wenn Dir jemand blöd kommt, dann probiere einfach mal die Methode , die ich Dir anfangs empfohelen habe- bringt mich zumindest weiter...zu verlieren hast Du nichts außer Deine Selbstachtung...:emba:
 
Wer bestimmt das? Ich kann diesen Ratschlag nicht nachvollziehen. Nimmst Du es einfach hin wenn man Dich anpampt? Also ich schon lange nicht mehr...

Da draußen sind sechs Milliarden Menschen. Die werde ich nicht alle dazu bringen können mich liebzuhaben. Ich verschwende meine Energie nicht damit.

Es kommt darauf an, wer mich unter welchen Umständen anpflaumt. Bei manchen lasse ich es mir nicht gefallen und gehe in den Dialog. Bei anderen akzeptiere ich, zumindest bis zu einem gewissen Grad, den Blitzableiter zu spielen. Und bei einer dritten Gruppe denke ich mir meinen Teil und halte die Klappe.

Die Kunst besteht für mich darin, herauszufinden, wann welches Verhalten am besten ist. (Nicht dass ich da jedes Mal richtig entscheide....:emba:)

@Steffi: Auch Pflegende sind nur Menschen. Menschen machen mal Fehler. Wenn Du von Deinen Praxisanleitern erwartest, dass sie fehlerlos sind, wirst Du zwangsläufig enttäuscht werden. Wir sollten uns Mühe geben. Aber tut mir leid, Dich ent-täuschen zu müssen: unfehlbar sind wir nicht.
 

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