Wie meldet ihr euch am Telefon?

Das trifft teilweise sicherlich auch auf jüngere Patienten zu. Wenn ich jetzt Hilfe bei der Körperpflege bräuchte, würde ich mich bei einer Schwester Tusnelda persönlich wohler fühlen als bei einer Frau Kratzmann.
Meine Hautärztin beguckt mich (bei der Kontrolle der Leberflecken) mit der Lupe von oben bis unten. Und mein Gynäkologe schaut sich noch viel intimere Stellen an. Und die beiden spreche ich auch mit Nachnamen an und bin dennoch bei ihnen in guten Händen. Jedenfalls ist das mein Eindruck.

Es gibt sicherlich viele Situationen in der Pflege, die für die Patienten unangenehm sind, aber ich glaube nicht, dass die Nennung des Vornamens daran was ändert. Ich hab eine Zeitlang meine Großmutter gepflegt - die hatte eine persönliche Beziehung zu mir und trotzdem war's ihr wahnsinnig peinlich.
 
Am liebsten wäre mir ja das skandinavische Modell: Alle von der Reinigungskraft bis zum Chefarzt duzen sich und niemanden denkt darüber nach, ob dies angemessen ist. Das würde so vieles vereinfachen...
 
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Oder das britische. Die siezen sich zwar, weil das Du irgendwann aus der englischen Sprache verschwunden ist, aber die sprechen sich auch alle mit Vornamen an.
 
Hallo:)
mich würde es interessieren wie ihr euch am Telefon meldet, natürlich auf die Arbeit bezogen.
Ich melde mich immer mit "Station 123, Schmidt, Guten Tag/Hallo" damit gehöre ich vielleicht zu 1-3 % der Kollegen die sich mit Nachnamen melden, üblich ist das man sich mit "Schwester Melanie" oder "Station 123 Schwester Anne" sich meldet.

Darüber habe sich schon ein paar ältere Kollegen ausgelassen, das ich mir mit meinen 25 Jahren so wichtig nehme und mich nicht als Schwester vorstelle. Aber ich hab irgendwie eine Abneigung gegen die die Bezeichnung als "Schwester" wenn mich ältere Patienten auf Staion als Schwester bezeichnen ist es ok, die sind es nicht anders Gewohnt. Ich sehe mich einfach nicht als Schwester für irgendjemanden, meine Berufsbezeichnung ist Gesundheits-und Krankenpflegerin, ich habe auch nichts dagegen wenn ich Krankenpflegerin genannt werde. Nur dieses Schwester nervt mich, bin ich da wirklich zu kleinlich?

Aus meiner Vorherigen Arbeitstelle weiß ich das wir bei externen anrufen verpflichtet waren zu sagen "Keiskrankenhaus ABC Station 123, Krankenschwester Schmitd am Aparat" und bei internen eben nur "Station 123 Anne hier"

In dieser Klinik kann mann leider nicht erkennen ob es ein interner oder externer Anruf ist und da finde ich es einfach unpassend sich mit Vornamen zu melden.

Ich hab das ebenfalls so hemacht: Station 2, Nachname

Finde ich passt in die heutige Zeit also "Schwester Kathrin, was kann ich für Sie tun?"
 
Bei internen anrufen melden wir uns alle nur mit "Station XY und dem Vornamen". Bei externen anrufen melden wir uns mit "Krankenhaus, Station und Sr..." denn die meisten Angehörigen die anrufen, verstehen es nicht, wenn man sich nur mit Nachnamen meldet und fragen dann sofort: Kann ich mal bitte eine Schwester sprechen? Also melden wir uns direkt mit Sr. Mich stört es nicht. Im Gegenteil, was mich stört, sind bspw, dass ein Patient meinen Vor- und Zunamen weiß. Seit der letzten KTQ-Qualifizierung wurden unsere Namenschilder alle geändert. Dort steht nur noch der Vor- und Zuname drauf, nicht mal mehr eine Berufsbezeichnung. Finde das schrecklich, ich könnte also auch die Putzfrau oder ein Bufdi o.ä. sein.
Des öfteren hat man Pat. die sehr fixiert auf eine Schwester sind ... auch NACH dem KH-Aufenthalt. Ich fühle mich mit Sr. XY wohler/ anonymer. Mein Nachname geht in diesem Fall, meiner Meinung nach, keinen was an .. ist ein ziemlich diskutierfreudiges Thema, wie ich hier feststelle. Bei uns auf Station wurde dieses Thema noch nie diskutiert.
 
Ohne den gesamten Thread gelesen zu haben:

Ich melde mich am Telefon, egal ob in der Klinik, im Rettungsdienst oder privat, immer mit meinem Nachnamen. Einzig wenn jemand anruft mit dem ich sowieso per Du bin, nutze ich meinen Vornamen.
Auch bei persönlichen Gesprächen lasse ich mich mit Herr und Nachname anreden. Ausnahme hier wieder schon per Du, oder Kinder und Jugendliche.
Ich seh's als mein persönliches Recht zu entscheiden wie ich angesprochen werden will.
 

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