Wie meldet ihr euch am Telefon?

Es tut mir Leid wenn es das Thema schon öffters gab, in der Suchfunktion findet man überwiegend ältere Themen also 2008-2010.
Mein Interesse war primär auf die jetzige Zeit bezogen.
Es wurde uns in der Ausbildung permanent eingetrichtert das wir uns von dieser "Schwester" trennen sollen, ich mag es auch aus persönlichen Gründen nich als "Schwester Lena" betitelt zu werden.

Bei älteren Menschen oder psychisch Kranken Menschen habe ich damit kein Problem, aber wenn ich die möglichkeit habe mich selber Vorzustellen würde es mir nie in den Sinn kommen mich als Schester zu bezeichnen.

Mir ist das halt auch bei den jüngeren Kollegen/Aushilfen aufgefallen wie sie sich am Telefon melden. Mit 23 Jahren, selbstverständlich Stolz auf das bestandene Examen und dann sich endlich als "Sr." bezeichnen zu können.
Mir ist es ehrlich gesagt lieber wenn die Patienten oder so sich wieder melden und dann von der Krankenpflegerin mit der hohen Stimme oder eben die mit den Grünen Schuhen und der auffallenden Brille sprechen als wenn die mich mit als "Sr." bezeichnen. (mein Vor- wie auch Nachnahme ist für die meisten etwas komplizierter)

Ich hatte auch schon eine Diskussion mit einer Kollegin die mich drauf angesprochen hatte warum ich mich immer mit Nachnamen melde, ihr Standpunkt war eben das der Nachnahme eben was privates ist und sobald man auf der Arbeit ist schlüpft man in die Rolle der Schwester. Ich denke das es nicht unbedingt zu der Professionalisierung des Berufs beiträgt.
 
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Bei älteren Menschen oder psychisch Kranken Menschen habe ich damit kein Problem, aber wenn ich die möglichkeit habe mich selber Vorzustellen würde es mir nie in den Sinn kommen mich als Schester zu bezeichnen.

Das verstehe ich nicht! Du hast immer die Möglichkeit Dich selbst vorzustellen!
Wieso werden bei dieser Diskussion immer die ältere Menschen als Arguement für den Vornamen vorgezogen? Die sind doch in der Regel nicht geistig geschränkt! Ich sage es nochmal, die Alten haben auch kein Problem sich den Namen der polnisch, griechisch, koreanisch oder isländischstämmigen Ärzte zu merken!

... (mein Vor- wie auch Nachnahme ist für die meisten etwas komplizierter)

Na und! Du musst Dir doch auch die kompliziertesten Namen der Pat. merken. Es kann halt nicht jeder einen urdeutschen Namen haben!

Ich hatte auch schon eine Diskussion mit einer Kollegin die mich drauf angesprochen hatte warum ich mich immer mit Nachnamen melde, ihr Standpunkt war eben das der Nachnahme eben was privates ist und sobald man auf der Arbeit ist schlüpft man in die Rolle der Schwester. Ich denke das es nicht unbedingt zu der Professionalisierung des Berufs beiträgt.

[klug******modus an] Es heißt die Nachnahme und die wird bei der Post bezahlt! :) [klug******modus aus] :)
Das Argument Deiner Kollegin finde ich aber mal richtig genial! Ich war bislang immer der Meinung, dass der Vorname privat ist und der Nachname der Name ist mit dem ich mich in der Öffentlichkeit vorstelle! Naja scheinbar haben mache Kolleginnen da ein eher verschobenes Weltbild.
 
Also ich finde die Disskussion jetzt schon etwas überzogen.
Wenn ich meinen Arbeitsplatz antrete, werde ich doch eh darauf Aufmerksam gemacht welche Geflogenheiten da angesagt sind.
 
@Mausemaus: Bei uns in der Klinik gibt es keine Anordnung, wie man sich am Telefon zu melden hat und ich sag jetzt mal, bestimmt 90% melden sich mit Sr. XY.

Was mir zu dem Thema einfällt: Ich hab letztens mit meiner Schwester gesprochen (Mitte 20, Erzieherin) und irgendwie sind wir auf das Thema Anrede gekommen, da sagt sie, dass an ihrer neuen Arbeitsstelle alle Erzieher mit Nachnamen angesprochen werden, von allen Kindern - dann hab ich gesagt, dass ich mich bei uns bei den Patienten mit Vor- und Nachnamen vorstell und am Telefon mit Frau Sonnenschein. Da war sie ganz entsetzt: "Aber das passt ja gar nicht, das heißt doch immer schon Schwester..." Dann hab ich gefragt, warum das in der Klinik bei Erwachsenen anders sein sollte als bei Kindern, darauf wusste sie keine Antwort mehr.
 
Das verstehe ich nicht! Du hast immer die Möglichkeit Dich selbst vorzustellen!
Wieso werden bei dieser Diskussion immer die ältere Menschen als Arguement für den Vornamen vorgezogen? Die sind doch in der Regel nicht geistig geschränkt! Ich sage es nochmal, die Alten haben auch kein Problem sich den Namen der polnisch, griechisch, koreanisch oder isländischstämmigen Ärzte zu merken!
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Jetzt mal im Ernst: Siehst du das wirklich so? Also bei uns kennen von den ü60 Patienten ca. 10% den Namen der Ärzte. Die anderen haben nicht den blassesten Schimmer! Und WENN die "Alten" sich nen Arztnamen merken, dann den des Hr Lehmann, und nicht den des Hr Al Shadus oder Raypenmehs...! Die Namen kriegt fast niemand auf die Kette!

Allerdings hätten die Leute mit den Vornamen dasselbe Problem, daher tut das ganze eigentlich nichts zur Sache. Jedoch immer zu sagen "Die Namen der Ärzte merken sie sich auch", halte ich für falsch.
 
Es gibt meiner Erfahrung nach Menschen, die sich Namen leicht merken, und solche, die sich damit schwer tun. Muss noch nicht mal mit Demenz o.ä. zusammenhängen, wobei die die Merkfähigkeit sicher nicht steigert.

Wer zur ersten Gruppe gehört, wird auch mit den Nachnamen nicht allzu große Schwierigkeiten haben; wer - wie ich - zu zweiten Gruppe gehört, muss auch bei Vornamen mehrmals nachfragen. Also ist das für mich kein Argument. Ich bin auch nicht beleidigt, wenn jemand sich meinen Namen, egal welchen, nicht auf Anhieb merken kann.

Bei meinem früheren AG gab es die Order, am Telefon zuerst Haus und Station zu nennen - für die persönliche Vorstellung gab es meines Wissens keine genauen Angaben.
 
Hallo, ich spiele seit längerer Zeit mit dem Gedanken Krankenschwester, ähem Gesundheits-und Krankenpflegerin zu werden :wink1:, und verstehe nicht, was an der Bezeichnung "Schwester" so schlimm ist. Krankenschwestern gab es schon immer...es ist eine Konstante in einer Zeit, in der sich alles ändert.
Und die Männer? Die könnte man mit Pfleger Stefan, Pfleger Hans-Jürgen, usw...anreden.
Einige scheinen sich vor dem Wort "Schwester" ja fast schon zu gruseln. Warum? Es zeigt doch, dass man in seinem Leben bereits etwas geleistet hat (Schule, Ausbildung und Examen) und das in einem Beruf, der physisch und psychisch herausfordernd ist. Weshalb ich auch immer noch nicht weiß, ob ich den Weg in eine Krankenpflegeausbildung wage.
Wie auch immer, wenn ich die Bezeichnung "Krankenschwester" höre, ruft das ein Gefühl von Respekt, Achtung und Vertrautheit in mir hervor. Ich glaube, wenn ein Arzt oder ein Patient pflegerische Tätigkeiten generell nicht achtet, wird sich nichts daran ändern, wenn sich die Krankenpfleger/innen "Herr/Frau SoundSo" nennen. Vielleicht ist die Hemmschwelle jemanden mit "Schwesterle" anzusprechen oder blöd anzubaggern etwas größer, doch am Kern des Problems ändert man damit doch nichts, oder?
Ich glaube, der Kern des Problems ist, dass helfende und pflegende Tätigkeiten in unserer Gesellschaft zu wenig Ansehen haben. Dass der, der weit oben in einer Hierarchie steht (mit viel Kohle) mehr Ansehen hat als der, der sich um andere kümmert, sprich, der Manager hat mehr Ansehen als die Hausfrau, auch wenn der Manager in seiner Laufbahn zig Existenzen ruiniert hat, seine Ehefrau betrügt und seine Sekretärin jeden Tag anschreit.

Wenn ich die Sache jetzt mal aus Patientensicht betrachte: also, bislang war ich in Krankenhäusern, in denen ich den Eindruck hatte, dass es den Gesundheits-und Krankenpflegerinnen recht war mit Schwester angesprochen zu werden. Und das fand ich schön, denn gegenüber einer "Schwester Luisa" (beispielsweise) meine Privatsphäre aufzugeben empfinde ich als einfacher als das gegenüber einer "Frau Schmitt" tun zu müssen. "Schwester" klingt vertrauensvoll und fürsorglich (aber keineswegs distanzlos), während die Bezeichnung "Herr" oder "Frau" bei mir ein Gefühl von sehr, sehr großer Distanz hervorruft.
Und wenn Patienten versuchen einen mit "ach Schwester!" herbeizurufen? Na und? Soll man als Patient sagen "ach, SIE da!"? Als Patient schafft man es meistens einfach nicht sich innerhalb seines (oft kurzen) Krankenhausaufenthaltes alle Namen zu merken.
Bei Ärzten sagen Patienten ja auch "Herr oder Frau Doktor". Doch das finden die meisten nicht schlimm.
Warum ist "Doktor" besser als "Schwester"?
 
Der Doktor vor dem Nachnamen ist eine geschützte Berufsbezeichnung, die man aber auch nur dann tragen darf, wenn man tatsächlich den Doktor, sprich eine Doktorarbeit geschrieben, hat.

Nicht jeder Arzt ist auch gleich Doktor!! Das wäre dann Titelmissbrauch, wenn jeder Assi mit Doktor angeredet wird. Ohne Doktortitel ist er/sie nur Herr oder Frau, mehr nicht.

LG opjutti
 
Und wie wir inzwischen alle mitgekriegt haben, darf man den Titel auch nur dann führen, wenn man die Doktorarbeit tatsächlich selber geschrieben und nicht abgekupfert hat...

Wobei man dem Patienten keinerlei Titelmissbrauch vorwerfen kann, wenn er jeden Arzt und jede Ärztin mit "Doktor" anredet. Der Arzt darf sich's nicht unberechtigt auf die Visitenkarte schreiben, aber der Patient macht sich nicht strafbar, wenn er dem Arzt bzgl. der Promotion nicht auf den Zahn fühlt.

Und eh jemand fragt: Natürlich gibt's Ärzte ohne Doktortitel.

Hier geht es aber immer noch um die Anrede am Telefon!
 
Wenn ich die Sache jetzt mal aus Patientensicht betrachte: also, bislang war ich in Krankenhäusern, in denen ich den Eindruck hatte, dass es den Gesundheits-und Krankenpflegerinnen recht war mit Schwester angesprochen zu werden. Und das fand ich schön, denn gegenüber einer "Schwester Luisa" (beispielsweise) meine Privatsphäre aufzugeben empfinde ich als einfacher als das gegenüber einer "Frau Schmitt" tun zu müssen. "Schwester" klingt vertrauensvoll und fürsorglich (aber keineswegs distanzlos), während die Bezeichnung "Herr" oder "Frau" bei mir ein Gefühl von sehr, sehr großer Distanz hervorruft.

Es ist mir auch neu, dass es Pflegekräften etwas ausmacht, mit Schwester Soundso angeredet zu werden.
Eigentlich finde ich es am besten, wenn jeder selbst entscheiden kann, wie er angesprochen werden will.
In meiner Abteilung lässt sich nur eine einzige ältere Gesundheitsundkrankenpflegerin mit Frau Soundso ansprechen, die anderen mit "Schwester" und Vorname.
Manchmal schreibt einem der Arbeitgeber auch vor, wie er das gerne gehandhabt hätte.

Aber wie so oft artet auch diese Diskussion in Haarspaltereien aus.:wink1:
 
Ich stelle mich grundsätzlich mit meinem Nachnamen vor mit dem Zusatz Auszubildende. Bisher war es nur auf einer Station ein Problem wo meine Anleitern darauf bestanden hat, die Auszubildenden haben sich mit Schüler + Vorname vorzustellen ohne weitere Begründung. Dienstanweisung gab es dazu auch keine. Bei einer Patientin stellte ich mich als Fr. XYZ, Auszublidende zu GuKP. Dann meinte die anwesende Praxisanleiterin, sie dürfen sie auch Schülerin Vorname nennen. Ich fühlte mich dabei nicht wohl.
 
@Benella,

ein schöner Beitrag, so sehe ich das auch.

Marty


Aha und da es ums Melden am Telefon geht: Intensiv, Sr. Marty.
Konstantes Verhalten in einer nicht konstanten Zeit...
 
@opjutti:

nein Dr. ist keine Berufsbezeichnung, das ist ein Titel, die Berufsbezeichnung wäre Arzt.

Und wenn frau denn so Stolz ist und das unbedingt braucht, warum verstümmelt man dann freiwillig die Berufsbezeichnung bis zur Unkenntlichkeit und meldet sich nicht mit der korrekten Berufsbezeichnung?

Schwester ist weder geschützt noch eine Berufsbezeichnung.

Schwester bezeichnet einen Verwandtschaftsgrad oder eine Ordenszugehörigkeit, ist aber keine Bezeichnung für einen Beruf.

Spricht denn irgendjemand seinen Dr. mit Vornamen an, Internisten, Gyn, Hausarzt oder als Pat. im KH um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen? Oder bietet das ein behandelnder Arzt an um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen?

Wenn ich im KH bin, dann will ich ein Vertauensverhältnis, das aber aus ihrer Professionalität erwächst und ein Vertrauensverhältnis in ihre Fähigkeiten begründet.

Bei mir erwächst noch lange kein Vertrauen, nur weil sich jemand mit Vornamen vorstellt.

Ausser unserer Berufsgruppe kommt glaube ich keiner auf so ne Idee.
 
Gute Nacht! :-)

Ich melde mich mit Gemeinde Klinik Pneumoniegarten (Name natürlich frei erfunden) Pneumokokkenstation mein Name ist Herr von Antibiose (Nachname)
Was daran liegt, dass ich den Anrufer erst einmal nicht kenne und man zu Hause ja auch nicht Ei Gude hier ist der Dennis....damit kann nämlich so manch Anrufer, der gerade anfangen will zu sagen "Sie haben 250 Audi A80 gewonnen, nichts anfangen. :-)

Die meisten Telefonate entwickeln sich dann ungefähr so:
"Ah gut, das ich sie erreiche!" Hm, sie rufen in einem Krankenhaus an, da geht 99% immer irgendwann jemand ran..... "Meine Mutter!" ich weiß natürlich sofort wer das ist :) "War vor 3 Wochen bei ihnen!" aaaaah, die junge Dame war das!!!! *aufmerk* "Sie hatte eine Zimmernachbarin, die hat ihr haushaltliche Hilfe angeboten und ihre Nummer auf einen Zettel geschrieben!" Ja, sehr nett von der Nachbarin! :) "Ja, und der Zettel ist jetzt weg! Den hat eine ihrer "Schwester" bei der Entlassung weggeworfen!" schrecklich aber wahr, ich habe keine Schwestern und bin Einzelkind.... :) "Können sie nicht mal gucken ob sie die Zimmernachbarin meiner Mutter (immer noch namenlos) finden und mir ihre Telefonnummer geben?" da kam mir schon der Gedanke, das ist ein Schwerzanruf eines Radiosenders, jedenfalls entgegnete ich "Nein, das kann ich aus datenschutzrechtlichen Gründen natürlich nicht tun! Nebenbei weiß ich noch nicht mal wie ihre Mutter heißt und kann mich sicherlich nach 3 Wochen auch nicht mehr wirklich an sie erinnern und schon gar nicht an alle Zimmernachbarinnen!" "Ja, aber ihre "Schwester" hat doch den Zettel weggeworfen und deshalb müssen sie mir doch da jetzt helfen!" :) Das behaupten sie, aber das kann ich ja nun nicht mehr nachprüfen und selbst wenn, könnte ich ihnen die Nummer nicht geben, tue ich das und sie starten eine Reihe von Scherzanrufen bei der jungen Dame komme ich in Teufelsküche! entgegnete ich. "Also sowas würde ich natürlich nie tun!" Nein, sie doch nicht natürlich nicht, wir kennen uns ja auch.....

Ja ja, das Telefonat kostete mich so ca. 20 Minuten meiner Arbeitszeit, mit dem Ergebnis: "Mit mir könne man ja nicht reden und ich wolle auch nicht helfen und ich sei ein "Sturer Bock!" :)

Wunderbar........

Ein Beispiel noch :)

Pflegeheim ruft an:
"Hallo! Sie! Hier ist Pflegeheim zur wehenden Wiese, sie haben Patientin Dyspnoe heute entlassen! Schon wieder ohne Arztbrief! Die Frau bekommt keine Luft! Ich habe keine Bedarfsmedikamente! Ihr Saftladen da! Jedesmal das gleiche!"
Ich zu erst irritiert, sagte ja, Moment ich gucke nach, dann kann ich ihnen den noch faxen! Während ich das sagte dachte ich mir schon.......warum ruft die nicht einen Arzt oder gar den Rettungsdienst, wenn die Bewohnerin keine Luft bekommt? Ich durchforstete also den PC und fand keinen Patienten in keiner Abteilung der heute und mit diesem Namen das Krankenhaus verlassen hatte.
Sie wetterte weiter:
"Das kann doch nicht wahr sein immer und immer wieder gehen die Leute ohne Arztbrief und gar nicht gesund....da dachte ich mir, wie wird man mit 89 nochmal ganz gesund, wenn man im Heim lebt? :-) ..... ich stehe jetzt hier und wagen sie nicht mich zu verbinden ich bin schon 3x verbunden worden!"

Ich suchte immer noch fiederhaft weiter und plötzlich......................sagte die Stimme am Telefon..............Entschuldigung......tut tut tut tut und legte auf!

Ich dachte mir was ist das jetzt? Ich suchte fieberhaft die Nummer des Pflegeheims und rief an!....... lies mich mit dem Wohnbereich von XY verbinden und eine andere weibliche Stimmer erklärte mir, nachdem ich ihr erklärte wer dran ist....."Ähm, ja, also, ähm, die Kollegin hat im falschen Krankenhaus angerufen!" ............la la la



Gruß
Dennis
 
:mryellow:

Hi Dennis, genial was Du so drauf hast um 02:48!
 
Die meisten Telefonate entwickeln sich so? Du Ärmster!:wink:
 
Da hat wohl jemand noch Nachwehen vom Tanz in den Mai gehabt... :wink:

Benella schrieb:
"Schwester" klingt vertrauensvoll und fürsorglich (aber keineswegs distanzlos), während die Bezeichnung "Herr" oder "Frau" bei mir ein Gefühl von sehr, sehr großer Distanz hervorruft.

Das mag bei jedem anders sein. Generell empfinde ich es so, dass viele Pflegekräfte keinen sonderlich großen "Professionalisierungsgedanken" haben. Der Ausdruck ist etwas unpassend, aber ich meine damit, dass viele sich anscheinend als "liebe, fürsorgliche Schwester XY, die stets die Hand des Patienten hält" sehen. Der Vorname wird selbstverständlich als Anrede benutzt, wen interessiert es, wie unser Beruf neu heißt? Dass alle Ärzte grundsätzlich mit "Doktor" angeredet werden (egal, ob sie den Titel nun haben oder nicht), ist auch so eine Sache... Man kann auch mit der Anrede "Herr/Frau XY" ein Vertrauensverhältnis aufbauen.

Die Pflege will selbstbewusster werden und das fängt bei solchen Kleinigkeiten wie der Anrede an. Ich wurde einmal von einer älteren Patientin gefragt, ob man "Schwester" tatsächlich studieren kann...
 
Dann meinte die anwesende Praxisanleiterin, sie dürfen sie auch Schülerin Vorname nennen. Ich fühlte mich dabei nicht wohl.
Das sollte mal jemand bei mir bringen. Da würde ich aber sehr böse werden..

Und am Telefon melde ich mich mit Station und (Vor)Name.
Ob ich Azubi bin, Doktor oder sonst was, geht erstmal keinen was an. Die Kompetenz zu wissen, ob ich selbst weiter helfen kann oder das Telefon weiter reiche, sollte man mir dann schon zu sprechen..
 
Die Pflege will selbstbewusster werden und das fängt bei solchen Kleinigkeiten wie der Anrede an. Ich wurde einmal von einer älteren Patientin gefragt, ob man "Schwester" tatsächlich studieren kann...
Dasselbe wurde ich auch schon von Leuten im Alter zwischen 20 und 30 gefragt. :| Da frage ich mich auf welchen Planeten die leben. Also das mit der "selbstbewussteren Pflege"....das würde mich freuen! :klatschspring:
 

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