Fristlose Kündigung wegen Verweigerung Einzuspringen im Herzkatetherlabor möglich?

Liebe Claudia.

Die Kollegen hat sehr wohl oft genug mitgeteilt das sie diesen Dienst nicht machen kann und auch nicht machen will.
Also deine Begründung hat schon was von. "Die Vergewaltigte hat nicht klar genug zum Ausdruck gebracht das sie nicht vergewaltigt werden will. Also ernsthaft ... !!!

Nein die Vorgesetzten haben sich hier in absolut unfassbaren Maß daneben benommen, das die abgewascht gehören.

DIe Kollegin hat rein garnichts zu befürchten. Die Kollegin war am Tag x nicht zum Dienst eingeteilt. Hier würde ggf. Aussage gegen aussage stehen die die Kollegen eindeutig gewinnen würde, da sie ohnehin an dem Tag kein Dienst gehabt hätte.

DANN WIRD DAS HKL EBEN ABGEMELDET. Diese Aussage kann man mit viel bösen willen schon als Nötigung verstehen und das wäre Strafbar.

Kann mir sogar vorstellen das man das absichtlich auf sie abgewälzt hat, da zu erwarten ist das sie sich aus Unsicherheit nicht wehrt. Die anderen Kollegen sind wahrscheinlich schon zu abgebrüht.

Das hier würde eine eindeutige Beschwerden nach sich ziehen. Da würd ich mir sogar den Anwalt leisten das der ein Schreiben erstellt dies in Zukunft zu unterlassen. Und würde dann nochmal sowas vorkommen Unterlassungsklage.

Übrigens kann man auch AG abmahnen ;) Bersonders wichtig wenn man fristlos kündigen will ist das von Vorteil.
Hm, genau das ist die Sache: ich habe gesagt, das ich nicht kann, das ich was vorhabe und so weiter. Ich war eben nur morgens bzw mittags (noch) nicht standhaft genug, klar zu sagen, ich mache den Dienst nicht und fertig. So wie ich das abends bzw nach meiner Schicht dann konnte (weil ich eben nicht im laufenden Betrieb dazu „gedrängt“ worden bin, die PDL weiß tatsächlich ganz genau, wie sie sich ausdrückt in diesen Moment und auch wenn ich erwachsen bin, ist es schwierig, vor allem auch in der Beobachtung unserer SL, klar nein zu sagen. Sogar als dieser sagt, er ändert dann den dienstplan sagte ich nochmal, ich kann aber nicht, ich habe schon etwas vor! Seine Aussage war auch nur: „ja aber so ist das halt wenn niemand sonst kann, du wirst dann als rot dort angezeigt und beim nächsten mal wirst du nicht die nächste sein, die einspringen muss.“ ich konnte auch mit ihm nicht mehr weiterreden weil einfach echt sooo viel los war.
Und das ist auch das was mich ärgert, vielleicht ist es nur meine Perspektive, aber ich denke die Perspektive von meinem AG und auch tlws. Kollegen ist, dass man es mit „ihr ja machen kann“ (jüngste im Team, am wenigsten Erfahrung und so weiter). Allen anderen wurde doch auch nicht die Schuld zugeschoben, dass das HKL abgemeldet werden müsse wegen ihnen.

Ich bin heute bis Mittwoch auf Frei eingetragen, es hat sich heute Morgen auch niemand gemeldet, also bin ich nicht hin. Keine Ahnung, ob mein AG das später auch so negativ gegen mich werten wird, weil ich nicht der Aufforderung nachgekommen bin, in das Büro zu kommen. (Wer sagt, dass ich in meinen freien Tagen, ohne „ersichtlichen Grund“ ins Büro kommen muss?)
 
Warum ist der Vergleich unpassend?
Weil ich mal wirklich genau sage was da passiert ist?
Weil wir bei Vergewaltigung gleich aufschreien, wenn man uns aber versklaven will aber nicht?
Vor allem wurden hier genau die gleichen emotionalen Mittel angewandten wie bei einer Vergewaltigung.
Liebe InetNinja,

ich verstehe Deine Argumentation im Grundsatz. Der Vergleich ist aber insofern unpassend, da er das nötigende Verhalten einer PDL gleichsetzt mit einer Vergewaltigung. Ersteres ist maximal etwas was vor einem Arbeitsgericht verhandelt werden würde, zweiteres eine ganz andere Hausnummer (§ 177 StGB). Das mag ich in einem Pflegeforum so nicht stehen lassen.
 
Ich kenne die Probleme zum Einspringen genötigt zu werden.
Am Anfang meines Berufslebens habe ich diesen Nötigungen nachgegeben - statt Rat bei Betriebsrat und/oder Gewerkschaft
einzuholen.
Auch im Privatleben war ich so ein Verhalten mir gegenüber gewohnt. Irgentwann ist es im Privatleben eskaliert und ich wurde krank.
In der (erfolgreichen) Psychotherapie habe ich dann gelernt, dass NEIN sagen ERLAUBT ist und ICH NICHT für alle (angeblichen) Katastrophen, die daduch (angeblich) entstehen, verantwortlich bin.
Dies war für mich eine Befreiung.
Ich wurde klarer in meinem Nein - da war nicht mehr der leise Unterton der Unsicherheit ob das Nein erlaubt sei.
Uuund: ich habe mich über meine Rechte (und Pflichten) informiert - ich wusste plötzlich Bescheid.
Ich wurde daraufhin ganz plötzlich nicht mehr unter Druck gesetzt.
Es ist im Grunde ganz einfach - aber der Weg dahin war für mich sehr schwer/ist für viele Kollegen auch sehr schwer.

Veranlagung? Dieses für alles verantwortlich zu sein? Die armen Kranken Menschen?
Das Wichtigste was ich in der Therapie gelernt habe: nur wenn ich mich selbst pflege, mich um mich kümmere kann ich dies auch bei den mir Anvertrauten ausüben.
 
(Wer sagt, dass ich in meinen freien Tagen, ohne „ersichtlichen Grund“ ins Büro kommen muss?)
Musst Du natürlich nicht, aber der Fragende konnte ja nicht wissen, dass Du frei hast.

Wenn Du wieder auf der Arbeit und dann ins Büro zitiert werden solltest - hol Dir sofort den Personalrat dazu. Geh nicht allein ins Gespräch.
 

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