Wichtige Frage zu Heim-PE Notfall

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Madtastic

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Hallo,

ich hab hier ein kleines Problem..

Ich bin eine heimparenteralernährte Patientin und aufgrund meiner starken Übelkeit darf ich mir auch Vomex i.v in Kurzinfusionen (100ml nacl) verabreichen. Die Menge liegt bei minimum 3-4 Kurzinfusionen/Tag.

Durch einen Kommunikationsfehler wurden die neuen Fläschchen heute nicht geliefert, vor Montag geht da nix, ich hab aber nurnoch 5.

nun is natürlich die erste Idee, die 1000ml Sterofundinflaschen bis auf 200 oder so runterlaufen zu lassen, aber eben nicht an mir selbst, was bedeutet, ich müsste ziemlich unsauber arbeiten, ständig das System dran und ab, und müsste natürlich immer ein drittes parat haben, weil ich ja durchgängig auch sterofundin bekomme zum Nutriflex.

Alles in allem für Heim-PE mit starker Umgebungsverkeimung keine zufriedenstellende Lösung. Überleitsystem wird wohl auch nicht gehn, ich glaub damit kann man nix ausleeren, nur halt umfüllen.

Darum die Frage, auch wenn es auch nicht gerade "saubere Arbeit" ist, könnte ich mir die Ampulle aufziehen und mit der Luerlock Spritze ohne Nadel das Vomex ohne Kurzinfusion verabreichen? Das wird zwar hart mit den 10 ml über mindestens 2 Minuten, aber ich hab eher bedenken wegen meiner Niereninsuffizienz, Apnoe, COPD und Atemdepression durch andere starke Medikamente. Und mein Arzt vertraut natürlich drauf, dass ich mich hier nicht umbringe.

Was sagt ihr?
 

FLORA.BLEIBT

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Wie verabreichst du dir das i.v.?? Hast du nen Port liegen?? Ist jetzt nicht unbedingt üblich dass sich Patienten selbst etwas i.v. spritzen, zumal du das Medikament wohl nicht wirklich zu kennen scheinst (Nebenwirkungen, entnehme ich deinem Beitrag). Find ich ziemlich ungewöhnlich was dein Hausarzt da treibt. Vomex gibt es ja auch in anderen Applikationsformen oder bspw. Zofran als Sublingualtablette...
 

Madtastic

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Hallo,

danke für deine Antwort.

Also erstens, ich weiß schon was ich da mache. Und ich weiß auch wie die Medikamente wirken. Ich bin nicht nur schon lng schwerstkrank, sondern habe auch eine begonnene Ausbildung zur Gesundheits - und Krankenpflegerin. Zudem bin ich von B. Braun betreut und hatte da eine Heim-PE Schulung, die heutzutage üblich ist, damit Leute wie ich in jungen Jahren nicht ins Pflegeheim gesteckt werden müssen.

Hier brauchst du dir also keine Sorgen zu machen. Deshalb frage ich ja auch, weil mir die Folgen bewusst sind.

Naürlich läuft die PE über nen Portkatheter, leider liegt der neue in der Cephalica was für mich als Rechtshänder der Horror ist und der Port spinnt wieder rum, Thrombose und Dislokation wurden ausgeschlossen im KH am Mittwoch, der Katheter kann Leckagen oder iwas haben, was man nur in einer Kontrastmitteldarstellung steht, die hoffentlich nächste Woche im KH gemacht wird, daher gehe ich momentan umso sauberer und streng damit um, und mir gefällt es nicht wirklich, das geschlossene System ständig unterbrechen zu müssen, weil ich die 1000er Stero auf 200 auslaufen lassen muss ohne dass sie am Körper hängt, um dann zig mal am Tag das Zwillingssystem umstecken zu müssen, wo ich eigentlich nur den Docht während der Kurzinfusion in die 100er Nacl umstecke und danach wieder zurück ins Stero, mein System aber geschlossen bleibt und keine Keime eindringen können. (Der Docht wird natürlich immer keimarm gewechselt, die Belüftung zu öffnen ist von Braun aus nicht vorgesehen, ich muss nur selten mal ein loch in die Infusion stechen, beides ist aber "eigenverschulden" dann, Konsequenzen wurden erläutert).

Zudem spritze ich es ja nicht "einfach i.v." sondern ich verabreiche es eben in der 100ml Nacl. Eine Direktzufuhr ist vom Arzt nicht vorgesehen, aber das ist nunmal ein Notfall, ich kann ihn auch nicht kontaktieren ob ichs machen darf. Es liegt auch nicht daran, dass ich es nicht könnte.

Meine Frage ist nur, ob ich eine unverdünnte Direktgabe, die ja durchaus möglich ist (10 ml über minimum 2 Minuten) riskieren sollte, wenn ich nunmal eben an Niereninsuffizient, Apnoe, COPD und Atemdepression leide, was durch eine Direktinjektion natürlich zig mal ausgeprägter sein kann als über eine Kurzinfusion.

Und wenn du dir den letzten Abschnitt durchliest, der auch bereits in meinem Anfangspost steht, siehst du ja wohl, dass ich sehr wohl mit dem Medikament, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen vertraut bin. Ich konsumiere es schon 15 Jahre täglich, notgedrungen.

Hab noch 4x täglich 4mg Zofran sublingual, die nehm ich aber eigentlich nicht mehr, weil sie mir nicht helfen. Zu den anderen Darreichungsformen vom Vomex noch. Wenn mir übel wird und ich nehme sie als Tablette, erbreche ich sie in 90 % der Fälle, mal abgesehen davon dass Medikamente über den Magen-Darm-Trakt bei mir nur ganz schlecht wirken. Sublingual Vomex oder Kaugummis sind so ekelhaft dass ich erst recht erbrechen muss. I.m. spritze ich nicht, weil ich mich nicht überwinden kann in den Muskel zu stechen, zudem bräuchte ich dafür auch die i.m Ampullen. Bleiben noch Zäpfchen, was wegen meinem Rektum nicht möglich ist.

Möchte jetzt auch nicht unbedingt meine Krankheitsgeschichte Thematisieren, es ist absolut uninteressant und vor allem viel zu komplex, habe jetzt nur die Atemdepressionen etc angegeben und die Niereninsuffizienz und die Gründe warum nur i.v. möglich ist, weil es eben genau darum geht. Die Fragestellung ob bei solch einer Konstellation eine Direktgabe in die Vene indiziert ist.

Mehr wollte ich nicht wissen und es ist leider auch dringend. Im absoluten Notfall müsste ich bis morgen früh um 8 ein 10er Karton in einer Nahegelegenen Apotheke von meinem Vater kaufen, ich weiß nicht welche nach 8 Morgen früh Dienst haben und ob die in der Nähe von uns sind, und vor allem ob sie es vorrätig haben. Diese Apotheke hätte es, aber der Karton kostet 22 Euro...und Rezept nachreichen ist administrativ momentan nicht möglich.

So, ich hoffe ich habe das Problem jetzt ausführlich geschildert, eigentlich hätten 2 Sätze auch gereicht imo, aber nun stehen da alle Informationen die eine Rolle spielen, der Rest ist unwichtig.

Im übrigen finde ich, ohne das böse zu meinen, dass du als Fachkraft für Intensiv - und Anästhesiepflege mit dem Vorgehen von Heim-PE vertraut bist, das ist immerhin auch ein Teil deiner Fachweiterbildung, und dass sowas nicht einfach gemacht wird, sondern die Patienten darauf geschult werden. Das Verabreichen von Medikamenten ist da auch mitthematisiert, wobei ich jetzt nur Vomex und Perfalgan selbst anhängen und anmischen darf, natürlich darf ich mich nicht hier hinsetzen und mir mal aus Jux und Tollerei mal ne Dormicum oder Ketamin Infusion dranhängen, es geht um ein Medikament, welches ich seit Jahrzehnten als Festmedikament nutzen muss, und selbst wenn sich einer um die PE kümmern würde, ein Pflegedienst hier auch nicht 4-6 mal am Tag innerhalb von 15 Minuten auftauchen kann um das anzumischen und anzuhängen. Eben dafür schulen die großen Firmen wie B. Braun oder Fresenius ihre Patienten extra darauf.
 
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Madtastic

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Im Übrigen arbeite ich hier zig mal steriler, sauberer und verantwortungsbewusster als jedes Krankenhaus, ich habe jetzt schon den Horror davor dass mir ab Dienstag wieder das Pflegepersonal alles anmischt und verabreicht, wenn ich ins Krankenhaus muss. Denn dort wird im Stress einfach mal alles mit den Flossen ohne sterile Kompressen und chirurgische Händedesinfektion "einfach i.v verabreicht" und angemischt, also fände ich es nett, wenn man das jetzt nicht zum Thema machen würde, denn ich würde morgen gerne mein Vomex steril in der Infusion oder wo auch immer haben, oder zumindest sauberer, daher ist es mir grad wirklich wichtiger, ob eine i.v. Direktgabe bei meinen Beschwerden indiziert ist oder es einen sauberen weg gibt, 800ml Stero aus der Flasche rauszubekommen und das Vomex zuzuführen, anstatt ein drittes System einzuschalten, welches ich dann mit dem Sterofundin Kanal vom Zwillingssystem ständig hin und herwechseln muss, weil wie bereits gesagt, soweit ich weiß ist mein Überleitsystem auf der anderen Seite geblockt, sodass ich darüber auch nix rauslaufen lassen könnte.

Sorry für den 2. Beitrag, ich hatte kein edit mehr frei :(
 

FLORA.BLEIBT

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Ganz ehrlich, du weißt definitiv nicht was du tust....
 
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-Claudia-

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Zu Deiner Information: Man kann sowohl Vomex langsam i.v. verabreichen als auch mittels (vorhandener, wenn ich es richtig verstehe) Überlaufkanüle (oder aber einfach dem Infusionssystem) aus einer großen Stero 800ml ablaufen lassen.

Alternativ würde ich mal in dem Krankenhaus anrufen, in das Du am Dienstag musst, und fragen, ob man Dir da ein paar 100ml-Flaschen auf Kulanz überlassen könnte, vorausgesetzt, jemand könnte sie abholen. `Bei dem Telefonat würde ich mich allerdings mit den Beleidigungen unserer Berufsgruppe etwas zurückhalten. Weißt Du überhaupt, was eine chirurgische Händedesinfektion ist und wann man sie benötigt?
 
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FLORA.BLEIBT

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"..unverdünnte Direktgabe, die ja durchaus über minimum 2 Minuten) riskieren sollte, wenn ich nunmal eben an Niereninsuffizient, Apnoe, COPD und Atemdepression leide, was durch eine Direktinjektion natürlich zig mal ausgeprägter sein kann als über eine Kurzinfusion.."

Hättest du Ahnung und wüsstest wie die Medikamente wirken und welche NW sie tatsächlich haben, dann könntest du dir die Frage selber beantworten.


"..Fachkraft für Intensiv - und Anästhesiepflege mit dem Vorgehen von Heim-PE vertraut bist, das ist immerhin auch ein Teil deiner Fachweiterbildung.."

Ist mir neu.. Wieso soll Heim-PE Bestandteil der Weiterbildung sein??

Wenn Zofran nicht wirkt, dann wäre es sinnvoll auf weitere ergänzende Medikamente umzusteigen, bspw. zusätzlich Atosil oder DHB, etc. - Bei einer solch ausgeprägten Übelkeit wie du Sie beschreibst ist es immer zielführend und sinnvoll auf versch. Rezeptoren zu gehen. Vomex als Monotherapeutikum ist da iwie nicht wirklich sinnig...

Kommt mir alles äußerst spanisch vor was du schreibst und ist ein äußerst gefährliches Halbwissen was da so rüberkommt.
 
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Madtastic

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Flora, sorry aber was du schreibst entzieht sich jeglicher Realität. Ich weiß genau wie Vomex wirkt, sonst würde ich hier nicht fragen, sondern einfach machen. Ich weiß genau was ich tue, und bis jetzt ist mein Port gepflegter als von jeglichem Pflegepersonal das je dran war. Die 2x Sepsis dank der "bewussten" Arbeit im KH hab ich aus Freundlichkeit verschwiegen.
Und du denkst wirklich, ich hätte in 15 Jahren keine Alternativen probiert? Im übrigen nimmt man Haldol, nicht Atosil, sollte man auf ein Neuroleptikum gegen übelkeit gehen. Das mal zur Belehrung deinerseits. Aber ich vertrage keine Neuroleptika und gegen MCP bin ich allergisch. Es bleibt leider nur Vomex. So lebt man eben mit kaputtem Magen und abgestorbenem Kolon, und den Mengen an Fentanyl die zusätzlich notwendig sind.
Dass es nicht die beste Therapie ist, atemdepressive Medikamente zu kombinieren, ist jedem bewusst. Das ist es uns auch bei den 3x 7,5 Zop die ich leider Abends nehmen muss. Und komischerweise sind es immer die I-Fachkräfte, die sich echauffieren und andere als dumm hinstellen, wenn es um Medikamente geht. Kennen wir schon. Deshalb wollte ich diese Weiterbildung damals auch machen, damit endlich neue Leute ins Boot kommen, die etwas weiter denken als nur das was im "Pflege heute " steht.
Und ja, du solltest als I-Fachkraft mit jeglicher heimischen Betreuung zumindest in einem Mindestmaß vertraut sein, nicht so stark wie die Palliativkräfte, aber im Grunde solltest du die Basics für eine Portbetreuung und was der Patient dort für Möglichkeiten hat allein zu agieren kennen. Mich wundert es ganz ehrlich nicht mehr, dass man als Intensivpatient nach tagelanger Propofolsedierung und Extubation 2,5 std warten muss, bis jemand auf die Klingel geht. Also bitte erzähl mir nichts über Lehrbücher oder Medikamentenbeipackzettel, den kann ich dirim Schlaf aufzählen, aber manchmal geht es nur so, vor allem kennst du kein Bischen von meinem Krankheitsbild.
Zofran ist zwar potenter als Vomex, aber es ist und bleibt ein Medikament für Chemopatienten, das Vorbeugend eingesetzt wird. Meine Einnahmeregel von Zofran ist auch nicht regelkonform. Ich bekomme weder Chemo, noch nutzt man dieses Mittel dauerhaft fest. Bei mir war es dennoch der Fall, aber ich belaste mein Körper nicht noch mehr mit Medikamenten wenn sie mir nicht Helfen. Die 19 anderen am Tag reichen mir schon.
Gefährlich ist da auch nix, sonst wäre ich längst tot, nach 15 Jahren. Einzig und allein die unverdünnte Direktgabe von Vomex gibt mir Grund zu sorgen dass es gefährlich sein könnte, und genau das versuche ich hier grad notfallmäßig abzuklären, anstatt es einfach zu machen. Unverdünnt über den Luerlock oder in ne Viggo wird sonst eigentlich nur mit Monitoring gemacht, aber bei 1 oder 2 Gaben hätte ich gerne gewusst ob es zu verantworten ist.
Aber mit dir kann man darüber leider nicht reden, weil du dich am absoluten Standard identifizierst,

Zu Claudia,

am Dienstag hab ich die Miniflacs sowieso wieder. ich bekomme sie am Montag gebracht von der Apotheke, es ging mir nur um 1-2 Gaben für die ich bis Montag wohl keine Miniflacs mehr haben werde. Aber ich werde nachher nachschauen, ob die Überleitkanüle die ich nutze Blockt, oder ob man ablaufen lassen kann, denn es gibt beide Varianten. Ich hab diese nur, um Perfalgan 50ml in Nacl umzufüllen, aber ich denke der weg raus wird bei meinen Kanülen geblockt sein, weil ich von Braun nur Safesysteme für alles bekomme.
Ich habe auch sicher nicht die Berufsgruppe angegriffen, ich hab ja gesagt ich habe selbst eine begonnene Ausbildung, und zu deiner Frage: 1. Lernt man den Ablauf einer chirurgischen Händedesinfektion im 1. Kurs der Ausbildung und 2. ist das die größte Abdeckung der Schulung für Heimparenteralernährung. Und hier wird halt sauber gearbeitet, nichts wird angefasst ohne eine gründliche chirurgische Händedesinfektion und vor allem nicht ohne sterile Kompressen. Anders würde ein Portsystem das wohl auch nicht überstehen. Ich bekomme ja im KH bei der Handhabung dort ständig ne Sepsis, ständig keime, ich hab 2 Multiresistente die nie mehr weggehn werden vermutlich, das ist schon mein 3. Port. Und der wird gehegt und gepflegt, also wenns ne andere möglichkeit gibt, mit dem Infusionssystem 800ml abzulassen, Vomex zu injizieren und es dann an den Sterokanal vom Zwillingsset anzuschließen, dann fühle ich mich damit wohler.

Und als Alternative, die zwar auch nicht 100 % "sauber" ist, aber immernoch besser als das, ist mir eben die Direktinjektion gekommen.

UND ZUM ZEHNTEN MAL JETZT. Würde ich nicht wissen, was ich tue und was passieren kann, würde ich doch gar nicht fragen ob mans verantworten kann, sondern es einfach tun.

Ich schaue gleich erst mal, ob ich geblockte oder offene Überleitkanülen habe. In der absolutn Not muss dann eben Bett und brechtüte einspringen.

Im übrigen reden wir hier immer noch von Vomex. Natürlich ist es kein ungefährliches Medikament, weil es nunmal auch Atemdepressionen usw verursacht, aber Flora macht ja so als würde ich hier mit Crystal Meth rumhantieren...
Mein Arzt lässt mich nichtmal MSI s.c. spritzen, obwohl es besser hilft, nur weil man es nicht fertig erwerben kann und anmischen muss (und ne nadel entlüften kann eigentlich jeder Automechaniker), also stell bitte meine betreuenden Personen nicht als inkompetente Menschen hin ohne was über den Hintergrund zu erfahren.

Aber das hier ist kein Selbsthilfeforum für Kranke Menschen, mich interessieren die medizinischen Aspekte, sonst nichts.
 
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Madtastic

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Lustigerweise war das einzige mal, als ich 2 ampullen!!! vomex direkt-iv bekommen hab auf der Intensivstation, kurz vorm Atemstillstand mit versehentlicher Fentaoverdose gegen meine Kotzerei. Statt Naloxon 2 Ampullen reinhauen und dann nicht vom Pulsoxy wegdürfen weil ne Sättigung von 80, ja, das erscheint wirklich die Kompetenz der heutigen Zeit zu sein. Deshalb lass ich mir hier kein Unwissen andiktieren.
 

Leander

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Fragt sich, wer die fenta-overdose verursacht hat...Die Schülerinnen ohne Examen aber mit dem Fachwissen eines Prof. Dr. Dr. , oder doch das richtig ausgebildete Personal.



Wo ist jetzt das Problem, 100ml NaCl in der notapotheke käuflich zu erwerben?
Wenn es an den Kosten scheitert....
 
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trixie

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50- und 100ml NaCl bekommst in geringer Stückzahl doch in jeder Apotheke. Oder spritz das Vomex in die Stero, wenn sie weitgehend eingelaufen ist. Haben wir im Aufwachraum nicht anders gemacht.
 
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FLORA.BLEIBT

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Mit jedem Satz den du schreibst beweist du deine Ahnungslosigkeit mehr... Da ist mir meine Zeit dann doch etwas zu schade.

Haldol nimmt man nicht wegen dem Nebenwirkungsprofil (Extrapyramidale NW), aber du scheinst das ja alles besser gelernt zu haben als ich in 5 Jahren Ausbildung und über 15 Jahren Intensiv/Anästhesie... Und Ondansetron nimmt schon lange nicht mehr nur im Onkobereich, sondern es ist mittlerweile das Standardmedikament zum Bsp. im perioperativen Bereich bei PONV, etc.

Und wenn du Ahnung hättest, dann wüsstest du, dass Vomex keine Atemdepression macht, da wären wir wieder beim Thema Wirkungmechanismus und den H2-Rezeptoren... also doch nicht soviel Plan wie angegeben aber ne riesen Klappe wie sonst was....
 
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trixie

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Vomex wirkt zentral dämpfend. Wie stark, ist doch häufig unterschiedlich. Ich bin z. B. nach nem halben Supp völlig ausgeknockt, trotz normalem Gewicht.
 

FLORA.BLEIBT

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Richtig, es sediert. Aber es macht keine Atemdepression...
 

niesreiz

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Grundsätzlich: Laut Fachinfo ist die Atemdepression (wenn sonst keine weiteren Medikamente mit relevanten Wechselwirkungen [z.B.: MAO-Hemmer] eingenommen werden) lediglich bei einer Überdosierung von Vomex zu befürchten. Eine Ampulle (a 62mg), auch wenn sie direkt, langsam i.v. gegeben wird sollte aber keine Überdosierungsreaktion hervorrufen. Die Idee mit "in den letzten Schluck der Infusion eingeben" ist in meinen Augen ebenfalls ein durchaus probates Mittel um mögliche Bedenken wegen der Konzentration bei der Gabe minimieren zu können - ich nehme an, dass das Handwerkszeug dazu sowieso vorhanden ist.

Wenn das mit dem Port so eine fragile Sache bei dir ist, wurden dann auch schon andere Darreichungsform für den Wirkstoff von Vomex diskutiert? Evtl. als Suppositorium oder, auch wenn das eigentlich für Reiseübelkeit gedacht ist, entsprechende Pflaster (evtl. mehrere davon)? --> Bei chronisch erkrankten Menschen ist es, meine ich, doch garnicht so unüblich hier und da mal ein Medikament off-label einzusetzen, wenn der Erfahrungswert des verschreibenden Arztes ausreichend ist.

Letzte Gewissheit auf deine Frage, weil du explizit nach einem "medizinischen" Aspekt fragst, bekommst du aber wohl nur, wenn du deinen Arzt bzw. einen Vertreter/eine Vertreterin von ihm kontaktierst, welche/r umfassend Einblick in deinen Med.-Plan und Vorgeschichte hat. --> (professionelle) Pflege (auch wenn hier, im Forum zum Teil auch umfassendes medizinisches Wissen vorhanden bzw. auffindbar ist) ≠ Medizin ;)
 
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Madtastic

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Hier ist die Zeit echt verschwendet, es liest sowieso keiner was er schreibt. Ich antworte noch höflich jedem und dann ist das Thema für mich geklärt.

@ Leander

Die Schülerin ohne Examen, mit Notendurchschnitt 1,1, die lieber Medizin studieren wollte anstatt Bettpfannen zu lehren, bevor sie Paliativpatientin wurde, und vor der in der Tat viele Prof Dr. Drs, mit noch mehr Titeln die ich aufzählen könnte, echt Respekt haben aufgrund ihres Fachwissens.
Ich wüsste auch nicht dass sich hier ein Prof. geäußert hätte, sondern die bis heute verrufenen I-Fachkräfte, die kaum noch ihre Arbeit schaffen, aber andere ständig über Medikamente belehren. bis auf ein paar Ausnahmen an Antworten, die dann doch etwas hilfreich waren.
Und ich sehe es eben als unnötig, wegen 2 flaschen 22 Euro zu zahlen.
Und die Overdose war keine Unwissenheit, sondern mehr oder weniger Pech, es hätte gut ausgehen können, aber auch schlecht, es ging eben schlecht aus. Und nein ich rede nicht von Off label Konsum, falls du mir das auch noch anhängen willst.

@ Trixie

Zu dir sage ich mal nicht viel, du hast lediglich die Postüberschrift gelesen. Alles was du angeführt hast, findest du wirklich in überausreichender Dosierung in meinen Beiträgen. Oder bist du eine von denen, denen man es 5x erklären muss? Jemand der mit 3x 7,5 Zop und anderen Medis noch fahren kann, der kippt nach einer Ampulle nicht um. Es ging nur hier echt nur um die Darreichungsform bezüglich der bestehenden Wirkungen, deren Ausmaß ich an mir selbst bis jetzt nicht kenne, da ich es wirklich selten blanko verabreicht bekomme. Wäre ich nicht Niereninsuffizient und Atemdepressiv, hätte ich es einfach gemacht.

@ Flora

Du bist sowieso verloren. Du hast in Sachen Pharmakologie null Plan. Atosil gegen Übelkeit, Vomex keine Atemdepression und verstärkung von Atemdepression....nein ich sage nix mehr, ich wollte höflich bleiben.

@ Niesreiz

Für dich gilt das selbe wie für Trixie, du hast nicht einen Satz gelesen. Daher no comment, sorry. (Nur eins, du hast mir mit deinem Beitrag eigentlich noch Recht gegeben, ich sagte ja ich nehme 19 Medkamente, ich habe nur 2 genannt, wer sagt, dass keine MAO Hemmer oder etwas dabei ist, was eben in diese Kategorie fällt, und allein das Fentanyl hat in Kombi noch Atemdepressionen, zumal eh schon welche ohne Vomex bestehen. Und ich rede hier nicht von nem 12er Pflaster, sondern um umgerechnet 60 mg MSI die ich umgerechnet als Fentanyl nehme, plus den Rest)
Und nein es geht mir nicht drum ob ich darf oder nicht. Lies doch bitte einfach meine Beiträge richtig, da wird jede Frage beantwortet. Zu deinem "letzten Schluck", zu Darreichungsformen, zu den Gründen warum der Post besteht.
um mich aber abzusichern, ich habe HeimPARENTERALERNÄHRUNG, nicht nen Port um mir Vomex damit i.v zu geben. Den Chirurg möchte ich sehen, der dafür nen Port legt. Ich bekam meinen nach 1,5 Jahre betteln als ich kurz vor der Aushungerung stand und lebensgefährlich Dehydriert war, weil keine ausreichende Nahrungs und Flüssigkeitszufuhr mehr über den Magendarmtrakt möglich ist. Aber den Port will ich sonst auch nicht zum Thema machen.

Danke dann an -Claudia-, die als einzige richtig liest und auch in der Lage ist, einen Beitrag gescheit zu beantworten.
 
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Flora, evtl könntest du mir aber sagen, in welchem KH du arbeitest, damit ich da nur nie hin muss. Bei Atosil gegen Übelkeit etc lege ich ungern meine Hände in deine, wenn ich mir selbst nicht helfen kann.

In jedem Krankenhaus, in dem ich je gearbeitet oder gelegen habe, und glaub mir, das waren etliche, Deutschlandweit, ist der OP und Intensivstandard Übelkeit-->Vomex-->Zofran-->Haldol-->Pech. In dieser Reihenfolge.
Genauso wie Haldol zusammen mit Opioiden in der Schmerztherapie eingesetzt wird, gegen die Übelkeit. IdR beginnend mit 5 Tropfen 2-4 mal täglich.
Atosil kannst du in der Unterstützung bei Schmerztherapie oder Schlafstörungen verwenden. Wobei mich das ankotzt, dass so mir nichts dir nichts Neuroleptika rausgegeben werden, ich habe dank ihnen Dyskenesien die nie mehr weggehn. Und dann auch noch Atosil, welches ja auch wieder stark zentral dämpft und in ne ganz andere Neuroleptikarichtung geht als Haldol...man man man...hoffentlich macht das keiner nach. Am besten holen wir noch Lyrica gegen Übelkeit rein, damit der Patient auch ja für den letzten bischen Rest seines Lebens zum Totalkrüppel wird. Oder wir rauchen am besten alle nurnoch Hanf, in den Medien heißt es doch das wäre das Mittel gegen alles.

Sorry, etwas Sarkusmus musste sein..
 
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Martin H.

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@Madtastic
Was bist Du eigentlich für ein Vogel (bzw. Vogelin)?:roll:
Warum fragst Du hier eigentlich, wenn Du doch schon von vornherein alles besser weißt als die Leute hier?!
Frag halt das nächste Mal einen Arzt - aber bitte nicht in so einem Ton wie hier, das schätzen die Herrschaften nämlich nicht so. 8-)
 
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Du glaubst gar nicht wie egal mir das ist. Und ich fragte, um auf meine Frage eine Antwort zu bekommen, die Frage war nichtmal 2 Sätze lang. Ich hab mal gelernt, die Antwort sollte nicht länger sein als die Frage.

-Claudia- hat es ja auch geschafft, meine Frage in einem Satz ohne großes Trara zu beantworten.

Ich sehe keinen Grund, mich von irgendwelchen Möchtegern belehren zu lassen. Ich weiß was ich tue. Eine Sache wusste ich nicht, die habe ich erfragt, und eigentlich ist alles, bis auf den Beitrag von -Claudia-, nur Threadpunktsammlerei, und dafür muss ich mich nicht beleidigen oder mir Unwissen/Halbwissen aufdiktieren lassen, ohne dass nur irgendeiner die Hintergründe kennt.

Sowas ist anmaßend, und wenn das der Forenstandard hier ist, dann distanziere ich mich gern davon. Die Birkenstockengel denken oft sie könnten sich echauffieren, vor allem die Intensivler, aber bei mir nicht.

Ich bin nicht umsonst in den Heimversorgungsbereich des Forums, ich will hier keine Meinung von den Medikamentendiktierern, die Vorträge halten über "gefährliche Medikamente", aber auf der Intensivstation während ihrer Arbeit nicht mal Prioritäten kennen, und lieber zu zweit 30 min nen vollgestuhltes Bett einer Oma sauber machen, anstatt vorher dem frisch operierten und extubierten Patient seine Bedarfsmedikation verabreichen, was nicht mal eine Minute dauert, mit der Meinung im Kopf, Medikamente seien ja nicht alles im Leben und eh ist sowieso alles zu viel und zu gefährlich.
 
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Martin H.

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Ehrlich, ich glaube, Du hast noch ein ganz anderes Problem als die ach so bösen Intensivler... :mrgreen: Da solltest Du mal dran arbeiten. Z. B. eine Psychotherapie machen oder so.

So, mal schauen, was Dir zu mir so einfällt... ich bin übrigens kein „Intensivler“. :wink1:
 
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