News Wegen Fachkräftemangel: Spahn will Pflegekräfte zu Mehrarbeit bewegen

Und da soll man schön in Vorkasse gehen?
 
Stimmt... endlich sagt mal einer, dass die mit ihrem 38,5 Stunden pro Woche Tarifvertrag, die nur 45 Stunden pro Woche arbeiten, auch in der Lage sind die 50 Stunden voll zu machen.

Ach Jens, weißte was. Bistn guter, ich bring sogar noch Geld mit. Scheint ja klamm zu sein bei euch... :D
 
Stimmt... endlich sagt mal einer, dass die mit ihrem 38,5 Stunden pro Woche Tarifvertrag, die nur 45 Stunden pro Woche arbeiten, auch in der Lage sind die 50 Stunden voll zu machen.
Hat er nicht gesagt. Punkt.
Jens Spahn on Twitter
Der wievielte Shitstorm ist das jetzt in 6 Monaten Amtszeit?
Wo war die Entrüstung bei Schmidt/Rössler/Bahr/Gröhe?
 
Ups, dachte ich hätte nen Smiley hinter meinen Post gemacht. :D

Mir ist durchaus bewusst, dass er das so nicht gesagt hat. Auch das Aufstocken der Teilzeitarbeiter würde ich begrüßen. Doch die meisten haben auch wirklich trifftige Gründe dafür, auch außerhalb der Belastung auf der Arbeit.

Auch wenn der Post meinerseits nicht 100% ernstgemeint war... lasst mir doch meinen Spaß ihr Spielverderber....

Edit: Also Rößler hatte Glück, dass während seiner Amtszeit Social Media nicht präsent war... sonst wäre da einiges mehr los gewesen. :D
 
@hyperion87
Genau.
Er will nicht, daß Vollkräfte noch mehr arbeiten, sondern daß Teilzeitkräfte wieder aufstocken.
 
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@hyperion87
Genau.
Er will nicht, daß Vollkräfte noch mehr arbeiten, sondern daß Teilzeitkräfte wieder aufstocken.

Bis auf das dieser Artikel Informationstechnisch eine Katastrophe ist, finde ich den Gedanken an sich jetzt nicht soooo verkehrt. ich hab es so verstanden, das mit besseren Arbeitsbedingungen die TZ hinter dem Kamin hervorgerufen werden sollen, die eben aufgrund der schlechten Bedingungen in TZ sind und nicht weil sie es z.b. auf Grund Kinder müssen.

Also TZ wie mich. Ich habe keine Kinder etc. Familientechnisch muss ich nicht TZ arbeiten, Ich will aber einfach zu den Bedingungen die aktuell herrschen nicht mehr arbeiten, damit ich noch genügend Zeit zum ausruhen und verschnaufen habe. Denn ich will den Job noch ein paar Jahre machen. Und ich profitiere jetzt schon davon das ich statt 8 ... 12 Tage im Monat frei habe. Ich habe so meist 3-4 Tage am Stück frei. gerade nach Nachtdienste ist das eine Wohltat

Allerdings glaube ich nicht das sich die Bedingungen in den nächsten Jahren so sehr verbessern das ich aus der TZ in VZ gehen werde. Nur eine Fachpflegeweiterbildung ließe mich für Gewisse Zeit in VZ gehen.
 
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Meine Teilzeit erhöhen würde ich nur unter der Voraussetzung, dass eine Optimalbesetzung (nicht Mindestbesetzung) geplant, umgesetzt und garantiert würde.
Ansonsten würde ich mit einer Stundenzahlerhöhung nur dem Arbeitgeber helfen Überstunden abzubauen und Leasingkosten zu sparen. Die Besetzung würde sich durch so eine Massnahme nicht ändern.

Mein Fazit: nicht zu Ende gedacht.

Und hier mein immer wiederkehrendes Mantra:
Alle Massnahmen die jetzt ergriffen werden sollten, sollten in erster Linie dazu dienen das vorhandene Personal zu halten, indem die Bedingungen drastisch verbessert werden. Das schliesst Leistungseinschränkungen selbstverständlich mit ein, ebenso wie deutlich bessere Bezahlung in vielen Bereichen der Pflege. Hat man einen Zustand erreicht, dass das Personal nicht mehr viel zu früh ganz aus dem Beruf ausscheidet, wird auch die Rekrutierung von neuem Personal einfacher...

Gruß spflegerle
 
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Mein Fazit: nicht zu Ende gedacht.
Ja, sicherlich, mag sein... aber zumindest wäre es mal ein Anfang.
Man muß sich halt echt vor Augen halten, was für ein gesundheitspolitisches Erbe der Spahn übernommen hat; @hyperion87 hat ja weiter oben schon einige Namen genannt. Bis auf Gröhe sind mir die entweder nicht oder negativ im Gedächtnis haften geblieben. :wink:
Und hier mein immer wiederkehrendes Mantra:
Alle Massnahmen die jetzt ergriffen werden sollten, sollten in erster Linie dazu dienen das vorhandene Personal zu halten, indem die Bedingungen drastisch verbessert werden. Das schliesst Leistungseinschränkungen selbstverständlich mit ein, ebenso wie deutlich bessere Bezahlung in vielen Bereichen der Pflege. Hat man einen Zustand erreicht, dass das Personal nicht mehr viel zu früh ganz aus dem Beruf ausscheidet, wird auch die Rekrutierung von neuem Personal einfacher...
Da hast Du recht.
 
Also ich arbeite 35 anstelle von 40 Stunden die Woche und fuck yeah, einfach nur weil ich nicht so viel arbeiten will! Das ist ne individuelle Entscheidung und sie ist gut so.
 
Also ich arbeite 35 anstelle von 40 Stunden die Woche und fuck yeah, einfach nur weil ich nicht so viel arbeiten will! Das ist ne individuelle Entscheidung und sie ist gut so.

Sag ich doch :D

Apropo, finde ich die Idee geht etwas in die entgegengesetzte Richtung eines anderen Vorschlages des BMG. Könnt ihr auch noch an die 80% Arbeit, 100% Gehalt Idee erinnern? Sie würde die Sache wirklich attraktiv machen und würde auch in das derzeitige Gesellschaftliche Bild passen (mehr Freizeit, weniger Arbeit).
 
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Funktioniert aber nicht, wenn wir sowieso kein Personal haben.
 
Ich kenne durchaus Teilzeitkräfte die gerne aufstocken würden. Wird aber nicht bewilligt. Warum? Ich bin jetzt mal destruktiv und phantasiere einen Grund: Eine Teilzeitkraft muss ich nur Teilzeit bezahlen, bei ihr gibt es keine Überstunden, die Kosten verursachen,sondern nur Mehrarbeitsstunden, die ich in Freizeit ausgleichen kann. Ich brauche kein Ausfallmanagement, denn die Teilzeitkraft hat viel frei und kann für umsonst einspringen. Ich kann die Teilzeitkraft jeden Monat überplanen, ohne ihr mehr bezahlen zu müssen. Teilzeitkräfte haben mher Tage am Stück frei und sind deshalb nicht so schnell ausgebrannt.
 
Es gibt sogar Einrichtungen, die überhaupt keine Vollzeitstellen anbieten, weil Teilzeitstellen billiger sind und keine Überstunden anfallen.
 
Ich brauche kein Ausfallmanagement, denn die Teilzeitkraft hat viel frei und kann für umsonst einspringen.
Genau das ist der Knackpunkt.
Wenn alle MA nur noch im allergrößten Ausnahmefall bzw. so gut wie gar nicht mehr einspringen, dann hat sich diese miese Praxis ganz schnell erledigt! :angryfire:
 
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Ich kenne durchaus Teilzeitkräfte die gerne aufstocken würden. Wird aber nicht bewilligt. Warum? Ich bin jetzt mal destruktiv und phantasiere einen Grund: Eine Teilzeitkraft muss ich nur Teilzeit bezahlen, bei ihr gibt es keine Überstunden, die Kosten verursachen,sondern nur Mehrarbeitsstunden, die ich in Freizeit ausgleichen kann. Ich brauche kein Ausfallmanagement, denn die Teilzeitkraft hat viel frei und kann für umsonst einspringen. Ich kann die Teilzeitkraft jeden Monat überplanen, ohne ihr mehr bezahlen zu müssen. Teilzeitkräfte haben mher Tage am Stück frei und sind deshalb nicht so schnell ausgebrannt.
Ich weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber bei uns sind die Stellenanteile je Einheit vereinbart und werden nicht nach Lust und Laune vergeben. Will eine Teilzeitkraft also aufstocken, könnte sie nicht unbedingt auf der gleichen Station bleiben.
 
Ich weiß nicht, wie es bei Euch ist, aber bei uns sind die Stellenanteile je Einheit vereinbart und werden nicht nach Lust und Laune vergeben. Will eine Teilzeitkraft also aufstocken, könnte sie nicht unbedingt auf der gleichen Station bleiben.
Dass für einzelne Bereiche definierte Vollzeit-Stellen vorgegeben sind, mag ja sein, aber ich kenne in meinem Haus keine Station, wo es nicht sowieso offene Stellen geben würde. Teilzeit erhöhen wird geradezu gewünscht (aber kaum wahrgenommen).
Tatsächlich versuchen viele eher, die Arbeitszeit zu reduzieren. Ich muss dem Arbeitgeber mal zugute halten, dass er die vor Jahren noch starren Teilzeitmodelle (100-75-50%) aufgegeben und die Möglichkeit für kleinteiligere Reduzierungen geschaffen hat. Nun kann sich jeder sein persönliches Modell in 10%-Schritten bis (soweit ich weiss) 30% abwärts aussuchen, die 75% gibt es natürlich auch noch. Genehmigt wird eine Reduzierung aber oftmals erst nach langem Kampf, bzw. erst dann, wenn auch neues Personal gefunden wurde (was aus Arbeitgebersicht ja durchaus nachzuvollziehen ist).
Der Trend zumindest in meinem Haus ist also nach wie vor der, dass die Pflegekräfte versuchen, durch individuelle Teilzeitmodelle die hohe Arbeitsbelastung abzufedern.
Eine Erhöhung zB aus finanziellen Erwägungen heraus ist eigentlich für niemanden eine Option. Wer aus der Teilzeit heraus mehr Geld benötigt, geht lieber noch für 1-2 Dienste pro Monat Leasen, das bringt unterm Strich sehr viel mehr Geld und kann je nach persönlichem Gusto geplant werden.

Und da wären wir dann wieder bei den altbekannten Problemen:
- um die hohe Teilzeitquote zu vermindern müssten sich zu allererst die Arbeitsbedingungen drastisch und zuverlässig verbessern
- um das Ausweichen auf Leasingfirmen zu vermindern müsste einfach grundsätzlich mehr Geld bezahlt werden
- um den individuellen Anforderungen der Pflegekräfte gerecht zu werden, müsste es verlässliche Dienstpläne geben (*), wobei es den Pflegekräften ermöglicht werden müsste, Einfluß auf die Pläne zu nehmen (Wunschplan)

Gruß spflegerle

(*) das schliesst dann zB ein, dass ich nicht, wie gerade eben, an meinem ersten freien Tag eines 2-Wochen-Frei-Blocks angerufen werde, ob ich nicht im Nachtdienst einspringen wolle (habs mir auf dem AB angehört....)
 
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Genehmigt wird eine Reduzierung aber oftmals erst nach langem Kampf, bzw. erst dann, wenn auch neues Personal gefunden wurde (was aus Arbeitgebersicht ja durchaus nachzuvollziehen ist).
Der Trend zumindest in meinem Haus ist also nach wie vor der, dass die Pflegekräfte versuchen, durch individuelle Teilzeitmodelle die hohe Arbeitsbelastung abzufedern.
Genehmigt werden muss laut Teilzeit- und Befristungsgesetz nach drei Monaten Vorlaufzeit, die ich auch für völlig verständlich halte. Davon unbenommen kann eine PDL natürlich versuchen, über einen passenderen Zeitpunkt zu verhandeln (z.B. wenn bekannt ist, dass in sechs Monaten die Azubis Abschlussprüfung haben oder so).
 
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Genehmigt werden muss laut Teilzeit- und Befristungsgesetz nach drei Monaten Vorlaufzeit, die ich auch für völlig verständlich halte. Davon unbenommen kann eine PDL natürlich versuchen, über einen passenderen Zeitpunkt zu verhandeln (z.B. wenn bekannt ist, dass in sechs Monaten die Azubis Abschlussprüfung haben oder so).
Teilzeit- und Befristungsgesetz
4) Der Arbeitgeber hat der Verringerung der Arbeitszeit zuzustimmen und ihre Verteilung entsprechend den Wünschen des Arbeitnehmers festzulegen, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. (Quelle)
Man findet als Arbeitgeber in unserer Branche leicht gute Gründe, warum es aus betrieblichen Gründen zu einer Verzögerung kommen muss. Ich habe es aber oben ja auch schon erwähnt, dass ich durchaus Verständnis für die Arbeitgebersicht habe.
Letztendlich klappt es in der Regel schon, denn wenn es zum Äußerten kommt, dann würde eine Pflegekraft, die aus persönlichen Gründen auf die Reduzierung angewiesen ist, eben kündigen. Und das will der Arbeitgeber nicht riskieren, also wird eine Lösung gesucht (und gefunden).

Gruß spflegerle
 

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